Aber das der Gebrauchtkäufer es sich auch neu gekauft hätte steht für dich fest oder wie?reeBdooG hat geschrieben:@ Kajetan
Der Gebrauchtmarkt setzt sicher Kaufkraft bei dem frei der verkauft, bindet aber auch Kaufkraft bei dem der kauft. Also so einfach ist das nicht.
Und wer sagt dass der der verkauft den erzielten Erlös auch wieder in Spiele investiert? Eine Behauptung die genauso schwer zu belegen ist wie "Derjenige der runterlädt hätte es sich eh nicht gekauft."
Das schlechteste Argumend hier im Thread ist aber immer "man muss doch nicht alles spielen". Wenn ich in der Woche 12 Stunden zocke, was ja nun wirklich nicht all zu viel ist, kann ich im Monat 8(!!!) der heutigen 08/15 Shooter durchzocken. Wenn ein Spiel nur 4 Stunden dauert, dann ist es doch klar, daß es schon einen Tag nach Release auf dem Gebrauchtmarkt zu haben ist.
Ich behaupte einfach mal, die meisten Leute kaufen sich nur die Spiele, die sie auch wirklich zocken und nicht alles was nicht niet- und nagelfest ist. Ausnahmen gibt es natürlich immer.
Schließ nicht von dir auf andere. Du gehst ständig davon aus, daß Leute gebrauchte Spiele kaufen, weil sie alles haben möchten. Schon mal dran gedacht, daß manche Leute einfach nicht mehr Kohle zur Verfügung haben? Nicht jeder kommt aus reichem Hause.Balmung hat geschrieben:Nunja, wäre ich so ein Gebrauchtkäufer, der nicht Vollpreis zahlen will aber die Spiele trotzdem innerhalb der ersten Wochen nach Release haben wollte (was bedeutet die kosten mich immer noch ~45 Euro für ein 60 Euro Titel) und der Gebrauchtkauf fiele weg. Ich weiß nicht ob ich dann so lange warten könnte, bis ich das Spiel so neu günstig kriege. Da geht dann doch eher die Tendenz in die Richtung in den sauren Apfel zu beißen und zum Vollpreis zu kaufen,
Und wenn man 40 € in der Tasche hat, kann man auch nur 40 € ausgeben. Man kann also nicht "in den sauren Apfel beißen" und plötzlich 60 € ausgeben, weil einem dazu einfach 20 € fehlen.
Das Problem was wir mittlerweile haben, ist das die Spieleindustrie machen kann was sie will. Die Musikindustrie hat auch mal kurzzeitig versucht ihre CDs mit Kopierschutz zu versehen. Da gingen die Verkauftzahlen so in den Keller, das sie einsehen musste, daß es so nicht geht.
Fakt ist jedenfalls, daß Spiele, Filme (ob DVD, VHS oder jetzt BR) und Musik CDs schon immer gebraucht zu kaufen und verkaufen waren. Nachdem die Spieleindustrie seit Jahren versucht immer mehr aus den Kunden raus zu quetschen, jetzt aber gemerkt hat, daß sie den Kampf gegen die Raubkopierer verloren haben, wollen sie an die Leute, die ehrlich und legal Geld für ihre Spiele bezahlen (und die sie seit einiger Zeit mit DRM und DLC auch noch gängeln). Sie vergessen nur, daß in diesem ganzen Kreislauf nur eine bestimmte Menge Geld vorhanden ist. Das Geld wächst nun mal nicht auf Bäumen und deswegen ist die Annahme, daß jemand der ein Gebrauchtes Spiel verkauft, auch wieder Geld hat um es in neue Spiele zu stecken, sogar mit diesem Geld rechnet und sich ohne dieses Geld das Spiel gar nicht erst gekauft hätte. Genauso muss man davon ausgehen, daß jemand der ein Spiel gebraucht kauft nicht so viel Geld hat, aber durch den Gebrauchtkauft dieses Geld trotzdem in den Kreislauf einbringt.
