David Jaffe: Kritisiert "Kunstspiele"
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- Muramasa
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@Melcor will god of war nicht komplett schlecht reden, es ist aufjedenfall en klasse game, aber das gameplay war ernüchternd wenn man DMC schon kannte und die geschicklichkeits rästel waren auch keine offenbarung, sogar eher störend. Manche Endbösse waren mehr Quicktime als Boss. Für mich ist Bayonetta da viel besseres Gameplay, da für mich Witch-time plus Combo möglichkeiten einfach mehr bietet. Das es allein von der Präsentation lebt ist nicht richtig, aber für mich ist der mann kein gameplay gott, das er so über story>gameplay beschwert aus einem nicht nüchternen blickwinkel.
ps gz zum 5000 beitrag
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freda
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Zwischensequenzen, die man nicht überspringen kann sind teh evil.
Mir ist die Story zu 99% wurstpiepegal, wenn ich sie wegklicken kann. Kann ich das nicht und muss mir einen Vorspann ansehen ist das Game schon gestorben.
Wenn ich Story will guck ich mir einen Film an. Wenn ich spiele will ich Kontrolle über die zeit, die ich damit verbringe. Und es ist eben so, dass fast schon alle Geschichten erzählt sind und eigentlich nur in geänderter Form immer und immer wieder durchgekaut werden. Das braucht kein Mensch. Außer man ist RTLII Zuschauer, dann gewöhnt man sich an Wiederholungen.
Mir ist die Story zu 99% wurstpiepegal, wenn ich sie wegklicken kann. Kann ich das nicht und muss mir einen Vorspann ansehen ist das Game schon gestorben.
Wenn ich Story will guck ich mir einen Film an. Wenn ich spiele will ich Kontrolle über die zeit, die ich damit verbringe. Und es ist eben so, dass fast schon alle Geschichten erzählt sind und eigentlich nur in geänderter Form immer und immer wieder durchgekaut werden. Das braucht kein Mensch. Außer man ist RTLII Zuschauer, dann gewöhnt man sich an Wiederholungen.
- Wulgaru
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Das Problem ist glaube ich auch das Kunst zu oft mit Unzugänglichkeit gleichgesetzt wird (Stichwort Kunstfilm). Wahre Kunst ist zunächst einmal für jeden greifbar (und genießbar). Die Unzugänglichkeit steckt dann eben in den Interpretationsebenen, die man aber überhaupt nicht wahrnehmen oder nutzen muss.Crewmate hat geschrieben:Das ist es ja. Solange es neben Kafka noch Clive Barker, Stephenie Meyer, Nick Hornby, Hiromu Arakawa, Patrick Süßkind etc gibt, ist doch an alle gedacht.Wulgaru hat geschrieben:Als zumindest mir hat Kafka gebracht. Ist imho ein Trugschluss das sich das ausschließt. Die meisten großen Klassiker der Weltliteratur sind auch einfach geile und zeitlose Storys die arme Wichte wie mich auch auch 50-200 Jahre später noch bestens unterhalten....wenn man denn lesen mag.... :wink:
Es gibt Bücher für jeden Geschmack, es gibt Spiele für jeden Geschmack.
Das einzige generelle Hindernis ist eben der Zugang zum Medium. Liest man nicht gerne, wird man nie "Autor einsetzen" genießen können. Zockt man nicht leidenschaftlich usw.
Ein gutes "Kunstspiel" schafft es eben erst einmal die allermeisten mitzunehmen. Ob man sich auf den Rest einlassen will, ist die Sache des Spielers allein.
- Muramasa
- Beiträge: 5164
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ein problem das einem in der schule immer eingetrichtert wurde "Das ist KUNST!" und regelrecht damit bombadiert wird was Kunst ist oder nicht. War zumindest bei mir so.
Hab mir mittlerweile ne eigene Definition von Kunst für mich gemacht. Kunst ist was mich berührt emotional, zum Denken anregt oder eine ganz bestimmte Wirkung auf mich hat. Man muss nix grotesken machen um als Kunst durchzugehn.
@freda woher willste wissen das jede story schonmal erzählt wurde, wenn du die sachen sowieso wegklickst
Hab mir mittlerweile ne eigene Definition von Kunst für mich gemacht. Kunst ist was mich berührt emotional, zum Denken anregt oder eine ganz bestimmte Wirkung auf mich hat. Man muss nix grotesken machen um als Kunst durchzugehn.
@freda woher willste wissen das jede story schonmal erzählt wurde, wenn du die sachen sowieso wegklickst
Zuletzt geändert von Muramasa am 15.03.2011 22:45, insgesamt 1-mal geändert.
- crewmate
- Beiträge: 18865
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Diese unabhängigkeit sieht man auch bei Filmen und Musik.Wulgaru hat geschrieben:Das Problem ist glaube ich auch das Kunst zu oft mit Unzugänglichkeit gleichgesetzt wird (Stichwort Kunstfilm). Wahre Kunst ist zunächst einmal für jeden greifbar (und genießbar). Die Unzugänglichkeit steckt dann eben in den Interpretationsebenen, die man aber überhaupt nicht wahrnehmen oder nutzen muss.Crewmate hat geschrieben:Das ist es ja. Solange es neben Kafka noch Clive Barker, Stephenie Meyer, Nick Hornby, Hiromu Arakawa, Patrick Süßkind etc gibt, ist doch an alle gedacht.Wulgaru hat geschrieben:Als zumindest mir hat Kafka gebracht. Ist imho ein Trugschluss das sich das ausschließt. Die meisten großen Klassiker der Weltliteratur sind auch einfach geile und zeitlose Storys die arme Wichte wie mich auch auch 50-200 Jahre später noch bestens unterhalten....wenn man denn lesen mag.... :wink:
Es gibt Bücher für jeden Geschmack, es gibt Spiele für jeden Geschmack.
Das einzige generelle Hindernis ist eben der Zugang zum Medium. Liest man nicht gerne, wird man nie "Autor einsetzen" genießen können. Zockt man nicht leidenschaftlich usw.
Ein gutes "Kunstspiel" schafft es eben erst einmal die allermeisten mitzunehmen. Ob man sich auf den Rest einlassen will, ist die Sache des Spielers allein.
Miramax etwa gehört zu Walt Disney, große, multinationale Labels haben Indibands wie Trocotronic unter Vertrag. Es ist mal wieder das reine Gefühl. Klar, MTV zwigt Trocotronic Live bei RaR und Miramax Filme bekommen Oscars, aber es fühlt sich anders an. Das ist einfach nichts rationales. Spaß und Unterhaltung sind nichts rationales. Und so ist das auch bei Spielen. Es ist so bei Spieletests, die verreißen oder hypen.
Und ich frage nochmal was eigentlich hinter dem Blogeintrag steckt und warum die Presse aus einem Furz schon wieder einen Aufmacher macht.
- Bluebaerry
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Es stimmt wohl, dass manchen Spielen die Kunst förmlich angedichtet wird, aber "die Kunst liegt im Auge des Betrachters". Was für den einen ein Meisterwerk ist, kann für den anderen der allergrößte Schrott sein - nur damit wir uns verstehen - Ich bin auch gegen die künstliche-Kunstaufladung eines Spiels durch Werbung und Medien, aber ein bisschen Schönreden muss schon drin sein. Sonst würde der Auto-Normal-Spielekäufer keine Spiele mehr kaufen.. oder?
Aber der letzte Teil des Blogs stört mich. Ich finde, dass es recht viele Spiele gibt, die gerade von Ihrer guten Story leben. Natürlich ist Gameplay und Interaktivität auch sehr wichtig. Aber muss man überhaupt einen dieser Aspekte bevorzugen? Spiele sind ja nunmal sehr individuell und vielfältig, besonders solche "Kunstspiele", da kann man die Gewichtung doch nicht so pauschalisieren. Oder seh ich das falsch?
Aber der letzte Teil des Blogs stört mich. Ich finde, dass es recht viele Spiele gibt, die gerade von Ihrer guten Story leben. Natürlich ist Gameplay und Interaktivität auch sehr wichtig. Aber muss man überhaupt einen dieser Aspekte bevorzugen? Spiele sind ja nunmal sehr individuell und vielfältig, besonders solche "Kunstspiele", da kann man die Gewichtung doch nicht so pauschalisieren. Oder seh ich das falsch?
- youyousensen
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Schönes Textchen und meines Erachtens deutlich u. a. gegen Heavy Rain gerichtet. Was Wunder, bedenkt man diese grenzdebile Aneinanderreihung von QTE's, die mit ausufernden Emotionen und dauerdepressiver Grundstimmung verzweifelt auf bedeutungsschwangeres Kunstprodukt machte, aber letztendlich in den Königsdisziplinen des Adventures, Story und (Dialog)Regie, vollkommen belanglos war. Für mich war das grandiose Scheitern von Heavy Rain das beste Beispiel dafür, daß Spiele noch längst nicht Kunst per definitionem, sondern Unterhaltungsprodukte sind. Und das, mit Verlaub, ist auch verdammt gut so.
- mosh_
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cpt.ahab
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stimmt. danke!Kunib3rt hat geschrieben:Na wenn du über meinen Post lachen konntest, dann freut mich dascpt.ahab hat geschrieben:Du bist voreingenommen, ungebildet und ich weiß nicht irgendwie auch lustig.
Und irgendwer muss ja auch mal so Posts schreiben wie ich das tue, sonst gibt es ja niemanden, auf den du herabblicken kannst, um dich selbst direkt viel gebildeter zu fühlen
- raz0rback2
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Doc Angelo
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Ich kann das nur unterschreiben.Bluberry hat geschrieben:Aber der letzte Teil des Blogs stört mich. Ich finde, dass es recht viele Spiele gibt, die gerade von Ihrer guten Story leben. Natürlich ist Gameplay und Interaktivität auch sehr wichtig. Aber muss man überhaupt einen dieser Aspekte bevorzugen? Spiele sind ja nunmal sehr individuell und vielfältig, besonders solche "Kunstspiele", da kann man die Gewichtung doch nicht so pauschalisieren. Oder seh ich das falsch?
Gruß
Fabian
- bruchstein
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Der Begriff ``Kunst`` ist genauso ein vergewaltigtes Wort wie ``Inovation``.......
Der gute hat in einigen Punkten ja recht, aber er labert zuviel über alles mögliche.....aber das er angefressen ist, ist klar ersichtbar. und das er in seinem Zorn verbal wild um sich schlägt ist gut. Denn er besteht darauf sein eigenes Ding machen zu wollen, ohne sich sagen lassen zu müssen was gut ist. Er will kein Trendsetter sein, und keinem Trend hinterherlaufen. Und das ist immer gut, unabhängig davon was er deffinitiv schlussendlich selber macht
Der gute hat in einigen Punkten ja recht, aber er labert zuviel über alles mögliche.....aber das er angefressen ist, ist klar ersichtbar. und das er in seinem Zorn verbal wild um sich schlägt ist gut. Denn er besteht darauf sein eigenes Ding machen zu wollen, ohne sich sagen lassen zu müssen was gut ist. Er will kein Trendsetter sein, und keinem Trend hinterherlaufen. Und das ist immer gut, unabhängig davon was er deffinitiv schlussendlich selber macht
- Dark Mind
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Cocofang
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Art for art's sake is an empty phrase.
Und ja auf Kunst kann man pfeifen.
Dieser Satz trifft heutzutage auch auf viele Werke der "Kunst" zu ( vorallem ältere Literautr), die einfach nur zu Kunst verkommen sind , weil sie Kunst sein sollen (angeblich). Umso grausamer find ich das unsere Jugend immernoch zu solcher nicht zeitgemäßen und somit nicht nützlichen ( es sei denn man ist enorm egschichtsinteressiert und mag Geschichten über vergangene zeiten lieber als mögliche Wissenschafftliche Fakten) "kunst" gezwungen werden.
Wen interesiiert denn bitteschön Effi Briest und die momentan absolut nutzlose Botschafft des Buches.
Insgesamtr mag ich relativ wenige der klassischen Autoren. Shakespeare ist erstaunlicherweise ganz witzig und hat was komödiantisches
Den Beitrag von Jaffe find ich übrigens alles andere als schlecht.
Und ja auf Kunst kann man pfeifen.
Dieser Satz trifft heutzutage auch auf viele Werke der "Kunst" zu ( vorallem ältere Literautr), die einfach nur zu Kunst verkommen sind , weil sie Kunst sein sollen (angeblich). Umso grausamer find ich das unsere Jugend immernoch zu solcher nicht zeitgemäßen und somit nicht nützlichen ( es sei denn man ist enorm egschichtsinteressiert und mag Geschichten über vergangene zeiten lieber als mögliche Wissenschafftliche Fakten) "kunst" gezwungen werden.
Wen interesiiert denn bitteschön Effi Briest und die momentan absolut nutzlose Botschafft des Buches.
Insgesamtr mag ich relativ wenige der klassischen Autoren. Shakespeare ist erstaunlicherweise ganz witzig und hat was komödiantisches
Den Beitrag von Jaffe find ich übrigens alles andere als schlecht.
