Battlefield 3: Wohl mit Online Pass

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

johndoe831977
Beiträge: 17097
Registriert: 31.03.2009 20:12
Persönliche Nachricht:

Beitrag von johndoe831977 »

Xhinet hat geschrieben: Und Geldgierig ist DICE sowiso nicht, schenken ja sonst immer gratis DLC's.
Jupp.
Sind/waren ja auch so Gratis :roll:
Die ganzen Booster Packs für BF2 und dieses Vietnam DLC's für 15€ ist ja auch gratis.


Gibs eigentlich noch einen Onlinezwang für BF3?
.asm
Beiträge: 163
Registriert: 17.02.2011 14:53
Persönliche Nachricht:

Beitrag von .asm »

Broco hat geschrieben:Was hier schon wieder für ein Stuss geredet wird.
Alleine bei den Stats werden in Battlefield pro Spieler weit über 1000 Werte gespeichert, das geht los von der K/D, über die Dogtags und die Fahrzeugkills bis hin zu den abgefeuerten Schüssen(!) mit jeder einzelnen(!) Waffe.

Und wenn ein Spieler sein Spiel verkauft, wird nicht automatisch sein Account gelöscht, weshalb die Datenbank immer noch seine Werte enthält.
Natürlich nehmen die nicht sooo viel Platz weg, das Problem ist aber der Traffic, der erzeugt wird, wenn jemand diese Werte abfragt.

Selbst wenn der Account gelöscht wird, bleiben immer noch Restdaten bestehen, z.B. wenn ein Gegner das Dogtag dieses Spielers hatte, dann muss zumindest der Name gelistet werden und der Level des Spielers, um die Farbe des Tags bestimmen zu können und das sind Werte, die weiterhin abgefragt werden.

Vor dem Hintergrund, dass EA keine großartigen anderen Einnahmequellen in der Battlefield-Reihe erschlossen hat, ist eine einmalige Zahlung für diesen Online-Pass völlig in Ordnung, schließlich kann man die Server dann für mindestens 5 Jahre (davon gehe ich mal stark aus) nutzen.

Bei WoW ist es für die Leute völlig normal, 10,99 € - 12,99 € im Monat zu bezahlen, nur damit ihre Stats geloggt werden und sie spielen können, aber verlangt eine Firma eine einmalige Zahlung, schimpfen alle auf den großen Konzern. Das ist dermaßen inkonsequent und lächerlich, dass es weh tut.

Wer sich ein bisschen mit dem Betrieb von Servern auskennt, weiß, dass das kein billiges Geschäft ist. Erstens läuft jeder Datenbank- und Spieleserver im Raid, damit man bei Ausfall die Festplatten tauschen kann und im Cluster, um den Traffic und die Rechenprozesse zu verteilen.
Dann hat jedes Cluster ein vom Speicherplatz genau so großes Backupservercluster.
Server fressen unter Last nicht gerade wenig Strom, vorsichtig gerechnet kann man von 100W ausgehen und bei der Anzahl der Spieler, die das Game gleichzeitig spielen (ich gehe mal jetzt von 3.000.000 aus), kann man für die Konsolen von mindestens 50 Spieleservern im Cluster ausgehen (wobei das bei weitem nicht reichen wird), + ca. 30 Datenbankserver + 20 Backupserver; das wäre meine Schätzung.
Warum 50 Spieleserver? Jeder Server kann gleichzeitig nur maximal 65530 Spieler versorgen, weil das die Anzahl an Ports ist (eigentlich 65536, aber ein paar gehen für das Cluster und Remoteverbindungen drauf).

So haben wir 100 Server, die je 100 Watt Strom verbrauchen.
Bei 15 Cent pro KW/h (was noch günstig ist) wären das 1,50 € pro Stunde nur für Strom, pro Jahr sind das 13.140,- €. NUR FÜR STROM!

Dazu kommen die Kosten für diese leistungsfähigen Server, die bei ca. 5000 Euro liegen werden, das Ganze x 100 macht eine halbe Million.

Dazu die Kosten für Wartung, Internetanbindung, Austausch von Teilen und kompletten defekten Servern, Personal, Community, Werbung, Spieledesigner etc. und plötzlich stellt man fest, dass man auf einem riesen Haufen Knete sitzenbleibt, wenn man nicht dafür sorgt, dass die Spieler für diesen Spaß auch bezahlen.

Und jeder der sagt, das wäre ungerechtfertigt, hat schlichtweg keine Ahnung.
Na also du übertreibst ganz schön finde ich. Nehmen wir mal an 10Mio Leute kaufen BF3 (insgesamt, was noch wenig geschätzt ist). Und EA müsste die 100 Server instandhalten (was ich im übrigen auch schätzen würde vllt sogar noch bisschen mehr und bisschen mehr Stromkosten)
Dann Hätte EA Einnahmen von €600Mio. Sagen wir EA supportet die Server 10 Jahre. Das wären dann vllt €200k Stromkosten.
Ferner gehe ich mal davon aus, dass EA jedes Jahr die Serverhardware komplett austauschen müsste, was wahrscheinlich in der Dimension nicht sein wird aber egal, dann hätte man für die Hardware noch kosten von €5Mio.
Bleiben immernoch €594.480.000 übrig.
Lass es ein paar mehr Server sein, ein paar weniger Verkäufe. Die Dimension bleibt erhalten.
Selbst wenn weitere laufende Kosten vllt €10-50Mio (Traffic, Gehälter, Service etc) ausmachen sollten bleibt da immer noch genug übrig um von einem Gewinn sprechen zu können, jedenfalls wird Battlefield 3 kein Verlustgeschäft für EA, selbst bei kostenlosem MP.
Ist ja auch Ok, EA ist ein Unternehmen, das Geld verdienen will, aber zu behaupten, dass man ohne Online-Pass quasi am Gebrauchtmarkt nennenswert verlieren würde ist schon dreist. Deshalb sage ich: dieser Pass ist ungerechtfertigt ;)
Benutzeravatar
Suinized
Beiträge: 934
Registriert: 28.01.2009 14:51
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Suinized »

-CloneShift- hat geschrieben:
Xhinet hat geschrieben: Und Geldgierig ist DICE sowiso nicht, schenken ja sonst immer gratis DLC's.
Jupp.
Sind/waren ja auch so Gratis :roll:
Die ganzen Booster Packs für BF2 und dieses Vietnam DLC's für 15€ ist ja auch gratis.


Gibs eigentlich noch einen Onlinezwang für BF3?
Vietnam kostet 12,99€ und ich finde das sich da jeder Cent lohnt.

Zumindest bekommt man die Maps bei BC2 kostenlos in Verbindung mit dem VIP Pass beim Neukauf. Wenn ich mir da die Preise der CoD BO Mappacks angucke, bin ich froh zu BC2 gegriffen zu haben. Die Maps sind mir persönlich am wichtigsten. Wenn sie bei BF3 genauso verfahren, kauf ich es auch gerne neu.
Benutzeravatar
Stereomud
Beiträge: 721
Registriert: 23.03.2011 10:08
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Stereomud »

Zumindest bekommt man die Maps bei BC2 kostenlos in Verbindung mit dem VIP Pass beim Neukauf. Wenn ich mir da die Preise der CoD BO Mappacks angucke, bin ich froh zu BC2 gegriffen zu haben. Die Maps sind mir persönlich am wichtigsten. Wenn sie bei BF3 genauso verfahren, kauf ich es auch gerne neu.
Und wenn nicht? Verkaufst es dann?
Haaa kannst ja garnicht mehr...Ätschi Bätsch!
Benutzeravatar
Redd1990
Beiträge: 272
Registriert: 07.09.2010 18:46
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Redd1990 »

.asm hat geschrieben:
Broco hat geschrieben:Was hier schon wieder für ein Stuss geredet wird.
Alleine bei den Stats werden in Battlefield pro Spieler weit über 1000 Werte gespeichert, das geht los von der K/D, über die Dogtags und die Fahrzeugkills bis hin zu den abgefeuerten Schüssen(!) mit jeder einzelnen(!) Waffe.

Und wenn ein Spieler sein Spiel verkauft, wird nicht automatisch sein Account gelöscht, weshalb die Datenbank immer noch seine Werte enthält.
Natürlich nehmen die nicht sooo viel Platz weg, das Problem ist aber der Traffic, der erzeugt wird, wenn jemand diese Werte abfragt.

Selbst wenn der Account gelöscht wird, bleiben immer noch Restdaten bestehen, z.B. wenn ein Gegner das Dogtag dieses Spielers hatte, dann muss zumindest der Name gelistet werden und der Level des Spielers, um die Farbe des Tags bestimmen zu können und das sind Werte, die weiterhin abgefragt werden.

Vor dem Hintergrund, dass EA keine großartigen anderen Einnahmequellen in der Battlefield-Reihe erschlossen hat, ist eine einmalige Zahlung für diesen Online-Pass völlig in Ordnung, schließlich kann man die Server dann für mindestens 5 Jahre (davon gehe ich mal stark aus) nutzen.

Bei WoW ist es für die Leute völlig normal, 10,99 € - 12,99 € im Monat zu bezahlen, nur damit ihre Stats geloggt werden und sie spielen können, aber verlangt eine Firma eine einmalige Zahlung, schimpfen alle auf den großen Konzern. Das ist dermaßen inkonsequent und lächerlich, dass es weh tut.

Wer sich ein bisschen mit dem Betrieb von Servern auskennt, weiß, dass das kein billiges Geschäft ist. Erstens läuft jeder Datenbank- und Spieleserver im Raid, damit man bei Ausfall die Festplatten tauschen kann und im Cluster, um den Traffic und die Rechenprozesse zu verteilen.
Dann hat jedes Cluster ein vom Speicherplatz genau so großes Backupservercluster.
Server fressen unter Last nicht gerade wenig Strom, vorsichtig gerechnet kann man von 100W ausgehen und bei der Anzahl der Spieler, die das Game gleichzeitig spielen (ich gehe mal jetzt von 3.000.000 aus), kann man für die Konsolen von mindestens 50 Spieleservern im Cluster ausgehen (wobei das bei weitem nicht reichen wird), + ca. 30 Datenbankserver + 20 Backupserver; das wäre meine Schätzung.
Warum 50 Spieleserver? Jeder Server kann gleichzeitig nur maximal 65530 Spieler versorgen, weil das die Anzahl an Ports ist (eigentlich 65536, aber ein paar gehen für das Cluster und Remoteverbindungen drauf).

So haben wir 100 Server, die je 100 Watt Strom verbrauchen.
Bei 15 Cent pro KW/h (was noch günstig ist) wären das 1,50 € pro Stunde nur für Strom, pro Jahr sind das 13.140,- €. NUR FÜR STROM!

Dazu kommen die Kosten für diese leistungsfähigen Server, die bei ca. 5000 Euro liegen werden, das Ganze x 100 macht eine halbe Million.

Dazu die Kosten für Wartung, Internetanbindung, Austausch von Teilen und kompletten defekten Servern, Personal, Community, Werbung, Spieledesigner etc. und plötzlich stellt man fest, dass man auf einem riesen Haufen Knete sitzenbleibt, wenn man nicht dafür sorgt, dass die Spieler für diesen Spaß auch bezahlen.

Und jeder der sagt, das wäre ungerechtfertigt, hat schlichtweg keine Ahnung.
Na also du übertreibst ganz schön finde ich. Nehmen wir mal an 10Mio Leute kaufen BF3 (insgesamt, was noch wenig geschätzt ist). Und EA müsste die 100 Server instandhalten (was ich im übrigen auch schätzen würde vllt sogar noch bisschen mehr und bisschen mehr Stromkosten)
Dann Hätte EA Einnahmen von €600Mio. Sagen wir EA supportet die Server 10 Jahre. Das wären dann vllt €200k Stromkosten.
Ferner gehe ich mal davon aus, dass EA jedes Jahr die Serverhardware komplett austauschen müsste, was wahrscheinlich in der Dimension nicht sein wird aber egal, dann hätte man für die Hardware noch kosten von €5Mio.
Bleiben immernoch €594.480.000 übrig.
Lass es ein paar mehr Server sein, ein paar weniger Verkäufe. Die Dimension bleibt erhalten.
Selbst wenn weitere laufende Kosten vllt €10-50Mio (Traffic, Gehälter, Service etc) ausmachen sollten bleibt da immer noch genug übrig um von einem Gewinn sprechen zu können, jedenfalls wird Battlefield 3 kein Verlustgeschäft für EA, selbst bei kostenlosem MP.
Ist ja auch Ok, EA ist ein Unternehmen, das Geld verdienen will, aber zu behaupten, dass man ohne Online-Pass quasi am Gebrauchtmarkt nennenswert verlieren würde ist schon dreist. Deshalb sage ich: dieser Pass ist ungerechtfertigt ;)
Von deinen beispielhaften Einnahmen muss noch vieles abgezogen werden.
Arbeitskräfte müssen bezahlt werden, die Werbekampagne für 100 Mio. $, die wahrscheinlich enorm hohen Entwicklungskosten, Materialkosten, die vielen Reisen der Community Manager und was es nicht gibt müssen bezahlt werden etc etc.
Und ob 10 Euro gerechtfertigt sind, oder 4 Euro als OnlinePass können wir alle nicht beurteilen. Klar möchte DICE/EA mit dem OnlinePass auch Profit machen und nicht nur am Ende +/-0 schreiben können.
Schließlich ist es ein Unternehmen und das Ziel ist Profit.
Benutzeravatar
Stereomud
Beiträge: 721
Registriert: 23.03.2011 10:08
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Stereomud »

Schließlich ist es ein Unternehmen und das Ziel ist Profit.
Die Frage die ich mir stelle, wann wird das streben nach Profit und Rentabilität zu reiner Gier nach mehr?
Benutzeravatar
Scorpyfizzle
Beiträge: 1531
Registriert: 10.09.2009 13:27
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Scorpyfizzle »

Suinized hat geschrieben:
-CloneShift- hat geschrieben:
Xhinet hat geschrieben: Und Geldgierig ist DICE sowiso nicht, schenken ja sonst immer gratis DLC's.
Jupp.
Sind/waren ja auch so Gratis :roll:
Die ganzen Booster Packs für BF2 und dieses Vietnam DLC's für 15€ ist ja auch gratis.


Gibs eigentlich noch einen Onlinezwang für BF3?
Vietnam kostet 12,99€ und ich finde das sich da jeder Cent lohnt.

Zumindest bekommt man die Maps bei BC2 kostenlos in Verbindung mit dem VIP Pass beim Neukauf. Wenn ich mir da die Preise der CoD BO Mappacks angucke, bin ich froh zu BC2 gegriffen zu haben. Die Maps sind mir persönlich am wichtigsten. Wenn sie bei BF3 genauso verfahren, kauf ich es auch gerne neu.
BFBC2: Vietnam lohnt sich auf jeden fall für den preis, was da einem geboten wird ist kein DLC, sondern ein richtiges Addon. Außerdem waren ja wirklich alle "Mappacks" (falls man sie so nenen darf) gratis, vielleicht haben sie ja aus den BF2 Boosterpacks gelernt?

Bezieht sich alles auf eine neue PC-Version.
Benutzeravatar
Paranidis68
Beiträge: 1894
Registriert: 11.02.2008 11:41
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Paranidis68 »

Sachma, habt ihr eigentlich alle ne Ahnung, was eine Millarde Umsatz mit einem Spiel bedeutet.

Ich les hier immer, das ja die Server so teuer sind, oder das da reichlich Stats gespeichert werden.
Wir können davon ausgehen, dass BF3 die Milliarde Umsatz schaffen wird. Wenn CoD das schafft, dann wird das BF3 auch schaffen.
Was wird das Spiel gekostet haben. Tja, ein Geheimnis, was kein Publisher normalerweise ausplaudert.
Setzen wir es Hoch an. Sagen wir zwischen 70 und 100 Millionen Dollar. Sollte Realistisch sein.
Jetzt rechnet von der Milliarde den Steueranteil ab. Was wir nicht können, weil wir keine Infos über den Händlerpreis haben. Aber egal.
Jetzt noch was die Server kosten werden. Da kann ich nix zu sagen, da kenne ich mich nicht aus.
Alleine, wenn der Reingewinn die 100 Millionenmarke erreicht, dann ist das ein Bombengeschäft. Nach Abzug aller Kosten und Steuern.
Wir können aber davon ausgehen, das es weitaus höher sein wird. Alleine der Konkurrenzkampf mit CoD wird EA soviel Geld in die Taschen spülen, das wir Hosenscheisser hier das nichtmal annähernd kapieren, was in dem Geschäft abläuft.

Man beachte einfach mal Gran Turismo 5. Das Spiel soll 60 Millionen gekostet haben. Eingenommen hat Sony vor Monaten weit über 600 Millionen. Und das ist schon ne weile her. Diese 60 M beinhalten den ganzen Entwickler samt seinen Kosten. Also Hardware, Software und Löhne für die Jahre, die der Stümper mit seinem Team für das Unikat gebraucht hat. Von den anderen 540 Millionen (davon gehen die Steuern ab), zahlen die Patches (selber Schuld bei dem Spiel) und die Server.
Un diese 600 Millionen sind ja noch nicht das Ende der Fahnenstange. Bis jetzt wird sich das noch weiter gut verkauft haben. Wenn auch billiger. Was aber nicht gleich heisst, das z.b Amazon es auch von Sony billiger bekommt, um es zu verramschen.
Ihr müsst mal in ganz anderen Dimensionen rechnen und nicht nur laufende Kosten betrachten, die im Gegensatz zum Gewinn lachhaft sind.

Ich füge noch hinzu, dass ja die Werbung nicht Unerheblich ist. Also da geht noch gut was ab.
Benutzeravatar
Stereomud
Beiträge: 721
Registriert: 23.03.2011 10:08
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Stereomud »

Wie EA, Blizzard und Co nagen nicht am Hungertuch? Wie konntest du meine Traumwelt nur zerstören 8O

Und ich kauf extra immer den neusten "Hut", die neuste "Socke" und den Tot Schicken String per DLC um die Firma am Leben zu halten....wie konnte ich nur!
Benutzeravatar
Knarfe1000
Beiträge: 1947
Registriert: 20.01.2010 10:00
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Knarfe1000 »

lingonberrypancake hat geschrieben:
"Es wäre uns lieber, wenn ihr euch ein neues statt ein gebrauchtes Spiel kauft, weil ein gebrauchtes Spiel uns nur Kosten verursacht. Wir verdienen keinen einzigen Pfennig an einem Gebrauchtspiel, aber wir müssen immer noch den Platz auf dem Server und all das für euch anlegen.
Wo ist denn da die Logik? Es handelt sich immer noch um das gleiche Spiel. Ob jetzt der Vorbesitzer, oder der neue Besitzer den Server benutzen spielt doch überhaupt keine Rolle. Das Grundentgelt wurde sowieso schon entrichtet. Dass sie direkt nicht an einem gebrauchten Spiel verdienen, dürfte klar sein, aber dafür an den unzähligen DLC's, die sich der Gebrauchtkäufer womöglich holt.

Für wie dumm möchte dieser Mensch die Spiele-Gemeinde verkaufen?

Endlich ein Mann mit Durchblick. Ich wollte praktisch das Gleiche schreiben.
Benutzeravatar
Knarfe1000
Beiträge: 1947
Registriert: 20.01.2010 10:00
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Knarfe1000 »

Stereomud hat geschrieben:
Schließlich ist es ein Unternehmen und das Ziel ist Profit.
Die Frage die ich mir stelle, wann wird das streben nach Profit und Rentabilität zu reiner Gier nach mehr?
Genau das ist die Frage, in praktisch allen Bereichen der außer Kontrolle geratenen Weltwirtschaft. Die Folgen sehen wir momentan und ich will mir gar nicht ausmalen, was noch alles auf uns zukommt.
Benutzeravatar
tschief
Beiträge: 2395
Registriert: 05.02.2010 15:12
Persönliche Nachricht:

Beitrag von tschief »

Knarfe1000 hat geschrieben:
Stereomud hat geschrieben:
Schließlich ist es ein Unternehmen und das Ziel ist Profit.
Die Frage die ich mir stelle, wann wird das streben nach Profit und Rentabilität zu reiner Gier nach mehr?
Genau das ist die Frage, in praktisch allen Bereichen der außer Kontrolle geratenen Weltwirtschaft. Die Folgen sehen wir momentan und ich will mir gar nicht ausmalen, was noch alles auf uns zukommt.
Gerade wenn man in einem stark wirtschaftlichen Bereich arbeitet, kann man diese Aussage stark unterstützen. Das wird ein Jahrhundertding!! Ohne Panikmache zu verbreiten, aber die Anzeichen dass eine ähnlich verheerende Krise wie Ende der 20er/Anfag 30iger auf uns zukommt mehren sich.

Alle die jetzt den Untergang des Kapitalismus prophezeien:

Diese "Krisen" gibt es alle paar Jahrzehnte, mal mehr, mal weniger schlimm. Die Ursachen sind meistens eine starke Misswirtschaft sowie fehlende Regulierungen, und zu einem ganz grossen Teil Spekulationen. Das dumme daran: Die Menschen lernen nie aus ihren Fehlern, mag es wegen den "Grossverdienern" sein, die das zu verhindern wissen, oder es ist einfach nur die Unfähigkeit der Grund dafür. Schlussendlich ist dieses Szenario nur ein "alle Jahre wieder". Die Möglichkeit, mit Gütern zu handeln, die man gar nicht besitzt, und so den Preis künstlich in die Höhe zu treiben ist der Motor und gleichzeitig die Abrissbirne für den Erfolg unseres Wirtschaftssystems.

Stichworte dazu: IT Blase Anfang 2000. Oder ganz aktuell die Weltwirtschaftskrise 2008, aufgrund der Immobilienblase, der Überbewertung alternativer Anlagen (Strukti's ;-)) und des darauffolgendes Konkurses von Lehman Brothers.

Und an alle, die immer schön die "gierigen Anderen" anprangern. Es gibt unter den Reichen sowie unter den Armen gierige Menscchen, und genau so schlimm und zerstörerisch wie Gier ist der Neid. Die Menschen neigen dazu, auf alles "neidisch" zu sein, reiche Menschen sind immer verwöhnte Bubis, auch wenn sie hart für ihren Reichtum gearbeitet haben. Ein Vorteil unseres Finanzsystems ist es, dass JEDER reich werden kann. Nur braucht man dazu gute Ideen, Eigeninitiative und Durchhaltewillen. Nur so als Anmerkung.

Und nein, ich bin weder besonders wohlhabend noch sonst wie ein Sympathisant von reichen Arschlöchern. Nur sind Reiche halt mal nicht per se Arschlöcher!

Just my 2 Cents!
Benutzeravatar
Broco
Beiträge: 217
Registriert: 13.04.2010 14:29
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Broco »

So hart, wie hier alle wegen lächerlichen 10 Euro abgehen (die der Großteil sowieso nicht ausgeben wird, weil sie das Spiel Original kaufen), während Blizzard den Online-Zwang einführt :D

Und wie hier alle Ahnung von den Kosten einer derartigen Veröffentlichung haben :D

Battlefield wird garantiert rund um den Globus massiv beworben werden.
Alleine ein einziger(!!) 30-Sekunden Spot während des Superbowls kostet über 2,5 Mio Dollar, ein einziger Spot in Amerika zur Hauptsendezeit schlägt immer noch mit 250.000$ - 400.000$ zu Buche, in Deutschland bei Wer wird Millionär sinds immerhin noch 60.000 €, bei der Formel 1 150.000 €. PRO SPOT. Im WDR sinds übrigens 1500 € zur billigsten Sendezeit, aber das ist so ziemlich der unattraktivste Sendeplatz bei einem der am wenigsten von der Zielgruppe gesehen Sender (und ich hab auch noch nie Videospielwerbung im WDR gesehen :D ).
Dazu kommt Internetwerbung, diverse Veranstaltungen (fragt mal nach, was ein Messeplatz auf der E3 kostet :wink: ), etc. pp.

Wenn man jetzt mal überlegt, wie oft die Spots gesendet werden, kann man sich vorstellen, dass die Werbekosten weltweit weitaus höher liegen, als der hier veranschlagte Firlefanz.
Sie überragen sogar die Entwicklungskosten um ein Vielfaches, gerade bei einem Top-Titel.
Bei WoW könnt ihr davon ausgehen, dass Blizzard innerhalb der letzten 5 Jahre über 2 Milliarden Dollar in Werbung investiert hat.

Wie dem auch sei, natürlich arbeitet EA nicht mit dem Ziel, Kosten zu decken, natürlich wollen sie ihren Gewinn maximieren; aber vielleicht solltet ihr auch 2x überlegen, ob z.B. Apple euer Geld nur dafür benutzt, die Kosten zu decken, wenn ihr euch ein iPhone kauft (und ein Blick auf den aktuellen Börsenkurs und die aktuelle Gewinnprognose lässt mich stark daran zweifeln :D )

Wie gesagt, wenn ihr nicht wollt, dass ein Unternehmen mit eurem Geld Gewinn macht, kauft zukünftig eure Spiele bei der AWO.
Die sind nämlich ein e. V. und die dürfen keine Gewinne erwirtschaften :P

Natürlich gibt es einiges an den Geschäftspraktiken von EA und anderen Publishern auszusetzen und ja, einiges davon ist tatsächlich Abzocke (ich schiele mal auf die Sportspiele; Fifa und Co.), aber es ist ja nicht so, dass EA nur der Teufel ist.
Ohne EA hätten einige Spiele gar nicht in dem Maße und zu dem Preis publiziert werden können.

Aber was weiß ich schon...
Benutzeravatar
Ninjakuh
Beiträge: 199
Registriert: 26.08.2002 18:59
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Ninjakuh »

Knarfe1000 hat geschrieben:
lingonberrypancake hat geschrieben:
"Es wäre uns lieber, wenn ihr euch ein neues statt ein gebrauchtes Spiel kauft, weil ein gebrauchtes Spiel uns nur Kosten verursacht. Wir verdienen keinen einzigen Pfennig an einem Gebrauchtspiel, aber wir müssen immer noch den Platz auf dem Server und all das für euch anlegen.
Wo ist denn da die Logik? Es handelt sich immer noch um das gleiche Spiel. Ob jetzt der Vorbesitzer, oder der neue Besitzer den Server benutzen spielt doch überhaupt keine Rolle. Das Grundentgelt wurde sowieso schon entrichtet. Dass sie direkt nicht an einem gebrauchten Spiel verdienen, dürfte klar sein, aber dafür an den unzähligen DLC's, die sich der Gebrauchtkäufer womöglich holt.

Für wie dumm möchte dieser Mensch die Spiele-Gemeinde verkaufen?

Endlich ein Mann mit Durchblick. Ich wollte praktisch das Gleiche schreiben.
Ich seh grad den Durchblick nicht.

Spieler 1 kauft das Spiel. Der Entwickler bekommt sein Geld und Spieler 1 spielt das Spiel durch und hat seinen Spass. Spieler 1 verkauft das Spiel dann an Spieler 2 der ebenfalls seinen Spass damit hat.

Der Entwickler hat also 2 Spieler glücklich gemacht aber nur Geld für ein Spiel bekommen. Das nenn ich mal einen ordentlichen Arschtritt für den Entwickler.

Von mir aus könnten sie jedes Spiel an einen Account binden so das es gar nicht mehr weiterverkauft werden kann. Einige können wohl nicht einsehen das sie da im Endeffekt eine Software bekommen mit der sie in ihrer Freizeit Spass haben können. Und wenn man mit etwas Spass hat sollte man dem Hersteller auch finanziell unterstützen und das funktioniert mit Gebrauchtspielekauf auch mit hirnrissigen Rechnungen NICHT.

Wenn das Spiel was ich mir geholt habe viel Spass macht dann hab ich absolut nichts dagegen das die damit GEWINN machen. Damit stellen sie dann das nächste tolle Spiel her. Klasse !
Benutzeravatar
Beam02
Beiträge: 2592
Registriert: 19.06.2008 17:26
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Beam02 »

Ninjakuh hat geschrieben: Von mir aus könnten sie jedes Spiel an einen Account binden so das es gar nicht mehr weiterverkauft werden kann. Einige können wohl nicht einsehen das sie da im Endeffekt eine Software bekommen mit der sie in ihrer Freizeit Spass haben können. Und wenn man mit etwas Spass hat sollte man dem Hersteller auch finanziell unterstützen und das funktioniert mit Gebrauchtspielekauf auch mit hirnrissigen Rechnungen NICHT.
Das funktioniert dann aber auch nur innerhalb einer Konsolengeneration.
Aber was mache ich, wenn ich erst zu einem Zeitpunkt ins Gaming einsteige, in der es Konsole XY und die dazugehörigen Spiele nicht mehr im Handel gibt und ich keine Alternative außer den Gebrauchmarkt habe? Soll ich dann auf Perlen der Videospielgeschichte verzichten, nur weil ich nicht "zur rechten Zeit am rechten Ort" war?
Leider werden bestimmte Titel ab einem bestimmten Zeitpunkt einfach nicht mehr hergestellt und über den Handel vertrieben, notgedrungen, da sonst die Kapazitäten der Hersteller wie auch des Einzelhandels überlastet würden.
Und leider schaffen es auch nicht alle Titel in das Angebot der Virtual Console, des PSN, von Steam oder anderen Plattformen.

Kurzum, wenn Spieler und Industrie schon vor 15 Jahren so gedacht hätten wie einige das heute tun, dann blieben viele Klassiker einem großen Teil der Spieler schlicht verschlossen, da sie einfach das Pech hatten zu spät geboren zu sein oder seinerzeit nicht das nötige Kleingeld für eine bestimmte Konsole / ein bestimmtes Spiel gehabt zu haben.

Innerhalb einer Konsolengeneration ist das heute kein allzu großes Problem mehr, da neue Spiele ja meist schon wenige Wochen nach Release deutlich im Preis fallen. Wer da die Preise vergleicht muss nicht mal auf den Gebrauchtmarkt zurückgreifen, um relativ günstig an neue Spiele zu kommen.
Und wenn, dann findet man die Schnäppchen meist nur bei Privatpersonen. Gamestop und Konsorten - und die sind es ja, die den Publishern vornehmlich ein Dorn im Auge sind - verlangen ja meist 90% des Neupreises für ein Gebrauchtspiel, und scheinen damit nicht schlecht zu verdienen.
Und da würde ich persönlich auch lieber 10€ mehr bezahlen, das Spiel neu kaufen und gleichzeitig noch Publisher und Entwickler zu unterstützen.
Nur scheinbar hält ein großer Teil der Spieler das nicht so, sonst hätte Gamestop im letzten Fiskaljahr wohl kaum 46% von deren Gewinn im Gebrauchtspielesektor verbuchen können. Immerhin 1,16 Mrd. Dollar, und davon sehen die Publisher keinen Cent. Der Spieler spart am Ende vielleicht gerade mal 10-15€, das schafft man auch wenn man die Preise vergleicht und einen Titel z.B. aus Großbritannien importiert. Ich kann den Unmut der Publisher da also durchaus nachvollziehen, und auch als Spieler sollte man sich evtl. mal überlegen, ob es einem 10€ Ersparnis wert sind, dass der Publisher leer ausgeht. Vom Gebrauchthandel aktueller Spiele profitiert im großen Stil ausschließlich Gamestop, sonst niemand.