Lionhead: Gebrauchtmarkt schlimmer als Kopien

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crewmate
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Beitrag von crewmate »

Wenn die sich so äußern, dann richtet sich das weniger an uns Spieler, sonsern eher an Aktionäre und andere Investoren. Alle diese firmen sind ja Börsennotiert. Lionhead über Microsoft. Wenn dann die Frage nach der Profitmaximierung auftaucht, fragen die Investoren nach Sicherheiten. Die haben keinen Plan von Videospielen, die sehen das World of Warcraft und Need foir Speed mehrere Mio Dollar machen und wollen ihr Heuschreckenstück vom Kuchen. Und dann stellt sich eben die Frage nach Gebrauchtkopien. Ubis Yves wusste doch 100%, das seine Kopierschutz maßnahmen seinem Unternehmen schaden. Er war aber dazu gezwungen, von seinen Anlegern.

meiner meinung nach

Zur Erinnerung:
http://www.gamezone.de/news_detail.asp?nid=89553
Nimi hat geschrieben:Wenn Gebrauchtspiele so furchtbar und schrecklich sind, wieso sind dann zahlreiche Klassiker gar nicht mehr neu zu bekommen?

Selbst hochprofilige Spiele für die letzte Konsolengeneration (PS2, GC...) sind oft nur noch gebraucht zu kriegen. Aber wenn ich die dann kaufe, bin ich böse, oder wie? :roll:
Du hast da eigene Vertriebswege wie Steam und vor allem Good Old Games. Die Virtual Console!!!!!!! PSone Klassiker von PSN. Dazu HD Neuauflagen wie Beyond Good & Evil HD bei xbla. Mit Verpackung und Anleitung wird es schwierig, aber du hast da immerhin diese Möglichkeit.
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stormgamer
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Beitrag von stormgamer »

Crewmate hat geschrieben:

Zur Erinnerung:
http://www.gamezone.de/news_detail.asp?nid=89553
jaja valve und der tanz auf den vulkan... alle lieben und hassen sie gleichzeitig^^
unser herr von lionhead würde jetzt argumentieren das diese doch auch ein wesentlich geringeres problem mit gebrauchtspielen hat
Crewmate hat geschrieben:
Nimi hat geschrieben:Wenn Gebrauchtspiele so furchtbar und schrecklich sind, wieso sind dann zahlreiche Klassiker gar nicht mehr neu zu bekommen?

Selbst hochprofilige Spiele für die letzte Konsolengeneration (PS2, GC...) sind oft nur noch gebraucht zu kriegen. Aber wenn ich die dann kaufe, bin ich böse, oder wie? :roll:
Du hast da eigene Vertriebswege wie Steam und vor allem Good Old Games. Die Virtual Console!!!!!!! PSone Klassiker von PSN. Dazu HD Neuauflagen wie Beyond Good & Evil HD bei xbla. Mit Verpackung und Anleitung wird es schwierig, aber du hast da immerhin diese Möglichkeit.
du hast recht, plattformen wie virtual console haben unser leben diesbezüglich wirklich leichter gemacht.

ich kann nimi jedoch durchaus verstehen. sobald es im nachhinein lizenztreit um eine firma gab, die lizenz mit einer firma ins grab gerissen wurde oder einfach nur ein goldschatz gab an den die große masse vorbeigegangen ist,sodass das spiel dann dadurch nicht auf irgend einer form über eine downloadplattform verfügbar ist. von mir gern genannte beispiele sind: conkers bad fur day oder terranigma.

es gibt so viele spiele dessen preis auf den gebrauchtmarkt extrems hoch sind.ja auch aus sammlerwert. aber auch weil man sie schlicht nicht mehr anders kriegt. manche spiele kriegt man nicht mal mehr auf diese weise...

eine "marktlücke" wäre es noch gute dosgames zusammenzuferchen (diese die noch nicht den stempel "abandonned" tragen), für ein gutes altes duke nukem 2 oder day of the tentacle würde ich auch heute noch paar euros auf den tisch legen. glaube aber dafür gibt es nicht genug oldschoolfreaxx um sich mit duzenden einzelnen um kleine rechte und anteile zu prügeln...
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steve0711
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Beitrag von steve0711 »

Hab mal beim Gamestop gearbeitet. An einem neuen Spiel verdient das Unternehmen mittlerweile nicht mal mehr 5 €. An einem gebrauchtem Spiel ca 5-30 €. Und das möglicherweise mehrmals beim selben Exemplar. Dass das die Entwickler stört kann man nachvollziehn.
Trotzdem ist die Aussage blödsinnig. Denn das hat nichts mit Logik zu tun, sondern ist schlicht und einfach Kapitalismus.
Vor 10-20 Jahren kam ich mit einem Spiel teilweise Monate aus, weil man es immer wieder durchspielen konnte und der Spielspaß trotzdem erhalten blieb. Heute ist es schon schwer genug ein Spiel zu finden (außer Sport- und Rennspiele) die einen länger als eine Woche beschäftigen(und ich mein damit Spaß und keine Achievements). Solls dann etwa bei mir verstauben? Beschwert sich der Heyne oder Fischer Verlag über gebrauchte Bücher? Oder Ikea über gebrauchte Möbel? Ganz zu schweigen von Gebrauchtwagen. Soll Ebay runtergefahren werden?

Die Aussage des Lionheads Mitarbeiters verdient letztendlich keine Beachtung.

LG Steve
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stormgamer
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Beitrag von stormgamer »

steve0711 hat geschrieben:Hab mal beim Gamestop gearbeitet. An einem neuen Spiel verdient das Unternehmen mittlerweile nicht mal mehr 5 €. An einem gebrauchtem Spiel ca 5-30 €. Und das möglicherweise mehrmals beim selben Exemplar. Dass das die Entwickler stört kann man nachvollziehn.
Trotzdem ist die Aussage blödsinnig. Denn das hat nichts mit Logik zu tun, sondern ist schlicht und einfach Kapitalismus.
Vor 10-20 Jahren kam ich mit einem Spiel teilweise Monate aus, weil man es immer wieder durchspielen konnte und der Spielspaß trotzdem erhalten blieb. Heute ist es schon schwer genug ein Spiel zu finden (außer Sport- und Rennspiele) die einen länger als eine Woche beschäftigen(und ich mein damit Spaß und keine Achievements). Solls dann etwa bei mir verstauben? Beschwert sich der Heyne oder Fischer Verlag über gebrauchte Bücher? Oder Ikea über gebrauchte Möbel? Ganz zu schweigen von Gebrauchtwagen. Soll Ebay runtergefahren werden?

Die Aussage des Lionheads Mitarbeiters verdient letztendlich keine Beachtung.

LG Steve
wie gesagt der große unterschied zu anderen materiellen dingen ist ist halt das software an sich (bis auf die aktualität) an qualität nicht verliert während autos und möbel sich beispielsweise abnutzen.
und ehrlich gesagt wundert das mich bei gamestop gar nicht^^
hatte mal so nen werbezettel mit einen "supersonderangebot" in die hand bekommen wo ich zwei spiele abgeben und dafür ein neues für nur 10€ bekommen konnte. die die ich aber abgeben konnte (vorgegebene liste) waren nur ziemlich aktuelle , qualitativ hochwertige spiele. folglich ging ich mal bei gamestop rein und sehe das sie diese spiele bis zu gar 60!!!!!€ gebraucht wiederverkaufen. gamestop nutzt halt wirklich die unwissenheit des kunden, was ihre spiele noch wert sind. und das auf beiden wegen sowohl im ankauf als im verkauf
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Wigggenz
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Beitrag von Wigggenz »

steve0711 hat geschrieben: Die Aussage des Lionheads Mitarbeiters verdient letztendlich keine Beachtung.
Sie verdient einen öffentlichen Verriss. Nur traut sich natürlich keine Autorität, sowas zu machen und auf kleine Fürze aka Kunden hört niemand.

Das schlimme ist nicht die Aussage an sich, sondern mMn die damit verbundene völlige Gewissheit, dass ca. 90% der Akteure der Spielebranche mittlerweile so denken und sich nicht mal mehr Mühe geben, es zu verschleiern. Die Dreistigkeit steigt ins Unermessliche.

"Friss oder stirb", und zwar in allen Kleinigkeiten, wird es schon bald bei allen größeren Spielen heißen.
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Aurellian
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Beitrag von Aurellian »

Wigggenz hat geschrieben:
steve0711 hat geschrieben: Die Aussage des Lionheads Mitarbeiters verdient letztendlich keine Beachtung.
Sie verdient einen öffentlichen Verriss. Nur traut sich natürlich keine Autorität, sowas zu machen und auf kleine Fürze aka Kunden hört niemand.
Was für "Autoritäten" sollen sich denn da melden?
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Wigggenz
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Beitrag von Wigggenz »

Schonwieder Doppelpost.. fail.
Zuletzt geändert von Wigggenz am 17.05.2011 22:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Wigggenz
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Beitrag von Wigggenz »

DarkSmart hat geschrieben: Was für "Autoritäten" sollen sich denn da melden?
Presse z.B., und generell Medien. Nichts beeinflusst die Kundschaft mehr. Aber die haben selber ihre Sponsorenverträge, deswegen gibt das nichts.
xilver
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Beitrag von xilver »

Dieses Problem haben alle Gebrauch-Güter, ob nun Auto, Computer, Konsole, Buch, Film oder Spiel.
Sogar in ihrer Fable-Welt kann man Häuser kaufen und wieder verkaufen.

Das die über diese Problematik so ein kollektives PR-Geheule verbreiten, mindert meinen Respekt vor dem Studio.

Die Lösung ist einfach und liegt wie so oft mit gesundem Menschenverstand auf der Hand:

Entweder, sie machen bessere Spiele, die man nicht einfach verkaufen möchte
Oder, sie machen die Spiele günstiger, wodurch sie auch die Leute als Neukäufer erreichen, die normalerweise nur Gebraucht kaufen würden.

Ich für meinen Teil verkaufe nie meine Spiele bzw. kaufe keine Gebraucht, da sie für mich persönlich einen hohen Wert haben.
(Ich freue mich z.b. ungemein, früher, im Gegensatz zu Freunden, meinen Gameboy Classic oder meinen N64 und die Games NICHT verkauft zu haben).

Aber nichtsdestotrotz Menschen zu zwingen ein Produkt immer zu besitzen oder zu verbieten es weiterzugeben kann nur jmd mit einem "Lionhead" einfallen.

Liebe Grüße
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crewmate
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Beitrag von crewmate »

stormgamer hat geschrieben:
steve0711 hat geschrieben:Hab mal beim Gamestop gearbeitet. An einem neuen Spiel verdient das Unternehmen mittlerweile nicht mal mehr 5 €. An einem gebrauchtem Spiel ca 5-30 €. Und das möglicherweise mehrmals beim selben Exemplar. Dass das die Entwickler stört kann man nachvollziehn.
Trotzdem ist die Aussage blödsinnig. Denn das hat nichts mit Logik zu tun, sondern ist schlicht und einfach Kapitalismus.
Vor 10-20 Jahren kam ich mit einem Spiel teilweise Monate aus, weil man es immer wieder durchspielen konnte und der Spielspaß trotzdem erhalten blieb. Heute ist es schon schwer genug ein Spiel zu finden (außer Sport- und Rennspiele) die einen länger als eine Woche beschäftigen(und ich mein damit Spaß und keine Achievements). Solls dann etwa bei mir verstauben? Beschwert sich der Heyne oder Fischer Verlag über gebrauchte Bücher? Oder Ikea über gebrauchte Möbel? Ganz zu schweigen von Gebrauchtwagen. Soll Ebay runtergefahren werden?

Die Aussage des Lionheads Mitarbeiters verdient letztendlich keine Beachtung.

LG Steve
wie gesagt der große unterschied zu anderen materiellen dingen ist ist halt das software an sich (bis auf die aktualität) an qualität nicht verliert während autos und möbel sich beispielsweise abnutzen.
und ehrlich gesagt wundert das mich bei gamestop gar nicht^^
hatte mal so nen werbezettel mit einen "supersonderangebot" in die hand bekommen wo ich zwei spiele abgeben und dafür ein neues für nur 10€ bekommen konnte. die die ich aber abgeben konnte (vorgegebene liste) waren nur ziemlich aktuelle , qualitativ hochwertige spiele. folglich ging ich mal bei gamestop rein und sehe das sie diese spiele bis zu gar 60!!!!!€ gebraucht wiederverkaufen. gamestop nutzt halt wirklich die unwissenheit des kunden, was ihre spiele noch wert sind. und das auf beiden wegen sowohl im ankauf als im verkauf
Da ist die Industrie mit ihren verstaubten konservativen Vertriebswegen selbst dran schuld.
Selbst der Kaffeeladen an der Ecke hat ne Rabattkarte, bei der der Fünfte Kaffee umsonst ist.
Ähnliche Aktionen gibt es auch wieder nicht. Jedes Jahr ein fifa, nfs und CoD.

Der Schuldige ist hier der falsche. Nicht die Spieler sind die Bösen, sondern Gamestop.
Die machen dick Cash, an den Publishern vorbei. Was haben wir Spieler damit zu tun.

Hier wurden einige sehr gute Argumente zusammengefasst.
http://www.escapistmagazine.com/videos/ ... Ten-Dollar
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pcj600
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Beitrag von pcj600 »

pardon, aber diese vollpfeifen sollen dann doch mal lieber froh sein dass man sich auch noch in irgendeiner weise für ihren mist interessiert und so vielleicht zukünftige titel genauer im auge behält. bei solchen aussagen kommt mir das kotzen! :x
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Wigggenz
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Beitrag von Wigggenz »

Wie gesagt, das ist meiner Einschätzung nach nur die Spitze des Eisberges. Die Publisher würden die Verbraucherrechte gerne noch weiter beschnitten sehen.
Ich sehe es schon kommen: bald kommen kostenpflichtige Patches, die Pflicht sind, wenn man weiterhin im MP spielen will... etc.

Und wechseln kann man auch nicht, da heutzutage fast alle Publisher die Kunden gleichermaßen wie Dreck behandeln.
T.H.
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Beitrag von T.H. »

Ich hätte da ja nen Tipp...

Liebe Spieleentwickler und Publisher,

Macht Spiele mit Kampagnen von um die 20 Stunden statt inzwischen um die 4-6. Mit Wiederspielwert. Dann tauchen die Spiele auch nicht 3 Tage nach Release auf dem Gebrauchtmarkt auf.

Ich hab' z.B. meine Deus Ex-Spiele nach 10 Jahren immer noch im Regal stehen. Warum? Weil es immer noch Lösungswege und Skillungen gibt, die ich nicht ausprobiert habe. Und ich in unbewachten Momenten diesen Dino unter den Spielen tatsächlich noch mal rauskrame. Etwas, dass mir bei den meisten modernen Spielen NIEMALS passieren würde.
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stormgamer
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Beitrag von stormgamer »

Crewmate hat geschrieben:Da ist die Industrie mit ihren verstaubten konservativen Vertriebswegen selbst dran schuld.
Selbst der Kaffeeladen an der Ecke hat ne Rabattkarte, bei der der Fünfte Kaffee umsonst ist.
Ähnliche Aktionen gibt es auch wieder nicht. Jedes Jahr ein fifa, nfs und CoD.

Der Schuldige ist hier der falsche. Nicht die Spieler sind die Bösen, sondern Gamestop.
Die machen dick Cash, an den Publishern vorbei. Was haben wir Spieler damit zu tun.

Hier wurden einige sehr gute Argumente zusammengefasst.
http://www.escapistmagazine.com/videos/ ... Ten-Dollar
thx für das vid, is echt klasse :D
aber ich gehöre eindeutig trotzdem zur gruppe die sich irgendwie verarscht fühlen wenn bei einen gebrauchtspiel was fehlt^^
T.H.
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Beitrag von T.H. »

Wigggenz hat geschrieben:Wie gesagt, das ist meiner Einschätzung nach nur die Spitze des Eisberges. Die Publisher würden die Verbraucherrechte gerne noch weiter beschnitten sehen.
Ich sehe es schon kommen: bald kommen kostenpflichtige Patches, die Pflicht sind, wenn man weiterhin im MP spielen will... etc.

Und wechseln kann man auch nicht, da heutzutage fast alle Publisher die Kunden gleichermaßen wie Dreck behandeln.
Patches sind das einzige was kostenlos bleiben MUSS. Alles andere würde mit EU-Konsumentenrecht kollidieren. *Die EU ist dein Freund*