Sony: Einigung mit George Hotz *Update*

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Opa
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Beitrag von Opa »

Schade, ich hätte gerne eine richterlich abgewogene Entscheidung (wenn auch "nur" in den USA) gehabt aus der hervorgeht ob ich mit meinem Eigentum nun machen kann was ich will oder nicht und wo der Beginn des illegalen liegt - bspw. in der Verbreitung der Veränderung meines Eigentums.

Was hier die Sony Trolle angeht - ein Konzern wie Sony einigt sich nicht um sich Arbeit zu sparen. Die haben ne saumässige Angst davor, dass nen Gericht am Ende analoge Rechtsverhältnisse wie im Bereich Mobiltelefone begründen könnte. Hier ist (in Amiland) nämlich die Veränderung des OS / das hacken explizit legal...
dcc
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Beitrag von dcc »

Der hat nur Pech, dass dieses Thema für die Richter und Anwälte völlig Abstrakt ist.

Mit anderen Worten gesagt, wer wäre schuldig, wenn alle Türschlösser der Welt mit einem einzigen Schlüssel zu öffnen wären? Der Schlüsselhersteller, oder derjenige, der die Schlösser gemacht hat?

Sony hat am falschen Ende gespart und flennt nun, wo jeder einen Masterkey hat.
Opa
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Beitrag von Opa »

DDC - danke für diesen sehr schönen philosophischen Vergleich.

Das - update ist ja...ich meine wie kann man sich verpflichten auch zukünftige AGB´s ob bekannt oder unbekannt zu befolgen. Solche Absprachen halte ich für hanebüchen...
Nanimonai
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Beitrag von Nanimonai »

dcc hat geschrieben:Der hat nur Pech, dass dieses Thema für die Richter und Anwälte völlig Abstrakt ist.
Was willst du uns damit sagen? Die Richter und Anwälte hätten keine Ahnung von der Materie und die Weisheit wäre in Foren wie diesem zu suchen?
Nanimonai
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Beitrag von Nanimonai »

dcc hat geschrieben: Mit anderen Worten gesagt, wer wäre schuldig, wenn alle Türschlösser der Welt mit einem einzigen Schlüssel zu öffnen wären? Der Schlüsselhersteller, oder derjenige, der die Schlösser gemacht hat?
Fragst du dich das wirklich?
Du hast eine Instanz vergessen bei dieser Metapher: Denjenigen, der den Schlüssel benutzt.

Welche Schuld trifft denn den Schlosshersteller, wenn jemand einen Dietrich baut? Schuldig sind dann einzig und allein die Schlüsselhersteller und -benutzer.
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Abysswalker77
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Beitrag von Abysswalker77 »

dcc hat geschrieben:Der hat nur Pech, dass dieses Thema für die Richter und Anwälte völlig Abstrakt ist.

Mit anderen Worten gesagt, wer wäre schuldig, wenn alle Türschlösser der Welt mit einem einzigen Schlüssel zu öffnen wären? Der Schlüsselhersteller, oder derjenige, der die Schlösser gemacht hat?

Sony hat am falschen Ende gespart und flennt nun, wo jeder einen Masterkey hat.
Soso..
Also mal so gesehen:

Du baust dir ein Haus, du baust die Schlösser selber. Du lebst glücklich und zufrieden und sicher da außer dir niemand einen Schlüssel hat. Nun baut jemand einen Schlüssel, der genau in dein Schloss psst um einzubrechen... Du gibst dir dann demnach also selbst die Schuld?^^
Tyler Durden
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Beitrag von Tyler Durden »

leifman hat geschrieben: ich will ihnen die ps3 als linuxmaschine nicht madig reden, aber wenn mir einer kommt und will mit einem audi r8 einen umzug planen, sage ich dem auch, nimm lieber nen 7,5 tonner, haste ne größere effizienz bei weniger kosten!
ja klar, nur weil ich alle 5 Jahre mal umziehe kauf ich mir zusätzlich zu meinem R8 nen 7,5 Tonner?? Noch mehr unsinn auf Lager?

Und die 300 EUR, die z.B. ein ION ThinClient kostet musst du erstmal mit dem Strom einsparen, das dauert aber ein paar Jahre, mal abgesehen davon, dass da kein schneller Cell Prozi drin ist, sondern nur ein Atom, oder Sempron, der nichtmal ein Viertel der Leistung bringt.

Nanimonai hat geschrieben:
Hafas hat geschrieben:
4lpak4 hat geschrieben:genau so ist es mit windows 7: viele microsofttitel gehen nur noch auf windows 7 und sind für xp nicht mehhr programmiert. da heißt es auch "willst du xp behalten -> keine spiele. willst du spiele -> kauf dir win 7."
Aber dir ist schon klar, dass man auf einem PC problemlos mehrere Betriebssysteme installieren kann ?
Klar kann man, aber man hat keinen Anspruch auf Linux-Support. Wenn dein neuestes BIOS-Update Linux nicht mehr unterstützt, hast du keine Rechtsansprüche gegen den Mainboard Hersteller.
1. BIOS Update macht man nur wenn bekannt ist dass damit ein Problem, das man grade hat gelöst wird, sonst nicht. Diejenigen, die krampfhaft jedes BIOS Update einspielen, das rauskommt haben keine Ahnung und wollen nur einen auf cool machen mit jederzeit der neusten Version von allem
2. Wenn der Hersteller mir Linux Support zugesagt hat für das Mainboard und mich dann zwingt das BIOS upzudaten, um den vollen Umfang nutzen zu können, und mit dem Update die Linux Funktionalität genommen wird, habe ich sehr wohl einen Grund vor Gericht zu gehen...nur dass sich das kein Mainboard Hersteller leisten würde. Linux Funktionalität garantiert kenne ich nur im B2B nicht zum Endkunden und bei B2B gibts fette Klagen, wenn sich das jemand erlaubt.

mfg tyler
Opa
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Beitrag von Opa »

Poly hat geschrieben:
dcc hat geschrieben:Der hat nur Pech, dass dieses Thema für die Richter und Anwälte völlig Abstrakt ist.

Mit anderen Worten gesagt, wer wäre schuldig, wenn alle Türschlösser der Welt mit einem einzigen Schlüssel zu öffnen wären? Der Schlüsselhersteller, oder derjenige, der die Schlösser gemacht hat?

Sony hat am falschen Ende gespart und flennt nun, wo jeder einen Masterkey hat.
Soso..
Also mal so gesehen:

Du baust dir ein Haus, du baust die Schlösser selber. Du lebst glücklich und zufrieden und sicher da außer dir niemand einen Schlüssel hat. Nun baut jemand einen Schlüssel, der genau in dein Schloss psst um einzubrechen... Du gibst dir dann demnach also selbst die Schuld?^^

Wenn die Schlösser aus Pappe und im Prinzip mit einem selbstgebastelten Schlüssel zu öffnen sind kann man durchaus die berechtigte Frage stellen ob das ein wirksamer Schutz war.

Sony - das muss man ehrlicherweise betonen - hat da den einen oder anderen groben Fehler beim Schutz seines Systems gemacht, was Geohot den Zugang schon sehr sehr erleichterte...
Nanimonai
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Beitrag von Nanimonai »

Tyler Durden hat geschrieben: 2. Wenn der Hersteller mir Linux Support zugesagt hat für das Mainboard und mich dann zwingt das BIOS upzudaten, um den vollen Umfang nutzen zu können, und mit dem Update die Linux Funktionalität genommen wird, habe ich sehr wohl einen Grund vor Gericht zu gehen...nur dass sich das kein Mainboard Hersteller leisten würde. Linux Funktionalität garantiert kenne ich nur im B2B nicht zum Endkunden und bei B2B gibts fette Klagen, wenn sich das jemand erlaubt.

mfg tyler
Woher kommt dieses Gerücht vom "Linux-Support" und warum hält es sich so hartnäckig?
Niemand hier hat einen Dienstleistungsvertrag mit irgend einem Linuxdistributor oder einem Hardwarehersteller abgeschlossen und kann auf Erfüllung des Vertrags, also Funktionalität nach Firmwareupdate klagen.
Weder Sony noch IBM, Nvidia oder sonstwer haben das gewährleistet.

Der Einsatz der Playstation als PC ist mit einer Fat PS3 immer noch uneingeschränkt möglich, wenn man eine 3.21 Firmware drauf hat.

Nirgends steht oder stand geschrieben, dass bis in alle Ewigkeit Linux + PS3 Applikationen gleichzeitig laufen werden. Zum Kaufzeitpunkt der PS3 war dies so, jetzt nicht mehr. Das ist doch gängige Praxis, sowohl im Hardware- als auch im Softwarebereich, denn sonst könnten wir heute noch darauf pochen, dass alte Windows 3.11 Applikationen auf heutigen Systemen laufen müssen, dass unser geliebtes MMORPG mit Lifetimeabo weiter unterstützt wird und könnten Nvidia und Crytek verklagen, weil nach der Installation des neuen Grafikkartentreiber Crysis 2 nicht mehr läuft.

Willst du eine PS3 auf neuestem Stand inkl. Firmwareupdates, um im PSN kaufen und spielen zu können, kannst du nicht gleichzeitig Linux haben.
Willst du deine PS3 als PC verwenden und Linux installieren, musst du auf das PSN verzichten. Beides geht nun mal nicht mehr.

Das kann man zurecht Scheisse finden, aber das ändert nichts daran, dass es keinen Support und somit keine Gewährleistung gegeben hat und geben wird.
Nanimonai
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Beitrag von Nanimonai »

Opa hat geschrieben:
Sony - das muss man ehrlicherweise betonen - hat da den einen oder anderen groben Fehler beim Schutz seines Systems gemacht, was Geohot den Zugang schon sehr sehr erleichterte...

Ist das so?
Woher haben bloß so viele Leute hier im Forum ihr Fachwissen, was Sonys Systemschutz angeht?
Kannst du ernsthaft beurteilen, wie viele und welche Fehler Sony gemacht hat?
Ist es nicht eher so, dass die Playstation ein für heutige Verhältnisse extrem sicheres System war, welches wesentlich länger ungehackt blieb als so ziemlich jedes andere Stück Hardware auf dem Retailmarkt?

Aber naja, in so fern hast du Recht: Der größte Fehler für den Schutz des Systems war es, eine Linuxinstallation überhaupt mal erlaubt zu haben...
Tyler Durden
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Beitrag von Tyler Durden »

Nanimonai hat geschrieben: Weder Sony noch IBM, Nvidia oder sonstwer haben das gewährleistet.
Also wenn ich einen Server bei IBM bestelle, der für RedHat und SLES zertifiziert ist von IBM (ja die bieten im B2B sowas an) dann läuft das Ding auch garantiert mit RedHat und SLES und auch in Zukunft, nach BIOS Updates. Mal abgesehen davon, dass IBM echte Profis sind im Vergleich zu den Sony noobs, und sich so ein Scheiß niemals erlauben würden, würde unser Unternehmen auch garantiert IBM verklagen, wenn die sich so einen Bock erlauben würden. Aber IBM ist sehr kundenfreundlich und wird sowas nie bringen - bei Klagen hätten die ne lange Puste, aber die würden auch nie die schlechte PR durch sowas riskieren...

mfg tyler
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ColdFever
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Beitrag von ColdFever »

Nanimonai hat geschrieben:Willst du eine PS3 auf neuestem Stand inkl. Firmwareupdates, um im PSN kaufen und spielen zu können, kannst du nicht gleichzeitig Linux haben. Willst du deine PS3 als PC verwenden und Linux installieren, musst du auf das PSN [und aktuelle Spiele und Blu-Ray] verzichten. Beides geht nun mal nicht mehr.
Richtig. Sony hat den betroffenen Kunden auf diese Weise von einem Tag auf den anderen 50% der bezahlten PS3-Funktionalitäten weggeschnitten, und zwar völlig entschädigungslos. Wer nur die PS3 nur zum Spielen einsetzt, dem mag das völlig egal sein, auch wenn man sich über die fehlende Solidarität unter den PS3-Käufern wundern kann. Für die betroffenen Linux-Nutzer jedoch war das eiskalter Diebstahl, der das Gerät zur Hälfte unbrauchbar gemacht hat. Und deshalb werde ich von so einer Bande wie Sony nichts mehr kaufen, denen Kundenrechte völlig am Allerwertesten vorbei gehen.
Inari
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Re: Sony: Einigung mit George Hotz *Update*

Beitrag von Inari »

Hotz kauft sich keine Sony-Produkte mehr = ein Grund mehr sich Sony-Produkte zu kaufen.
Nanimonai
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Beitrag von Nanimonai »

Tyler Durden hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben: Weder Sony noch IBM, Nvidia oder sonstwer haben das gewährleistet.
Also wenn ich einen Server bei IBM bestelle, der für RedHat und SLES zertifiziert ist von IBM (ja die bieten im B2B sowas an) dann läuft das Ding auch garantiert mit RedHat und SLES und auch in Zukunft, nach BIOS Updates. Mal abgesehen davon, dass IBM echte Profis sind im Vergleich zu den Sony noobs, und sich so ein Scheiß niemals erlauben würden, würde unser Unternehmen auch garantiert IBM verklagen, wenn die sich so einen Bock erlauben würden. Aber IBM ist sehr kundenfreundlich und wird sowas nie bringen - bei Klagen hätten die ne lange Puste, aber die würden auch nie die schlechte PR durch sowas riskieren...

mfg tyler
Deine Firma hat dann aber mit Sicherheit einen Dienstleistungs- bzw. Servicevertrag abgeschlossen, also den Support von IBM eingekauft, den die sich auch ohne das Eintreten eines Servicefalls teuer bezahlen lassen. Das ist nicht wirklich vergleichbar mit dieser Situation.
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Ernst Steifnrein
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Beitrag von Ernst Steifnrein »

Mert_90 hat geschrieben:Dieser Typ braucht Realen Leben... Der Arme Mann bekommt keine Frauen und hackt jetz Konsolen rum
ähhh, was?! du armer punk hast wohl nicht verstanden, daß jedes einzelne digitalprodukt von solchen menschen erschaffen wurde. wer aber seine eigene sprache so wunderbar niederschreibt wie du es tust, hat sicher eh nicht viel verstanden... unfassbar, aber von deinen 16 wörtern hast du tatsächlich ein viertel verhauen; mal ganz abgesehen vom ausdruck selbst.
tsss opfer