GDC 2011: »Kopieren ist kein Diebstahl«
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BStramke
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- Wulgaru
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Also nach wie vor....ich halte es für unglaublich naiv "Schwarzkopierer" als Menschen zu sehen, die sich diese Spiele sowieso nicht kaufen würden.
Warum laden sie diese Spiele denn dann überhaupt? Ich gucke auch kein GZSZ oder Dschungelcamp....eben weil ich es schlecht finde...
Daher behaupte ich, dass diese Gruppe schlicht und einfach, wenn überhaupt nur marginal existiert. Das "sie können es sich eh nicht leisten und würden daher eh nichts kaufen"-Argument ist für mich zynisch. Dann ist das eben so, dann kann man eben nur 1-2 Spiele im Quartal kaufen. Es gibt beispielsweise auch Videotheken...
Ich hätte auch gerne ein Auto, einen besseren Rechner, mehr Spiele, mehr Bücher (oh Büchereien) und sowieso mehr....was ist das nur für nur eine Logik.....
Zuletzt das Argument "Die Industrie ist selber Schuld, soll bessere Produkte anbieten". Und warum sauge ich mir dann diese miserablen Produkte?
Klingt irgendwie schizophren.
Man macht das einfach weil es umsonst ist und sollte dies auch zugeben. Diese oben beschriebenen Sachzwänge sind mehr als nur konstruiert und nur weil dieses Verhalten normal ist, ist es nicht gut.
Nebenbei:
Mich würde übrigens auch mal interessieren wieviele in diesem Thread die hier pro-argumentieren, dafür waren das Guttenberg zurücktritt.
Warum laden sie diese Spiele denn dann überhaupt? Ich gucke auch kein GZSZ oder Dschungelcamp....eben weil ich es schlecht finde...
Daher behaupte ich, dass diese Gruppe schlicht und einfach, wenn überhaupt nur marginal existiert. Das "sie können es sich eh nicht leisten und würden daher eh nichts kaufen"-Argument ist für mich zynisch. Dann ist das eben so, dann kann man eben nur 1-2 Spiele im Quartal kaufen. Es gibt beispielsweise auch Videotheken...
Ich hätte auch gerne ein Auto, einen besseren Rechner, mehr Spiele, mehr Bücher (oh Büchereien) und sowieso mehr....was ist das nur für nur eine Logik.....
Zuletzt das Argument "Die Industrie ist selber Schuld, soll bessere Produkte anbieten". Und warum sauge ich mir dann diese miserablen Produkte?
Klingt irgendwie schizophren.
Man macht das einfach weil es umsonst ist und sollte dies auch zugeben. Diese oben beschriebenen Sachzwänge sind mehr als nur konstruiert und nur weil dieses Verhalten normal ist, ist es nicht gut.
Nebenbei:
Mich würde übrigens auch mal interessieren wieviele in diesem Thread die hier pro-argumentieren, dafür waren das Guttenberg zurücktritt.
- Chibiterasu
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Ich bin nach wie vor der Meinung, dass diese Gruppe gar nicht so klein ist. Es sagt ja niemand, dass einige dieser Menschen KEINE Spiele kaufen oder die Spiele nicht kaufen wollen.Wulgaru hat geschrieben:Also nach wie vor....ich halte es für unglaublich naiv "Schwarzkopierer" als Menschen zu sehen, die sich diese Spiele sowieso nicht kaufen würden.
Vermutlich investieren sie ihr ganzes Budget in bestimmte Must Have Titel. Meist welche, die ihnen das Gefühl des meisten Gegenwerts geben (WoW, CoD mit langlebigem Multiplayer, Civilization usw.).
Und dann wollen sie all die anderen coolen Games auch noch spielen und saugen sich die eben. Das ist nicht gut, wie du richtig sagst - und auch kein guter Grund aus moralischer Sicht. Leider sind es dann auch oft mittelgroße Studios mit exotischen Titeln die darunter leiden,
- aber auf die ganze Branche gesehen, geben diese Leute so viel Geld für Medien aus wie möglich (ohne in die Schuldenfalle zu geraten).
Das heißt sie können sich nicht ALLE Spiele leisten, wollen aber sehr viele spielen. Wenn sie nur darauf verzichten würden, gäbe es nur weniger Raubkopien aber nicht automatisch mehr Geld für die Studios.
Und ich glaube auch an einen gewissen Werbeeffekt durch Raubkopien, der sich schlecht abschätzen lässt.
Am Amiga hatten sehr viele unzählige Raubkopien. Wenn ich heute ein gutes Spiel davon irgendwo als Remake oder in einer Collection sehe, kaufe ich mir das. Hätte ich es damals nicht gespielt (als Kind, wo ich wirklich sehr sehr wenig Geld hatte) würde mich das heute auch kaum interessieren.
Es verdienen vermutlich nicht mehr diesselben Leute an mir aber naja.
Wo ich dir uneingeschränkt recht gebe, sind die fadenscheinigen Begründungen der "Täter" selbst. Man will viel zocken und das für möglichst wenig Geld. Mehr ist es nicht.
Die Auswirkungen auf die Industrie sind aber wirklich nicht so einfach zu bemessen. Raubkopien richten sicherlich Schaden an, aber einen so hohen, wie oft behauptet - sicher nicht.
- Wulgaru
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Aber wer sagt denn, dass jemand der viel saugt, genauso handelt?
Vielleicht kopiert er ja auch ausschließlich und kauft sich überhaupt keine Spiele mehr? Das ist genauso konstruiert wie "kann sich 1-2 Spiele leisten" ich weiß, aber keineswegs unrealistisch.
Natürlich kann man dann argumentieren, das das dabei gesparte Geld anders in den Wirtschaftskreislauf zurückfließt. Allerdings eben nicht in die Spielebranche....
Zumal ich die allermeisten "Schhwarzkopierer" schlicht und einfach nicht für gar so arm halte...ein Rechner auf dem ich diese Spiele zocken kann, ist schon ein Luxusgut sondergleichen. Und ich finde es eben wie gesagt nicht schlimm, sich nur 1-2 Spiele pro Quartal leisten zu können...selbst das halte ich für konstruiert....vielleicht Vollpreis....Schnäppchen jagen....und wenn auch das nicht geht...dann eben nicht. Es ist nun einmal Luxus und nicht lebensnotwendig.
Ist aber auch okay...soll jeder machen was er will...mich nerven wie gesagt nur die Rechtfertigungsmuster...die finde ich einfach albern....
Vielleicht kopiert er ja auch ausschließlich und kauft sich überhaupt keine Spiele mehr? Das ist genauso konstruiert wie "kann sich 1-2 Spiele leisten" ich weiß, aber keineswegs unrealistisch.
Natürlich kann man dann argumentieren, das das dabei gesparte Geld anders in den Wirtschaftskreislauf zurückfließt. Allerdings eben nicht in die Spielebranche....
Zumal ich die allermeisten "Schhwarzkopierer" schlicht und einfach nicht für gar so arm halte...ein Rechner auf dem ich diese Spiele zocken kann, ist schon ein Luxusgut sondergleichen. Und ich finde es eben wie gesagt nicht schlimm, sich nur 1-2 Spiele pro Quartal leisten zu können...selbst das halte ich für konstruiert....vielleicht Vollpreis....Schnäppchen jagen....und wenn auch das nicht geht...dann eben nicht. Es ist nun einmal Luxus und nicht lebensnotwendig.
Ist aber auch okay...soll jeder machen was er will...mich nerven wie gesagt nur die Rechtfertigungsmuster...die finde ich einfach albern....
Zuletzt geändert von Wulgaru am 04.03.2011 08:18, insgesamt 1-mal geändert.
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OchsvormBerg
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Re: -
Mirrors Edge ist ein sehr gutes Beispiel für einen Titel, der zwar innovativ ist und auch wirklich Spaß gemacht hat, aber auch einfach als Vollpreistitel unverschämt überteuert war. 7 Stunden Spielzeit für ein Spiel, dass 50-60 € kostet ist einfach nicht i.O. Habs mir dann bei ner Steam Aktion für 13€ zugelegt, das war ein fairer Preis.Sid6581 hat geschrieben:Die kleinen Entwickler mit ihren Winz-Budgets haben immer leicht reden, denn Raubkopien schaden weder Indie-Titeln noch Blockbustern, sondern hauptsächlich Spielen, die viel in der Entwicklung kosten aber keine riesige Zielgruppe haben (letztes Beispiel Mirror's Edge).
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Minando
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Angenommen ich kopiere mir ein Spiel, weil ich irgendwo davon gelesen habe und es mich interessiert. Ich zocke also die Kopie durch und denke mir, "hey, das ist ja gar nicht schlecht !....
.....nur LEIDER habe ich gerade nicht das nötige Kleingeld zur Hand, mir das Original zu kaufen...der Laden ist zu weit weg...ich habe keine Kreditkarte...etc...ein Grund findet sich.
Ich halte es deshalb für Blödsinn davon auszugehen dass Kopien den Verkauf eines Spiels fördern. In einer IDEALEN Welt würde sich natürlich jeder sofort aufmachen um die Entwickler für ein geniales Spiel zu belohnen. Nur leben wir dummerweise nicht in einer idealen Welt, und es gibt genug Möglichkeiten das eigene Gewissen zu beruhigen- wenn es sich denn überhaupt meldet.
Dieses ganze Gerede von wegen "ZUM-DONNERWETTER-ES-GIBT-KEINE-RAUBKOPIEN!!!!!111" halte ich für weltfremd. Und ob es die gibt. Ihr unterschätzt die kriminelle Energie eure lieben Mitmenschen.
.....nur LEIDER habe ich gerade nicht das nötige Kleingeld zur Hand, mir das Original zu kaufen...der Laden ist zu weit weg...ich habe keine Kreditkarte...etc...ein Grund findet sich.
Ich halte es deshalb für Blödsinn davon auszugehen dass Kopien den Verkauf eines Spiels fördern. In einer IDEALEN Welt würde sich natürlich jeder sofort aufmachen um die Entwickler für ein geniales Spiel zu belohnen. Nur leben wir dummerweise nicht in einer idealen Welt, und es gibt genug Möglichkeiten das eigene Gewissen zu beruhigen- wenn es sich denn überhaupt meldet.
Dieses ganze Gerede von wegen "ZUM-DONNERWETTER-ES-GIBT-KEINE-RAUBKOPIEN!!!!!111" halte ich für weltfremd. Und ob es die gibt. Ihr unterschätzt die kriminelle Energie eure lieben Mitmenschen.
- Kajetan
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- onewinged_angel
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Nein, geistiges Eigentum ist natürlich benso wertvoll wie materielles. Der Punkt ist aber, dass kein Kopierschutz das Kopieren tatsächlich verhindert, schlimmstenfalls werden dabei höchstens die ehrlichen Kunden behindert. Übrigens sorry, für den aggressiven Ton im Eingangspost, war nicht so gemeinstnatürlich behauptet er das. geistiges eigentum ist eigentum. dass man das nicht herumtragen kann, wie eine dose erbsen ist mir auch klar. aber deswegen verdient es doch nicht weniger schutz. jemand steckt arbeit in ein produkt, dass sich stärker oder schwächer von allem, was vorher da war unterscheidet, hat also etwas neues geschaffen.Wirklich verstanden hats du den Mann aber nicht, gell? Es sagt niergendwo, dass Schwarzkopierer keine Straftat begehen, lediglich, dass Kopiere ungleich stehlen ist. Sollte doch wohl nicht so schwer sein?
deine meinung ist jetzt, dass er ja quasi aus luft etwas gezaubert hat, also sei es kein produkt und nicht vor diebstahl zu schützen.
daher verweise ich nochmal auf meinen vergleich mit dem diebstahl der baupläne, die eine etwas bessere analogie als ein geklautes auto darstellen.
Nein, da fehlt einfach ein "t" hinter dem "Kopier"du meinst wahrscheinlich "immer geben". da will ich auch nicht widersprechen. aber was willst du damit aussagen?Kopier wird immer, ist vielleicht nicht schön, aber dennoch. Publisher können dabei entweder gucken, ob sie
Na gut, ob die Publisher den Kopierschutz nun teuer entwickeln oder einkaufen macht jetzt ja nicht so den Wahnsinnsunterschiedschlimmer noch: sie werden einen kopierschutz einfach einkaufen. das spart geld. aber wenn der schutz den spieler drangsaliert ist er gleich auf 15 verschiedenen spielen.a) millionen in die Entwicklung eines hochgradigen, teils für den Kunden extrem nervigen Kopierschutz stecken. Dadurch werden die Investoren dann wenigstens etwas beruhigt, kopiert wird aber letztlich doch wieder und einige potentielle Kunden kaufen sich das Spiel vielleicht gar nicht erst (so wars z.B. bei mir mit Splinter Cell - Conviction).
trotzdem muss ich wieder fragen: na und? was würdest du denn tun? aber da kommt ja schon dein vorschlag:
Die Frage kann ich dir nicht beantworten, darum geht es mir aber auch nicht. Worauf ich hinaus will: Ob das Spiel jetzt einen sauteuren absoluten high-tech Kopierschutz hat oder ne einfache Serial-Abfrage oder vielleicht sogar gar keinen Schutz, es wird so oder so kopiert werden, nur das es mehr oder eben auch weniger Drangsal für den ehrlichen Käufer gibt. Da wird doch wohl die Überlegung erlaubt sein, wofür überhaupt diese Kundengängelung?und ab wann ist ein spiel so gut, dass sich das kopieren nicht mehr lohnt, bzw. der spieler so entzückt ist, dass er es auf jeden fall kaufen will?b) das Geld lieber ins Gamedesign stecken oder sich einfach sparen. Käme den ehrlichen Kunden zugute, lässt sich aber wohl den Investoren schlecht verkaufen.
Ich bin übrigens auch nicht der Meinung, dass Schwarzkopieren ok ist, oder dass die Publisher ihre Software nicht schützen sollen (wenn es denn einen effektiven Schutz gäbe ), letzlich sind aber alle Vermutungen über eventuell entgangene Umsätze eben auch nur das, Vermutungen. Es gibt so viele Möglichkeiten hierbei. Sicherlich gibt es Schwarzkopierer, die sich ein bestimmtes Spiel gekauft hätten, wenn sie es nicht hätten laden können. Es gibt aber ebenso sicherlich auch welche, die sich ein bestimmtest Spiel zwar laden würden, aber niemals kaufen, sei es weil das Interesse nicht groß genug ist oder die finanziellen Möglichkeiten nicht gegeben sind oder warum auch immer. Moralisch ist das sicher ebenso wenig korrekt, ein verlorener Umsatz liegt hier aber nicht vor.
Andererseits: Es gibt ebenso Spieler, die durch völlig überfrachtete Kopierschutzsysteme und Kundengängelung vom Kauf eines Spiels absehen, welches sie eigentlich sicher kaufen wollten. Hier liegt dann definitiv ein verlorener Umsatz vor.
Klar, in welchem Verhältnis das ganze liegt, kann nur spekuliert werden. Ich für meinen Teil halte es alles in allem aber für sinnvoller, das Spieleerlebnis für den zahlenden Kunden angenehmer zu machen als dem Schwarzkopierer Steine in den weg zu werfen, die leider mitten im Gesicht des Kunden landen, wohingegen der Kopiere sie nicht mal bemerkt.
Agreed. Ich glaube nicht, dass Videospiele in den letzten Jahren merklich teurer geworden sind. Auch nicht kürzer. Man sollte dabei natürlich bitte immer Actiospiele mit Actiospielen vergleichen und so weiter (Natürlich ist Secret of Mana länger als Call of Duty, bei Contra sieht die Sache aber schon anders aus ^^). Ich kann mich noch gut erinnern, damals für Turok auf dem N64 170DM(!) bezahlt zu haben. Klar war das der reinste Wucher, aber Wucherpreise gibts ja im Saturn und co auch heute noch. Muss man halt gucken, wo man was herbekommt.Tut mir Leid, ich muss ja immer etwas schmunzeln, wenn mir Leute sagen wie hoch doch früher der Wiederspielwert war. Zu C64- und Amiga-Zeiten gab es genug Spiele, die nur aufgrund ihres absolut frustrierenden Spiel-Designs (drei Leben, hatte man keines mehr, durfte man komplett von vorne beginnen) so lange dauerten. Vom reinen Umfang sah es damals aber deutlich schlechter aus.
Dazu kommt noch der günstige Preis heutzutage: 1991 hat man für Monkey Island 2 100-120 Euro bezahlt, das sind unter Berücksichtigung der Inflation 80-90 Euro. Inzwischen kann ich dank der einfachen Import-Möglichkeiten alle PC-Spiele für 25-35 Euro erwerben, ein Witz!
Zuletzt geändert von onewinged_angel am 04.03.2011 09:50, insgesamt 1-mal geändert.
- Ugly Old Hurgs
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Wulgaru hat geschrieben:Also nach wie vor....ich halte es für unglaublich naiv "Schwarzkopierer" als Menschen zu sehen, die sich diese Spiele sowieso nicht kaufen würden.
Warum laden sie diese Spiele denn dann überhaupt? Ich gucke auch kein GZSZ oder Dschungelcamp....eben weil ich es schlecht finde...
schon mal was von sammelsucht gehört
ich spreche aus eigener erfahrung. ich habe es einfach geladen um es "zu besitzen" um es meiner spiele sammlung hinzuzufügen, egal wie schei*e das spiel ist.
bin seit einiger zeit aber vom raubkopieren los, um genau zu sein, seitdem ich steam kenne, dank steam deals.
Nur verhält es sich bei steam sogar fasst ähnlich, sogar dort habe ich ne sammelsucht, habe in einen jahr steamnuttzung über 200 spiele gekauft, obwohl ich weiß das ich die nie alle durchspielen werde.
Aber trotzdem denke, ach könnte ich trotzdem irgendwann mal brauchen und spielen.´
Und nein ich möchte das raubkopieren nicht schön reden, bin auch nicht wirklich stolz drauf das ich raubkopiert habe(ingegensatz zu vielen anderen)
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Nanimonai
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Das ist leider die momentane Krux an der Sache. Der ehrliche Kunde kriegt die Steine deutlich stärker zu spüren als der Schwarzkopierer.onewinged_angel hat geschrieben:Ich für meinen Teil halte es alles in allem aber für sinnvoller, das Spieleerlebnis für den zahlenden Kunden angenehmer zu machen als dem Schwarzkopierer Steine in den weg zu werfen, die leider mitten im Gesicht des Kunden landen, wohingegen der Kopiere sie nicht mal bemerkt.
Aber was ist die Antwort auf die Frage? Wie mache ich es dem Kunden denn so schmackhaft, das Produkt zu kaufen?
Nehmen wir mal an, Kopierschutzmechanismen und DRM werden komplett zurück gefahen, also so, dass die Digitalkopie im Grunde genommen nur einen (sogar legalen) Mausklick benötigt und man trotzdem noch online spielen kann und sogar sämtliche Patches laden kann... also noch deutlich leichter als momentan.
Was müsste ein Spiel überzeugendes haben, damit wirklich jeder kaufen und nicht saugen will?
Ist es da wirklich mit einem tollen Cover und Stoffkarten getan?
Ich glaube, das Problem liegt da nämlich leider am anderen Ende des Monitors, denn es wird immer unglaublich leicht sein, sich selbst eine Rechtfertigung zu produzieren, warum man dieses oder jenes Spiel nicht kauft, sondern saugt.
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Nanimonai
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Und um vielleicht nochmal die Frage aufzuwerfen, wie groß der Schaden durch Schwarzkopien ist:
Die Industrie scheint das ja ganz gut wegstecken zu können, der Schaden ist sicherlich deutlich geringer, als in den Pressestellen propagiert wird.
Das, was hoffentlich irgendwann jedem klar wird, der Schwarzkopien kleinredet, toleriert oder sie sogar gut findet, ist:
Schwarzkopien schaden. Und zwar uns, den Spielern... deutlich mehr als der Industrie.
Also hören wir doch als Schwarzkopierer entweder auf, uns ins eigene Fleisch zu schneiden oder fangen als Sympathisanten zumindest an, die Leute zu verfluchen, die uns ins Fleisch schneiden. Und das sind nicht die Spieleentwickler und Publisher. Das sind Schwarzkopierer.
Die Industrie scheint das ja ganz gut wegstecken zu können, der Schaden ist sicherlich deutlich geringer, als in den Pressestellen propagiert wird.
Das, was hoffentlich irgendwann jedem klar wird, der Schwarzkopien kleinredet, toleriert oder sie sogar gut findet, ist:
Schwarzkopien schaden. Und zwar uns, den Spielern... deutlich mehr als der Industrie.
Also hören wir doch als Schwarzkopierer entweder auf, uns ins eigene Fleisch zu schneiden oder fangen als Sympathisanten zumindest an, die Leute zu verfluchen, die uns ins Fleisch schneiden. Und das sind nicht die Spieleentwickler und Publisher. Das sind Schwarzkopierer.
- onewinged_angel
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Natürlich liegt das Problem nicht nur auf Seiten der Publisher. Aber mal angenommen, Kopierschutz würde auf ein gesundes maß reduziert werden (sagen wir mal Serial-Abfrage und DVD-Check, nur als Beispiel), hätten Schwarzkopierer es dadurch wirklich leichter? Nö, für die sind die Spiele nämlich schon jetzt nur einen Mausklick entfernt. Das ist ja das Problem: Von dem ganzen Kopierschutzaufwand bekommen die Kopierer in der Regel ja gar nix mit. Crack drüber und fertig. Während der Kunde das Nachsehen hat.Nanimonai hat geschrieben:Das ist leider die momentane Krux an der Sache. Der ehrliche Kunde kriegt die Steine deutlich stärker zu spüren als der Schwarzkopierer.onewinged_angel hat geschrieben:Ich für meinen Teil halte es alles in allem aber für sinnvoller, das Spieleerlebnis für den zahlenden Kunden angenehmer zu machen als dem Schwarzkopierer Steine in den weg zu werfen, die leider mitten im Gesicht des Kunden landen, wohingegen der Kopiere sie nicht mal bemerkt.
Aber was ist die Antwort auf die Frage? Wie mache ich es dem Kunden denn so schmackhaft, das Produkt zu kaufen?
Nehmen wir mal an, Kopierschutzmechanismen und DRM werden komplett zurück gefahen, also so, dass die Digitalkopie im Grunde genommen nur einen (sogar legalen) Mausklick benötigt und man trotzdem noch online spielen kann und sogar sämtliche Patches laden kann... also noch deutlich leichter als momentan.
Was müsste ein Spiel überzeugendes haben, damit wirklich jeder kaufen und nicht saugen will?
Ist es da wirklich mit einem tollen Cover und Stoffkarten getan?
Ich glaube, das Problem liegt da nämlich leider am anderen Ende des Monitors, denn es wird immer unglaublich leicht sein, sich selbst eine Rechtfertigung zu produzieren, warum man dieses oder jenes Spiel nicht kauft, sondern saugt.
Das hört sich irgendwie so in etwa an wie ich mir Free-to-Play-Modelle vorstelle, oder (bin da nicht so drin)? Damit verdienen doch grad alle ordentlich.Nehmen wir mal an, Kopierschutzmechanismen und DRM werden komplett zurück gefahen, also so, dass die Digitalkopie im Grunde genommen nur einen (sogar legalen) Mausklick benötigt und man trotzdem noch online spielen kann und sogar sämtliche Patches laden kann... also noch deutlich leichter als momentan.
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Nanimonai
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Free to play Modelle haben immer irgendetwas, was bezahlt werden muss, um Fortschritte erzielen zu können. Klar haben die keinen Kopierschutz, die sollen ja auch schnell und einfach runtergeladen werden. Aber in einem MMORPG muss man dann halt für Ausrüstung, Waffen, Ausschalten der Levelgrenze etc. bezahlen.onewinged_angel hat geschrieben:Das hört sich irgendwie so in etwa an wie ich mir Free-to-Play-Modelle vorstelle, oder (bin da nicht so drin)? Damit verdienen doch grad alle ordentlich.Nanimonai hat geschrieben:
Nehmen wir mal an, Kopierschutzmechanismen und DRM werden komplett zurück gefahen, also so, dass die Digitalkopie im Grunde genommen nur einen (sogar legalen) Mausklick benötigt und man trotzdem noch online spielen kann und sogar sämtliche Patches laden kann... also noch deutlich leichter als momentan.
Sogenanntes Micropayment und das kann ganz schnell deutlich teurer werden als ein Vollpreistitel, vor allem, weil man durch die ganzen Kleckerbeträge schnell den Überblick über die Kosten verliert.
Ich bin kein wirklicher Freund davon.
- onewinged_angel
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Das irgendwas dabei bezahlt werden muss, war mir ja klar, aber danke für die genauere ErläuterungNanimonai hat geschrieben:Free to play Modelle haben immer irgendetwas, was bezahlt werden muss, um Fortschritte erzielen zu können. Klar haben die keinen Kopierschutz, die sollen ja auch schnell und einfach runtergeladen werden. Aber in einem MMORPG muss man dann halt für Ausrüstung, Waffen, Ausschalten der Levelgrenze etc. bezahlen.onewinged_angel hat geschrieben:Das hört sich irgendwie so in etwa an wie ich mir Free-to-Play-Modelle vorstelle, oder (bin da nicht so drin)? Damit verdienen doch grad alle ordentlich.Nanimonai hat geschrieben:
Nehmen wir mal an, Kopierschutzmechanismen und DRM werden komplett zurück gefahen, also so, dass die Digitalkopie im Grunde genommen nur einen (sogar legalen) Mausklick benötigt und man trotzdem noch online spielen kann und sogar sämtliche Patches laden kann... also noch deutlich leichter als momentan.
Sogenanntes Micropayment und das kann ganz schnell deutlich teurer werden als ein Vollpreistitel, vor allem, weil man durch die ganzen Kleckerbeträge schnell den Überblick über die Kosten verliert.
Ich bin kein wirklicher Freund davon.
