Agent-Kiwi hat geschrieben:Moralapostel wie Sand am Meer heute.
Es geht bei der Spieleindustrie eigentlich nicht um die Sorge ob und wann Server wieder eingeschaltet werden oder wann das nächste Spiel nun fertiggestellt wird, ich sehe das eher als Problem der wirtschaftlich für Land und Leute.
Wenn man bedenkt, wieviele Menschen alleine bei Nintendo und Sony beschäftigt sind, kommen da eine Menge Leute zusammmen die derzeit keine Arbeit haben und eventuell auch nicht mehr haben werden. Wer weiß wie es weitergehen soll, ich kann mir gewisse Einschnitte vorstellen um Kosten zu decken, die ohne Frage angefallen sind (eine wirtschaftlich denkende Firma würde wohl so handeln).
Ich sehe auch nicht wirklich, inwiefern es ein Problem ist, die Katastrophe aus dieser Perspektive zu hinterleuchten. Aber die Heuchler unter uns nutzen solche Ereignisse ja gerne, um ein wenig mit dem moralischen Fingerzeig um sich werfen zu können. Sieht man ja gerade bei der Atomdebatte.
Es sollte eigentlich ohnehin klar sein, dass man sich aktuell keine Sorgen um irgendwelche Erscheinungstermine von Final Fantasy macht, sondern in erster Linie um die Menschen. Das verbietet aber noch lange nicht, auch über das Gesamtkonstrukt der Spieleindustrie zu sprechen, da dies nun mal unser aller Leidenschaft ist.
CrazyO hat geschrieben:Was bedeutet nun der Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland. Der Größte Teil der fehlenden Energie wird erstmal durch Kohlekraftwerke ersetzt, natürlich müssen diese neuen Kapazitäten erstmal gebaut werden. Außerdem wird niemand eines bauen, wenn er es nicht mindestens 50 jahre am Netz halten kann. D.h. ein halbes Jahrhundert nach dem Ausstieg aus der Atomenergie werden erstmal hunderte von Kohlekraftwerken eine Versorgung durch reine erneuerbare Energien verhindern. Der größte Preis dabei ist aber, die extreme Umweltverschmutzung die ein Kohlekraftwerk mit sich bringt. Zählt man erst die ganzen Kraftwerke zusammen, die man braucht um das zu ersetzen was die Erneuerbaren nicht schaffen, wird das eine riesige Umweltbelastung auf Jahrzente hinaus, die den Klimawandel wohl gut beschleunigen wird.
Der Atomausstieg ist in dieser Form nichts anderes als Populismus. Diese Kritik geht aber nicht gegen Merkel, da sie überhaupt keine Option mehr hat, wenn sie nicht gerade den Hardliner markieren möchte. Die Franzosen bauen doch schon wieder zwei neue AKWs, und die Franzosen sind es auch, die uns in Zukunft die Fehlmenge an Strom teuer verkaufen werden. Am Ende kostet uns dieser Idealismus lediglich Geld, bringt effektiv aber rein gar nichts. Oder fragen wir die Cäsiumwolke im Katastrophenfall dann freundlich, ob sie nicht lieber gen Westen ziehen möchte?
bruchstein hat geschrieben:Die Dominanz und die Macht der Energiekonzerne in Japan musss erschreckend sein. Gerade der Betreiber( der grösste Energiekonzern dort) der 4 betroffenen Atom Reaktoren, hat über Jahre hinweg Vorfälle vertuscht Berichte gefälscht die Sicherhetslage nach eigenem Gusto interpretiert und kommuniziert. Das ganze war allgemein bekannt, aber die Behörden haben null Konsequenzen gezogen, wenn überhaupt dann nur in Absprache mit dem Konzern so eine Art Alibiaktionissmuss betrieben, ähnlich wie bei uns.....Und gerade diese 4 betroffenen Reaktoren sind das Parradebeispiel von vertuschten vorfällen gewesen[...]
Ich wäre an deiner Stelle mal ein wenig vorsichtiger mit irgendwelchen Behauptungen und üblen Nachreden, die du mit exakt
null Quellen belegst. Ganz unabhängig davon, ob das nun stimmt oder nicht, ist diese Art der polemischen Diskussionsführung nichts anderes stillos.