XCOM: "Strategiespiele sind nicht zeitgemäß"

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Boesor
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Re: Leute Leute

Beitrag von Boesor »

mr archer hat geschrieben:
Aber das ist doch Nonsens. Videospiele sind allerspätestens seit den 1990ern ein jugendkulturelles Massenmedium und gehören fest zur Sozialisation eines Pubertierenden. Das ist doch alles ungefähr so logisch wie zu behaupten, Rockmusik ist nur was für 16jährige und könne Leute jenseits der 30 nicht mehr erreichen. Dabei sind es gerade die älter und reifer gewordenen Fans, die die nötige Kohle haben, um den Firmen Gewinn in die Kassen zu spülen.
Stimmt ja alles was du sagst, aber was hat das mit der Veränderung von genres und Spielgewohnheiten zu tun?
das ehemals große genre der Flugsimulatoren ist heute so gut wie ausgestorben, auf dem Massenmarkt sowieso. Bedient wird es durch eher kleinere Produktionen, aber so eine will X-Com ja offensichtlich nicht sein.
Offenbar schätzen die das "riesenhafte Marktsegment" sehr viel kleiner ein als du.
Und ich vermute, die werden sich da schon ihre gedanken gemacht haben.
Ich kann diese Sehnsucht nach "früher" ja verstehen, bin selbst in der Ü 30 Gruppe, aber ich halte es schon für unwahrscheinlich das 2K aus reine Boshaftigkeit dir und deinen freunden ein gutes Spiel vorenthalten will.
BStramke
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Beitrag von BStramke »

"Für Strategiespiele gibts zuwenig DLC, bei Shootern kann man für jede Knarre, jede Map und jeden Skin Geld verlangen."
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

BStramke hat geschrieben:"Für Strategiespiele gibts zuwenig DLC, bei Shootern kann man für jede Knarre, jede Map und jeden Skin Geld verlangen."
Das gilt wohl eher für Mp Shooter wie MW 3 & Co.
Für Civ gibts meines Wissens nach auch DLC, nebenbei bemerkt.
BStramke
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Beitrag von BStramke »

Boesor hat geschrieben:
BStramke hat geschrieben:"Für Strategiespiele gibts zuwenig DLC, bei Shootern kann man für jede Knarre, jede Map und jeden Skin Geld verlangen."
Das gilt wohl eher für Mp Shooter wie MW 3 & Co.
Für Civ gibts meines Wissens nach auch DLC, nebenbei bemerkt.
Ich darf mal an die Seitenlange Liste von JustCause 2 erinnern... ;) Aber ja, es gibt hier und da DLC, das ist ja auch nicht abzustreiten.
Mordegar
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Beitrag von Mordegar »

Weltraumsims nicht mehr angesagt: Z.B. Schliessung von Origin und der Earth and Beyond Server. Derzeit gibts nur wenige nicht Indie Studios die noch wirklich ernsthafte Spacesims entwickeln, z.B. Egosoft.

Rollenspiele sind nicht mehr angesagt: Führte zu Dragon Age 2 und Co., quasi Hybridspielen. Der Rollenspielemarkt zielt mehr und mehr auf schnelle Action ab, als auf Micromanagement und Charakterentwicklung.

Strategiespiele sind nicht mehr angesagt: WTF?!? Starcraft 2 und Command and Conquer haben sich ja ach so schlecht verkauft die letzten Jahre. Selbst das neue Jagged Alliance wird ja nur noch in Echtzeit gespielt werden können, man meint fast der moderne Spieler hat die Gedult eines Kleinkindes.

Brot und Spiele fürs moderne Volk, hauptsache die Kasse klingelt und es wird die neue Zielgruppe angesprochen.
Cyb3rguerrillo
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Beitrag von Cyb3rguerrillo »

Die 90er-Generation der Spieler liebt XCOM, und wir besaßen die Marke, also haben wir uns gedacht:
Armoran
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Beitrag von Armoran »

Respekt, nicht jeder traut sich offen zuzugeben um was es heutzutage geht... Was ich aber nicht verstehe ist, warum hier die meisten darüber so schockiert sind ?

"Spiele für Spieler" ? Traumweltdenken... "Produkte für den Markt" ? Das trifft schon eher die Realität.
Die Zeiten wo man Spiele als sentimentale Angelegenheit sehen konnte sind schon länger vorbei, das ist ein junger und unerforschter Marktacker der gepflügt werden und auf dem man die kleinen Pflänzchen Namens DLC, Mappacks, F2P Etcetera anbauen möchte.

Und wenn 9 von 10 Spielen heutzutage im "Action" Genre liegen, dann macht es keinen Sinn ein Strategiespiel rauszubringen für das sich in erster Linie nur die alten und auf dem frischen Acker "unerwünschten" (weil zuviel nachdenkenden) Spieler interessieren... was genau seine Aussage erklärt.
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

Armoran hat geschrieben:
"Spiele für Spieler" ? Traumweltdenken... "Produkte für den Markt" ? Das trifft schon eher die Realität.
Wo ist das der Unterschied? das problem welches hier viele haben ist, dass ie nunmal eine andere "Art" von Spieler repräsentieren.
Das macht "den markt", der selbstverständlich auch aus Spielern besteht natürlich nicht schlechter.
Armoran
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Beitrag von Armoran »

Boesor hat geschrieben:
Armoran hat geschrieben:
"Spiele für Spieler" ? Traumweltdenken... "Produkte für den Markt" ? Das trifft schon eher die Realität.
Wo ist das der Unterschied? das problem welches hier viele haben ist, dass ie nunmal eine andere "Art" von Spieler repräsentieren.
Das macht "den markt", der selbstverständlich auch aus Spielern besteht natürlich nicht schlechter.
Der Unterschied ist, das die Zeiten in denen es darum ging Spiele zu entwickeln um die Spieler zu überraschen, faszinieren, oder einfach Spiele zu revolutionieren (weil sie die größte und wichtigste Zielgruppe darstellten), vorbei sind.
Was die Spieler wollen ist inzwischen egal, heute bekommen die Studios einen Auftrag ein Spiel zu entwerfen das auf Marktgruppe X angepasst ist, aber auch nicht zu ambitioniert oder besonders sein darf damit man Gruppe Y und Z nicht völlig abschreckt... was leider in einer Menge potenziell herrausragenden aber am Ende schrecklich halbgaren Spiele resultiert hat.

Macht das den Markt schlechter bzw besser ? Nein, gebe ich dir völlig Recht, ich kann schlecht jemandem die Schuld geben bzw kritisieren der nichtmal etwas falsch macht. :wink:
psyemi
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Beitrag von psyemi »

teilweise hat er doch recht. die 90er waren die Zeit der Strategiespiele.
Damals hatte es auch jeder gespielt.
Das interesse der Spieler ist aber nicht mehr so stark.
Civilization ist da eher eine ausnahme. Das wird gekauft und gespielt vorallem von den Leuten die es immer gekauft und gespielt haben. :)

Kann mir Xcom als Shooter aber auch gut vorstellen wenn sie das Metaspiel. Basis bauen, ausrüsten ,geld verdienen nicht komplett streichen. :D
Nehebkau
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Beitrag von Nehebkau »

hans-detlef hat geschrieben: SC2 und Tiefgang, ich lach mich tot. In der Ladder siehts eher so aus. Auswürfeln welchen lächerlichen All-In-Build man dem Gegner entgegenwirft und hoffen dass der Gegner keinen Counter würfelt.
Lol, nicht meine Schuld, dass du nicht gut bist :lol:
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

Armoran hat geschrieben:
Der Unterschied ist, das die Zeiten in denen es darum ging Spiele zu entwickeln um die Spieler zu überraschen, faszinieren, oder einfach Spiele zu revolutionieren (weil sie die größte und wichtigste Zielgruppe darstellten), vorbei sind.
Das glaube ich nicht.
Ich stoße nach wie vor auf Spiele, die deine Vorgaben erfüllen und ich bin auch vor 15 Jahren schon auf Spiele gestoßen die nur ein Aufguss waren (passenderweise: UFO und der Nachfolger X-Com)
Und ich bin mir sicher, es wird auch in Zukunft beides geben.
Was die Spieler wollen ist inzwischen egal, heute bekommen die Studios einen Auftrag ein Spiel zu entwerfen das auf Marktgruppe X angepasst ist, aber auch nicht zu ambitioniert oder besonders sein darf damit man Gruppe Y und Z nicht völlig abschreckt... was leider in einer Menge potenziell herrausragenden aber am Ende schrecklich halbgaren Spiele resultiert hat.
Wer bitte sind denn "die Spieler"? ich denke doch, dabei handelt es sich um die (zahlenden) Kunden. Und was die wollen zeigen sie an der Kasse.
Vielleicht tuts weh und es entspricht auch nicht meinem Geschmack, aber offenbar wollen jede menge Spieler ein Call of Duty xy. Solange ich dafür noch Spiele wie (aktuell bei mir) Batman Arkham Asylum bekomme soll es mir recht sein.
Macht das den Markt schlechter bzw besser ? Nein, gebe ich dir völlig Recht, ich kann schlecht jemandem die Schuld geben bzw kritisieren der nichtmal etwas falsch macht. :wink:
Hersteller wollen eben damals wie heute vor allem eines: geld verdienen.
Armoran
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Beitrag von Armoran »

Boesor hat geschrieben:
Armoran hat geschrieben:
Der Unterschied ist, das die Zeiten in denen es darum ging Spiele zu entwickeln um die Spieler zu überraschen, faszinieren, oder einfach Spiele zu revolutionieren (weil sie die größte und wichtigste Zielgruppe darstellten), vorbei sind.
Das glaube ich nicht.
Ich stoße nach wie vor auf Spiele, die deine Vorgaben erfüllen und ich bin auch vor 15 Jahren schon auf Spiele gestoßen die nur ein Aufguss waren (passenderweise: UFO und der Nachfolger X-Com)
Und ich bin mir sicher, es wird auch in Zukunft beides geben.
Was die Spieler wollen ist inzwischen egal, heute bekommen die Studios einen Auftrag ein Spiel zu entwerfen das auf Marktgruppe X angepasst ist, aber auch nicht zu ambitioniert oder besonders sein darf damit man Gruppe Y und Z nicht völlig abschreckt... was leider in einer Menge potenziell herrausragenden aber am Ende schrecklich halbgaren Spiele resultiert hat.
Wer bitte sind denn "die Spieler"? ich denke doch, dabei handelt es sich um die (zahlenden) Kunden. Und was die wollen zeigen sie an der Kasse.
Vielleicht tuts weh und es entspricht auch nicht meinem Geschmack, aber offenbar wollen jede menge Spieler ein Call of Duty xy. Solange ich dafür noch Spiele wie (aktuell bei mir) Batman Arkham Asylum bekomme soll es mir recht sein.
Macht das den Markt schlechter bzw besser ? Nein, gebe ich dir völlig Recht, ich kann schlecht jemandem die Schuld geben bzw kritisieren der nichtmal etwas falsch macht. :wink:
Hersteller wollen eben damals wie heute vor allem eines: geld verdienen.
Jetzt stell dich nicht so stur mensch, du weißt genau was ich meine :?

- Natürlich gibt es noch Spiele die "meine" Vorgaben erfüllen... habe ich nichts anderes behauptet, es ging darum wie ein großteil der Entwicklungen aussehen.
- "Die Spieler" ? Die Spieler die diese Industrie groß gemacht haben, die Spieler die den Aufbau dieser miterlebt und verstehen in welche Richtungen sie sich derzeit entwickelt... natürlich sind alle Leute die Spiele spielen Spieler, aber für das Thema ist der Spieler eben nicht der Spieler... ach verdammt jetzt wirds zu kompliziert...
- Geld verdienen wollen alle, ja, aber während man damals eben auf die Spieler eingehen musste (weil der Markt erheblich kleiner war) damit diese ihre Produkte kaufen, haben Publisher es mit der neuen "Spieler" Generation erheblich leichter... vorallem weil man eben nichtmehr auf die Wünsche dieser eingehen muss, sondern erheblich mehr Kontrolle und Werkzeuge (DLC etcetera) zur Verfügung hat.

Und jetzt bevor da auch wieder etwas zurückkomt ala "Stört mich das" bzw "warum soll mich das interessieren"... nein, tut es nicht, ich kaufe mir genau wie du sagst nur das was mich interessiert.
Das ist nur eine halbgare und verallgemeinerte Marktanalyse, nicht mehr als das :wink:
Zuletzt geändert von Armoran am 13.07.2011 14:01, insgesamt 1-mal geändert.
johndoe549497#2
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Beitrag von johndoe549497#2 »

@ Armoran

Ja völlig richtig. Spiele in ihren Ursprüngen wurden von Leuten entwicklet die größtenteils selber gespielt haben. Zudem war die Spielergruppe mehr oder minder überschaubar. Heute sind Spiele ein Massenphänomen.

Zudem hat man zu einem "Positiven Hobby " eine andere Einstellung als zu anderen Waren. Man erwartet dass diejenigen die hinter dem Spiel stehen in etwa dem eigenen Charakter entsprechen bzw. ihr Produkt genau so sehen. Man ist viel emotionaler als bei z.B. Waschmaschinen etc..
Es ist ein wenig weltfremd Firmen vorzuwerfen sie würden maximalen Erfolg verdienen wollen mit einem Minimum an Aufwand. VW, Bayer und ähnlichen würdet ihr doch auch nicht das Fehlen von Gemeinnützigkeit vorwerfen, oder ?

Ein Bobby Kotick und Activision mögen aus Spielersicht %"&$$&$* sein, aber wirtschaftlich gesehen machen sie alles richtig. Und der Erfolg gibt ihnen ( leider ) recht. Konsumentenverhalten ist es was eine Firma mit Endkunden beinflusst. Aber wer sich Mappacks für 15 Euro andrehen lässt darf sich nicht beschweren wenn seine geliebte Spieleindustrie in eine ganz andere Richtung wandert als er dachte.


@ Mr Archer

Ich bin einer jener PR Fuzzis :wink: und kenne die " Suits " sehr genau. An sich bin ich einer von ihnen.
In vielen Fällen fehlt es an langfristiger Planung bzw. Denken. Das Quartalsdenken ist eine der schlimmsten Eigenschaften die in Firmen vorhanden ist. Zudem ist ihnen immer noch nicht klar, dass unsere Generation ( 30 + ) eine der kaufstärksten und zu einem gewissen Grad auch treueste ist. Allerdings auch eine sehr kritische, denn wir kennen Spiele der Vergangenheit und lassen uns ( hoffentlich ) nicht vor jeden Hype Karren spannen.

Kurz ausgedrückt: Klassische Unkenntnis eines Kundenanteils den man relativ leicht an sich binden könnte und so eine feste " Stammkundschaft " stellen würde. :wink:
hans-detlef
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Beitrag von hans-detlef »

Nehebkau hat geschrieben:
hans-detlef hat geschrieben: SC2 und Tiefgang, ich lach mich tot. In der Ladder siehts eher so aus. Auswürfeln welchen lächerlichen All-In-Build man dem Gegner entgegenwirft und hoffen dass der Gegner keinen Counter würfelt.
Lol, nicht meine Schuld, dass du nicht gut bist :lol:
http://eu.battle.net/sc2/en/profile/2014984/1/Nehebkau/

Alleine aufgrund der Tatsache, dass du SC2 taktischen Tiefgang zusprichst, könnte ich mich mehr als gut vorstellen, dass du das bist.