LadyIno hat geschrieben:Wigggenz hat geschrieben:LordBen hat geschrieben:
Du vergleichst Äpfel mit Birnen.
Nein, tut er nicht. Die ganzen Cashshops in MMOs sind auch nur "optional". Wer allerdings konkurrenzfähig bleiben möchte, kommt trotzdem nicht dran vorbei, weil eben andere die Shops ziemlich häufig nutzen. Ebenso wird es in D3 mit Sicherheit sehr viele geben (die wahrscheinlich nicht einmal in Foren wie hier aktiv sind) die Unmengen an Geld in Items aus dem AH stecken und so extrem gut werden. Wenn gegen diese Masse von Geldrauswerfern konkurrenzfähig bleiben möchte, muss man dann wohl oder übel auch im AH einkaufen. Oder aber konsequent nur alleine oder mit ausgewählten Freunden zocken, die alle kein AH nutzen.
LordBen hat Recht: Vergleicht nicht Äpfel und Birnen.
Denn im Vergleich zu irgendwelchen MMO Cashshops, stehen hinter den Auktionen in D3 eben keine Entwickler, sondern echte Spieler. Die Preise in Cash Shops bleiben daher konstant oder sinken sogar, wenn mal eine Aktionswoche ist. Es gibt sogar F2P MMOs in denen man sich Cash Shop Items für genung Ingame Geld kaufen kann, weil sie andere Spieler verkaufen. In D3 allerdings bestimmt die Community den Preis. Und so wie wir Menschen nun mal sind, wollen wir eben viel Geld zu geringem Aufwand. Was also z.B. in kostenlosen MMOs 90cent-2 Euro kostet, könnte in D3 stetig im Preis steigen und locker 5 Euro überschreiten.
Btw. noch eine Kleinigkeit zu Cash Shops: Was man dort (in den meisten Fällen) kaufen kann, beeinflusst das Spielerlebnis so gut wie gar nicht. Meistens sinds nämlich so Sachen wie Exlusive Pets, Mounts, Frisuren oder Kleidung - damit sieht man zwar besser aus als die anderen aber die haben dadurch keinen großen Nachteil. Tja und in D3 werdens halt Rüstung, Waffen und - falls vorhanden - Mats für Berufe sein.
Also um deinen Horizont mal zu erweitern: In vielen free2play MMOs kannst du im Cashshop Dinge kaufen, die dich massiv verbessern. Diese ulkigen Hasenohren, die wirklich nur für untalentierte Frauen gedacht sind, damit die auch 3x am Tag „oh wie süß“ sagen können, die sind für den Umsatz dieser Spiele egal. Die besseren Waffen oder die Möglichkeiten, Waffen wirklich deutlich zu verbessern, die sind das Problem.
So und bei jedem(!) Free2Play-MMO kann man auch, genug Langeweile und Masochismus vorausgesetzt, genau wie bei D3 alles ohne reales Geld erreichen. Aber du vergisst: Die meisten Menschen haben so was seltsames, was sich „Beruf“ nennt. Hin und wieder kommen noch verstörende Einflüsse, die in Umgangssprache „Familie“ genannt werden hinzu.
Und schon kann man nicht mehr 12h am Tag spielen, um alles ohne reales Geld zu bekommen.
Das erinnert mich damals an eine Diskussion um eine legit Enigma, die ein User angeblich ohne Farmbot und Chinafarmer mit Ebay ziemlich schnell zusammen bekommen hat. Er meinte dann, er müsse so und so oft das Runenquest machen, das dauere ja nur um die 300 Stunden und wäre damit in 20 Tagen für jeden zu schaffen.
Warum musste ich dabei nur an die Southpark-Folge zum Thema WoW denken?! Vermutlich kommt seine Mutti auch zwischendurch mal mit einer großen Schüssel rein, ich weiß es nicht. Faktisch kann man aber davon ausgehen, dass die meisten Besitzer dieser Rüstung entweder dringend psychologische Hilfe brauchen, oder Onkel EBay um Hilfe gebeten haben. Personen, die letzteres getan haben, sollten auch mal zum Doc gehen.
Lange Rede kurzer Sinn: Chinafarmer, wie es sie jetzt schon in Onlinerollenspielen reichlich gibt, werden das AH von D3 mit Items überfluten, sodass schlussendlich die Community keinen Einfluss mehr hat. Es ist für mich kein Unterschied, ob da der Hersteller auf einen Knopf drückt und direkt 500 leuchtende Phallussymbole aka Schwerter für 5€ das Stück anbietet, oder ob da ein Chinese 100 eigentlich schulpflichtige Kinder zwingt 24/7 zu farmen oder ob er Bots verwendet.
Die Items kommen nicht von den Spielern (zu großen Teilen) und damit wird jeder gezwungen, entweder mit zu ziehen und im AH gegen echtes Geld zu kaufen oder nicht konkurrenzfähig zu sein – Ausnahme: Man ist psychisch völlig fertig und spielt 12+ Stunden am Tag, hat keinen Beruf gelernt, keine Freunde, keine Kinder, keine Frau und Mutti kommt mit der Blechschüssel alle 2Stunden einmal für das große Geschäft herein.
Und ein Preis von 5 Euro oder mehr schreckt keinen Suchti ab. Entweder bist du so naiv oder du solltest mal recherchieren, für welch absurde Preise D2 Items angeboten wurden und WoW-Items angeboten werden.
Ich empfehle dir nochmals: Spiel mal ein Free2Play MMO mit Cashshop, erweitere deinen Horizont und sei bitte weniger naiv. Ich habe 1 Jahr lang so eine MMO-Scheiße gespielt und dafür Geld ausgegeben, bis mir die Idiotie, die der ganzen Situation anhaftet bewusst wurde. Die Ingame-Währungs-Preise für gute „Echtgelditems“ sind astronomisch. Wenn du bei einem dieser Spiele 1 Euro in Ingamewährung zusammensuchen willst, dann bist du dafür 10 Stunden beschäftigt. Dann kauf dir mal ein 20€ Item mit Ingamewährung. 200 Stunden klingt doch fair oder?! Das machen zwar manche, aber nicht die Mehrheit und die Mehrheit definiert das Powerlevel, bei dem man mithalten können muss wenn man Online spielt.
Elb2000 hat geschrieben:Wigggenz hat geschrieben:
Nein, tut er nicht. Die ganzen Cashshops in MMOs sind auch nur "optional". Wer allerdings konkurrenzfähig bleiben möchte, kommt trotzdem nicht dran vorbei, weil eben andere die Shops ziemlich häufig nutzen. Ebenso wird es in D3 mit Sicherheit sehr viele geben (die wahrscheinlich nicht einmal in Foren wie hier aktiv sind) die Unmengen an Geld in Items aus dem AH stecken und so extrem gut werden. Wenn gegen diese Masse von Geldrauswerfern konkurrenzfähig bleiben möchte, muss man dann wohl oder übel auch im AH einkaufen. Oder aber konsequent nur alleine oder mit ausgewählten Freunden zocken, die alle kein AH nutzen.
Doch tut er. Warum? Diese F2P MMO sind oft absichtlich so konzipiert, das man irgendwann Geld ausgeben muss um konkurrenzfähig zu sein (zb. Waffen bei MMO FPS's, oder items bei den MMORPGS um mitraiden zu dürfen).
Diablo3 hingegen ist nicht so konzipiert. Du kannst sehr wohl konkurrenzfähig bleiben ohne geld auszugeben. (sieht man alleine daran, das du das Spiel komplett solo bestreiten kannst). Das Ah bringt dir keinen essentiellen wichtigen Vorteil. Die Items kannst du auch finden, ertraden, im normalen AH kaufen etc.
Jedes Spiel, das so konzipiert ist, dass man ohne Einsatz von echtem Geld nicht konkurrenzfähig ist, hat auf dem Markt sehr schlechte Chancen. Alle Free2PlayMMOs werben damit, dass man eben kein Geld zu investieren braucht und auch alles ohne den Einsatz von echtem Geld erreichen kann.
D3 ist da keine Ausnahme.
Aber kaum will man die Arbeit von hunderten von Arbeitsstunden auf 5 Minuten reduzieren, da lockt ein Angebot, welches mit echtem Geld bezahlt werden will. Wow! Muss Zufall sein.
Schon bei D2 habe ich eine Entwicklung gesehen und erlebt, die mir nur eines zeigte:
Die Mehrheit der D2 Spieler, die über wirklich gute Items verfügt lässt sich in Folgende Gruppen einteilen:
1) Keinen Job/Freunde/Familie
2) Cheater
3) Ebay und Co
(Als kleiner Hinweis: Manche Spieler fallen zeitgleich in mehrere/alle der genannten Gruppen)
Warum? Weil es bei D2 schon Items gibt, die realistisch mit 10-20 Wochenstunden „Arbeit“ während einer Saison nicht zu finden sind – nicht einmal ansatzweise! Dennoch haben viele Spieler diese Items. Seltsamer Zufall. Und sogar Schüler haben gefälligst Hausaufgaben zu machen und zum Sport zu gehen und können nicht 6-8h am Tag spielen, ohne in das gängige Suchti-Klischee zu fallen.
Okay, bei D2 funktioniert das System dank Bots und Ebay. Bei D3 wird es weniger Bots geben. Dafür mehr Ebay… äh sry… AH.
So und jetzt bitte mal weniger naiv sein und mehr in der Realität leben okay? Auch wenn die Wahrheit scheiße klingt, sollte man sie nicht leugnen.