Kommentar: GabeStop - Wer tritt gegen Steam an?

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YokoOHHNoo
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Beitrag von YokoOHHNoo »

Ich schlage bei Steam auch nur dann zu, wenn es gerade Spiele als Sonderangebot gibt (Midweek oder Weekend Sale). Sonst ist mir die Plattform einfach zu teuer. Von daher begrüße ich prinzipiell hier auch Konkurrenz, wobei ich es ebenso als Problem sehe, dass man dann mehrere Konten hat, auf denen die Spiele liegen. Ein einzelner ist mir einfach lieber.

Auch frage ich mich, was passiert, wenn Steam denn, weshalb auch immer, mal iwann bankrott gehen sollte? Auch heute kann ich meine 20 Jahre alten Spiele wie Monkey Island noch spielen, da ich den Datenträger habe. Aber wird Steam in 20 Jahren noch existieren? Falls nicht, verschwinden dann die ganzen Spiele, für die ich schließlich ja bezahlt habe?
Das soll nicht heißen, dass ich jedes Spiel auch noch in 20 Jahren spielen würde, aber allein, dass ich es evtl nicht kann, sehe ich schon als Einschränkung.

Bei Onlive ist es genau das gleiche, wobei hier theoretisch immerhin Betriebssystem-Inkompatibilitäten keine Rolle spielen. Denn einen Video-Stream wird man immer abspielen können.

Ich denke auch, dass hier in einigen Jahr(zehnt)en der größte Umsatz gemacht werden könnte, wenn vllt auch nicht mit Onlive als Marktführer. Spiele von überall, auf jedem Gerät hört sich einfach gut an und es wird kommen! Klar die Modder schreien auf, aber selbst dafür wird sich eine Lösung finden lassen (evtl beschränkter Zugriff auf die eigenen Spieldateien). Allerdings wird diese Technik noch so lange in den Kinderschuhen stecken, bis wie schon im Kommentar erwähnt überall genug Bandbreite (bezahlbar!) zur Verfügung steht und mit überall meine ich auch mobil.


Ich werde den Großteil meiner Spiele in absehbarer Zeit jedenfalls weiterhin auf dem herkömmlichen Weg kaufen und zwar in Form einer DVD (meist aus UK, da hier die Preise besser sind ;)). Bin aber auch gespannt, was die Zukunft bringt.
Zuletzt geändert von YokoOHHNoo am 05.04.2011 10:34, insgesamt 1-mal geändert.
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tschief
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Beitrag von tschief »

Kajetan hat geschrieben:
Linden hat geschrieben:Meine größte Sorge ist nur, das durch irgendeinen dummen Zufall mein Steamaccount verloren gehen könnte oder eine Naturkatastrophe deren Serverzentrum zerstört (ums übertrieben zu sagen). Weil dann habe ich nichts mehr in der Hand und außer Erinnerungen ist dann nichts mehr.
Ganz einfach ... sichere die heruntergeladenen Spiele, besorge Dir die von dem jeweiligen DRM befreiten Spiel-Dateien, pack beides auf eine externe USB-Platte und Du wirst auch dann noch viel Spass an Deinen Spielen haben, wenn Steam längst von der Bildoberfläche verschwunden ist. Ich habe auch so zwei Dutzend Spiele in meinem Steam-Konto und kann jedes komplett ohne Steam starten. Bzw. bevor ich bei Steam etwas kaufe, schaue ich immer ZUERST nach, ob es einen passenden Crack dazu gibt.
Steam und pleite gehen? Halte ich für unrealistisch.
In den nächsten zwei, drei Jahren ist das recht unwahrscheinlich, das stimmt.
Aber an äußere Einflüsse glaube ich...
Das müssen nicht unbedingt äussere Einflüsse sein. Es genügt schon, wenn Gabe und Kollegen durch den anhaltenden Erfolg faul, arrogant und müde werden, man strategische Fehler begeht oder einfach vollkommen sinnlos das Geld für Firlefanz aus dem Fenster ballert, weil man "es ja hat".

Erfolg erreichen ist gar nicht mal so schwer. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, anhaltend erfolgreich zu bleiben! :)
Anscheinend gibt es einen Patch, der alle Steamspiele bei Insolvenz oder ähnlichem ohne Steam spielbar macht :)..
Zuletzt geändert von tschief am 05.04.2011 12:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Ponte
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Beitrag von Ponte »

Größere Sorgen mache ich mir bei den Streaming Diensten eher um die Spielkultur.

Ich meine, wenn Spiele nur als Stream verkauft werden ist das in etwa so als würde es keine Aufnahme- und Abspielmedien mehr geben sondern nur noch das Fernsehen.

Es würden sich keine Spieleklassiker mehr bilden, weil nach spätestens 5 Jahren diese Titel nicht mehr zugänglich sind. Alles schielt dann noch mehr nach der Masse und so manches Kleinod wie Ico oder Okami mit sehr guten Ideen und sehr schlechten Verkaufszahlen wären schneller wieder vom Server als EA ein Call of Duty DLC entwickeln lässt.

Was ist mit indizierten Spielen? Wie siehts mit unterschiedlichen Sprachversionen aus?

Ich weiß, es klingt sehr pessimistisch, aber wenn man sich meinen Fernsehvergleich ansieht ist die ganze Entwicklung - was den kulturellen Faktor betrifft - keine wirklicher Fortschritt. :roll:
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YokoOHHNoo
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Beitrag von YokoOHHNoo »

Also zumindest was alte Spiele(klassiker) angeht, brauchst du dir wohl keine Sorgen zu machen.

Dadurch, dass man ja nur den Stream spielt, wäre es imho technisch auch kein Problem, jegliche Konsolenspiele zu emulieren und dann zu streamen, die Original-Hardware brauchst du ja nicht mehr (PC-Spiele sind sogar noch unproblematischer). Warum sollten die Klassiker dann also nicht mehr angeboten werden, wenn sich damit immer noch Geld verdienen lässt? Das funktioniert ja heute auch schon. Für die Wii kann man alte Nintendo Klassiker kaufen, für die PS3 immerhin PS1 Spiele und auch viele Xbox Spiele gibts für die 360 im Online-Store.

Ok, die Frage ist, welcher Streaming-Anbieter die Lizenz von den Konsolenherstellern bekommt. Wahrscheinlich werden Sony und Co. aber eh iwann mal selbst auf den Zug aufspringen, sobald die Technik ausgreift ist.

So wirst du sicher auch in 30 Jahren ein Final Fantasy VII oder ein Shadow of the Colossus spielen können. Natürlich werden sie dafür dann auch nochmal extra Kohle verlangen :D, was für mich eher das Problem darstellt.
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Enthroned
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Beitrag von Enthroned »

Steam sollte in Zukunft die Möglichkeit bieten richtige Collectos Editions zu kaufen. Angenommen in einer CE von einem Spiel sind eine Figur, eine Karte, Spielkarten, ingame Vorteile usw.
Würde ich soetwas digital kaufen, bekomme ich meine Figur maximal als pdf...

Leider habe ich das Spiel vergessen, aber irgendeines war es auf Steam. Amazon war 5€ teurer, aber dafür hat man dort alle Inhalte in der Hand. Gamesload zum Beispiel bietet u.U. diese Möglichkeit an.

Würde Steam die Möglichkeit bieten in diversen Fällen Harte Ware zu verkaufen, dann würde ich vermutlich nur noch bei Steam kaufen.

Mir ist allerdings bewusst, dass Steam dann Verträge mit weiteren Dienstleistern schließen müsste, was ja eben nicht im Interesse eines Spiele-Download-Shops liegt.
Zuletzt geändert von Enthroned am 05.04.2011 11:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

Ponte hat geschrieben:Ich weiß, es klingt sehr pessimistisch, aber wenn man sich meinen Fernsehvergleich ansieht ist die ganze Entwicklung - was den kulturellen Faktor betrifft - keine wirklicher Fortschritt. :roll:
Das ist kein Pessimismus, das ist die logische Folge, wenn Spiele nur mit Einverständnis des Anbieters stattfinden können. Wird ein Stream abgeschaltet, verschwindet auch das Spiel. Aus kurzfristigen Umsatzmaximierungsgründen mag das zwar ideal sein, kulturell entsteht hier aber ein Schwarzes Loch, in dem Spiele spurlos auf Nimmerwiedersehen verschwinden, wenn sie kein Geld mehr erwirtschaften können.

Sprich, sollte sich die Streaming-Technologie durchsetzen, werden wir auch noch in 20 Jahren alte Klassiker VOR dieser Zeit an der Spitze von AlltimeFavourite-Listen und Hall of Fames sehen, weil die Streaming-Spiele, die danach gekommen sind, auf Grund ihrer gewollten Kurzlebigkeit keine Möglichkeit haben sich im Gedächtnis der Leute festzusetzen. Aus den Augen, aus dem Sinn. Spiele für Leute ohne Geschichte und Gedächtnis :)
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YokoOHHNoo
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Beitrag von YokoOHHNoo »

Wenn ein Stream-Unternehmen abgeschaltet wird, wird die Lizenz eines Spiels wohl einfach an ein anderes Unternehmen verkauft. Sehe da eigentlich kein Problem. Die Dateien gehen ja nicht verloren.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

YokoOHHNoo hat geschrieben:Wenn ein Stream-Unternehmen abgeschaltet wird, wird die Lizenz eines Spiels wohl einfach an ein anderes Unternehmen verkauft. Sehe da eigentlich kein Problem. Die Dateien gehen ja nicht verloren.
Schau mal auf Abandonware-Seiten, wieviele Spiele im Rechte-Limbo verloren sind, weil keine Sau mehr weiß, wem nun was gehört. Und wenn man angesichts des IMMENSEN Back-Kataloges der Major Publisher sieht, was tatsächlich nur offiziell selbst im Firmenshop angeboten wird ... von all den mittlerweile auf Dauer und endgültig verschwundenen MMOs erst gar nicht zu reden.

Solange solche Inhalte nur der Kontrolle eines rein an kommerziellen Zielen interessierten Anbieters unterliegen, solange haben andere Interessen das Nachsehen. Und zwar mit deutlichem Abstand.
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JesusOfCool
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Beitrag von JesusOfCool »

YokoOHHNoo hat geschrieben:Wenn ein Stream-Unternehmen abgeschaltet wird, wird die Lizenz eines Spiels wohl einfach an ein anderes Unternehmen verkauft. Sehe da eigentlich kein Problem. Die Dateien gehen ja nicht verloren.
oh ja, funktioniert in der gegenwart ja auch so gut :roll:
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YokoOHHNoo
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Beitrag von YokoOHHNoo »

Hm, ok, ich mein bei MMOs ist es klar, dass die iwann nicht mehr laufen, sobald nicht genug Interesse da ist. Die Server laufen ja nicht kostenlos. D.h. aus meiner Sicht aber nicht, dass davon auch Single-Player Spiele betroffen sein müssen.

Klar es werden wohl auch nur die "wiederbelebt" die einen gewissen Bekanntheitsgrad haben (so wie es heute eben auch der Fall ist), aber es wird nicht so kommen, dass es gar keine neuen Klassiker mehr geben wird, nur weil sich (mal wieder) die Plattform ändert.
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JesusOfCool
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Beitrag von JesusOfCool »

darum gehts nicht. wenn so ne plattform mal n exlusivrecht auf den vertrieb hat und die plattform vielleicht eingeht, oder die sich streiten oder sonstwas, kann es passieren, dass das spiel nicht mehr vertrieben wird.
wenn man die CD/DVD/BD/was auch immer zuhause im regal stehen hat kann einem das egal sein, aber wenn man das spiel streamt gehts halt einfach nicht mehr.

es sagt ja auch keiner, dass das die regel ist, muss nichtmal oft vorkommen, aber es reicht ja schon wenns grade eines der lieblingsspiele trifft. ich find das kacke.

btw ist spiele stream sowieso so ne eigene sache. das ist so, als würde man seinen PC (in zukunft vielleicht auch mal die konsole) zu nem arcade automaten umfunktionieren, die laufen ja auch nur wenn man geld reinschmeißt. ich find das kacke.
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YokoOHHNoo
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Beitrag von YokoOHHNoo »

Das stimmt schon, dass man den Datenträger behalten kann, das hab ich ja auch schon als Vorteil der bisherigen Distribution erwähnt. Wobei auch hier mal z.B. die heißgeliebte Retro-Konsole kaputt gehen kann und der Datenträger somit "nutzlos" ist, wenn man nicht gerade in der Lage ist, sie zu reparieren.

Natürlich verstehe ich auch die Abneigung vor allem von Spieleliebhabern und -sammlern, wenn man nichts mehr in den Händen halten kann. Aber ich mein, wenn Streaming irgendwann so ausgereift ist, dass es wirklich auf jedem Handy oder sonstigen Gerät mit Display wiedergegeben werden kann, wird das einfach ein neuer, riesiger Markt und der wird garantiert erschlossen, zumal es die perfekte Methode ist, Spiele vor ungewünschten Kopien zu schützen, wenn diese nur auf der eigenen Serverfarm laufen können.

Aber vllt haben wir auch Glück und das Latenzproblem wird doch nicht überwunden. Dann wird für "ernste" Spieler die heimische Installation nach wie vor unumgänglich sein und wo Bedarf, da Angebot.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

YokoOHHNoo hat geschrieben:zumal es die perfekte Methode ist, Spiele vor ungewünschten Kopien zu schützen, wenn diese nur auf der eigenen Serverfarm laufen können.
Und dann wird man feststellen, dass das Geld bei den Kunden immer noch nicht auf den Bäumen wächst und die Kaufkraft weiterhin stagniert. Ich kann nicht mehr Geld ausgeben, als ich habe. Und vor die Wahl gestellt, ob ich ein Spiel kaufe oder eine neue Jeans, weil der Sohn mal wieder einen Wachstumsschub hingelegt hat ... tscha, liebe Industrie, schenkt mir Geld, dann kann ich auch mehr kaufen :)

Zudem der Zusammenhang zwischen Umsätzen und der Verfügbarkeit von Kopien ja immer noch ungeklärt ist.
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JesusOfCool
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Beitrag von JesusOfCool »

YokoOHHNoo hat geschrieben:zumal es die perfekte Methode ist, Spiele vor ungewünschten Kopien zu schützen, wenn diese nur auf der eigenen Serverfarm laufen können.
dafür braucht man aber auch nicht mehr irgendwo einbrechen um an so zeug zu kommen. zukünftig wird man einfach nur noch accounts hacken. und am besten wird dann der rechtmäßige accountinhaber auch noch abgestraft weil er account sharing betreibt.
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YokoOHHNoo
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Beitrag von YokoOHHNoo »

JesusOfCool hat geschrieben:dafür braucht man aber auch nicht mehr irgendwo einbrechen um an so zeug zu kommen. zukünftig wird man einfach nur noch accounts hacken. und am besten wird dann der rechtmäßige accountinhaber auch noch abgestraft weil er account sharing betreibt.
Was ist der Unterschied zu heute? Heute werden auch schon Accounts (von Steam, WoW...) und Keys geklaut. An die Software kommt jeder illegal über bekannte Wege ran, einbrechen muss dafür niemand. Ein geklauter Account wird früher oder später aber gesperrt, wenn sich zu viele damit einloggen. Ein gecracktes Spiel kann hingegen niemand deaktivieren.

Außerdem kann sich der Besitzer eines gestohlenen Accounts diesen auch wieder zurückholen per Identifikation.

Bis Onlive und Co. ein Niveau erreichen, grafisch, eingabetechnisch und auch preislich, dass sich alle Spieler dadurch angesprochen fühlen, wird eh noch eine ganze Menge Zeit ins Land ziehen. Denn auch ich sehe nicht ein, für ein steuerbares Video den Vollpreis zu zahlen, selbst wenn es irgendwann mal in beliebiger Auflösung und perfekter Steuerung gestreamt werden kann.

Aktuell wird es erst mal bei Modellen bleiben wie Steam und bald wohl auch Gamestop sie anbieten. Und das Geschäft läuft anscheinend ja sehr gut, trotz potenziellen ID-Diebstahls.