Ubisoft: Eigener Online Pass geplant

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mr archer
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Beitrag von mr archer »

The Scooby hat geschrieben:...
Der Sachverhalt ist haar genau der gleiche. Die Kosten bei der Erstellung des Produktes spielen bei der Frage des Weiterverkaufsrechts seitens des Käufers überhaupt keine Rolle. Dafür hat der Hersteller schließlich das Werkzeug des Erstverkaufspreises zur Verfügung.

Und Du bringst den Automarkt ja selbst ins Spiel. Klagt bei BMW jemand üer die Entwicklungs- und Produktionskosten, um dies zum Anlass zu nehmen, den Gebrauchtmarkt anzugreifen? Kämen die nicht im Traume drauf. Weil sie genau wissen, dass sie ohne Gebrauchtmarkt weniger Neuwagen verkaufen würden.

Und was hindert denn die Publisher daran, in den Gebrauchthandel um Spiele einzusteigen? Sollen sie doch ihre eigenen Antiquariate etablieren.
Aber das würde ja voraussetzen, dass man sich für die eigenen Produkte etwas länger als eine Saison lang interessiert.
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3nfant 7errible
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Beitrag von 3nfant 7errible »

mr archer hat geschrieben:
Scipione hat geschrieben:

Wer grundsätzlich nur gebraucht und/oder zum Budget-Preis kauft oder gar Spiele nur ausleiht, hat imo auch das Recht verspielt sich über Inhalt, Qualität oder Spiellänge zu beschweren. Von nichts kommt nichts. :)

Wer in ein Restaurant geht und dem Kellner sagt "ich will nicht mehr als zwei-fuffzig ausgeben", der muss sich auch nicht wundern, wenn er nur ein Glas Tafelwasser und ein Leberwurstbrot bekommt :P
Na, der Vergleich hinkt aber ordentlich. Jedes Gebrauchtspiel war mal ein Neuspiel. Das heißt, es wurde zum Vollpreis erworben - sei es nach Neuerscheinen oder als runtergesetzte Edition ein paar Wochen/Monate später. Alles, was Du bei Amazon usw. gebraucht erwerben kannst - und das ist ein verbrieftes Konsumentenrecht - ist irgendwann mal von jemandem zum Neupreis erworben worden. Dafür hat also der Publisher sein Geld gesehen.

Möchtest Du, dass ich diesen Fakt jetzt mal in Dein Restaurant-Gericht übersetze, wie es eigentlich sein müsste, damit der Vergleich hinhaut?
Wäre aber unappetitlich und hätte viel mit Verdauung und Ausscheidungsprodukten zu tun.

Ich spar mir das dann mal.

das Beispiel war nicht speziell auf die 2nd Hand Sache, sondern eher generell darauf bezogen, dass man halt nicht viel erwarten darf, wenn man auch nicht bereit ist einen entsprechenden Preis zu zahlen.
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The Scooby
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Beitrag von The Scooby »

Xchris hat geschrieben:
Tja, zu blöd nur, dass es nicht wenige gibt, denen das schlicht egal ist und sich eben nicht daran stören.
Lemminge eben. Der Rest von deinem Geschreibsel soll genau was bewirken?
Sorry, aber du veraschst die Entwickler doch genauso. Du verkaufst die Spiele, nachdem du sie genutzt hast.
Es handelt sich um ein Spiel dessen Verfallsdatum kein Jahr beträgt. Einer der Gründe wieso Spiele wie Fifa so schnell günstiger werden - Spielernamen, Zahlen, Kader etc. stimmen nicht mehr. Und das ist für die allermeisten Käufer dieser Art von Spiel sehr wichtig. Das eigentliche Spiel ist doch kaum mehr als ein Update. EA ist da selbst schuld. Denn eigentlich könnten sie Fifa einfach patchen.
Ich bezweifle sehr stark, dass Spiele wie FIFA früher im Kaufpreis fallen als andere Spiele. Es ist eher der Gegenteil der Fall. Das Spiel ist saisonal sehr preisstabil. Das ist im Fussball meist bis zum Saisonende der Fall. Andere Spiele gibts im gleichen Zeitraum zum Teil schon bei der 10€ Pyramide.
Ich möchte dich nicht vor den Kopf stoßen, doch deine Aussage FIFA zu patchen ist reiner Blödsinn. Die Spiele werden jährlich weiterentwickelt. Ich bin zwar zwischenzeitlich zu PES gewechselt aber von 98-2003 hat sich jedes FIFA komplett anders gespielt. Genauso gab es zwischen 2009 und 20111 genug Gameplayänderungen. Wieso kommt ihr nur darauf, dass es Sportspiel jedes Jahr eine Revolution sein muss? Es ist eine Evolution, bei der auch viele kleine Änderungen, welche selber viel Arbeit erfordern. Ein Haus mit 4 Wänden kann auch jeder bauen, nur die Qualität schwankt stark. Erst Erfahrung macht einen besser. Selbst nach dem 10. Haus, werdet ihr noch immer feststellen, dass es Dinge zu verbessern gibt. Deswegen haben auch jährliche Serien aus reiner Entwicklersicht, sehr wohl eine Berechtigung. Ihr habt eine viel zu eingeschränkte Sichtweise.

Preisentwicklung FIFA11:
Bild
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greenelve
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Beitrag von greenelve »

Dadurch das jedes Jahr ein Nachfolger erscheint, macht es wohl aus Herstellersicht mehr Sinn den Preis zu senken, wenn die neue Auflage erhältlich ist. Bei etlichen (nicht Spiele-)Produkten gibt es doch auch den größten Preisverfall, wenn das Nachfolgeprodukt erhältlich ist.
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The Scooby
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Beitrag von The Scooby »

mr archer hat geschrieben:
The Scooby hat geschrieben:...
Der Sachverhalt ist haar genau der gleiche. Die Kosten bei der Erstellung des Produktes spielen bei der Frage des Weiterverkaufsrechts seitens des Käufers überhaupt keine Rolle. Dafür hat der Hersteller schließlich das Werkzeug des Erstverkaufspreises zur Verfügung.

Und Du bringst den Automarkt ja selbst ins Spiel. Klagt bei BMW jemand üer die Entwicklungs- und Produktionskosten, um dies zum Anlass zu nehmen, den Gebrauchtmarkt anzugreifen? Kämen die nicht im Traume drauf. Weil sie genau wissen, dass sie ohne Gebrauchtmarkt weniger Neuwagen verkaufen würden.

Und was hindert denn die Publisher daran, in den Gebrauchthandel um Spiele einzusteigen? Sollen sie doch ihre eigenen Antiquariate etablieren.
Aber das würde ja voraussetzen, dass man sich für die eigenen Produkte etwas länger als eine Saison lang interessiert.
Was hängst du dich denn nur an dem Wiederverkauf auf? Darum geht es doch nicht. Der Spieler lebt preis/leistungs-technisch im reinen Luxus. Der Preis pro Stunde potentiellen spielspaßes, ist stark überdurchschnittlich zu anderen Medien der Spaßgesellschaft.

Die Auto Hersteller sind im Gegensatz zu Spiele Publischern beim Gebrauchtwagensegment dick im Geschäft. Auch bei Schriftstellern, sind die Kosten von der Entwicklung (das geschriebene Wort) bis zu Publikation überschaubar, wenn man die Preise von bis zu 15-25€ pro Neuerscheinung betrachtet. Dazu leben sie teilweise noch Jahre später von Tantiemen verschiedener neu aufgelegter Publikationen. Hier greift deine Argumentation auch nicht. Die Faktoren sind viel zu verschieden um sie mit dem "Werkzeug des Erstverkaufspreises" zu begründen.

Videospiele sind ein im Vergleich zu Büchern und Autos ein sehr schnelllebiges Medium, dessen Entwicklungskosten überproportional zum langfristigen Nutzen erscheinen. Autoentwickler brauchen nicht alle 1-2 Jahre eine neue Engine um konkurenzfähig zu sein. Wenn dann ist deren Engine (Motor) auch nur eine Evolution. Die Fertigungsprozesse einer neuen Maschine halten über Jahre, und die Distribution bietet ein viel größere Marge. Ich habe noch keinen EA Store gesehen, oder einen Blizzard Store. Buchpublisher Leben zu einem guten Teil von uraltem Wissen. Man denke nur an Fachbücher für die Schule, Lehre, Studium oder den Beruf. Die sind eine sehr beständige Einnahmequelle. Vielleicht sogar zu ansatzweise vergleichen mit den Online Gebühren eines WoW.
F-lamer
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Beitrag von F-lamer »

the scooby

habe mir die letzen beiträge gelesen. entweder haben sie dir das hirn so gut gewaschen das du ein perfektes schaff geworden bist oder ...hmm habe sonst keine Erklärung....

die gaming industrie versucht die kuh(die gamer) bis zum äusersten zu melken...mit dlc, waffen specials, maps, charaktere die nur vorbestller oder käufer der "elite" versonen" erhalten und sich der standard käufer nachkaufen "muss"(bf 2 usw) oder es werden einfach levels rasgeschnitten und als DLC nachgereicht(assesins creed 2).

Was sich in den letzten 2 jahren etwickelt hat, ist einfach scheisse...und bald werden multiplayer und sogar patches mit kleinen geldbeträgen beglichen...und du stehst dann in der ersten reihe und sags ja...genau so will es haben.

thx but no thx
atomkobold
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Beitrag von atomkobold »

Ah bin ich froh das ich dieser Firma schaden werde indem ich mir die Spiele einfach gecrackt besorge.
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The Scooby
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Beitrag von The Scooby »

F-lamer hat geschrieben:the scooby

habe mir die letzen beiträge gelesen. entweder haben sie dir das hirn so gut gewaschen das du ein perfektes schaff geworden bist oder ...hmm habe sonst keine Erklärung....

die gaming industrie versucht die kuh(die gamer) bis zum äusersten zu melken...mit dlc, waffen specials, maps, charaktere die nur vorbestller oder käufer der "elite" versonen" erhalten und sich der standard käufer nachkaufen "muss"(bf 2 usw) oder es werden einfach levels rasgeschnitten und als DLC nachgereicht(assesins creed 2).

Was sich in den letzten 2 jahren etwickelt hat, ist einfach scheisse...und bald werden multiplayer und sogar patches mit kleinen geldbeträgen beglichen...und du stehst dann in der ersten reihe und sags ja...genau so will es haben.

thx but no thx
Die Leute suchen sich immer jemanden, an dem sie ihren Frust rauslassen.
Wenn man nichts zum schimpfen hätte, wäre das Leben doch langweilig.

Kaum jemand legt etwas Objektivität an den Tag. Wenn du ein Geschäft führen würdest, würdest du auch versuchen es ökonomisch, sprich, so profitabel wie möglich zu führen. Ich bin kein Freund von DLCs und die extra Klamotten oder das Schwert xy der Collectors Edition sind mir egal. Damit wird nur das kleine Ego des Spieler animiert, seine virtuelles Gemächt, besser zu präsentieren. Für neue MP Karten Geld zu verlangen, kann man diskutieren, ob sinnvoll oder nicht. In einem Kleidungsgeschäft, kauft man ja auch nicht jedes Zubehör. Oder beim Autokauf, gehst du auch nicht die Zubehörliste durch und kreutzt alles an.

Der Gebrauchtmarkt ist bei Videospielen einfach gesagt, durch ebay und co, sehr stark gewachsen, eindeutig zum Nachteil der Hersteller. Man kauft ein Spiel für 60€ (Konsole), spielt es in 8h durch und spielt dann eines der nächsten 3, 4 oder mehr Spiele, die er heutzutage schon fast abarbeiten muss, um die Masse an Spiele erleben zu dürfen. Wie gesagt, Spiel durchgespielt und ab zu ebay damit. Da verkauft man es dann für 48€ abzüglich der 9% Verkaufsgebühr und gut ist. Jetzt könnte man argumentieren, dass du von dem Geld wieder neue Spiele kaufst, aber an dem alten Spiel hat der Hersteller bei dir vielleicht 5€ Gewinn erzielt. Auf die anderen zukünftigen Besitzer deines ehemaligen Spiels entfallen diese Kosten im Schnitt auch, sodass ihr zwar ein tolles Erlebnis hattet, aber der Hersteller 3 andere potentielle Kunden nicht bekommen hat. Hätten die sich das Spiel nämlich vielleicht als Budget Titel für 30€ gekauft und damit einem Gewinn von 10€ für den bedeutet.
Heutzutage ist jeder große Publisher an der Börse und handelt mit Anteilen an seinem Unternehmen. Anleger, der auch du sein kannst, erwartet am Ende einen Kurssteigerung und bestenfalls eine Dividende. Mit Mehreinnahmen kann der Publisher auch mehr Freiheiten in der Entwicklung erlauben, was qualitativ bessere Spiele hervorbringen kann. Wenn die Einnahmen fehlen, muss man neue Wege suchen, um diese zu generieren. Der Gebrauchtmarktkäufer ist zum Teil auch Auslöser des DLC Wahns. Das muss man nichteinmal Belegen. Actio = reaktio. Egal in welchem Maße. Also mal an die eigene Nase fassen.

Du bist etwas zu paranoid. Spiele sind reiner Luxus. Ist dir aufgefallen, dass der Brotpreis ständig steigt? Ein Grundnahrungsmittel, weswegen die Menschen in Indonesien zu Massen protestieren, weil sie ihn bald nicht mehr zahlen können? Wir leben im Übermaß und beschweren uns über sowas. Ist doch allgemein krank und völlig verkehrt.
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pcj600
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Beitrag von pcj600 »

atomkobold hat geschrieben:Ah bin ich froh das ich dieser Firma schaden werde indem ich mir die Spiele einfach gecrackt besorge.

ausnahmsweise geh ich mit ner solchen aussage mal konform.. ubisoft hats verdient, wo es nur geht eine reingewürgt zu bekommen.

leider tragen im endeffekt die mitarbeiter den entstandenen schaden..
Palace-of-Wisdom
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Beitrag von Palace-of-Wisdom »

ih höre immer wieder Spiele wären nicht teurer geworden, aber das ist doch Quatsch. Man kann schonmal keine Spiele auf Modulen mit Spielen auf heutigen Datenträgern vergleichen. Denn die Produktionskosten sind bei den heutigen Medien um welten geringer. Nimmt man einfach mal die preisentwicklung bei PC Spielen, sieht man das Spiele natürlich teurer geworden sind. Allerdings wirklich nicht viel. Ich habe damals für Quake3 69DM bezahlt. Später sollte man für Tiberum Sun 90DM bezahlen. Das würde man mit den heutigen 45€ vergleichen können. Heute kosten Spiele 50€ und der Versuch ist angelaufen 60€ dafür zu verlangen.
Und ja ich weiß, daß man die Spiele auch deutlich günstiger bekommt. Ich spreche hier von UVP. Für C&C:TS hab ich schließlich malas auch nur 80-85DM gezahlt.
Na ja! Ein Call of Duty kostet UVP 70€ (140DM) so viel haben früher auch Snes games gekostet. Nur hat ein call of duty 40.000.000 entwicklungsosten und ein pilotwings damals wohl nicht mal 10% davon.

Ubisoft kann mir trotdem den Buckel runterrutschen. Drm, Dlc Politik und kinderschwierigkeitsgrade bei AC und Prince of Persia - no thx. Mein erster Gedanke war eh "Ubisoft? von denen kommt eh nur crap"
Palace-of-Wisdom
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Beitrag von Palace-of-Wisdom »

Edit: Sorry für Doppelpost, mein Browser hing wohl wegen dem geilen Werbevideo!
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Beam02
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Beitrag von Beam02 »

The Scooby hat geschrieben: Heutzutage ist jeder große Publisher an der Börse und handelt mit Anteilen an seinem Unternehmen. Anleger, der auch du sein kannst, erwartet am Ende einen Kurssteigerung und bestenfalls eine Dividende. Mit Mehreinnahmen kann der Publisher auch mehr Freiheiten in der Entwicklung erlauben, was qualitativ bessere Spiele hervorbringen kann.
Soviel zur Idealvorstellung. Dass mehr finanzielle Ressourcen nicht gleich qualitativ hochwertigere Spiele hervorbringen müssen haben kleine, finanziell schwächere Entwicklerstudios in der Vergangenheit und auch aktuell mehr als häufig bewiesen. Meist bedeuten Mehreinnahmen erstmal eine höhere Dividende für die Aktionäre, damit diese auch brav an Bord bleiben und das Schiff nicht absäuft - bildlich gesprochen.
Im Gegenteil, wachsende finanzielle Ressourcen bei börsennotierten Publishern schränken zumindest die künstlerische Freiheit der zuständigen Entwicklerstudios eher ein als sie zu fördern. Denn finanzielle Mehreinnahmen bedeuten meist, dass man mit einem bestimmten Titel oder Marketingkonzept besonders erfolgreich war. Da sind mit Risiken verbundene neue Konzepte bei künftigen Entwicklungen eher unerwünscht. Never change a running system. Neue Wege werden i.d.R eher eingeschlagen, wenn es finanziell nicht gut läuft und man sich durch einen Paradigmenwechsel die Rückkehr in die Gewinnzone erhofft.
The Scooby hat geschrieben: Wenn die Einnahmen fehlen, muss man neue Wege suchen, um diese zu generieren. Der Gebrauchtmarktkäufer ist zum Teil auch Auslöser des DLC Wahns. Das muss man nichteinmal Belegen. Actio = reaktio. Egal in welchem Maße. Also mal an die eigene Nase fassen.
Den Gebrauchtmarkt gibt es, seit es Videospiele gibt, DLCs allerdings erst sei ein paar Jahren. Einerseits schlicht und ergreifend, weil man es kann, und andererseits weil sich gezeigt hat, dass ein großer Teil der Spieler empfänglich für DLCs ist. Digital Distribution hat ziemlich überschaubare Kosten, da alle konventionellen Vertriebswege wegfallen und man keine "Zwischenhändler" mehr am Gewinn beteiligen bzw. sie für ihre Dienstleistung auszahlen muss. Und so ein Weapon Pack oder ein leuchtendes Flugtier kann ein Praktikant mal eben bequem in der Kaffeepause erstellen. Da lohnt sich der Arbeitsaufwand schon, wenn wenige 100 Personen das Produkt erwerben. Und dass man selbst kurz vor Release aus dem fertigen Spiel entfernte Passagen noch im Nachhinein an den Spieler bringen kann hat Ubisoft mit AC2 eindrucksvoll bewiesen.
Das Argument "DLCs sind eine notwendige Antwort auf die (potenziellen) Umsatzeinbußen durch den Gebrauchtmarkt" hört man ja desöfteren, wenn auch meist ganz perfide getarnt und verklausuliert, aus dem Munde der besonders digital umtriebigen Publisher. Ich halte es mindestens für... diskussionswürdig.

@Palace-of-Wisdom
Das Argument mit den Entwicklungskosten ist schon nicht falsch, allerdings muss man schon beachten, dass in der 1980er oder 1990er Jahren ganz andere Geldmengen im Umlauf waren als heute, und dass auch die Höhe des Umsatzes eines Publishers damals nicht so ohne weiteres den heutigen Summen gegenübergestellt werden kann. Das bewegt sich doch in gänzlich anderen Dimensionen als in den good ol' 90ies ;)
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The Scooby
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Beitrag von The Scooby »

Beam02 hat geschrieben:
The Scooby hat geschrieben: Heutzutage ist jeder große Publisher an der Börse und handelt mit Anteilen an seinem Unternehmen. Anleger, der auch du sein kannst, erwartet am Ende einen Kurssteigerung und bestenfalls eine Dividende. Mit Mehreinnahmen kann der Publisher auch mehr Freiheiten in der Entwicklung erlauben, was qualitativ bessere Spiele hervorbringen kann.
Soviel zur Idealvorstellung. Dass mehr finanzielle Ressourcen nicht gleich qualitativ hochwertigere Spiele hervorbringen müssen haben kleine, finanziell schwächere Entwicklerstudios in der Vergangenheit und auch aktuell mehr als häufig bewiesen. Meist bedeuten Mehreinnahmen erstmal eine höhere Dividende für die Aktionäre, damit diese auch brav an Bord bleiben und das Schiff nicht absäuft - bildlich gesprochen.
Im Gegenteil, wachsende finanzielle Ressourcen bei börsennotierten Publishern schränken zumindest die künstlerische Freiheit der zuständigen Entwicklerstudios eher ein als sie zu fördern. Denn finanzielle Mehreinnahmen bedeuten meist, dass man mit einem bestimmten Titel oder Marketingkonzept besonders erfolgreich war. Da sind mit Risiken verbundene neue Konzepte bei künftigen Entwicklungen eher unerwünscht. Never change a running system. Neue Wege werden i.d.R eher eingeschlagen, wenn es finanziell nicht gut läuft und man sich durch einen Paradigmenwechsel die Rückkehr in die Gewinnzone erhofft.

Das ist alles unbestritten. Das trifft in der Regel auf alle Börsennptierten Unternehmen zu. Trotzdem gibt es duch diese Mehreinnahmen genug Firmen, die etwas vernünftiges daraus machen. Man muss nicht immer alles schwarz sehen.

Beam02 hat geschrieben:
The Scooby hat geschrieben: Wenn die Einnahmen fehlen, muss man neue Wege suchen, um diese zu generieren. Der Gebrauchtmarktkäufer ist zum Teil auch Auslöser des DLC Wahns. Das muss man nichteinmal Belegen. Actio = reaktio. Egal in welchem Maße. Also mal an die eigene Nase fassen.
Den Gebrauchtmarkt gibt es, seit es Videospiele gibt, DLCs allerdings erst sei ein paar Jahren. Einerseits schlicht und ergreifend, weil man es kann, und andererseits weil sich gezeigt hat, dass ein großer Teil der Spieler empfänglich für DLCs ist. Digital Distribution hat ziemlich überschaubare Kosten, da alle konventionellen Vertriebswege wegfallen und man keine "Zwischenhändler" mehr am Gewinn beteiligen bzw. sie für ihre Dienstleistung auszahlen muss. Und so ein Weapon Pack oder ein leuchtendes Flugtier kann ein Praktikant mal eben bequem in der Kaffeepause erstellen. Da lohnt sich der Arbeitsaufwand schon, wenn wenige 100 Personen das Produkt erwerben. Und dass man selbst kurz vor Release aus dem fertigen Spiel entfernte Passagen noch im Nachhinein an den Spieler bringen kann hat Ubisoft mit AC2 eindrucksvoll bewiesen.
Das Argument "DLCs sind eine notwendige Antwort auf die (potenziellen) Umsatzeinbußen durch den Gebrauchtmarkt" hört man ja desöfteren, wenn auch meist ganz perfide getarnt und verklausuliert, aus dem Munde der besonders digital umtriebigen Publisher. Ich halte es mindestens für...diskussionswürdig.
Ich hab nie bestritten, dass es vor dem Internet keinen Gebrauchtmarkt gibt. Dieser ist aber seit dem web 2.0 sehr stark gewachsen bei einer staganierenden Verkaufszahl eines AAA Titels.
Ich lese zumindest so gut wie nie von Verkaufsrekorden. Erfolgreiche Spiele verkaufen sich 2mio mal und mehr. Das hat man auch schon vor 10 Jahren geschafft, als die Entwicklungskosten noch bei einem Bruchteil lagen. Und wie schon in dem Teil geschrieben, den du nicht zitiert hast, beim Autokauf kreutzt du auch nicht alles auf der Zubehörliste an. Obwohl ein Glasdach wohl sicher eine viel bessere Fahrerfahrung mit sich bringen würde. DLC = Zubehör. Man kann doch nicht Spieleentwickler für etwas kritieren, was zig anderen Branchen seit Dekaden praktizieren. Ist doch vollkommen weltfremd.
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Druzil
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Beitrag von Druzil »

Palace-of-Wisdom hat geschrieben:
ih höre immer wieder Spiele wären nicht teurer geworden, aber das ist doch Quatsch. Man kann schonmal keine Spiele auf Modulen mit Spielen auf heutigen Datenträgern vergleichen. Denn die Produktionskosten sind bei den heutigen Medien um welten geringer. Nimmt man einfach mal die preisentwicklung bei PC Spielen, sieht man das Spiele natürlich teurer geworden sind. Allerdings wirklich nicht viel. Ich habe damals für Quake3 69DM bezahlt. Später sollte man für Tiberum Sun 90DM bezahlen. Das würde man mit den heutigen 45€ vergleichen können. Heute kosten Spiele 50€ und der Versuch ist angelaufen 60€ dafür zu verlangen.
Und ja ich weiß, daß man die Spiele auch deutlich günstiger bekommt. Ich spreche hier von UVP. Für C&C:TS hab ich schließlich malas auch nur 80-85DM gezahlt.
Na ja! Ein Call of Duty kostet UVP 70€ (140DM) so viel haben früher auch Snes games gekostet. Nur hat ein call of duty 40.000.000 entwicklungsosten und ein pilotwings damals wohl nicht mal 10% davon.
Auch du vergleichst wieder nur Äpfel mit Birnen. Nicht umsonst habe ich mich auf PC Spiele bezogen, weil das die einzige Plattform ist, die es seit Jahrzehnten überhaupt durchgängig gibt. Man kann den SNES Absatzmarkt nicht mit dem von heutigen Konsolen vergleichen. Schau dir mal die Absatzzahlen von CoD an. Black Ops hat sich in den ersten 24 Stunden 5,6 mio. mal verkauft. Es gibt kein SNES Spiel, was diese Absatzzahlen über seine komplette Lebenszeit erreicht hat. Dazu kommen dann noch die höheren Produktionskosten, wegen den Modulen.
Wie sich die Preise auf dem PC entwickelt haben, hab ich ja oben (aus Sicht meiner Kaufhistorie) aufgeführt. Bedenkt man, daß der Spielemarkt die letzten Jahre explodiert ist, kann man die nur schwachse Preissteigerung nachvollziehen. Denn Spiele sind ein Massenprodukt geworden und nicht mehr das Nieschenprodukt was sie einmal waren.
Ich sage ja nicht, daß Spiele jetzt massiv teurer geworden sind, aber Preiserhöhungen gab es eben innerhalb der letzten 10 Jahre auf jeden Fall. Sieht man ja auch daran, daß die Publisher mittlerweile anfangen und wollen 55-60€ als Standardpreis für PC Spiele etablieren. Das fänd ich auch gar nicht so schlimm, wenn sie dem Kunden nicht noch versuchen würden mir DLC, Onlinepass und weiterem Blödsinn noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Der Aktienmarkt, in dem heute alle großen Publisher mitschwimmen, ist für den Kunden nur Fluch, kein Segen (wie in so vielen anderen Bereichen auch).


The Scooby hat geschrieben:Ich lese zumindest so gut wie nie von Verkaufsrekorden. Erfolgreiche Spiele verkaufen sich 2mio mal und mehr.
Modern Warfare 2: 4,7 mio. in den ersten 24 Stunden
Black Ops: 5,6 mio. in den ersten 24 Stunden
Und über WoW brauchen wir gar nicht erst zu reden.
:roll:
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NXO-17
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Beitrag von NXO-17 »

Ich hoffe deren Produkte setzen in Zukunft Schimmel an ... ach ja, und der Blitz soll sie beim Scheißen treffen.