Electronic Arts: Riccitiellos Zyklen-Zweifel

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greenelve
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Beitrag von greenelve »

Kajetan hat geschrieben:
Sir Richfield hat geschrieben:Und dann kommt das, auf das ich gewartet habe: Keine neuen Konzepte, kein Fokus auf Gameplay oder Design, NEIN! Mikrotransaktionen, vernetzung, social games Dinge, all der Blödsinn...
Du erwartest doch nicht ernsthaft Innovationen von einem Konzern wie EA? Oder gar Kundenorientierung? :)

Riticiello zählt hier einfach nur die aktuellen Buzzwords der Branche auf, damit die Investoren, die angesichts der immer noch mauen Quartalszahlen am Rummaulen sind, ein paar Brocken hingeworfen bekommen und Ruhe geben. Solche Interviews sind ja nicht an uns, die Kunden gerichtet, sondern an die Leute, die für ein börsennotiertes Unternehmen am wichtigsten sind, die Investoren und Aktionäre.
Dazu noch die Aussage das Grafik nicht alles ist, um keine Entäuschungen zu haben, da die Wii U als alleinige Next Gen Konsole nicht Marktüblich eine neue Grafikdimension einläutet. (und lieber finanzierbar bleibt...)
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Clint
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Beitrag von Clint »

Riccitiello hat geschrieben:Ich würde behaupten, dass man den Kunden mehr Wert bieten kann durch Mikrotransaktionen und soziale Erlebnisse und das Ausbauen dieser durch Cross-Plattform-Gameplay zwischen Konsolen und PCs und Handheld-Geräten statt durch wahnsinniges Drehen an der Grafikschraube.
Dem würde ich gerne mal persönlich meine Meinung sagen. Natürlich würde er mich auslachen. Mir ist auch klar, dass das reine Marketing-Propaganda ist um die Spieler schon mal darauf vorzubereiten.

Verdammt, nun ist man bei der Grafik und bei der Präsentation an einem Punkt angekommen, an dem man auch mal zufrieden sein kann. Jetzt sollte man sich wieder auf das Gameplay konzentrieren. Ich meine Battlefield 3 ist z.B. trotz all seiner Effekte usw. auch nur ein Shooter. Es gibt keine Interaktionsmöglichkeiten. Ich will gar nicht mehr schreiben, sonst muss ich mich nur aufregen.
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JesusOfCool
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Beitrag von JesusOfCool »

sowas muss ja eigentlich passieren wenn sich ein medium vom nerdism wegbewegt...
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Kajetan hat geschrieben:Du erwartest doch nicht ernsthaft Innovationen von einem Konzern wie EA? Oder gar Kundenorientierung? :)
Nö. Weshalb der Satz auch mit "Und dann kam das, auf das ich gewartet habe" anfing. ;)

Ich hätte sie nur gerne, erwarten tue ich schon länger nichts mehr.
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Mindflare
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Beitrag von Mindflare »

JesusOfCool hat geschrieben:sowas muss ja eigentlich passieren wenn sich ein medium vom nerdism wegbewegt...
Da sagste was Interessantes. Erst jammern alle, dass Spiele in der Öffentlichkeit nicht akzeptiert werden. Jetzt werden Spiele "für alle" gemacht und plötzlich fühlt man sich nicht mehr elitär genug.

Ich persönlich glaube ja, dass sich das alles gesund einpendeln wird. Es gibt ja schon einen Mainstream, von dem man auch durchaus gute Titel kaufen kann. Als nächstes kommen dann auch wieder die großen Spartenentwicklungen, weil sich der entstandene Mainstream wieder diversifizieren will. Eben wie bei der Musik.

Dieser Social-Connectivity Kram wird doch nur gepusht, wiel man den auch schön in den Medien vermarkten kann. So eine Reportage ist nunmal leicher positiv darzustellen, als eine über CoD.
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JesusOfCool
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Beitrag von JesusOfCool »

@mindflare: jop. und die indie-szene ist da ganz wichtig. ich würds aber mehr mit filmen vergleichen. es gibt ja viele gute filme, bei denen man einfach merkt, dass die kein großes produktionsbudget hatten. bei spielen wirds genauso werden.

mit nem elitären gefühl hat das aber nichts zu tun, zumindest bei mir nicht.
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Chibiterasu
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Beitrag von Chibiterasu »

Wir müssen einfach damit umgehen lernen, dass Zocken nicht mehr nur was für den pickligen Teenager ohne Freundin ist, sondern auch seine kleine Schwester, Oma und Mathelehrerin.

Denke auch, dass sich das Einpendeln wird - da wird der große Mainstream sein und dann wird es zahlreiche Nischen geben.
Die Frage ist, ob die Nischenspiele noch das dickste Budget zugesichert bekommen - eventuell müssen sich da viele langfristig an Standardgrafik gewöhnen.

Die beste Grafik bekommen dann die Transformers der Spielwelt. Spaßige Action aber seicht. Naja, ist ja eigentlich heute auch schon meist so. :)


Ich finde im Übrigen trifft er's ziemlich genau mit den aufgebrochenen Zyklusregeln. Rechenpower wird nicht der treibende Motor bleiben eher Spielereien in der Anwendung, Handlingkonzepte, Netzwerke usw.
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Aurellian
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Beitrag von Aurellian »

Die Aussagen des guten Manns klingen irgendwie so, als ob er in der Zukunft gern darauf verzichten würde, dass ich Geld für EA-Spiele ausgebe. Das sollte sich einrichten lassen.
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kaepernickus
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Beitrag von kaepernickus »

Also der Unterschied zwischen 720p und 1080p ist ja wohl doch ein gravierender...
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sYntiq
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Beitrag von sYntiq »

kaepernickus hat geschrieben:Also der Unterschied zwischen 720p und 1080p ist ja wohl doch ein gravierender...
Jein.

Hängt imemr auch von der Grösse des verwendeten Bildschirms, Betrachtungsabstand usw. ab.

Ich kenne Leute die bei einem 42" TV und ca. 2m Betrachtungsabstand nichtmal einen Unterschied zwischen Full-HD und dem alten standard PAL sehen. Da werden dann wohl noch weniger Leute 720p und 1080p unterscheiden können...
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

             hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben: Riticiello zählt hier einfach nur die aktuellen Buzzwords der Branche auf, .
der Gedanke kam mir beim Lesen der News auch .... ich glaub ich bastle mal ein Bullshit-Bingo-Raster - Gaming-Jahr-2011-Edition
I-Pad
1080p
Mikrotransaktionen
Social (das Überwort ... siehe E3-XD)
Cross-Plattform-Gameplay
Cloud
Spielererlebnis
App(Store)
Mobile-Gaming
.
.
.
Sehr schön! Darf ich noch was beisteuern:

Serienrelaunch für die neue Gamergeneration

oder das hier, auch immer toll und mit ersterem verwandt:

Weiterentwicklung der Serienwurzeln
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Worrelix
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Beitrag von Worrelix »

Die meisten Leute müssen schon extrem genau hinschauen, um 1080p und 720p zu unterscheiden, denn - mal ernsthaft - wie groß ist denn da der Unterschied?
Ziemlich genau 360 Pixelzeilen, also 50% mehr Bildinformationen.

Die man natürlich schon rein technisch nur bei Auflösungen > 1280x... wahrnemen kann.
2komma9
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Beitrag von 2komma9 »

Wenn man einen FullHD Fernseher hat der nicht 720p einfach durch Pixelverdopplung auf 1080p bringt sondern mit modernen Algorithmen und schnellen Prozessoren das Bild "sinnvoll" hochrechnet, dann wird es schwer 720p von 1080p zu unterscheiden.
Ich persönlich sehe da null Unterschied bei meinem vielleicht 2,50m Abstand auf einem 42er.

Bei Spielen mag das noch etwas anders sein. Zum einen kann er nicht beliebig sich Zeit lassen das Bild hochzurechnen wegen der Latenz, zum anderen begünstigt 720p bei Spielen teils hässliche Aliasing Effekte die bei 1080p ebenso vorhanden aber viel feiner sind.

Trotzdem sehe ich 1080p außer bei Bildschirmanzeigen die bei 720p etwas gröber wirken nicht vorn. Bestes Beispiel ist wie ich finde, Alan Wake. AntiAliasing aber dafür nur 960x540 Framebuffer und das Spiel sieht Klasse aus, vielleicht sogar besser als es in 720p aber dafür ohne AntiAliasing ausgesehen hätte.

Wenn die Publisher endlich von ihrem Grafiktrip runterkommen gibt es vielleicht wieder auch Spiele die einen Splitscreen Modus haben oder wenn sie ihn schon haben dann auf Grafikdetails verzichten um ein flüssiges Spielerlebnis zu liefern.

Ich habe ja manchmal das Gefühl das trotz der heutigen Möglichkeiten man das Spiel lieber noch einen Tick besser aussehen lässt und lieber eine latente Ruckelorgie um 20-22fps in Kauf nimmt als das Spielerlebnis in den Vordergrund zu stellen.

Wäre ja nur wünschenswert wenn man da von wegkommt.
Ich habe schon ganz vergessen wie sich 60fps anfühlen, Driver SF wirds mir hoffentlich zeigen^^
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muskeljesus
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Beitrag von muskeljesus »

the_Bruce hat geschrieben:Irgendwie scheint keiner zu merken, dass diese Apple-Kacke bald den bach runtergeht. Kaum ein Entwickler macht ernsthaft Geld mit dem Mumpitz, bis auf ausnahmen. Das Momentane Wachstum besteht eher aus der Hoffnung vieler entwickler die Pleite gehen. Es werden zwar eine menge apps runtergeladen, richtig profitabel sind die aber für die menge nicht.Apple macht zwar knete, der Rest eher nicht. Passt das zum Thema?...
Passt sehr gut, wie ich finde.

Genausowenig, wie die Entwicklung der Spielebranche in Zukunft zyklisch verlaufen wird, genausowenig kann EA in die Zukunft sehen. Die Wachstumsphase dieses Social-Gaming-Browser-Bullshits wird nach aller Wahrscheinlichkeit nicht ewig anhalten. Es bleibt abzuwarten, wie neue Generationen von Spielern dem Ganzen gegenüberstehen. Und diese Einstellung wird von multiplen (gesellschaftlichen) Faktoren beeinflusst, und nicht in erster Linie von EA. :D
Für mich gilt weiterhin: Marketinggeschwalle doof finden, die wenigen brauchbaren Spiele am (Indie-)Markt kaufen, DLC vermeiden, Blutdruck auf einem gesundheitlich unbedenklichen Niveau halten.
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Deuterium
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Beitrag von Deuterium »

2komma9 hat geschrieben: Ich habe ja manchmal das Gefühl das trotz der heutigen Möglichkeiten man das Spiel lieber noch einen Tick besser aussehen lässt und lieber eine latente Ruckelorgie um 20-22fps in Kauf nimmt als das Spielerlebnis in den Vordergrund zu stellen.
Siehe Castlevania: LoS. Als Konsolenspieler hat man ja sowieso schon eine höhere Ruckelakzeptanz, aber was da teilweise abgeht, ist nicht mehr feierlich. Wenn ichs nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass soll eine Diashow sein. Die FPS gehen mit Sicherheit oft auch auf 17, oder weniger. Hab da leider keine Testmöglichkeit.
Dafür siehts dann ganz nett aus, was allerdings auch nicht die extrem schwache Story und den charakterlosen Held entschuldigt.

Zum Thema selbst: Es ist schon schade, dass es einem Publisher mittlerweile wichtiger ist, irgendwelche Investoren an Land zu ziehen, als sich gut mit der Spielerschaft zu stellen. Denn sonst erreicht diese Aussage niemanden. Spieler wollen spannende Geschichten und tolles Gameplay und keinen sozialen Mist, wie Facebookeinbindung etc. Damit kann man höchstens Leute beeindrucken, die Geld in die Spielebranche geben wollen, aber niemals ein Spiel spielen.
Es ist schon ein Segen und ein Fluch, dass das Videospiel zu einem so großen Markt geworden ist. Auf der einen Seite größere Akzeptanz, teils hochwertige Produktionen und auf der anderen Seite anödende Monotonie und Geldmacherei ohne Ende.