Es ist eben nicht schwachsinn. Wenn die jahre davor Mädchen mit Plastikwaffen, Stände mit Tarnnetzen und alten Jeeps als Werbemaßnahmen geduldet wurden, und jetzt so ein Aufstand wegen eines alten Jets gemacht wird müssen sich die Kritiker mit dem Argument auseinandersetzen warum davor nicht auf das Problem eingegangen wurde. Es ist nicht nachvollziehbar was an einem Jet schlimmer sein soll als an sonstigem Kriegsgerät als Werbemittel in den modernen Medien.IxAxUx hat geschrieben:Das hier tatsächlich einige als Argument hervorzaubern, dass man doch auch nichts gegen halbnackte Frauen in erotischer Uniform und Waffen habe, ist totaler Schwachsinn und zeugt davon, dass hier einfach wild durcheinandergewürfelt wird. Richtig nachgedacht wird aber kaum.
Der Vorwurf der Politikerin lautet "Verharmlosung von Kriegsspielen" und "Kriegsverherrlichung druch das Platzieren eines echten Kampgjets als Werbemaßnahme für Spiele". Damit sollte man sich auseinandersetzen und dafür/dagegen argumentieren.
Klar ist so ein Spiel bei unkritischen Menschen kriegverherrlichend, da diese es einseitig aufnehmen und den Rest "ausblenden". Dagegen kannst du aber nicht vorgehen indem du sagst der Jet muss da weg, sondern man sollte eher rangehen und den Menschen so gut und ehrlich zeigen was Krieg alles bedeutet. Nicht den moralischen Deckel drübermachen, sondern möglichst die Informationen über die ganze Fratze des Kriegs für den Lebensweg mitgeben.
Es ist die Pflicht der Gesellschaft, der Medien und der Institutionen diese Informationen bereitzustellen, und die heranwachsende Generation für dieses Thema zu senibilisieren. Damit der Sohn oder die Tocher in diesem Jet eben nicht nur unreflektiert ein cooles Marketingelement sieht, sondern auch einen weiteren Blick und ein gutes Hintergrundwissen was mit diesem Jet alles verbunden ist. Der Jet kann ebenso als Mahnmal gesehen werden, im Extremfall sogar als Karikatur zu dem Versuch damit für ein Kriegsspiel Werbung zu machen. Je nachdem was man darin alles sieht.
Wenn also die gute Frau sagt das Ding muss weg weil die Leute es als kriegsverherrlichend ansehen könnten könnte man genauso sagen wir trauen es den meisten Jugendlichen nicht zu sich mit dieser Thematik kritisch auseinanderzusetzen. Das wäre ja eher ein Armutszeugnis für die eigene Auflärungsarbeit oder?
