Torchlight - Über Raubkopien und Kopierschutz

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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

Terradon92 hat geschrieben:Ich glaube, dass die Menschen, die in Entwicklungs- und Schwellenländern einen PC besitzen und sich leisten können darauf zu spielen sehr wohl Geld für ein Computerspiel übrig haben.
Das schon, aber in der Regel nicht für den Preis, der dort vor allem westlichen Publishern verlangt wurde und wird. Auf zB. dem russischen Markt haben einheimische und westliche Publisher erst dann begonnen Profit zu machen, als sie die offiziellen Preise den Schwarzmarktpreisen angeglichen haben. Hier hat sich eindrucksvoll gezeigt, dass für reine Luxusprodukte wie Spiele nur die Preise durchgesetzt werden können, welche die Kunden auch zu zahlen bereit sind.
Stoikr
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Beitrag von Stoikr »

Ich find es ehrlich gesagt ziemlich traurig, was man hier so hört. Wie alle resigniert die Raubkopien als etwas selbstverständliches akzeptieren, mit dem man rechnen muss.

Und er redet euch nicht aus der Seele sondern palavert wie nichts gutes. Klar ist er in einer komfortablen Situation, dies zu behaupten, schließlich hat er keine Aktionäre im Nacken, die auf ihren Anteil warten. Er hat keine 100 Millionen Produktionskosten. Da kann man ziemlich einfach den Kunden Honig um das Maul schmieren.

Das Problem löst er aber nicht.
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Scorcher24_
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Beitrag von Scorcher24_ »

Was die Leute vor alle nicht sehen ist, dass sie mit ihrem Downloadverhalten das DRM ankurbeln.
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danke15jahre4p
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Beitrag von danke15jahre4p »

Thems hat geschrieben:Das Problem löst er aber nicht.
hast es nicht ganz verstanden, oder?

um ein problem lösen zu können, muss erstmal eins vorhanden sein!

raubkopierer sind kein problem, der gebrauchtkäufermarkt ist kein problem, es sind umstände des marktes! wie beispielsweise ein nach 15 minuten, kalter hamburger die nicht mehr verkauft werden kann!

der fillialleiter kann sich nun auch hinstellen und drüber jammern, dass jeden abend soviele hamburger weggeschmissen werden oder er lockt durch qualität, werbung, kundenfreundlichkeit und service mehr kunden in den laden um die wegwerf-größe zu verringern!

in jedem absatzmarkt gibt es faktoren die nicht veränderbar sind, nur kommt es sovor als wolle man gerade im softwaremarkt, die käufer mit der pistole auf der brust zum kauf zwingen!

wenn man ein problem damit hat, geld durch raubkopierer zu "verlieren", sollten sich die aktionäre eine andere renditekuh suchen!

dann ist der markt wohl zu hart!

greetingz
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arillo
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Beitrag von arillo »

Thems hat geschrieben:Ich find es ehrlich gesagt ziemlich traurig, was man hier so hört. Wie alle resigniert die Raubkopien als etwas selbstverständliches akzeptieren, mit dem man rechnen muss.
Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich traurig, in Zeiten von Entwicklern und vor allem Publishern, die allzuoft auf die Ansprüche und Bedürfnisse der Spieler scheißen, solche Kommentare zu lesen.
Aktionäre hin, Raubkopien, DRM, Abmahnungen her - weder das eine noch das andere wird kurz- oder langfristig etwas ändern.
Raubkopien und Raubkopierer werden nicht durch penetrante Kopierschutzsysteme dezimiert - Gewinne dadurch nicht begünstigt,
letzteres kann ich jedenfalls nur hoffen, während es ersteres - und ja, hier hörst du sowas wie Resignation - schon immer gab und immer geben wird. Genau wie Diebe im EDEKA.


Es gibt nur noch selten Demos zu Spielen und bevor man 50 € für ein Spiel ausgibt, das nur 4 Stunden lang ist, oder sich auf andere Weise als Fehlinvestition entpuppt, ist es gelegentlich beinahe ratsam, auf egal welche Weise, das Spiel vorher anzutesten.
spliffb
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Beitrag von spliffb »

Was die Leute vor alle nicht sehen ist, dass sie mit ihrem Downloadverhalten das DRM ankurbeln.
Was daraufhin wieder dazu führt, daß die Downloads angekurbelt werden und die Kaufbereitschaft sinkt, ein Teufelskreis.

Allerdings haben die Spieler in diesem Kräftemessen nun mal die besseren Karten und wenn ein Publisher das verstanden hat, versucht er den potentiellen Käufer mit anderen Mitteln als den knallharten Daumenschrauben zum Geld ausgeben zu bewegen.
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Wigggenz
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Beitrag von Wigggenz »

Scorcher24 hat geschrieben:Was Publisher vor alle nicht sehen ist, dass sie mit ihrem DRM-verhalten das Downloaden ankurbeln.
Fixed.

DRM ist ab dem Punkt nur noch Müll, ab dem es weniger Probleme mit sich bringt, das Spiel illegal zu saugen anstatt es sich legal zu kaufen und zu installieren etc.

Das fängt bei Accountbindung an und geht über Onlinezwang bis hin zur erzwungenen Sprachausgabe.
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GodFaddoh
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Re: Über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von GodFaddoh »

belrath hat geschrieben:Man kann nur hoffen, dass andere Hersteller auch mal darüber nachdenken und von ihrem DRM Wahn runter kommen.
Hoffen ist das richtige Wort... Was glaubst du warum die großen Publisher Onlive so unterstützen? Aus der Besprechung sind die Verantwortlichen alle mit nem Ständer rausgegangen.


In nen paar Jahren ist nix mehr mit Spiel im Schrank oder Kopirschutz, da kommt alles per Stream. Und die dummen Kunden lassen alles mit sich machen.
Ich hab mir seit der Ankündigung des neuen Kopierschutzes keine Ubisoft spiele mehr gekauft (nichtmal illegal runtergeladen). Anscheinend war ich der einzige. Hat mans an den Verkaufszahlen gemerkt? Nein. Was sagt uns das?
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Blind Talamasca
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Beitrag von Blind Talamasca »

ich hab mir aus prinzip keine spiele gekauft von denen ich lesen/erfahren durfte, dass sie dank des kopierschutzes nur zum teil oder gar nicht funktionsfähig waren, im konkreten assassins creed II, erst als der publisher den datenmüll wieder entfernte, habe ich mir auch erlaubt zuzuschlagen ... im gegensatz dazu habe ich im übrigen das spiel auf einer voll funktionfähigen gecrackten version antesten dürfen, während der ehrlich käufer noch über ständige serverabstürze sich die haare raufen durfte ... fakt ist drm-verfahren haben noch zu keiner zeit ein problem gelöst das nicht in dem maße existieren würde wenn auf diese regide form der käuferbevormundung im vorfeld verzichtet worden wäre ... jeder pc spieler der sein hobby mit herz betreibt wird sich über kurz oder lang von raubkopien verabschieden, weil er lieber die originale besitzen möchte ... spätestens dann wenn er es sich auch leisten kann ... oder auf grund des preis-leistungs-verhältnisses darf ...
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TP-Skeletor
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Beitrag von TP-Skeletor »

Thems hat geschrieben:Ich find es ehrlich gesagt ziemlich traurig, was man hier so hört. Wie alle resigniert die Raubkopien als etwas selbstverständliches akzeptieren, mit dem man rechnen muss.

Und er redet euch nicht aus der Seele sondern palavert wie nichts gutes. Klar ist er in einer komfortablen Situation, dies zu behaupten, schließlich hat er keine Aktionäre im Nacken, die auf ihren Anteil warten. Er hat keine 100 Millionen Produktionskosten. Da kann man ziemlich einfach den Kunden Honig um das Maul schmieren.

Das Problem löst er aber nicht.
Raubkopien sind ja auch selbstverstaendlich. Ich weiß gar nicht, was daran nicht zu verstehen ist? Die gibts schon immer irgendwie, in irgendeiner Form. Das ist weder eine Trenderscheinung noch etwas, dass man wirklich kontrollieren koennte.
Es wird starrsinnig und nicht reflektiert mit dem Thema umgegangen, so einfach ist das. Ich bin Raubkopierer - aber ich kaufe mir doch auch die Dinge, die wirklich interessant fuer mich sind. Ich gebe Geld fuer das produkt aus. Das ist unterm Strich wichtig.

Er ist nicht einfach nur in einer bequemen Position, weil er keine Aktionaere im Nacken hat. Er ist in einer bequemen Position, weil er die Realitaet erkannt hat und Mittel der Verbreitung einer Marke anerkennt, die frueher selbstverstaendlich waren.
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Nightred
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Beitrag von Nightred »

Torchlight 1 habe ich gekauft und Teil 2 werde ich auch kaufen. Gute Spiele, guter Preis, gute Verkaufszahlen.
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arillo
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Re: Über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von arillo »

Ober hat geschrieben: Ich hab mir seit der Ankündigung des neuen Kopierschutzes keine Ubisoft spiele mehr gekauft (nichtmal illegal runtergeladen). Anscheinend war ich der einzige. Hat mans an den Verkaufszahlen gemerkt? Nein. Was sagt uns das?
Dass die Leute fressen, was auf den Tisch kommt? Mit Knochen und Gräten?
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PerfectEnemy
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Beitrag von PerfectEnemy »

Ich bin einer der gut und gerne mal über 100 Euro im Monat für Games raushaut aber trotzdem lade ich ab und zu auch Spiele runter um sie vorher anzutesten. The Witcher 2 z.B. habe ich blind gekauft aber bei Dungeon Siege 3 hätte ich mir echt in den Arsch gebissen.

Ich hatte ja die Hoffnung das Spiele ala Baldurs Gate Alliance oder die Champions of Norrath Reihe endlich wierderbelebt werden aber da habe ich mich wohl geirrt. Übrigens sieht es bist jetzt wirklich so aus das die Rüstungen keine optischen Änderungen hervorrufen was für mich in einem Hack&Slay das Todesurteil bedeutet. Ausserdem nervt es extrem das man zwar richtig gute Models für die Schilde designed hat wenn sie zum einsammeln rumliegen aber wenn man sie dann trägt bekommen sie einen anderen Skin der nach 08/15 aussieht. Welcher Idiot hat sich den Schwachsinn ausgedacht?

Ps: Aufgrund von der miserbalen Steuerung die auf dem PC nicht einmal frei konfigurierbar ist und man sich fast die Finger bricht bei manchen Aktionen habe ich es auch erstmal sein lassen. Bei den Gamepads ist DS 3 auch ziemlich wählerisch und erkennt längst nicht alle.

Edit: Achja Torchlight 2 werde ich mir auch holen. Hoffentlich ist die Welt diesmal wirklich grösser. Die Dungeons waren zwar eine nette Idee aber leider wurden die auch schnell langweilig.
Stoikr
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Beitrag von Stoikr »

leifman hat geschrieben:
Thems hat geschrieben:Das Problem löst er aber nicht.
in jedem absatzmarkt gibt es faktoren die nicht veränderbar sind, nur kommt es sovor als wolle man gerade im softwaremarkt, die käufer mit der pistole auf der brust zum kauf zwingen!

wenn man ein problem damit hat, geld durch raubkopierer zu "verlieren", sollten sich die aktionäre eine andere renditekuh suchen!
Klar ist Software ein spezielles Thema, jedoch kann man sehr wohl moralisch darüber urteilen. Nur weil durch kopieren kein "Schaden" entsteht, da der Entwickler letztendlich nicht weniger von etwas hat, heisst es noch lange nicht, dass man mit so etwas nicht schadet. Ich meine, die Entwickler stecken Zeit und Geld in so ein Projekt. Jeder der raubkopiert, sollte sich Sklaventreiber auf die Stirn schreiben lassen, da er andere für umsonst für sich (sein Vergnügen) arbeiten lässt. Das gilt genauso bei Filmen und Musik, wie für alle anderen Arbeiten. Und wenn mir ein Hersteller keine Demo zum Testen anbietet, ist es eben so. Mir steht es ja auch frei einmal nein zu sagen. Aber über so etwas RKs zu rechtfertigen ist scheinheilig. Ich meine, was geht euch verloren, was verpasst ihr, wenn ihr ein VideoSPIEL nicht spielt, weil ihr mit dem Vertriebsweg/Kopierschutz nicht zufrieden seid? Gibt es auf dem Markt nicht genug Alternativen? Ist ein COD alternativlos?
Und nur weil etwas schon seit je her existiert, muss man es noch lange nicht hinnehmen bzw. akzeptieren.

Ich bin weiß Gott kein Heiliger. Aber ich verzichte schon seit mehreren Jahren 100%ig auf Raubkopien und illegal erworbene Musik und Filme. Und ich habe nicht das Gefühl, großartig etwas verpasst zu haben. Eher im Gegenteil...
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DARK-THREAT
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Beitrag von DARK-THREAT »

Scorcher24 hat geschrieben:Was die Leute vor alle nicht sehen ist, dass sie mit ihrem Downloadverhalten das DRM ankurbeln.
Bingo.
Denn wenn die User die Games illegal nutzen, dann wird der Publisher zwangsweise dazu verdonnert sein, größere Schutzsysteme sich aus zu denken. Man will schließlich verkaufen. Und ich denk mal, dass über 99% der Raubkopierer kein Spiel nachkauft, weil es ja so gut wäre... diese Aussage halte ich für völligen Unfug. In dem Artikel ist es ja auch nur Marketing, um den 2. Teil besser zu verkaufen... eine solche "Aussage" könnte schlielich potentielle Käufer anregen.

Sonst kann ich eher nur die Publisher verstehen. Ich mein, die Preise für Games sind zurückgegangen im Vergleich zu früher, sie sind Komplexer geworden und und und.. aber wegen dem schnellem Internet bezahlen die potentiellen Kunden keine Games mehr.
Wenn man jetzt sagt, dass es ja vor 20 Jahren auch Kopien gab - sicherlich, aber eben nicht in der Masse wie heute, man musste seine "Dealer" vom Schulhof & co kennen. Heute dagegen ist es reinstes, messihaftes Sammeln (selbst vermeindlich schlechte Games darf man nicht illegal nutzen!). Und mMn ist das völlig unnötig.

@Thems
Richtig. Seit man sein eigenes Geld verdient, und dann sieht, dass man dafür gearbeitet hat, für das was man in Händen hält, ist es ein befriedigenderes Gefühl etwas zu haben. Sei es Games, Musik, Filme usw.
Meine letzte RK stammt aus dem Jahre 2004.

Peace.