mr archer hat geschrieben:
Und da muss man ja nicht mal die Indies bemühen. Witcher 2 hat sich mehr als passabel verkauft. Da gibt es bis heute seitens CDP keine Klagen.
Stimmt, gar nicht dran gedacht.
And you know what?
Ich wette, TW2 hätte sich um einiges schlechter verkauft, wenn es von Ubisoft, Activision oder EA verkauft werden würde. Denn die haben sich ihren Ruf u.a. durch eben sowas wie Onlinezwang versaut.
Sind Cracks, Warez-Seiten und Raupkopien wirklich so verwerflich? Ich meine, der Kunde wird an jeder Ecke so viel wie möglich ausgenommen. Dazu kommt, dass es mittlerweile einfacher ist, illegal zu zocken als legal zu zocken -> gerade wegen so einem Quatsch wie Ubi Launcher, Onlinezwang & Co.
Die einzige Sprache, die die Publisher verstehen, ist Geld. Also müssten sie mal mit einem deftig DRM-zugemüllten Produkt ordentlich Verlust oder zumindest kaum Gewinn machen, um zu begreifen, dass es das einfach nicht sein kann...
Ich habe Diebstahl immer verachtet. Aber ich entwickle wirklich Verständnis dafür. Mittlerweile erreicht das Ganze Dimensionen, die fast an "Christen rocken fett" (Southparkfolge mit Lars Ulrich usw. -> sehr sehenswert) heranreicht. Nein, ich gönne Kotick und Konsorten ihren 10. Dienstwagen mit Minibar NICHT.
perma-on für jedes game? -ohne mich.
klar, es hat seine vorteile, aber warum kann man den konsumenten nicht selbst entscheiden lassen ob er perma-on sein möchte oder nicht... als optionaler dienst (natürlich nur nutzbar für ehrliche käufer, von mir aus auch mit key und accountgebunden) gerne, aber so gängeln lassen möchte ich mich dann doch nicht. aber ich seh das trotzdem nicht soooo tragisch. zum einen kann ich eh nicht mehr als 5-6 titel im jahr richtig zocken und zum anderen kann ich sogar ganz aufs zocken verzichten, und ganz abgesehen davon wächst ja auch die indie-szene im moment richtig gut und solange es dort kein perma-on gibt ist das doch eine tolle alternative zu den grossen.
und konlolen gibt es ja auch noch, dann zock ich halt ausschliesslich dort meine "aaa"-titel, bis perma-on die konsolen erreicht.^^
Zuletzt geändert von hardcoreHARALD am 10.08.2011 17:29, insgesamt 2-mal geändert.
mr archer hat geschrieben:
Und da muss man ja nicht mal die Indies bemühen. Witcher 2 hat sich mehr als passabel verkauft. Da gibt es bis heute seitens CDP keine Klagen.
Stimmt, gar nicht dran gedacht.
And you know what?
Ich wette, TW2 hätte sich um einiges schlechter verkauft, wenn es von Ubisoft, Activision oder EA verkauft werden würde. Denn die haben sich ihren Ruf u.a. durch eben sowas wie Onlinezwang versaut.
Darum geht es ja nicht mal vordergründig. Es hätte sich mit Sicherheit auch unter den Fittichen genannter Publisher gut verkauft. Vielleicht sogar besser - who knows.
Was wir wissen ist der Fakt, das es sich eben auch so wie es war sehr gut verkauft hat. Und das zählt als Argument viel.
Sind Cracks, Warez-Seiten und Raupkopien wirklich so verwerflich? Ich meine, der Kunde wird an jeder Ecke so viel wie möglich ausgenommen. Dazu kommt, dass es mittlerweile einfacher ist, illegal zu zocken als legal zu zocken -> gerade wegen so einem Quatsch wie Ubi Launcher, Onlinezwang & Co..
Ich verstehe, worauf Du hinaus willst.
Ich denke, bei Cracks geht es letztendlich um Moral und Gewissen.
Und es hinterlässt schon einen bitteren Geschmack, wenn man ein Produkt offiziell boykottiert, in dem man es nicht kauft - aber hinter geschlossenen Türen es trotzdem konsumiert, weil man es klasse findet...
Wenn schon boykottieren, dann richtig.
Alles andere wäre scheinheilig.
CasanOffi hat geschrieben:
Ich verstehe, worauf Du hinaus willst.
Ich denke, bei Cracks geht es letztendlich um Moral und Gewissen.
Und es hinterlässt schon einen bitteren Geschmack, wenn man ein Produkt offiziell boykottiert, in dem man es nicht kauft - aber hinter geschlossenen Türen es trotzdem konsumiert, weil man es klasse findet...
Wenn schon boykottieren, dann richtig.
Alles andere wäre scheinheilig.
So sehe ich das auch.
Natürlich, der Publisher kriegt davon im Endeffekt nichts mit (sofern man denn so konsequent bleibt und das ganze Spiel saugt), aber dann wiederum treten andere moralische Fragen auf.
Ein Spiel kaufen und es dann aus Protest gekrackt spielen ist wie ein Hühnchenfleisch-essender Vegetarier.
Oldholo hat geschrieben:
Ein Spiel kaufen und es dann aus Protest gekrackt spielen ist wie ein Hühnchenfleisch-essender Vegetarier.
I beg to differ. Zum Boykott aufrufen und dann als gecracketen Download spielen ist tatsächlich etwas bigott.
Aber kaufen und dann hinterher an die eigenen Vorlieben anpassen - da muss sich auf Entwickler- und Publisherseite niemand beklagen. Sie haben ja ihr Geld.
Das es natürlich eine gewisse Inkonsequenz in sich trägt - keine Frage. Aber dasselbe wie Variante 1 ist es nun nicht.
Er sagt ja:
Es wird da einige wenige Leute geben, denen die Tatsache nicht schmecken wird, dass du online sein musst, um ein Singleplayer-Spiel zu spielen. Aber das wird sich ändern."
Na klar wird sich das ändern. Viele der alten Zocker werden dann wohl irgendwann aufhören und die neuen juckt es nicht, weil sie es nicht anders kennen.
Ich kenn z.B. einige Leute in meinem Alter, die früher richtige Zocker waren und alles gespielt und gekauft haben. Die jetzt aber seit 1-2 Jahren gar nichts mehr kaufen. Die spielen entweder gar nicht mehr oder wieder uralte Retro-Titel.
Und wenn man sie fragt, sagen alle: "Ach komm hör mir mit der DRM Scheiße uff, da kann ich mein Geld auch gleich ins Klo schmeißen."
Es gibt mittlerweile einige, die kotzt das nur noch an, was in der Spielebranche passiert.
Aber es kommen ja immer neue Spieler hinzu, die gleich von den Herstellern richtig erzogen werden, da juckt es die nicht, wenn irgendein alter Spieler dem Hobby adé sagt.
Dass die aber 10, 20 Jahre und mehr diverse Entwickler und Firmen unterstützt haben, das wird natürlich nicht bedacht. Aber was sag ich da, Dankbarkeit gibts im Leben eh nicht.
Nur schade, dass man es wirklich draufanlegt solche Spieler aus dem Hobby zu drängen.
Ich frag mich halt nur, wo das enden soll. Wenn man bedenkt, dass die Firmen sich immer wieder neue Perversitäten und Gängelungen einfallen lassen.
Sicher muss man sich dann in einigen Jahren noch per Pass ausweisen, ob man auch der Käufer ist oder sich per webcam identifizieren lassen. Würde mich nicht wundern.
mr archer hat geschrieben:
I beg to differ. Zum Boykott aufrufen und dann als gecracketen Download spielen ist tatsächlich etwas bigott.
Aber kaufen und dann hinterher an die eigenen Vorlieben anpassen - da muss sich auf Entwickler- und Publisherseite niemand beklagen. Sie haben ja ihr Geld.
Das es natürlich eine gewisse Inkonsequenz in sich trägt - keine Frage. Aber dasselbe wie Variante 1 ist es nun nicht.
Na, eben, das hab' ich doch gesagt.
Sinnvoll ist aber sowieso alles beides nicht und letztlich tut es dem Boykott einen ziemlichen Abbruch - egal, welchen der beiden Wege man wählt.
CasanOffi hat geschrieben:DAS wäre mal eine innovative Altersverifizerung
Stimmt! Wer den Mist mitmacht, ist eindeutig zu jung.