Quo Vadis 2011: Spiele zu stark reguliert?
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Easy Lee
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- Cojonuri
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So ist es, wir haben hier in Deutschland einfach keine guten Politiker. Die paar die es mal gab, sind schon längst im Ruhestand. Erst gestern lief ein Interview mit Helmut Schmidt und man muss einfach sagen, dass er einer der besten wenn nicht sogar der beste Politiker ist den wir jemals hatten. Selbst jetzt hat er noch bessere Ansichten und einen klareren Kopf als die meisten Aushilfsheinis, die sich "Politiker" schimpfen. Aber das mal nur am Rande.
Solange die "Spielenden" Politiker in der Unterzahl sind und zu unwichtige Positionen bekleiden, wird sich in Deutschland nichts ändern...leider.
Wie bereits mehrere Sprecher vor mir so treffend hingewiesen haben, lässt sich die derzeitige Videospielpolitik noch viel zu gut für den Wahlkampf gebrauchen.
Allerdings würde auch der Einsatz von besseren Leuten wenig bringen, solange wir eine eigene Kontrollinstanz benötigen. Ich verstehe auch nicht, wieso das der Fall ist, denn schließlich macht die PEGI doch gute Arbeit an der man eigentlich nichts auszusetzen braucht.
Aber wie dem auch sei, es wäre wirklich am einfachsten eigene Ecken in Geschäften einzurichten wo eben solche Spiele zu finden sind. Dann wäre dem Jugendschutz genüge getan. Man sollte meinen, dass die Geschäfte damit eben mehr Umsatz einstreichen würden, deswegen fällt es mir sehr schwer nachzuvollziehen, weshalb das nicht schon längst geschehen ist.
Aber wer weiß vielleicht geschieht in der ganzen Sache ja doch noch ein Wunder....die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt.
Solange die "Spielenden" Politiker in der Unterzahl sind und zu unwichtige Positionen bekleiden, wird sich in Deutschland nichts ändern...leider.
Wie bereits mehrere Sprecher vor mir so treffend hingewiesen haben, lässt sich die derzeitige Videospielpolitik noch viel zu gut für den Wahlkampf gebrauchen.
Allerdings würde auch der Einsatz von besseren Leuten wenig bringen, solange wir eine eigene Kontrollinstanz benötigen. Ich verstehe auch nicht, wieso das der Fall ist, denn schließlich macht die PEGI doch gute Arbeit an der man eigentlich nichts auszusetzen braucht.
Aber wie dem auch sei, es wäre wirklich am einfachsten eigene Ecken in Geschäften einzurichten wo eben solche Spiele zu finden sind. Dann wäre dem Jugendschutz genüge getan. Man sollte meinen, dass die Geschäfte damit eben mehr Umsatz einstreichen würden, deswegen fällt es mir sehr schwer nachzuvollziehen, weshalb das nicht schon längst geschehen ist.
Aber wer weiß vielleicht geschieht in der ganzen Sache ja doch noch ein Wunder....die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt.
- Acer1111
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stellt man sich einmal ein spiel als kulturgut vor würde man wissen qwarum deutschland spiele zensiert.das was dem großen teil der bevölkerung entweder nicht gefällt oder sie in andere bahnen laufen lässt wird abgeändert.das schon seit mehreren jahren keine animes aus japan mehr mit deutschem untertitel verkauft werden liegt daran das rtl 2 sich so derartig auf zensierung spezialisiert hatt(z.b. bei Naruto blut raus weil man denkt das die kinder dadurch gewalttätig werden.)selbst die großen animefilme von Hayao miazaki werden meist ab 12 freigegeben.diese freigabe wird von der FSK abgegeben die aus eltern und erwachsenen besteht.natürlich wollen die eltern ihrem kind nicht die realität zeigen wen sie 10 jahre oder jünger sind aber deshalb muss man noch lange nicht bei jedem anime das blut rausnemen.
- mr archer
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Re: ...
Eben. Dead Space 2 macht´s doch in Reihenkultur vor. Freigegeben ab 18 für "Erwachsene". Aber eine Werbestrategie (und ein Spieldesign) die sich an Pubertierende richtet. Das gleiche gilt im Grunde für das komplette FPS-Genre, und zwar seit seinen Gründungstagen. Und das ist eine bewusste Strategie der Industrie. Spiele für Jugendliche entwickeln, die aber nur eine Erwachsenen-Freigabe bekommen - um damit die Neugier der minderjährigen Käuferschichten anzuregen.breakibuu hat geschrieben:Weil Pornos nicht als Kinderspielzeug eingestuft werden, Videospiele aber schondcc hat geschrieben: Warum klappt es aber bei Pornos?
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Sarabi
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- Registriert: 02.06.2010 07:09
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Es wird nie eine Ideallösung geben. Auch PEGI verhindert nicht, dass ein Jugendlicher sich ein Spiel besorgt was er eigentlich gar nicht haben dürfte. Das Problem ist meines Erachtens die Überbewertung des Einflusses von Spielen. Im Prinzip müßte mann dann das ganze Internet regulieren, denn ich sehe Grundschüler mit Handys herumlaufen, auf denen Pornoschnipsel zu sehen sind. Soviel zum Thema bei Pornos klappt das gut. Kein Wunder wenn selbst Kinder Seiten wie die des "gelben Hunnen" und die zwei Mädels mit ihrer Spaßtasse problemlos erreichen können.
Stattdessen muß man beim Mediamarkt und vorm Postboten seinen Ausweis zücken. Und wozu? Ich könnte theoretisch in die Grundschulklasse meiner Tochter gehen und mir das Spiel von einem der Schüler kopieren wenn ich das wollte. Die Jugendschutzsysteme versagen auf ganzer Linie und nichts bessert sich. Was zu Amigazeiten der Beutel mit Disketten war, ist heutzutage der USB-Stick. Auf dem Schulfhof floriert der Schwarzmarkt noch genau wie damals.
Und wenn ich dann noch lese wie die selbsternannten Kenner der Materie sich zusammenhocken und Müll labern dann kann ich echt nur noch mit dem Kopf schütteln.
Grüße
Sarabi
Stattdessen muß man beim Mediamarkt und vorm Postboten seinen Ausweis zücken. Und wozu? Ich könnte theoretisch in die Grundschulklasse meiner Tochter gehen und mir das Spiel von einem der Schüler kopieren wenn ich das wollte. Die Jugendschutzsysteme versagen auf ganzer Linie und nichts bessert sich. Was zu Amigazeiten der Beutel mit Disketten war, ist heutzutage der USB-Stick. Auf dem Schulfhof floriert der Schwarzmarkt noch genau wie damals.
Und wenn ich dann noch lese wie die selbsternannten Kenner der Materie sich zusammenhocken und Müll labern dann kann ich echt nur noch mit dem Kopf schütteln.
Grüße
Sarabi
- msecure
- Beiträge: 22
- Registriert: 25.07.2008 20:46
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goby_glob_slob hat geschrieben: Die relevanten und meinungsbildenden Medien, die vital für eine Demokratie sind, (...) sind mit ihren publizistischen Freiheitsrechten sehr viel unabhängiger als in anderen europäischen Mitgliedstaaten. In diesem Zusammenhang von Zensur zu sprechen ist einfach nur substanzlos und billig. ...
... die Wahrung der Unabhängigkeit der Presse für eine Demokratie sehr viel wichtiger und bedeutender ist, als die Frage, ob man bei CoD foltern kann oder nicht.
Die Verhältnismäßigkeit sollte man auch bei solchen Scheindebatten berücksichtigen.
Aus Ihrer Stellungnahme entnehme ich die Kernfrage:
Wenn Medien geschnitten werden - ist das eine Zensur? und
Welches Ausmaß hat eine solche "Beschneidung"?
Im Folgenden möchte ich Ihrer Meinung mit meiner eignenen entgegnen.
Zensur ist nicht anderes als ein politisches Verfahren, Inhalte zu kontrollieren. Dass Zensur in anderen medialen Bereichen eine viel größere Auswirkung hat, ist richtig. Zensur in Gewaltspielen ist nicht mit einer Einschränkung der Pressefreiheit zu vergleichen. Letzteres würde nicht mehr auf demokratischer Basis vertretbar sein. Dennoch: Die Klassifizierung ist richtig! Den direkten Vergleich zwischen Zensur in Informationsmedien und der Zensur in der Unterhaltunsbranche stellt hier niemand an - niemand vergleicht die Mücke mit dem Elefanten, aber die Mücke ist existiert! Das Wegschneiden einzelner Szenen oder Inhalte in Spielen und Filmen kann nicht als Modifikation bezeichnet werden, wenn diese politisch motiviert sind, sodass wir letzendlich ein politisch korrektes Medium haben! Das nennt man Zensur!
Nun lässt sich die Frage nach der Zensur immer schwer beantworten. Die einen sehen es moralisch vertretbar - die anderen nicht. Die Frage ist hier aber mehr nach der realen (!) Auswirkung. Die Zensur betrifft nicht unmittelbar jedes Individuum - es betrifft die Gruppe der Konsumenten! Wenn diese Gruppe es für moralisch vertretbar hält und keine Dinge davon "nach außen" trägt, warum soll der Konsum des unzensierten Mediums dann verboten bzw. schädlich sein? Die Gesellschaft der Nichtkonsumenten nimmt keinen Schaden an und ist auch keiner Gefahr ausgesetzt. Der Unterhaltungsbranche hingegen ist der Ablehnung des Konsumenten ausgesetzt, welche sich in Verlustzahlen ausdrücken lassen könnte. Je nachdem wie tief dieser "Einschnitt" ist, verliert das Medium seinen "Reiz" gänzlich. In dem angeführten Beispiel Call Of Duty hält sich dies noch in Grenzen. Aber die Zensur geht oft so weit, dass das einzelne Medien ihrer ursprünglichen Klassifizierung ("Horror-Adventure", "Ego-Shooter", "Thriller" usw.) nicht mehr gerecht werden. Die Basis der Gewalt-Medien ist der Schockmoment! Wird dieser herausgeschnitten, so verliert das Medium das "Beste", den inneren Kern! Stellen wir uns einfach mal einen zensierten Romantikfilm vor, in dem die Kussszene herausgeschnitten wurde. Hat der Film noch ihrgendetwas zu bieten? Was ist jetzt noch wert, als Höhepunkt bezeichnet zu werden? Und wirtschaftlich betrachtet: Gäbe es für solch einen Film noch eine Zielgruppe?
