Ich hab bis jetzt sehr viel Spaß mit meinem 3DS . Und wenn die. 2 Mario Spiele rauskommen werde ich noch mehr Spaß haben.
Nintendo: Iwatas Gehaltskürzung
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- Der_Doktor91
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Ugchen
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Der Vorstandsvorsitzende arbeitet nicht - um das mal klarzustellen.
Es sind zig Berater, Analytiker und Spekulanten, die alles aufbereiten und "Pläne" erstellen.
Der Vorstandsvorsitzende hört sich in "seinem Gremium" die Meinungen der anderen im Vorstand an und sagt am Ende "Dann entscheiden wir uns für Variante C".
Und wenn sich der Vorstand mit dieser Entscheidung in die Nesseln gesetzt hat ist der Vorsitzende da, damit es eine Person gibt, deren Kopf rollt - mit Abfindung in Millionenhöhe versteht sich...
Es ist aber alles vom Staat so gewollt - oder warum müssen staatliche Unterfangen schön privatisiert werden?
Wegen der Tarifautonomie darf der Staat zwar nicht in die Tarife eingreifen, aber beim Verkauf dieser Teile (Bahn, Telekom usw.) hätte man da eine Klausel reinbringen können, dass der Vorstand eine Summe X nicht übersteigen darf.
Es reicht der Lohn-Vergleich zwischen "Telekom-Boss VOR der Privatisierung" und "Telekom-Boss NACH der Privatisierung" um zu sehen, dass da etwas ganz falsch läuft.
Kein Wunder, dass der Service bei der Telekom immer schlechter wurde (bis gar nicht vorhanden) und die Bahntickets immer teurer werden - die Manager brauchen schließlich ihr Geld.
Es sind zig Berater, Analytiker und Spekulanten, die alles aufbereiten und "Pläne" erstellen.
Der Vorstandsvorsitzende hört sich in "seinem Gremium" die Meinungen der anderen im Vorstand an und sagt am Ende "Dann entscheiden wir uns für Variante C".
Und wenn sich der Vorstand mit dieser Entscheidung in die Nesseln gesetzt hat ist der Vorsitzende da, damit es eine Person gibt, deren Kopf rollt - mit Abfindung in Millionenhöhe versteht sich...
Es ist aber alles vom Staat so gewollt - oder warum müssen staatliche Unterfangen schön privatisiert werden?
Wegen der Tarifautonomie darf der Staat zwar nicht in die Tarife eingreifen, aber beim Verkauf dieser Teile (Bahn, Telekom usw.) hätte man da eine Klausel reinbringen können, dass der Vorstand eine Summe X nicht übersteigen darf.
Es reicht der Lohn-Vergleich zwischen "Telekom-Boss VOR der Privatisierung" und "Telekom-Boss NACH der Privatisierung" um zu sehen, dass da etwas ganz falsch läuft.
Kein Wunder, dass der Service bei der Telekom immer schlechter wurde (bis gar nicht vorhanden) und die Bahntickets immer teurer werden - die Manager brauchen schließlich ihr Geld.
- Chibiterasu
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Boesor hat geschrieben: Ich glaube wir müssen uns auch mal über den Irrtum unterhalten, dass die Vergütung im direkten Verhältnis zur Leistung steht.
Das ist nicht so und war nie so.
Vergütung hat was mit Angebot und Nachfrage zu tun.
Oder anders gefragt: Wer sonst könnte den Job noch machen und drückt so den Lohn?
Arbeitet ein Bundesligaspieler mehr als ein bauarbeiter?
Arbeitet ein lehrer härter als ein Lagerarbeiter?
Völlig egal, denn es können nur wenige Leute spitzenmäßig Fußball spielen und es haben nicht alle leute ein abgeschlossenes Studium.
Und deshalb werden Fußballer besser bezahlt als Bauarbeiter und deshalb bekommen lehrer mehr Geld als Lagerarbeiter.
Und es wird eben auch nicht vielen leuten zugetraut einen großen Konzern zu führen. nehmen wir die bahn, der Mehdorn hat sich seinerzeit ja nur solange gehalten, weil es schlicht niemanden gab, der ihn beerben konnte.
Das es andere Beispiele für unverhältnismäßigkeit gibt ist mir klar - aber ein Fußballer verdient eben nur solange gut, wie er gut ist. Wenn er schlecht ist, bleiben die Sponsoren und Werbeverträge aus und auch der Verein wird nicht mehr soviel abdrücken.
Da das Ganze im Entertainmentbereich anzusiedeln ist, ist das sowieso ein ganz anderer Maßstab und mir irgendwie auch völlig egal. Wenn die Studios glauben sie müssen manchen Schauspielern irre Summen zahlen, sollen sie.
Aber in der "normalen" Arbeitswelt sollte eben eine gewisse Verhältnismäßigkeit vorherrschen. Wie du sagst, ein Lagerarbeiter arbeitet eventuell schwerer als ein Lehrer. Der hat aber wiederum eine gewisse Ausbildung abgeschlossen und es ist auch nicht jeder für den Job geeignet. Der Lehrer verdient auch nicht so unverhältnismäßig viel mehr - vielleicht das doppelte.
Manager sollen viel verdienen, denn die Verantwortung ist groß, die Überstunden auch und das ganze geht wohl auch auf Nerven und Herz - aber viel ist nicht gleich maßlos viel. Das Verhältnis stimmt eben oft überhaupt nicht und da ist Angebot/Nachfrage an den Jobs eher unerheblich.
Die sollen einfach weiterhin ihren Job machen, für weniger Geld. Also einfach nicht gierig werden.
Und so wenig WirtschaftsabsolventInnen gibt es nun auch wieder nicht. Da werden sich doch ein paar für den Job finden, wenn dem anderen das Gehalt zu niedrig ist.
- Boesor
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- greenelve
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Ja die Gier schlägt zu, wenn man die Möglichkeit dazu hat. Als Angestellter des Staates hat man ein gesetzlich geregeltes Gehalt, während freie Wirtschaftsunternehmen lediglich die Grenze des Gewinns kennen. Desweiteren darf der Staat nicht in Firmenbelange eingreifen und bestimmen. Ausnahme wäre eine (Teil)Verstaatlichung um ein marodes Unternhmhen zu sanieren und zu retten, aber dann wäre es wieder Teil des Staatsapparates...Ugchen hat geschrieben: Es ist aber alles vom Staat so gewollt - oder warum müssen staatliche Unterfangen schön privatisiert werden?
Wegen der Tarifautonomie darf der Staat zwar nicht in die Tarife eingreifen, aber beim Verkauf dieser Teile (Bahn, Telekom usw.) hätte man da eine Klausel reinbringen können, dass der Vorstand eine Summe X nicht übersteigen darf.
Es reicht der Lohn-Vergleich zwischen "Telekom-Boss VOR der Privatisierung" und "Telekom-Boss NACH der Privatisierung" um zu sehen, dass da etwas ganz falsch läuft.
Kein Wunder, dass der Service bei der Telekom immer schlechter wurde (bis gar nicht vorhanden) und die Bahntickets immer teurer werden - die Manager brauchen schließlich ihr Geld.
Die Verdienste von Chefetagen laufen mitunder vollkommen aus dem Ruder, vergleicht man Leistung und Einkommen der letzten 30 Jahre.
Vom Staat gewollt ist eher, als Beispiele, Verlustunternehmen abzustoßen und der freien Wirtschaft zu ermöglichen in den jeweiligen Bereichen einsteigen zu können. Wobei die einzelne Monopole der Post sich erst langsam auflösen und die DB nach wie vor eine ziemlich gute Alleinstellungsposition hat...
- Boesor
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Klar gibts ne menge BWLer, aber das macht doch nicht jeden für einen Chefposten geeignet.Chibiterasu hat geschrieben:
Die sollen einfach weiterhin ihren Job machen, für weniger Geld. Also einfach nicht gierig werden.
Und so wenig WirtschaftsabsolventInnen gibt es nun auch wieder nicht. Da werden sich doch ein paar für den Job finden, wenn dem anderen das Gehalt zu niedrig ist.
da muss man ne lange Karriereleiter durchlaufen und dann werden es immer weniger, die infrage kommen.
Worüber sich hier aufgeregt wird ist ja eh nur ein äußerst kleiner teil der manager, nur die Spitzenkräfte der DAX Unternehmen werden im Millionenbereich entlohnt, darunter gibt es jede menge Firmenchefs, die weit weniger verdienen.
Aber dennoch, einen Job wie den Von Grube, von mehdorn usw., den amcht man nicht so eben mal nach nem BWL Studium.
Und letztlich obliegt dem Eigentümer des Unternehmens die Frage nach der Vergütung seiner Angestellten. Und wenn dieser dazu bereit ist Millionen für einen Vorstandsvorsitzenden aufzuwenden hat er vermutlich gute Gründe.
- Chibiterasu
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Naja, Manager sollten dem Unternehmen natürlich ein Begriff sein, sei es durch interne Erfahrung oder dessen Renommee auf Grund der Tätigkeit in anderen Unternehmen. Das man da keinen frischen Absolventen hinsetzt ist auch klar.Boesor hat geschrieben:Klar gibts ne menge BWLer, aber das macht doch nicht jeden für einen Chefposten geeignet.Chibiterasu hat geschrieben:
Die sollen einfach weiterhin ihren Job machen, für weniger Geld. Also einfach nicht gierig werden.
Und so wenig WirtschaftsabsolventInnen gibt es nun auch wieder nicht. Da werden sich doch ein paar für den Job finden, wenn dem anderen das Gehalt zu niedrig ist.
da muss man ne lange Karriereleiter durchlaufen und dann werden es immer weniger, die infrage kommen.
Dennoch muss man vor allem gewisse Charakterzüge mitbringen. Man soll ja schließlich die Interessen der Geldgeber vertreten. Da sind wohl zu kritische Leute auch nicht geeignet. Eher selbstbewusstes Auftreten aber mit einer gewissen Formbarkeit und viel Anpassungsfähigkeit.
Worüber sich hier aufgeregt wird ist ja eh nur ein äußerst kleiner teil der manager, nur die Spitzenkräfte der DAX Unternehmen werden im Millionenbereich entlohnt, darunter gibt es jede menge Firmenchefs, die weit weniger verdienen.
Ist auch klar, dass da zuviel verallgemeinert wird (auch von mir). Es machen eben hauptsächlich die harten Fälle Shlagzeilen..
Das halte ich für fragwürdig. Die Eigentümer haben imho auch eine ethische Verpflichtung, ein halbwegs faires Gleichgewicht zwischen allen Arbeitnehmern im Betrieb aufrecht zu erhalten. Das fördert ja auch die Motivation und Produktivität des Einzelnen.Und letztlich obliegt dem Eigentümer des Unternehmens die Frage nach der Vergütung seiner Angestellten. Und wenn dieser dazu bereit ist Millionen für einen Vorstandsvorsitzenden aufzuwenden hat er vermutlich gute Gründe.
Im Grunde ist das sogar eine gesamtgesellschaftliche Angelegenheit. Irgendwer muss anfangen, die Kluft zwischen den Gesellschaftsschichten wieder zu verringern. Und wenn das "die Reichen" nicht wollen, muss man sie durch Gesetze und Überwachungsapparate dazu zwingen.
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Ugchen
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Genauso habe ich schonmal eine Doku über Rene Obermann gesehen.Boesor hat geschrieben:Interessante und kuriose Vorstellung des Arbeitsalltags von z.B. Josef Ackermann.Ugchen hat geschrieben:Der Vorstandsvorsitzende arbeitet nicht - um das mal klarzustellen.
Dazu gibt es übrigens ne ganz interessante Doku, die seinen (Nicht) Arbeitstag zeigt...vielleicht wärst du überrascht.
Da saß er schlafend in der Businessclass eines Jumbo-Jets Richtung Amerika, um dort einen Geschäftstermin wahr zu nehmen, danach ging es wieder zurück nach Europa in irgendein Ostland (Bulgarien glaube ich war das) um sich dort über einen kleinen Bespitzelungsskandals über einen kleinen Telekom-Mitarbeiter zu informieren, dann hatte er eine 4-Stundensitzung in Bonn um zu schauen ob sich der VDSL-Ausbau lohnt usw.
Und am Ende hieß es dann: "Und, Herr Obermann? Würden Sie sagen, dass dies jetzt eine harte Arbeitswoche war, oder zählt diese doch eher zu den Lockeren?" und er hat da erstmal angefangen verlegen zu grinsen, hat da 10 Sekunden überlegt und sagte dann lachend "Naja, ich würde sagen etwas zwischen hart und mittel".
Und wenn ich sone Scheiße höre wie "die Verantwortung ist groß, die Überstunden auch und das ganze geht wohl auch auf Nerven und Herz"...
Die armen Manager...
Wenn eine Überstunde runtergerechnet mal locker 10.000€ ausmacht, weiß ich nicht warum ich mit diesen Leuten Mitleid haben soll.
Die "Normalbürger" haben auch nicht gerade wenig Verantwortung in ihrem Arbeitsbereich (erlaub dir bei einem Großkunden mal einen schönen Ausrutscher...) und Überstunden sind in der heutigen Zeit auch nichts Ungewöhliches - und dazu noch unbezahlt.
Um es aus einem privaten Beispiel mal zu verdeutlichen:
Meine Mutter ist nun Mitte-50 und Briefzustellerin bei der Deutschen Post >>>>AG!!!!!<<<<<.
Damals (als das Drecksunternehmen noch vom Staat war) durften Postangestellte ihre Post kostenlos verschicken, die Briefkästen wurden von Postangestellten (Beamte gab es gegen Ende ja auch nicht mehr) geleert, die Zustellbezirke waren so bemessen, dass die Zusteller mit der Zeit auch gut hinkamen usw.
Als das Teil dann privatisiert wurde bekam meine Mutter nur noch einen Teilzeitvertrag und seitdem verschlechtern sich die Arbeitsbedingungen fast täglich.
Die Zustellbezirke werden immer größer (aber die dafür angedachte Zeit bleibt gleich oder wird sogar weniger), dann wird so eine Scheiße wie "Einkauf aktuell" jedem Zusteller zugemutet (ohne dass er dafür extra-Zeit bekommt), ihre tägliche Pause ist von tollen Analysten auf 4 Minuten und 16 Sekunden berechnet und vom Mobbing, das von Vorgesetzten ausgeht fange ich gar nicht wirklich an zu sprechen. Z.B. werden da Beschwerden von Leuten erfunden, um die Zusteller unter Druck zu setzen usw.
Anfangs bekamen gute Zusteller als Dankeschön noch einen Bogen 0,55€-Briefmarken geschenkt - mittlerweile ist der Post das zu teuer.
Die Briefkästen werden von Fremdfirmen geleert, weil die es ja für viel weniger Geld machen...
Die Briefzusteller müssen mit Kulis schreiben, die schon zerfallen, weil neue Kulis ja zu teuer sind...
Und wenn dann irgendwo Gewinne anfallen, sind diese dann für die Aktionäre und den Vorstand. Bravo!!!!
Genauso wie die Zusteller immer eingepauckt kriegen "Ihr müsst immer schön nett sein usw., weil ihr die Post nach außen präsentiert. Die Leute müssen gut davon denken" und gleichzeitig kommt dann ein toller Herr Zumwinkel ins TV oder ein Herr Appel, der so tolle Aussagen bringt wie "die Leute sollen dankbar sein, dass wir Ihnen einen Arbeitsplatz stellen".
Überstunden? Machen = ja - Bezahlung oder frei = nein
Meine Mutter hatte über einen nicht sooo langen Zeitraum über 790 Überstunden ansammeln MÜSSEN und immer wenn sie frei haben wollte heißt es "kein Ersatz da, geht nicht" und auszahlen tut die Post sie auch nicht, obwohl sie das vertraglich zugesichert hat.
Und als sie dann per Rechtschutzversicherung Klage eingereicht hat durfte sie 7 Monate am Stück Urlaub machen (Überstundenabbau) und hat ihre Überstunden noch immer nicht aufgebraucht. Und seit ihr Urlaub um ist wird schön weiter gesammelt....
Ich merke gerade schon, dass ich schon wieder viel zu viel laber, aber da platzt mir einfach nur die Wutschnur, wenn hier Leute sitzen, die Verständnis für TopManager usw. zeigen.
Die Börse wird der Untergang der westlichen Welt sein - wenn nicht sogar der Auslöser von Anarchien im Herzen Europas...
- Wulgaru
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Vorzurechnen wieviel der einfache Angestellte arbeitet, negiert nicht die Arbeit von Vorstandsvorsitzenden. Mag sein das es faule Säcke unter ihnen gibt, gibts beim kleinen Beamten ebenfalls. Aber die "erfolgreichen" wie Ackermann oder hochgestellte Berufspolitiker arbeiten wie Tiere. Das Ergebnis der Arbeit ist immer noch etwas ganz anderes, aber zu behaupten das sie nichts tun ist lächerlich.
- Chibiterasu
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Hast du meine Posts gelesen? Ich habe nie von Mitleid gesprochen - im Gegenteil.Ugchen hat geschrieben: Und wenn ich sone Scheiße höre wie "die Verantwortung ist groß, die Überstunden auch und das ganze geht wohl auch auf Nerven und Herz"...
Die armen Manager...
Wenn eine Überstunde runtergerechnet mal locker 10.000€ ausmacht, weiß ich nicht warum ich mit diesen Leuten Mitleid haben soll.
Aber ich persönlich möchte nicht den Kopf hinhalten müssen, wenn im Unternehmen was schief geht, geschweige denn ständig in der Gegend rumfliegen (stellt man sich glaub ich netter vor als es ist) und irgendein Gequatsche anhören müssen etc.
Ähnlich wie Politiker. Da regen sich auch immer alle auf, dass die zuviel verdienen und eigentlich eh nix oder nur Blödsinn machen
- aber wenn dann der Shitstorm auf die Leute losgeht bzw. man ständig in Zeitungen ist, Ziel für Karikatur und Kabarett wird usw. möchte ich nicht mit ihnen tauschen (für kein Gehalt der Welt) und dann finde ich auch eine gewisse finanzielle Entschädigung für den Zirkus angebracht (so ganz generell, jetzt ohne sich Einzelfälle anzusehen, bei denen man den Kopf schütteln muss).
Das heißt, für mich ginge eine gewisse Mehrvergütung für Manager durchaus in Ordnung, schließlich ist man die Zielscheibe. Nur muss eben das Verhältnis stimmen.
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Ugchen
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Ich kann verstehen was du sagst, aber ab einem bestimmten Einkommen interessiert viele Leute nicht mehr ob sie in Karikaturen abgebildet sind - und das ist eigentlich normal.
Du musst es dir vorstellen, dass da Leute über dich spotten, die...
1. dich gar nicht kennen und dich in der Regel nie kennenlernen. Also was haste davon wenn diese Leute gut oder schlecht über dich denken?
2. dir dein Geld nicht wegnehmen können.
3. wenn du dein Penthouse in Monaco hast zählt nur "wer zuletzt lacht" - und das ist bestimmt nicht der kleine Arbeiter in DE.
Auf diesem Niveau zählt auch nicht wieviele Karikaturen von jemandem gemacht wurden, sondern wieviel Erfahrung derjenige als Chef hat.
Und genau an diesem Punkt unterscheiden sich diese Leute von "Normalarbeitern".
"Wir" sagen "ständig in der Gegend rumfliegen ist scheiße", aber für diese Leute gehört genau das zum guten Ton. Fast schon so, als wenn jemand scheiße ist, wenn er nicht schon verschiedene Unternehmen "durch hat".
Ein Ackermann arbeitet sich vielleicht kaputt, aber diese Arbeit ist trotzdem keine Milliarden wert...
Du musst es dir vorstellen, dass da Leute über dich spotten, die...
1. dich gar nicht kennen und dich in der Regel nie kennenlernen. Also was haste davon wenn diese Leute gut oder schlecht über dich denken?
2. dir dein Geld nicht wegnehmen können.
3. wenn du dein Penthouse in Monaco hast zählt nur "wer zuletzt lacht" - und das ist bestimmt nicht der kleine Arbeiter in DE.
Auf diesem Niveau zählt auch nicht wieviele Karikaturen von jemandem gemacht wurden, sondern wieviel Erfahrung derjenige als Chef hat.
Und genau an diesem Punkt unterscheiden sich diese Leute von "Normalarbeitern".
"Wir" sagen "ständig in der Gegend rumfliegen ist scheiße", aber für diese Leute gehört genau das zum guten Ton. Fast schon so, als wenn jemand scheiße ist, wenn er nicht schon verschiedene Unternehmen "durch hat".
Ein Ackermann arbeitet sich vielleicht kaputt, aber diese Arbeit ist trotzdem keine Milliarden wert...
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Xyluz
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Hatte schon was zu Fußball und der Schauspielerei geschrieben, bis ich gemerkt habe, dass du einen Absatz weiter quasi das gleiche geschrieben hast, daher hab ichs mal aus dem Quote herausgenommen.Chibiterasu hat geschrieben:
Aber in der "normalen" Arbeitswelt sollte eben eine gewisse Verhältnismäßigkeit vorherrschen. Wie du sagst, ein Lagerarbeiter arbeitet eventuell schwerer als ein Lehrer. Der hat aber wiederum eine gewisse Ausbildung abgeschlossen und es ist auch nicht jeder für den Job geeignet. Der Lehrer verdient auch nicht so unverhältnismäßig viel mehr - vielleicht das doppelte.
Lagerarbeit vs. Lehrer... Hmm, im Lager hab ich schon als Aushilfe gearbeitet. Die Arbeit ist köperlich anstrengend, aber heutzutage keine schwere Arbeit mehr. Eigentlich verdienen die Leute zu wenig gemessen an dem, was sie da so an Stunden abreißen (zumindest in meiner ehemaligen Firma), aber das ist eher absolut zu sehen, nicht im Vergleich zu den Lehrern. Ich hoffe doch mal stark, dass ein Oberstudienrat am Gymnasium nicht nur das doppelte netto rausbekommt, sondern eher das dreifache. Der Job ist mehr als undankbar, meistens biste noch der Arsch der Nation, nur aufgrund dessen, das ca. 1/4 - 1/3 aller Lehrer verkrachte Wissenschaftler sind, die keinen Bock haben Kindern und Jugendlichen etwas beizubringen. Schon garnicht, wenn diese gerade in der Pubertät sind.
Nenene, da passt das Verhältnis schon, auch wenn ich denke, das Lagerarbeiter absolut gesehen zu wenig verdienen.
Hier stimme ich aber nur teilweise zu. Klar das Verhältnis Arbeit/Lohn ist völlig unangemessen geworden. Aber harte Arbeit? Nunja, ist natürlich nicht schlecht wenn man sich das Mittagessen mit einem Geschäftspartner als Arbeitszeit anrechnen lassen kann. Verantwortung ist da auch nur marginal vorhanden. Ist ja nicht so, als würden die persönlich in irgend einer Art und Weise haftbar sein.Chibiterasu hat geschrieben: Manager sollen viel verdienen, denn die Verantwortung ist groß, die Überstunden auch und das ganze geht wohl auch auf Nerven und Herz - aber viel ist nicht gleich maßlos viel. Das Verhältnis stimmt eben oft überhaupt nicht und da ist Angebot/Nachfrage an den Jobs eher unerheblich.
Und Allgemein: Der Arbeitsmarkt ist kein Kartoffelmarkt. Es ist selbst aus anachrokapitalistischer Sicht wichtig, dass die Leute wenigstens ausreichend verdienen, da sonst der Markt zusammenbricht. Was hilfts dir wenn du ganz billig tolle Produkte herstellst, wenn keiner das Geld hat diese zu kaufen?
Was man auf keinen Fall glauben sollte: Dass die Besetzung dieser Posten irgendwas mit Leistung zu tun hat. Dort geht es hauptsächlich um Vitamin B. Die Gehälter der Leute in den oberen Etagen ist auch gerade deswegen so hoch, weil man sich untereinander kennt und sich gegenseitig die Pfründe zuschiebt. Wie? Kein Problem: Person A sitzt im Vorstand von AG A sowie im Aufsichtsrat von AG B. Person B dagegen sitzt im Aufsichtsrat von AG A und im Vorstand von AG B. Ist ja in diesen Ebenen üblich.
So können sich Person A und B natürlich wunderbar die Gehälter genehmigen.
Die meisten BWLer werden in der Verwaltung landen und die Kaufmannsgehilfen verdrängen. Es gibt schlichtweg nicht genügend Chefposten für soviele BWL-Absolventen. Da bin ich doch ganz froh nach meiner Kaufmannslehre noch das technische Studium angefangen zu haben, da kann einem nicht allzuviel passieren.Chibiterasu hat geschrieben: Die sollen einfach weiterhin ihren Job machen, für weniger Geld. Also einfach nicht gierig werden.
Und so wenig WirtschaftsabsolventInnen gibt es nun auch wieder nicht. Da werden sich doch ein paar für den Job finden, wenn dem anderen das Gehalt zu niedrig ist.
- Thane-DE
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NEEEIIIIIIIIIIIIIIIIN: Ich habe Milliarden an Kohle zuhause und jetzt wir mein Gehalt um 0,000000000000001% gekürzt. Dann verdien ich ja nur noch 999999,99 Millionen pro jahr. So ist das hier im Westen. Da kann ich nur sagen: Hut ab Nintendo. Wenn Iwata FREIWILLIG 50 % seines Gehalts verliert (und trotzdem noch millionen verdient
) ist das schon ne große Sache, die bei uns undenkbar ist.
-
Ugchen
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- Registriert: 26.02.2010 11:10
- User ist gesperrt.
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Echt unglaublich...
Ständig hört man von den "Hardcore-Gamern" die gleichen Sprüche: "Die Manager sollen gefälligst ihren Lohn kürzen, statt Leute rauszuschmeißen".
Und wenn es dann mal ein Manager tut kommt "Heuchler", "nette Geste, mehr nicht" und die Krönung der Dummheit "sein Privatvermögen an Nintendo spenden (durch Aktienkäufe)"....
Ständig hört man von den "Hardcore-Gamern" die gleichen Sprüche: "Die Manager sollen gefälligst ihren Lohn kürzen, statt Leute rauszuschmeißen".
Und wenn es dann mal ein Manager tut kommt "Heuchler", "nette Geste, mehr nicht" und die Krönung der Dummheit "sein Privatvermögen an Nintendo spenden (durch Aktienkäufe)"....
