DiRT 3: Online-Pass an Bord

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DARK-THREAT
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Beitrag von DARK-THREAT »

Also ich find das mit den Pass recht in Ordnung.
Ich mein, Kunde A und Kunde B hätten das Spiel gekauft. Wenn aber Kunde A das Spiel selbst an Kunde B verkauft, hat der Publisher 50% der Einnahmen verloren, und mit der Zeit und Anzahl der potentiellen Käufer wird das eine große Summe, die man hätte einnehmen können.

Was man machen könnte, ist wie bei Office oder Securytiesoftwares, das man gleich mehrere Lizenzen (Fremdpersonen, andere PCs/Konsolen) kaufen kann und Mengenrabat bekommt.

Also ich habe noch nie ein gebrauchtes Spiel gekauft. Wenn billig, dann erst später aber immer in OVP. So bekommt der Publisher immerhin noch ein bisschen davon, um weiterhin Games zu schaffen.

Das der Gebrauchtspielemarkt nicht so gehasst ist, wie die Raubkopierer ist klar. Dennoch ist er ein Dorn im Auge für die Industrie.

Peace.
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Wigggenz
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Beitrag von Wigggenz »

DARK-THREAT hat geschrieben:Das der Gebrauchtspielemarkt nicht so gehasst ist, wie die Raubkopierer ist klar. Dennoch ist er ein Dorn im Auge für die Industrie.
Stimmt, er ist noch gehasster (siehe Lionhead).
unknown_18
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Beitrag von unknown_18 »

Naja, im Grunde zahlt man dann als Neukäufer dann ja praktisch 50 Euro fürs Spiel und 10 Euro für die Extras wie online Modus und das zum gewohnten 60 Euro Vollpreis (Preise nur Beispiele). Das Spiel, der 50 Euro Teil also, kann man weiter verkaufen, der Verkäufer muss dann die 10 Euro für erwähnte Extras extra aufbringen, die für den Neukäufer in einem Paket mit dem Spiel sind. Für Familien könnte man nun einfach noch anbieten, dass man pro zusätzliche Person dann noch mal 3 Euro oder so zahlt, fände das noch fair, manchen Spielen könnte man auch gleich Lizenzen für mehrere Personen dem Spiel direkt beilegen.

Und so schlecht wäre das System nun auch nicht. Es würde nur das Kaufverhalten ein paar Spieler etwas ändern. Der Gebrauchtmarkt kann aber weiter existieren, verdient nur nicht mehr so viel daran. Besser als auf Teufel komm raus den Gebrauchtmarkt vernichten zu wollen, weil das wäre dann wirklich zum großen Nachteil der Kunden insgesamt. So aber wäre es für Viele nur ein kleiner Einschnitt, dafür würden die Publisher aber auch bei Gebrauchtspielen etwas einnehmen und so auch die Entwickler etwas mehr von diesen Kunden unterstützt.

Es ist ja nicht so, dass manche Spieler überwiegend gebraucht kaufen, damit die Entwickler speziell von ihnen kein Geld sehen, bei wenigen (mit komischen Vorstellungen) mag das vielleicht zutreffen, die Mehrheit der Gebrauchtkäufer würde aber schon gerne auch die Entwickler mit ihrem Kauf unterstützen.

Und sind wir mal ehrlich: manchmal muss ein Verkaufssystem eben auch mal überarbeitet werden, weil es so wie bisher nicht mehr funktioniert... wichtig nur ist, dass es fair bleibt und so schlecht ist die Richtung nicht, nur noch nicht perfekt. Von allen Ideen, die jedenfalls die Industrie in den Jahren hatte, hat die Potenzial beide Seiten zufrieden stellen zu können.
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breakibuu
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Beitrag von breakibuu »

Balmung hat geschrieben: Und sind wir mal ehrlich: manchmal muss ein Verkaufssystem eben auch mal überarbeitet werden, weil es so wie bisher nicht mehr funktioniert...
Wo funktioniert das bisherige System denn nicht?

Und warum muss der Publisher bei einem gebrauchten Spiel mit kassieren?
Es entstehen für den Publisher doch keine zusätzlichen Kosten.
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Wigggenz
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Beitrag von Wigggenz »

breakibuu hat geschrieben:Und warum muss der Publisher bei einem gebrauchten Spiel mit kassieren?
Es entstehen für den Publisher doch keine zusätzlichen Kosten.
Das ist es, was sie alle nicht verstehen.
Für eine einmal erbrachte Leistung (1 Spiel) versuchen die Publisher immer dreister mehrmals zu kassieren.
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Pyoro-2
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Beitrag von Pyoro-2 »

breakibuu hat geschrieben:Es entstehen für den Publisher doch keine zusätzlichen Kosten.
Sie glauben aber, dass, würde es keinen Gebrauchtmarkt geben, mehr Leute ihre games direkt und neu kaufen würden und sind deswegen leicht beleidigt ^^

Persönlich hoffe ich ja, dass es einer mal wirklich übertreibt und von offizieller Stelle zurückgepfiffen wird. Kundenschutz darf ruhig im digitalen Markt auch mal ein wenig verbreitet werden, wenn man schon ständig wegen diesem copyright Dingens ausm 18/19. Jahrhundert rumjammert ^^
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paulisurfer
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Beitrag von paulisurfer »

Einfach mal wieder richtig gute und vollwertige Spiele liefern dann wirds auch neu gekauft.
unknown_18
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Beitrag von unknown_18 »

Wigggenz hat geschrieben:
breakibuu hat geschrieben:Und warum muss der Publisher bei einem gebrauchten Spiel mit kassieren?
Es entstehen für den Publisher doch keine zusätzlichen Kosten.
Das ist es, was sie alle nicht verstehen.
Für eine einmal erbrachte Leistung (1 Spiel) versuchen die Publisher immer dreister mehrmals zu kassieren.
Das ist es was ihr nicht versteht.
Für eine einmal erbrachte Leistung (1x bezahlt) versuchen die Spieler immer dreister mehrmals zu profitieren.

Ein Spieler kauft das Spiel neu, das ist der Spieler, an dem der Publisher verdient und nur an dem. Das Spiel kann danach 20x bei Gamestop gekauft und wieder verkauft werden. Dann haben es 20 Leute gespielt, Gamestop ordentlich Kohle damit gemacht und der Publisher hat immer noch nur an einem Spieler verdient.

Womit kommt denn das Geld rein, das der Publisher für die Entwicklung des Spiels vorstrecken musste? Von den Spielern, die sich das Spiel im Laden neu kaufen und wie funktioniert das? In dem so und so viele Spieler dafür bezahlen, dass sie das Spiel spielen können, auf die Art kommt die große Geldsumme zusammen, mit der die Spiele vorab finanziert werden. Das System funktioniert aber nur dann fair, wenn jeder Spieler auch seinen Teil dazu beiträgt, was ein Gebrauchtkäufer genauso wenig tut wie ein "Raubkopierer", nur das ersteres eben Legal ist, aber deswegen für die Firmen erst mal kein deut mehr einbringt.

Und die schöne Theorie, dass ja der Verkauf des Spiels dafür sorgt, dass der Verkäufer wieder Geld für ein neues Spiel hat... es ist nur die halbe Wahrheit, denn nirgends steht geschrieben, dass man das Geld für das gebrauchte Spiel auch wieder für ein neues Spiel ausgeben MUSS, man kann, muss aber nicht. Davon abgesehen hat ein Publisher wenig davon, wenn ein Spieler eines seiner Spieler kauft, um ein Spiel einen anderen Publishers zu kaufen... wer verkauft schon ein EA Spiel und kauft dann garantiert wieder ein EA Spiel? Davon abgesehen bringt der Verkäufer ein Gebrauchtspiel mehr auf den Gebrauchtmarkt, von dem der Hersteller nie wieder Geld sieht.

So lange es am Ende nur ein einziger Spieler gibt, der ein Spiel nur deshalb gebraucht kauft, weil er damit Geld spart, so lange bedeutet es für die Hersteller von diesem Spiel, dass er von einem Spieler weniger Geld bekommt, um mit dem Spiel genug Gewinn für das nächste Spiel zu erwirtschaften.

Aber schon klar, ihr habt für das gebrauchte Spiel bezahlt, dass reicht doch. Ist doch egal, dass der Entwickler keinen Cent davon sieht.

Das Problem hier ist, dass in die Köpfe der Leute einfach nicht rein will, dass Software nicht so einfach mit anderen Produkten zu vergleichen ist und die Hersteller anders entlohnt werden müssen wie beim Kauf von letzterem.

Und das lustige daran ist noch, dass ihr die Publisher mit Verkäufen / Gebrauchtkäufen verarscht und sie euch damit mit DLC und solchen Online Pässen "verarschen". Der Spieler sieht aber natürlich nur den bösen bösen Publisher, die Spieler sind ja die absolut Heiligen hier. ;)
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danke15jahre4p
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Beitrag von danke15jahre4p »

ich behaupte einfach mal, die kaufkraft die der gebrauchtmarkt für erstkäufer freisetzt entspricht in etwa der kaufkraft die zusätzlich freigesetzt wird, wenn der gebrauchmarkt komplett beseitigt werden kann!

ergo, is der wunsch der publisher, an einem weiterverkauf mitverdienen zu wollen, einfach dreist!

greetingz
Greaea
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Beitrag von Greaea »

also ob die Hersteller verdienen ist mir ehrlich gesagt mit 30+ egal.
Ja wie ich jünger war, hab ich auch meine Lieblingshersteller gehabt usw.
War auch eine lustige Zeit, heute kaufe ich fast nur gebraucht.
Außer ich weiß, das ich einen Titel immer wieder spielen werde, und der auch
genug Spielspass bietet.

Für 60 € kriege ich schon 3 spiele gebraucht.

Und man soll mir nicht erzählen, daran gehen die zugrunde. Gebrauchthandel gibts schon ewig.
Und sobald es einmal verkauft ist, kann der Käufer damit machen was er will.
Auch es wieder verkaufen, die Hersteller glauben zwar das sie ja nur Lizenzen verkaufen.

Willkommen in der richtigen Welt.
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Aläx
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Beitrag von Aläx »

Es zwingt euch doch keiner die Spiele zum Release und zum Vollpreis zu kaufen. Wartet halt einfach ein paar Monate und dann bekommt ihr das Spiel günstiger und habt obendrein den Online-Pass.

Ich versteh eure Kurzsichtigkeit einfach nicht.
Wenn ich ein Spiel legal kaufe, wird der Entwickler dadurch unterstützt und finanziert, um neue Spiele zu entwickeln. Wenn ich das Spiel gebraucht kaufe, geschieht das nicht.

Als Entwickler, die ja auch an ihrem Job hängen, kann ich sie durch aus verstehen. Müsst euch einfach mal in deren Lage versetzen, die müssen ja auch irgendwie ihre Rechnungen bezahlen.

Wie gesagt: wenn ihr so geizig seid und euch die 20 - 30 € sparen wollt, wartet ab und kauft das Spiel, sobald es günstiger ist. Aber scheißt nicht wegen 10 € Onlinepass rum, wenn ihr das Spiel eh schon gebraucht kauft.
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Pyoro-2
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Beitrag von Pyoro-2 »

Die ganze Argumentation ist doch Käse. Manche games verkaufen sich millionenfach, andere games ein paar zehntausend Mal. Trotzdem gibt's genug Entwickler, die sich auf letzteres spezialisiert ham' und auch damit nicht verhungern ^^

Hier geht's nicht ehrenswertes "Erhalten der Spielebranche", hier geht's doch nur um die übliche, billige "Noch mehr GELD!" Geilheit der großen Publisher, vorzugsweise für ihre $100.000.000 Produktionen. Da soll man noch Mitleid ham'?

Wenn das Geld für solche games nicht mehr reicht, muss eben billiger produziert werden. Gibt's halt noch ein Weilchen länger Unreal 3 engine games. Verzichtet man halt mal auf 'ne millionenschwere Marketingkampagne. Muss man halt eventuell mal zur Abwechslung wieder mit Inhalt anstatt mit Grafikprotzen punkten.
Grausame Vorstellungen; sofort kauf ich mir 10 CoDs, um die armen Entwickler zu unterstützen.

Und weil man sowas Heute ja dazusagen muss; gebraucht gekauft hab ich nur paar SNES games, damals, da war DRM noch Deutsche Reichsmark, quasi. Und verkaufen tu ich auch keine ;)
iO isses trotzdem nicht ^^
unknown_18
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Beitrag von unknown_18 »

Wenn es um "noch mehr Geld" ginge, dann würden die Publisher nicht ständig damit zu kämpfen haben keine rote Zahlen zu schreiben.

Die Spieleproduktion wird nun mal immer teurer und nicht billiger und was man als Spieler davon hat merkt man: kürzere Spieldauer, verbugtere Spiele, DLC usw. Auf der anderen Seite jammern Spieler aber jetzt schon über den zu hohen Spielpreis. Nur irgendwie müssen ja die höheren Kosten abgefangen werden und ganz ohne AAA Titel geht es auch nicht, da würden noch mehr Spieler jammern.

Die Spieler wollen einfach immer mehr und mehr, sind aber nicht dafür bereit auch mehr dafür zu zahlen. Wie soll das auf Dauer gut gehen? Gar nicht. Irgendwann ist ein Punkt erreicht, wo die Publisher ganz genau gucken müssen, wo sie Geld verlieren. Bisher war daher der Gebrauchtmarkt kein großes Problem, doch jetzt wo immer mehr optimiert werden muss wegen den höheren Kosten, ist er eben doch zum Problem geworden.

Und ich wette früher waren in dem Spielepreis schon einkalkuliert, dass die Spiele gebraucht weiterverkauft werden, darum auch der höhere Preis, doch nun will man diesen Anteil am Preis eben drücken.

Zu viele Spieler machen es sich da etwas zu einfach und wälzen alles auf die Publisher ab, nur nicht vor der eigenen Haustüre fegen.
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paulisurfer
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Beitrag von paulisurfer »

Balmung hat geschrieben: Die Spieler wollen einfach immer mehr und mehr, sind aber nicht dafür bereit auch mehr dafür zu zahlen.
Liegt wohl ganz klar daran das wir nicht mehr bekommen. Bis auf wenige Ausnahmen kann man doch sagen je schöner die Optik, des so geringer der Umfang. Publisher/Entwickler sparen schon wo sie können. Und da die Optik in Spielen immer besser wird kann man wie ich finde richtig merken wie die Spiele immer erbärmlicher werden.

Ich schließe mich da Pyoro-2 an, in einem Brink zB gibt es auch kein Onlinepass und das obwohl es definitiv absehbar war das es nicht massentauglich ist und trotzdem wird der Publisher/Entwickler am Ende zufrieden sein.

@Aläx: Ja klar :roll: Mein Chef kommt auch hin und wieder mit einem neuen Sportwagen vorgefahren und bevor ich ihn darüber befragen kann wird man schon ins Büro diktiert weil die Firma rote Zahlen schreibt. Ich hoffe du weißt was ich damit meine. Es sind immer nur die ersten 10.000 die richtig gut absahnen und alle anderen müssen dafür um so mehr buckeln. Wenn eine Firma dessen Sitz mehr als 3 Geschosse hat (die Gebaude der Studios sind teilweise wahnsinn!) Insolvenz anmelden muss dann nur weil jemand nicht auf sein regelmäßigen Sportwagenkauf verzichten wollte. Das nennt sich Kapitalismus. Hiieeha :cheer:
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Aläx
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Beitrag von Aläx »

Ich rede ja nicht von den ganzen Firmenbossen und Menschen die in irgendwelchen Aufsichtsräten sitzen und dämliche Entscheidungen treffen, obwohl sie von der Sache keine Ahnung haben.
Das ist klar, dass solche Pfosten im Kapitalismus die Sportautos bekommen. Ich meine viel mehr die wirklichen Entwickler, die das Spiel auch programmieren.

Aber in letzter Zeit wurden immer mehr Studios geschlossen. Ist euch das nicht aufgefallen?