GDC 2011: »Kopieren ist kein Diebstahl«

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johndoe1082095
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Beitrag von johndoe1082095 »

onewinged_angel hat geschrieben: Wirklich verstanden hats du den Mann aber nicht, gell? Es sagt niergendwo, dass Schwarzkopierer keine Straftat begehen, lediglich, dass Kopiere ungleich stehlen ist. Sollte doch wohl nicht so schwer sein?
natürlich behauptet er das. geistiges eigentum ist eigentum. dass man das nicht herumtragen kann, wie eine dose erbsen ist mir auch klar. aber deswegen verdient es doch nicht weniger schutz. jemand steckt arbeit in ein produkt, dass sich stärker oder schwächer von allem, was vorher da war unterscheidet, hat also etwas neues geschaffen.
deine meinung ist jetzt, dass er ja quasi aus luft etwas gezaubert hat, also sei es kein produkt und nicht vor diebstahl zu schützen.

daher verweise ich nochmal auf meinen vergleich mit dem diebstahl der baupläne, die eine etwas bessere analogie als ein geklautes auto darstellen.
onewinged_angel hat geschrieben: Kopier wird immer, ist vielleicht nicht schön, aber dennoch. Publisher können dabei entweder gucken, ob sie
du meinst wahrscheinlich "immer geben". da will ich auch nicht widersprechen. aber was willst du damit aussagen?
onewinged_angel hat geschrieben: a) millionen in die Entwicklung eines hochgradigen, teils für den Kunden extrem nervigen Kopierschutz stecken. Dadurch werden die Investoren dann wenigstens etwas beruhigt, kopiert wird aber letztlich doch wieder und einige potentielle Kunden kaufen sich das Spiel vielleicht gar nicht erst (so wars z.B. bei mir mit Splinter Cell - Conviction).
schlimmer noch: sie werden einen kopierschutz einfach einkaufen. das spart geld. aber wenn der schutz den spieler drangsaliert ist er gleich auf 15 verschiedenen spielen.
trotzdem muss ich wieder fragen: na und? was würdest du denn tun? aber da kommt ja schon dein vorschlag:
onewinged_angel hat geschrieben: b) das Geld lieber ins Gamedesign stecken oder sich einfach sparen. Käme den ehrlichen Kunden zugute, lässt sich aber wohl den Investoren schlecht verkaufen.
und ab wann ist ein spiel so gut, dass sich das kopieren nicht mehr lohnt, bzw. der spieler so entzückt ist, dass er es auf jeden fall kaufen will?
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Seth666
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Beitrag von Seth666 »

Raubkopieren bedeutet einen wirtschaftlichen Schaden einer Firma/Person zuzufügen.
Rechnet es sich irgendwann nicht mehr Spiele zu entwickeln, strafen sich die "Spieler", die kopieren, selber.
pSü
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Beitrag von pSü »

virdo hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:
Jemand der das als Hobby machte und am Ende Erfolg damit hat redet sich natürlich leicht, hängen ja keine Arbeitsplätze dran...
Mojang, das Studio, welches Persson mit dem Geld von den Minecraft-Fans gründete, hat derzeit acht Entwickler in Vollzeit.
Ja jetzt, nach dem Anfangs Hype und Erfolg von Minecraft.



Das Kopieren von Software braucht man nicht verteidigen, es ist Falsch und zurecht ne Straftat.
Natürlich ist das eine Straftat. Es geht nur darum wie Entwickler damit umgehen sollten. Und da hat Persson recht. :)
Nanimonai
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Beitrag von Nanimonai »

Masakado hat geschrieben:@Nanimonai:
Okay, und jetzt vergleichen wir den Schaden, der am Finanzmarkt durch die Verbreitung von Falschgeld entsteht,
mit dem "Schaden", der durch die Verbreitung ausserhalb des Lizenzmarktes zu entstehen scheint.
Du meinst so wie bei chinesischen Plagiaten (zahlreiche deutsche Firmen sind wegen Lizenzverletzungen chinesischer Firmen Pleite gegangen), Schwarzsehern von Sky (Premiere war schon mal Pleite, Sky steht kurz davor) oder heruntergeladenen Filmen, die reihenweise Kinos und Videotheken Pleite gehen lassen? War es nicht in der Spieleindustrie in den letzten Jahren ziemlich stark zu beobachten, dass sauviele kleine Entwickler von großen Firmen aufgekauft wurden? Sind nicht ziemlich viele kleine Studios Pleite gegangen? Warum ist das wohl passiert? Vielleicht doch unter anderem, weil große Studios es sich leisten können, mit sauteuren lizensierten Engines zu arbeiten, schliesslich wollen wir als Spieler ja immer die beste Grafik, Physik, Effekte...
Wie wäre denn deiner Meinung nach der Schaden zu beurteilen, wenn alle Entwickler mit gecrackten Engines arbeiten würden? Meinst du, Crytek würde nicht legitimerweise von "Schaden" reden können, wenn jetzt jeder kostenlos auf der Cryengine 3 entwickeln würde? Ist ja auch nur eine kleine Lizenzverletzung...
Irgendwie richtet sich dein Argument gegen sich selbst...
KrayZ33
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Beitrag von KrayZ33 »

Nee, ich meinte, dass der fehlende Kopierschutz erst recht dazu animiert hat, Machinarium "gratis" zu laden
wenn kein kopierschutz vorhanden ist, umgehe ich auch keinen und mache auch keine raubkopie.

selber schuld, da kann ichs auch gleich als freeware anbieten
Zuletzt geändert von KrayZ33 am 03.03.2011 20:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Vino
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Beitrag von Vino »

KrayZ33 hat geschrieben:
Nee, ich meinte, dass der fehlende Kopierschutz erst recht dazu animiert hat, Machinarium "gratis" zu laden
wenn kein kopierschutz vorhanden ist, umgehe ich auch keinen und mache auch keine raubkopie.

selber schuld, da kann ichs auch gleich als freeware anbieten
[/quote]

Danke, du bist das beste Beispiel dafür, was ich mit dem Unrechtsbewusstsein ausdrücken wollte :roll:
Nanimonai
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Beitrag von Nanimonai »

pSyCeNeTiC hat geschrieben:
virdo hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben: Mojang, das Studio, welches Persson mit dem Geld von den Minecraft-Fans gründete, hat derzeit acht Entwickler in Vollzeit.
Ja jetzt, nach dem Anfangs Hype und Erfolg von Minecraft.



Das Kopieren von Software braucht man nicht verteidigen, es ist Falsch und zurecht ne Straftat.
Natürlich ist das eine Straftat. Es geht nur darum wie Entwickler damit umgehen sollten. Und da hat Persson recht. :)

Warum stellt denn eigentlich niemand die Frage, wie wir als Spieler damit umgehen sollten?
abandoned
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Beitrag von abandoned »

Masakado hat geschrieben:@ Terminator10: Ich behaupte, dass solche Leute nachhaltiger denken, als die jenigen welchen, die an der Ladentheke stehen und auf eine Plastikverpackung sowie Booklet pochen.^^
meinst du die leute, die ihren pc mit nem 750 watt netzteil 24 stunden lang laufen lassen?
Nennie
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Beitrag von Nennie »

KrayZ33 hat geschrieben:
Nee, ich meinte, dass der fehlende Kopierschutz erst recht dazu animiert hat, Machinarium "gratis" zu laden
wenn kein kopierschutz vorhanden ist, umgehe ich auch keinen und mache auch keine raubkopie.

selber schuld, da kann ichs auch gleich als freeware anbieten
Hast du auch überlegt woher du das Orginal hast von der du deine Kopie anfertigst. Wenn das Orginal nicht dein eigen ist darfst du auch keine Kopie für dich anfertigen.

Auf welcher Grundlage willst du denn da eine Kopie für dich anfertigen.
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

Nanimonai hat geschrieben:

Warum stellt denn eigentlich niemand die Frage, wie wir als Spieler damit umgehen sollten?
das sollte doch überhaupt keine Frage sein.
Ein produkt, welches mir zusagt, kaufe ich und spiele es anschließend.
Ein produkt, welches mich weniger überzeugt wird erst gekauft wenn es günstiges ist und erst dann gespielt.
Und ein produkt welches mir überhaupt nicht zusagt wird nicht gekauft und nicht gespielt.
KrayZ33
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Beitrag von KrayZ33 »

Nennie hat geschrieben:
KrayZ33 hat geschrieben:
Nee, ich meinte, dass der fehlende Kopierschutz erst recht dazu animiert hat, Machinarium "gratis" zu laden
wenn kein kopierschutz vorhanden ist, umgehe ich auch keinen und mache auch keine raubkopie.

selber schuld, da kann ichs auch gleich als freeware anbieten
Hast du auch überlegt woher du das Orginal hast von der du deine Kopie anfertigst. Wenn das Orginal nicht dein eigen ist darfst du auch keine Kopie für dich anfertigen.

Auf welcher Grundlage willst du denn da eine Kopie für dich anfertigen.
damnit!


naja, aber um mal auf die Kopierschutzdiskussion zurückzukommen...

Ich frage mich immer warum es denn trotzdem Spiele gibt, die sich deutlich besser verkaufen als andere?
Das liegt ganz sicherlich nicht daran das sie einen besseren Kopierschutz haben.. gerade bei den Top-Sellern nicht.

Das liegt ganz einfach daran das die leute bereit waren die verlangte Summe für das Spiel zu zahlen.
würde ich Spiel X blind für 50€ kaufen? Neee.
würde ich Spiel X blind für 25€ kaufen? Schon eher.

Demos sind meistens extrem kurz und helfen maximal bei Ego-shootern
(Shogun 2 Demo hat mir nichts gebracht außer das ich mal sehen konnte ob mein PC das aushält)
Also kauf ich das Spiel nur wenn es entweder gute Tests darüber zu lesen gibt, oder falls nicht, wenn es billiger wird

Wann sind die Tests gut? - Wenn das Spiel gut ist! - Hat der Kopierschutz einfluss darauf? - Nein


Die Steam-Sales zeigen doch auch fast wöchentlich wie sehr der Preis die Verkaufszahlen bestimmt... jedesmal Monate alte Games, und trotzdem verkaufen sie sich gut wenn sie dann eben nur 25€ anstatt 50€ kosten.

Anderes Beispiel: Magicka
9,99€
Blind gekauft, das Spielprinzip ist neu, frisch und sah toll aus
Kauf hat sich gelohnt und wenn nicht hätte ich den 10€ auch nicht lange nachgeweint.
Würde ich mir den Vietnam DLC/ das Addon kaufen? - Sehr wahrscheinlich, denn obwohl es wie vom Satan persönlich mit Bugs versehen ist arbeiten die Entwickler immerhin daran es auszubessern und zumindest bei mir mit Erfolg.
Zuletzt geändert von KrayZ33 am 03.03.2011 20:36, insgesamt 5-mal geändert.
Nanimonai
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Beitrag von Nanimonai »

Boesor hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:

Warum stellt denn eigentlich niemand die Frage, wie wir als Spieler damit umgehen sollten?
das sollte doch überhaupt keine Frage sein.
Ein produkt, welches mir zusagt, kaufe ich und spiele es anschließend.
Ein produkt, welches mich weniger überzeugt wird erst gekauft wenn es günstiges ist und erst dann gespielt.
Und ein produkt welches mir überhaupt nicht zusagt wird nicht gekauft und nicht gespielt.
Wie ich vorher ja schon erwähnt habe, ist das ja witzigerweise genau auch das Argument vieler Raubkopierer: "Wenn es mir gefällt, kaufe ich es auch."
Was ja automatisch impliziert, dass eine Schwarzkopie ein Spiel ist, was einem nicht gefällt. Also muss man entweder ziemlich dämlich sein, denn warum sollte man sich ein Spiel illegal besorgen, welches man sowieso Scheisse findet? Oder man fliegt mit einem ziemlich lächerlichen Argument auf und verliert seine Glaubwürdigkeit.
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HanFred
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Beitrag von HanFred »

lenny404 hat geschrieben:geistiges eigentum ist eigentum. dass man das nicht herumtragen kann, wie eine dose erbsen ist mir auch klar. aber deswegen verdient es doch nicht weniger schutz. jemand steckt arbeit in ein produkt, dass sich stärker oder schwächer von allem, was vorher da war unterscheidet, hat also etwas neues geschaffen.
deine meinung ist jetzt, dass er ja quasi aus luft etwas gezaubert hat, also sei es kein produkt und nicht vor diebstahl zu schützen.

daher verweise ich nochmal auf meinen vergleich mit dem diebstahl der baupläne, die eine etwas bessere analogie als ein geklautes auto darstellen
Wikipedia hat geschrieben:Der strafrechtliche Schutz des geistigen Eigentums erfolgt durch die jeweiligen Schutzgesetze. Die Vorschriften der Eigentumsdelikte (Diebstahl, Raub usw.) von Sachen finden hingegen im Immaterialgüterrecht keine Anwendung.
Das heisst eben nicht, dass immaterielle Güter nicht rechtlich geschützt wären, es heisst einfach nur, dass es sich nicht um Diebstahl handelt. Das ist auch keine Wortklauberei, das ist geltendes Recht und da muss man eben genau auf den Wortlaut achten.
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

Nanimonai hat geschrieben:
Wie ich vorher ja schon erwähnt habe, ist das ja witzigerweise genau auch das Argument vieler Raubkopierer: "Wenn es mir gefällt, kaufe ich es auch."
Was ja automatisch impliziert, dass eine Schwarzkopie ein Spiel ist, was einem nicht gefällt. Also muss man entweder ziemlich dämlich sein, denn warum sollte man sich ein Spiel illegal besorgen, welches man sowieso Scheisse findet? Oder man fliegt mit einem ziemlich lächerlichen Argument auf und verliert seine Glaubwürdigkeit.
Argumente von raubkopieren für ihr tun sind ja auch dämlich und lächerlich.
Aus irgendeinem grund versucht sich diese Spezies ständig zu rechtfertigen, arum auch immer, viel einfacher für alle beteiligten wäre es sicherlich, wenn einfach offen und ehrlich der einzige grund genannt werden würde: Es ist gratis.
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JesusOfCool
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Beitrag von JesusOfCool »

@hanfred: jo, das nennt man copyright und urheberrecht.
Zuletzt geändert von JesusOfCool am 03.03.2011 20:31, insgesamt 1-mal geändert.