msecure hat geschrieben:Über denn Sinn und Unsinn von Killerspielzensuren habe ich einen Beitrag auf meinem Meinungsblog verfasst. Leute, die wirklich glauben, dass mache Sinn, sollten sich insbesondere den letzten Abschnitt ansehen!
http://themenwelchedieweltbewegen.blogs ... stark.html
Schöner Text soweit...mir fehlt noch die Indizierung, wodurch folgender, von dir angesprochener, Punkt umgesetzt werden soll:
Wenn diese Gruppe es für moralisch vertretbar hält und keine Dinge davon "nach außen" trägt, warum soll der Konsum des unzensierten Mediums dann verboten bzw. schädlich sein?
Indizierte Medien dürfen nicht frei beworben und in Räumen ausgestellt werden, wo jene Gruppe Zugang hat, für die es schädlich ist. Das führt zwar dazu, dass das Medium nicht nach aussen getragen wird, aber auch das weniger der potentiellen, legalen, Zielgruppe von der Existens/Veröffentlichung erfahren und die Verkaufszahlen geringer ausfallen.
Ein Kompromiss der Eingegangen werden muss, um einerseits Minderjährige zu schützen und Erwachsenen einen Erwerb zu ermöglichen. Innerhalb der Pornobranche funktioniert dies auch mit Geschäften, Beate Uhse z.B., bei denen es mit im Sortiment geführt wird bzw. extra Räume nur für Erwachsene. Bei Spielen hingegen wird der Großteil in Elektronik- und Supermärkten, sowie Spieleketten vertrieben, wo es an extra Räumen für indizierte Medien mangelt.
Würde beispielsweise Gamestop und Konsorten, bundesweit eine räumliche Einteilung wie Videotheken für ihre Geschäfte vorschreiben, gäbe es deutlich mehr Anlaufstellen für Kunden um brutale Spiele erwerben zu können. Dies wiederum würde auch dazu führen, dass Publisher, trotz Indizierung, verstärkt in Deutschland releasen würden, da der Erwachsene Zocker, ohne sich informieren zu müssen, auf Anhieb weiss, wo er die betreffenden Spiele kaufen kann. In meiner Stadt haben wir einen kleinen Laden mit einer Tür auf der deutlich geschrieben steht, dass der Zutritt für Minderjährige verboten ist. Dies führt zum einen dazu, die Spiele werden nicht nach aussen getragen, andererseits sind sie für Erwachsene erwerbbar und die Minderjährigen wissen, sobald sie alt genug dafür sind, dass es mehr als Kinderspiele gibt, ohne aber die Titel selber oder in irgendeiner Weise ihren Inhalt zu kennen.
Davon ausgenommen natürlich Medien, die Gewalt rein zur Verherrlichung und "aufgeilen" bereitstellen. Einem Zombie darf natürlich der Kopf platzen nach einem Kopfschuss. Was aber noch lange nicht heisst, das dies jedem Zombie wiederfahren muss / jeder Kopfschuss zu spritzendem Blut und Gehirn führen muss.
Desweiteren entscheiden Publisher/Entwickler selber, wieviel Gewalt sie aus ihren Spielen rausnehmen und müssen dabei gut ins Blaue raten, was dazu führt, dass teils zuviel rausgenommen wird.
Leider muss ich sagen, dass deine letzten Punkte teils nicht funktionieren. Im Internet generell hat man die Möglichkeit Gewalt und Sex ohne Probleme zu erleben, auch der Punkt "mit im Ausland bestellen" hebelt natürlich das System aus.
ABER: Nur weil etwas umgangen werden kann, ist es nicht nutzlos. Es erfüllt weiterhin seinen Zweck, gewisse Gruppen zu schützen. Viel eher müsste man sagen, Zensur ist zu schwach weil sie umgangen werden kann :wink: Ist aber Schwachsinn! Das bedeutet nämlich: eine Gruppe komplett zu bevorzugen und eine andere zu ignorieren. Über den eigenen Tellerand hinausschauen, andere Gruppen anerkennen und einen Kompromiss finden
PS: ach ja...Meinungsfreiheit...darf man seine Meinung "Du bist ein Idiot" äussern oder fällt das wieder in Beleidigung und gehört verboten...