Take-Two: 'Gut' ist das neue 'schlecht'

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pcj600
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Beitrag von pcj600 »

Melcor hat geschrieben:
Duncan_666 hat geschrieben:Die Einstellung von T2 ist an sich gut...
Also schlecht.


schöne neue welt. :D

also, hässliche. meinte ich.
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Sir_pillepalle
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Beitrag von Sir_pillepalle »

Er hat Recht, gute Qualität braucht ihre Zeit. Wenn diese Qualität dann auch die Magazine überzeugt verkauft sich das Spiel. Zumindest wenn man den Mainstream bedienen will und AAA-Titel programmiert.

Mal schauen was die Aktionäre von dieser Mentalität halten - oder aber, ob diese nicht trotzdem jedes Jahr ein GTA als Millionenseller erwarten, der Dividende wegen.

Der Spielemarkt ist zu wertvoll und gewinneinbringend geworden um da mit Ethik teure Spiele zu entwickeln.
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Bedameister
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Beitrag von Bedameister »

Also bei Take-Two weiß man wirklich noch was Qualität bedeutet, denen kann man nichts vorwerfen. Daumen hoch
Mr. Nathan Drake
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Beitrag von Mr. Nathan Drake »

virdo hat geschrieben: Eigentlich bedeutet 70% immer noch gut aber das begreifen die jungen leute bestimmt nicht mehr
Ich würde mal eher drauf tippen, dass die Masse an Spielen einfach viel Größer geworden ist und man sich somit nur die Ü85er rauspickt. So sehr ich auch die Jugend von heute kritisiere (mit 16 Jahren) find ich, dass hier junge Leute nicht das Problem sind. 70% ist bei der Menge an Spielen einfach nur noch Mittelmaß.
turrican-2
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Beitrag von turrican-2 »

Wertungen bei Metacritic und anderen den Erfolg eines gerade veröffentlichten Titels beeinflussen.
Ergo: Metacritic & Co are evil :evil:
Die Wertung eines Spiels sollte im Bericht zu finden sein - nicht in einer zusammengequetschten Zahl.
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danke15jahre4p
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Beitrag von danke15jahre4p »

turrican-2 hat geschrieben:Die (persönliche) (be)Wertung eines Spiels sollte im Bericht zu finden sein - nicht in einer zusammengequetschten Zahl.
:Daumenrechts:

greetingz
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The_Outlaw
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Beitrag von The_Outlaw »

Sir Richfield hat geschrieben:Deshalb lasse ich DAO 2 links liegen und hatte massig Spaß mit Onechanbara, dass ja keine "gute" Wertung mehr bekommen hat.

Find ich gut. ^^
Einige wenige Spiele haben halt den Vorteil: Man muss nicht viel lesen, um GENAU zu wissen, was man bekommt. Sie werden nicht als irgendwas versprochen, was sie nicht sind, werden nicht groß beworben... dann kann, wenn man zufällig mal über ein Review stößt, auch ein maximal mittelmäßiges Spiel Spaß machen, weil man sich denkt: ''Joah, für 10€ sicher nicht verkehrt.'' (Dark Void fiel bei mir z. B. darunter)


Bei Vollpreistitel im Bereich 50-60€ dagegen schwankt die Qualität derart, dass es klar ist: Es wird bei Weitem nicht einfach alles gekauft, daher werden Reviews mittlerweile ja auch so viel Bedeutung zugemessen, weil sie - die Qualität der einzelnen sei mal vernachlässigt - einfach eine grobe Übersicht bieten, was sich eher lohnt und was nicht.


Take Two, auch, wenn es ungünstig formuliert ist, will sich die Wertung ja VERDIENEN. Sie wissen, dass die Kritiken nicht ohne Einfluss sind, also ist es doch nur gut, dass sie weiterhin lieber gute Spiele produzieren wollen, um ihr Spiel auch an den Kunden bringen zu können, statt für erheblich weniger Aufwand Ramsch zu produzieren, der sich irgendwie dennoch verkauft. Gerade auf Wii und DS scheint man ja gezielt zu versuchen, den Anspruch gering zu halten und Belangloses zu prdouzieren, weil die Zielgruppe für solche Spiele einfach da ist. Zum Glück sieht es ja nicht überall so aus...
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Pyoro-2
Beiträge: 28311
Registriert: 07.11.2008 17:54
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Beitrag von Pyoro-2 »

TaLLa hat geschrieben:Oder sollen se Games entwickeln für den Weltfrieden :D
Nein, für mich :P Und die besten games der letzten Jahre sind nunmal EU3 und Disgaea 3. Die ham' beide keinen 90er Wertungsdurchschnitt... ^^
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muskeljesus
Beiträge: 683
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Beitrag von muskeljesus »

"Scheiße" ist das neue "Labern". Wenn die Kritiken so entscheidend wären, dann hätte sich Kinect sicherlich nicht 10 Mio. mal, sondern eher 10 mal verkauft. Marketing ist entscheidend, da kann man auch Exkremente in Dosen verkaufen. Wenn DANN noch jemand sagt, dass es ihm schmeckt, läuft's nur umso besser.
Boy Scout
Beiträge: 188
Registriert: 10.11.2009 13:41
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Beitrag von Boy Scout »

ich habe grundsätzlich nur spiele mit einer durchschnittsbewertung von 91 % in meiner sammlung
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DSFreak
Beiträge: 783
Registriert: 06.11.2007 19:17
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Beitrag von DSFreak »

Wertungsfanatismus hin oder her. Aber die Marktübersättigung geht mir langsam auch auf die Nerven. Heute wieder: Ich geh auf den 360-Marktplatz und suche nach einem neuen Arcade-Spiel für zwischendurch. Nach Wertungen und Tests ziehe ich mir die 5-10 Demos von den Spielen, die mich intressieren. Bei jedem einzelnen denke ich mir: "Hey, nicht übel. Aber habe ich da echt Bock drauf, dafür jetz 600-1200 Punkte auszugeben? Ist schon GUT, aber igendwie triffts doch nicht ganz meinen Nerv". Tja, und Trials, GeoWars, Braid und all die anderen AAA-Titel (Wenn man die so bezeichnen darf...) hab ich leider schon.

Heutzutage muss ein Spiel einfach
1. Richtig gut sein
2. Mir gefallen, einen Nerv treffen
3. Durchgehend bei Laune halten bzw. süchtig machen und motivieren
4. Irgendwie auch etwas ganz Besonderes haben

Damit ichs mir kauf und richtig zock.

Das trifft zwar nur auf einen winzigen Bruchteil aller richtigen Spiele zu, aber das sind dann gerade immer noch so viele, dass es sich meist nicht lohnt, irgendein "gutes" Spiel zu holen. Aktuelles Beispiel für einen Titel, der sich bei mir einen Platz unter den Top-Spielen verdient hat: Pokemon Weiß: Auch wenn ich sie dieses mal nicht alle fangen werde (...); es IST mehr als gut, es macht ungeheuer süchtig und als Pokemon-Spiel in dieser Form unschlagbar!

Ach: Zeit und Geld spielen auch bei mir eine Rolle.
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Sir Richfield
Beiträge: 17249
Registriert: 24.09.2007 10:02
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Beitrag von Sir Richfield »

TaLLa hat geschrieben:Nicht zufällig ein Problem mit schwarz weiß denken?
Nur kurz: Guck Dir die Überschrift der News an, dann noch mal die von Dir zitierten Aussagen.
Na, fällt Dir was auf? *gg*
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MSentis
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Registriert: 18.07.2008 13:23
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Beitrag von MSentis »

Der Mann von TakeTwo hat Recht.
Das Problem sind die heutigen Spielern, deren Unvermögen darin besteht, keine langen Texte bzw. in dem Fall berichte mehr lesen zu wollen. Und teilweise auch zu können. tl;dr fasst das am Schönsten zusammen.

Wie dem auch sei, wie schon von einigen gesagt, es ist schier unmöglich, nur anhand einer Zahl zwischen 0 und 100 festlegen zu können, ob einem das Spiel selber gefällt.
Dazu ist dann wiederum der Test vonnöten. Und meistens nicht nur einer, sondern mehrere von unterschiedlichen Testern bzw. Reviewern. Und eben diese Arbeit wollen sich die meisten nicht machen. Unter dem Aspekt, dass genau deswegen dann möglicherweise 50-60 Euro in den Sand gesetzt werden, kann ich nur den Kopf schütteln.

Hier wurde bereits Magicka erwähnt. Ich würde dem Spiel auch "nur" um die 70% geben, aber auch nur, weil der Singleplayer-Teil wesentlich langweiliger ist, als der Multiplayer-Teil. Und eben auch der anfangs katastrophale Zustand des Spiels.
Und auch wenn es Spiel nur 70% dann bekommen hat, so macht es dennoch sehr viel Spaß.
Das Gros der heutigen Spieler scheint sich das nicht mehr vorstellen zu können, dass auch ein nur "gutes" Spiel Spaß machen kann.

Trotzdem, ich lese die Tests und auch, wenn sie acht Seiten haben. Und nur weil hinterher dann eine 70er-Wertung raus kommt, ist das Spiel dann immer noch nicht für mich abgehackt. Gibt ja mit ziemlicher Sicherheit dann noch so was wie eine Demo oder irgendwann halt ein Steamdeal bzw. die Pyramide.

Und um ehrlich zu sein, ich werde momentan eher von kleineren Produktionen im 70er-Bereich unterhalten, als von AAA-Produktionen mit 85+.
Aber vllt. ändert sich das ja im Laufe des Jahres, wenn neue AAA-Titel kommen.
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XenolinkAlpha
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Beitrag von XenolinkAlpha »

Endlich mal vernünftige Publisher! Wenn man eine Spiele-Marke, so erfolgreich sie auch so sein mag, ständig ausreizt, wird der Wert irgendwann rasch sinken. So ist das ähnlich wie in der Filmbranche.

Leider ist die bevorzugte Zielgruppe heut zu Tage eher jung und dumm! (Dummheit, Naivität und Unreife haben sehr wohl mit dem Alter zu tun!)
Von da an befürchte ich, wird sich auch der größte Call of Duty oder Fifa Müffelkäse halbjährlich verkaufen, auch wenn es immer der gleiche Scheißdreck ist, nur mit besserer Technik und mit ein paar neuen Anstrichen zu Tode gehypt wird und somit auch einen guten Umsatz erzielt.
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Ilumi
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Beitrag von Ilumi »

Die Bedeutung von Wertungen für den Markt geht mir ziemlich auf den Geist. Da drohen Publisher mit Klagen, wenn ein Magazin unter 80 testet... das kanns doch nicht sein. Hab noch nie gehört, das sowas bei Filmen oder Musik vorkommt. Dort wird das konsumiert, was einem gefällt und nicht, was die höchste Prozentzahl bekommt.

Außerdem sehr nervig: Künstliche Hypes um Spiele. Es funktioniert leider, aber nur, weil die Zielgruppe offenbar lernresistent ist.
Da werden Ressourcen aufgewandt, damit die Allgemeinheit das Spiel irgendwie positiv im Hinterkopf behält und die Wochen davor den Eindruck erhält, die ganze Welt wartet nur mehr auf diese Offenbarung von Spiel. Wenn jemand Kritik übt, dann wird damit gekontert, woher er das wissen wolle, das Spiel sei doch noch gar nicht draußen. Bei positiven Bemerkungen scheint das aber egal zu sein.
Und plötzlich kaufen manche das Spiel, die es ursprünglich gar nicht interessiert hat. Kurz nach Release lässt man den Hype sterben, die Spieler dürfen wieder klar denken und registrieren, dass sie ein Spiel haben, dass sie eigenlich nicht interessiert.

Oder warum bestellen sich so viele Menschen Spiele vor, wenn sie gar nicht sicher sind, dass sie es haben wollen? Im Dragon Age 2 Thread zB hat irgendeiner geschrieben, dass er seine vorbestellte Signatur-Edition ungeöffnet bei ebay verkauft. Weil 70% nicht genug sind.
Ich weiß ja nicht, was in manchen Köpfen vor sich geht, aber bei mir gibts Vorbestellungen nur dann, wenn ich genau weiß, dass ich das auch wirklich haben/spielen möchte. Wenn mich was nur interessiert, behalte ich es im Auge, warte mehrere Tests und Userreviews ab und kaufe es dann vielleicht (doch nicht).

So, das musste mal raus, jetzt kann ich beruhigt schlafen.