Dyack: Skepsis gegenüber Social Gaming

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4P|BOT2
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Dyack: Skepsis gegenüber Social Gaming

Beitrag von 4P|BOT2 »

Social Gaming boomt und scheint momentan das Lieblingskind vieler Investoren zu sein. Dennis Dyack, seines Zeichens Chef von Silicon Knights, steht diesem Trend allerdings äußerst skeptisch gegenüber und sieht keine Zukunft für das Modell - zumindest, wenn man echte Spieler ansprechen will.
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"Den Trend, den ich dabei sehe: Das wird vielleicht eine der größten Blasen und Explosionen,...</br>

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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

Was das betrifft, so muss ich Dyack recht geben. Social Gaming ist derzeit das Lieblingskind der Investoren, so wie vor zehn Jahren MMOs das Lieblingskind der Investoren waren. Damals haben Hinz und Kunz an MMOs gebastelt und jede kleine Klitsche bekam Venture Capital in den Allerwertesten geblasen, wenn man verkündet hat an einem MMO zu arbeiten. Als Folge davon wurde verdammt viel Geld verbrannt, die überwiegende Mehrzahl aller angekündigten Projekte haben nie das Licht der Welt erblickt und kommerziell erfolgreich sind nur wenige Titel geworden, viele noch existierende MMOs dümpeln als F2P-Titel gemächlich vor sich hin.

Und in zehn Jahren, nach dem Platzen der Social Gaming-Blase wird es wieder jede Menge dummes Geld geben, dass irgendwo angelegt werden möchte. Denn Investoren haben in der Regel keine Ahnung von dem Bereich, in dem sie investieren. Sie machen das nur, weil sie viel kurstechnisches Potential nach oben sehen, so dass schlaue Investoren viel Geld mit dem Veräussern entsprechender Anteile machen können, BEVOR die Blase platzt.
Freakstyles
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Social What?

Beitrag von Freakstyles »

Ich sehe diese Social Media Spiele auch eher für Leute die die Spiele entweder als Einstieg in die Gaming Welt benutzen und dann aber bald schon anspruchsvolleres sehen wollen als nen Garten pflegen, oder halt für Leute die sich nur für so kleine Spielereien zwischendurch erfreuen, wird dem Gaming Markt auf jedenfall nichts an Rang ablaufen.
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|Chris|
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Beitrag von |Chris| »

Verdammt aber auch, da regnet es mal nen Tag Hirn vom Himmel und ich war nicht vor der Tür.
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Kajetan
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Re: Social What?

Beitrag von Kajetan »

Freakstyles hat geschrieben:Ich sehe diese Social Media Spiele auch eher für Leute die die Spiele entweder als Einstieg in die Gaming Welt benutzen und dann aber bald schon anspruchsvolleres sehen wollen als nen Garten pflegen, oder halt für Leute die sich nur für so kleine Spielereien zwischendurch erfreuen, wird dem Gaming Markt auf jedenfall nichts an Rang ablaufen.
Bislang gibt es keinen Hinweis darauf, dass so eine "Wanderung" und "Entwicklung" in größerem Maßstab stattfindet.
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papperlapapp
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Beitrag von papperlapapp »

ähnliche frage: warum ist facebook milliarden wert?

weil aus kruzfristigen anlagegründen die aktie eben von den investoren und analysten hochgehyped wird. spätestens bis der facebook nachfolger kommt, ist die aktie schlagartig auch nichts mehr wert. siehe myspace, etc.

es steht hinter solchen firmen einfach substantiell kein gegenwert, bzw ein gegenwert (informationen bzw dienstelistung) der schnell kopiert und in diesem fall sofort nichtig ist
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Sir_pillepalle
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Beitrag von Sir_pillepalle »

Nunja, das haben sämtliche Branchen so an sich, die prinzipiell wenig wirkliches Kapital haben. Was hat zB. Facebook denn an Kapital? Ein Haufen Server, eine Schar von Programmierern und Webdevelopern. Das wars im Großen und Ganzen.

Der gesamte Wert dieses Unternehmens beruht auf Spekulation - und genauso wie damals die DotComBlase platzte, wird auch diese Blase platzen und mit ihr die Blase der Socialgames. Das ist nur eine Frage der Zeit.

Ich für meinen Teil halte sowieso nichts von Sozialen Netzwerken, ich bin nicht wirklich scharf auf individualisierte Werbung und zu nichts anderem sind die Dinger existent.

Social Games sind in meinen Augen sowieso ein Witz, bieten 0 Substanz, sind nur auf schnell verdiente Dollars aus. Drauf reinzufallen scheinen ja genug Leute. Es ist aber schön zu sehen, dass es noch Entwickler in der Branche gibt, die das ähnlich sehen.

Das traurige ist, dass die Investoren es eben anders sehen. Und einige werden daran wieder eine Menge Geld verdienen, sehr viele aber sehr viel Geld verlieren - wie es normal ist an der Börse.
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Dominius
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Re: .

Beitrag von Dominius »

papperlapapp hat geschrieben:ähnliche frage: warum ist facebook milliarden wert?

weil aus kruzfristigen anlagegründen die aktie eben von den investoren und analysten hochgehyped wird. spätestens bis der facebook nachfolger kommt, ist die aktie schlagartig auch nichts mehr wert. siehe myspace, etc.

es steht hinter solchen firmen einfach substantiell kein gegenwert, bzw ein gegenwert (informationen bzw dienstelistung) der schnell kopiert und in diesem fall sofort nichtig ist
Wo kannst du denn den Kurs der Facebook-Aktie nachlesen?
Huch, Facebook wird noch gar nicht an der Börse gehandelt... das ist aber was.

Zum Thema:
Social Games sind sicher ein zweischneidiges Schwert. Die erreichen Nutzer*innenzahlen, von denen WoW nur träumen kann, aber im Verhältnis dazu, sind die Umsätze noch gering. Ich glaube, dass solche Spiele vor allem für Gelegenheits- und Nicht-Spieler*innen konzipiert sind und bei jenen auch gut ankommen - und Geld verdienen lässt sich damit sicher auch. Und wenn halt 80 Millionen Menschen Farmville spielen, kommt da auch etwas bei rum, bei Zyngas Konto.
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Jambi
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Beitrag von Jambi »

Social Gaming? Sind das diese Minifurz-Spiele für das verseuchte Facebook?

Benutz ich nicht. Bin von der Seuche nicht betroffen..
Möpelchen
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Beitrag von Möpelchen »

Sir_pillepalle hat geschrieben:Nunja, das haben sämtliche Branchen so an sich, die prinzipiell wenig wirkliches Kapital haben. Was hat zB. Facebook denn an Kapital? Ein Haufen Server, eine Schar von Programmierern und Webdevelopern. Das wars im Großen und Ganzen.
Naja, durch die Investoren von diversen Firmen und den generierten Umsatz durch Werbeeinahmen dürfte Facebook schon einiges an Wert haben.
Dabei ist es völlig irrelevant, wieviele Server oder Programmierer die haben. Der reele Wert im Verhältnis zum generierten Umsatz ist von daher durchaus gegeben.

Und wie Dominius schrieb; Facebook ist doch noch gar nicht an der Börse notiert.


@Topic: Muss da dem Herrn recht geben. Wenn Firmen von diesen "SocialGames" mehr wert sind als etablierte Studios, kann das böse enden.
Wie er richtig erkannte, ist das Marketing und kein Geschäftsmodell. Diese Spiele leben von der Masse und durch Werbeeinnahmen, tatsächlicher Umsatz durch Verkaufszahlen ist gar nicht vorhanden. Zynga macht bestimmt Gewinn, bitter kanns für Publisher enden die große Summen in diese Studios stecken (wie nun EA).
Aber dass es durch diese Spiele einen allgemeinen Crash in der Spielebranche geben wird, glaube ich nicht. Die anderen Zielgruppen werden eh ohnehin anders erreicht...