id Software: Carmack über "hochnäsige" FPS-Kritik
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- mr archer
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Als offiziell verbitterter alter Sack und staatliche geprüfter Aktuelle-Spiele-Nichtmöger kann ich Dich beruhigen. Alleine schon die geleakte Beta hat so viel Spass gemacht, dass ich dem Spiel entspannt und freudig entgegensehe.Slamraptor hat geschrieben:*Hoffnung in Deus Ex 3 setz*
Zwar meinte Eidos leider DX3 mit Steamworks zwangsverheiraten zu müssen, so dass ich erst dann zum Kauf schreiten werden, wenn es DX3 für unter 10 Euro gibt, aber was das Spiel betrifft, so bin ich höchst (!) angenehm überrascht worden. Mit DX3 scheint es den Entwicklern von Eidos Montreal gelungen zu sein, ein Spiel so zu designen, dass alte PC-Säcke wie auch Konsolen-Jungspunde gleichermaßen auf ihre Kosten kommen, da man das Spiel nach Belieben und persönlichem Geschmack konfigurieren UND spielen kann.
- mr archer
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Und weil das ja häufig von der Jugend an den Pads und Controllern auf der Couch missverstanden wird - UM NICHTS ANDERES geht es uns alten Säcken.Kajetan hat geschrieben: Mit DX3 scheint es den Entwicklern von Eidos Montreal gelungen zu sein, ein Spiel so zu designen, dass alte PC-Säcke wie auch Konsolen-Jungspunde gleichermaßen auf ihre Kosten kommen, da man das Spiel nach Belieben und persönlichem Geschmack konfigurieren UND spielen kann.
Zuletzt geändert von mr archer am 19.07.2011 10:48, insgesamt 1-mal geändert.
- NotSo_Sunny
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Ah k. Danke.mr archer hat geschrieben:GENAU dem trauere ich nach. Hier noch ein paar Sachen, die über die Jahre fast völlig verloren gegangen sind:D_Radical hat geschrieben:Was sind denn die veratenen Wurzeln des Genres? Denke ich an alte Schooter, denke ich an Healthkits, 10Waffen gleichzeitig tragen und andere Sachen, denen ich nicht nachtrauere.
- Springen
- präzise Steuerung und damit zusammenhängend kleine Hit-Boxen
- Labyrinth-Level oder zumindest mal ein paar Verzweigungen
- abgedrehte Nonsens-Settings
- Munitionsknappheit - bzw. -management
- Freies Speichern
- Spieldauer im zweistelligen Stundenbereich
In einem Wort: N.O.L.F. ist uns abhanden gekommen. Und F.E.A.R. 1. Und aktuell Call of Juarez 1.
Alles keine Indie-Titel.
Call of Juarez muss ich noch nachholen aber F.E.A.R. 1 und N.O.L.F. 1+2 gehören auch für mich zum Besten was das Genre hervorgebracht hat.
N.O.L.F. ist für mich dabei mit seinen abgedrehten Waffen/Gadgets und weitläufigeren Levels tatsächlich soetwas wie ein Schooter alter Schule. Sowas würde ich auch gerne mal wieder spielen, aber ich sehe darin und in vielen der Dinge die du aufgezählst hast eine Menge aus dem Bereich "Geschmackssache". z.B...
- Munitionsknappheit - bzw. -management
Ist mir zum Beispiel auch oft sehr lieb, da es behutsameres Vorgehen fördert. Grade Uncharted mit seinen 2Waffen die nur wenig Munition fassen, hat sich für mich deutlich spannender gespielt als andere Schooter(egal ob Third oder Ego).
- Freies Speichern
Killt für hingegen wieder Anspruch/BehutsamesVorgehen. Grade mit QuickSave sichert man sich oft vor jeder noch so kleinen Gefahr ab. Das erlaubt eine spielerische Herangehensweise an ein Game, nimmt für mich aber die Spannerung raus und stört bei Story-getriebenen Titeln die Immersion.
Ich liebe aber andersherum das begrenzte Speichern von Games wie Hitman/Flashpoint/SplinterCell(ChaosTheory) wo die Möglichkeit zu Speichern zu einer Ressource wird, die man sich einteilen muss.
Das diese Form des Speicherns immer seltener wird stimmt auch mich traurig, sie macht aber auch nicht bei jedem Game Sinn. Gerade bei einem temporeichen Schooter wie CoD oder auch F.E.A.R. reichen mit Checkpoints vollkommen.
Bevor ich mich jetzt aber seitenweise über das Für-und Wider der Punkte auf dieser interessanten Liste auslasse, komm ich lieber nochmal zu meinem eigentlichen Punkt zurück.
Auch ich vermisse einige der Sachen die du da aufgezählt hast und auch ich würde mehr Vielfalt in diesem Genre begrüßen. Aber weil es mich stört, dass immer mehr Titel wie Cod werden, störe ich mich doch nicht an CoD selbst.
Ich hab den Eindruck Kritiker vermischen hier aber oft 2 verschiedene Aussagen. Irgendwie auch bei dir. Zum einem schreibst du...
dann aber auch wieder ...mr archer hat geschrieben: Das Problem ist heute nicht, dass es zuviele Dooms gibt. Das Problem ist, das es heute zu wenig System Shocks gibt.
Das kann man auch falsch interpretieren, aber ich lese einmal "Es ist Scheisse das es fast nur noch Doom gibt" und dann nochmal "Doom selbst ist scheisse".mr archer hat geschrieben:Das Problem des FPS-Genres ist nicht, dass es nur aus AAA-Blockbustern besteht. Das Problem ist, dass diese AAA-Blockbuster nix taugen.
Mit der einen Aussage kann ich konform gehen, mit der anderen nicht.
- Jesterdance
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Finds schön welche Wendung die Diskussion hier genommen hat vom klasstischen "Call of Duty"-Trolling zu echt interessanter Sinnierung und Diskussion eines Genres, dass soviel mehr könnte..
Die Frage ist allerdings auch, was man als Shooter Definiert!
Meiner Meinung nach sind Spiele wie "System Shock" und "Deus Ex" schon nicht mehr Shooter im eigentlichen Sinne und welche, die ID Software meint. Sie meinen den Shooter im Sinne eines "Doom", "Quake", "Call of Duty" und jetzt im direkten Vergleich zu "Rage" eines "Chronicles of Riddick:EFBB". Gerade Riddick hat mir da auch eine Menge Spaß gemacht und ich sehe "Rage" auch in einer ähnlichen Sparte und freue mich deswegen auch auf dieses Spiel!
Ego-Perspektive ist halt nicht gleich Ego-Shooter. "Deus Ex" und "System Shock" sind schon zu einem guten Teil Shooter, aber viel mehr auch Adventure und z.T. RPG. Sie nutzen halt eher das von Carmeck genannte Stilmittel des "Mitten drin Gefühls" der Perspektive, und besser zu wirken.
"Thief" würde wohl auch niemand einen Shooter nennen.
... und "Amnesia: The dark Decent" wohl auch nicht. Wobei ich davon auch sehr gerne mehr hätte! *zu Frictional Games schiel*
Die Frage ist allerdings auch, was man als Shooter Definiert!
Meiner Meinung nach sind Spiele wie "System Shock" und "Deus Ex" schon nicht mehr Shooter im eigentlichen Sinne und welche, die ID Software meint. Sie meinen den Shooter im Sinne eines "Doom", "Quake", "Call of Duty" und jetzt im direkten Vergleich zu "Rage" eines "Chronicles of Riddick:EFBB". Gerade Riddick hat mir da auch eine Menge Spaß gemacht und ich sehe "Rage" auch in einer ähnlichen Sparte und freue mich deswegen auch auf dieses Spiel!
Ego-Perspektive ist halt nicht gleich Ego-Shooter. "Deus Ex" und "System Shock" sind schon zu einem guten Teil Shooter, aber viel mehr auch Adventure und z.T. RPG. Sie nutzen halt eher das von Carmeck genannte Stilmittel des "Mitten drin Gefühls" der Perspektive, und besser zu wirken.
"Thief" würde wohl auch niemand einen Shooter nennen.
... und "Amnesia: The dark Decent" wohl auch nicht. Wobei ich davon auch sehr gerne mehr hätte! *zu Frictional Games schiel*
- MaxDetroit
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Also System, Shock kam 1994 raus, danach kam auch nicht jedes Jahr ein Spiel dieses Kalibers raus, da hat es auch bis 1999 gebraucht das Teil 2 rausgekommen ist, also 5 Jahre. In den 90igern kam nicht jeden Monat ein Top-Spiel raus, da gab es genauso viel Schund über's Jahr verteilt wie heute, und ein paar Perlen dabei, ebenso genau wie heute. Nur klar das aus heutiger Sicht, wenn man dann alle guten Spiele dieser Zeit zusammen nimmt, man natürlich einen Haufen exzellenter Spiele bekommt - aber die waren auch über 10 Jahre verteilt erschienen, das vergisst man dann genauso wieder schnell.D.V.T. hat geschrieben: Das sind zwei Hoffnungsträger, die aus dem gesichtslosen Krachbum-Kino-Sumpf, der gefühlte 90% des Genres ausmacht, herausstechen.
Und selbst Bioshock hat als Nachfolger im Geiste System Shocks einiges an Komplexität einbüsen müssen.
Wenn sich alle fünf Jahre mal ein Spiel deutlich von der Masse abhebt, ist das zu wenig, um die Grundtendez des Genres zu ändern oder wenigstens fortan für mehr Diversität zu sorgen.
Ich würde behaupten heute sind die Zyklen doch schneller geworden und man bekommt doch regelmäßiger ein gutes Spiel in seinem Lieblings-Genre oder Subgenre präsentiert. Portal 2 kam letztens auch raus, dann noch Deus Ex und Bioshock Infinite dieses Jahr - für mich sieht das nach keinem schlechten Spielejahr für etwas andere udn intelligente FPS aus. Und für alle anderen gibt es eben CoD 3 und Battlefield 3.
Nebenbei hatte ich auch einen Riesenspass mit Borderlands (auch so ein Shooter) und ich glaube Rage wird dem sehr ähnlich werden (allein schon Setting usw.), ich werde's mir angucken.
Edit:
Von dem was ich so lese soll ja Mass Effect 3 auch ganz stark in die Shooter mit RPG Elementen Richtung gehen. Was natürlich gerade die Pure-RPG Fans auf die Barrikaden bringt, aber auf der anderen kann es dann wieder etwas genau für Shooter-Spieler sein, die eben auf so was wie Deus Ex oder Sytem Shock stehen.
Zuletzt geändert von MaxDetroit am 19.07.2011 10:55, insgesamt 3-mal geändert.
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johndoe1082890
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johndoe776539
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- mr archer
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Danke für Deinen ausgewogenen Post. Über das Für und Wieder des Freien Speicherns werde ich mich jetzt hier nicht weiter verbreiten - habe ich an anderer Stelle schon oft genug getan. Nur soviel: Ich teile nicht die verbreitete Einschätzung, das Shooter mit Freiem Speichern leichter sind. Sie sind nur ANDERS und verlangen auf Entwicklerseite ein ANDERES Gamedesign als Checkpoint-Shooter.D_Radical hat geschrieben:
Das kann man auch falsch interpretieren, aber ich lese einmal "Es ist Scheisse das es fast nur noch Doom gibt" und dann nochmal "Doom selbst ist scheisse".
Mit der einen Aussage kann ich konform gehen, mit der anderen nicht.
Ich gebe zu, dass meine beiden Zitate etwas widersprüchlich erscheinen mögen. Was ich mit ihnen sagen wollte:
Doom als Mainstream-Shooter-Vorlage der mittleren 1990er Jahre war und ist für mich nicht Scheiße. Es ist vielmehr ein Klassiker. CoD of BattlefieldWarefare Homefront als Mainstream-Shooter-Vorlage der Post 2005er Jahre war und ist für mich Scheiße. In dieser Hinsicht ist es ein Klassiker.
Oder anders gesagt: "Die Hard 1" und "Dark Knight" - Herausragender Mainstream der 1990er und 2000er Jahre.
"Transformer 1-3", "Battlefield L.A." usw. - Herausragender Mainstream-Mist der 2000er und 2010er Jahre.
Ich habe nichts gegen Mainstream. Nur gegen bestimmte Formen von Mainstream, der glaubt, bloß weil er sich an Millionen von Leuten richtet, diesen unterstellen zu müssen, sie hätten die Schwarminteligenz einer zerbeulten Baustellenrüttelplatte.
- Jesterdance
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Ja im Grundgedanken schon! Wobei ich hier doch schon noch im Sinne der Spielperspektive sagen würde, dass Mass Effect da noch wesentlich mehr RPG und Adventure ist als alles andere. Aber ich muss sagen: Ja, ich freue mich auf das Spiel und konnte auch Teil 2 sehr gut leiden!MaxDetroit hat geschrieben:
Edit:
Von dem was ich so lese soll ja Mass Effect 3 auch ganz stark in die Shooter mit RPG Elementen Richtung gehen. Was natürlich gerade die Pure-RPG Fans auf die Barrikaden bringt, aber auf der anderen kann es dann wieder etwas genau für Shooter-Spieler sein, die eben auf so was wie Deus Ex oder Sytem Shock stehen.
Bin aber auch nicht so ein Hardliner und "Damals war alles besser" Typ. Ich bin in letzter Zeit sehr erfreut darüber wie viel besser Storytelling, Kino-Flair und Schauspielkunst in Spielen geworden ist.
- mr archer
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DAS habe ich vor einiger Zeit in einer Mass-Effect-Diskussion auch schon mal geschrieben. Da ich zwar auch RPG-Freund bin, verfolge ich Biowares Kurs mit zunehmender Sorge. Aber als großer Freund des Shooter-RPG-Hybriden kommt mir zumindest die Mass-Effect-Entwicklung entgegen.MaxDetroit hat geschrieben: Von dem was ich so lese soll ja Mass Effect 3 auch ganz stark in die Shooter mit RPG Elementen Richtung gehen. Was natürlich gerade die Pure-RPG Fans auf die Barrikaden bringt, aber auf der anderen kann es dann wieder etwas genau für Shooter-Spieler sein, die eben auf so was wie Deus Ex oder Sytem Shock stehen.
