GDC 2011: »Kopieren ist kein Diebstahl«

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Vino
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Beitrag von Vino »

was er sagt mag stimmen, aber dass hier einige gleich die Abschaffung des Kopierschutzes fordern, ist Unsinn. Genügend Beispiele haben leider bewiesen, dass sie nötig sind... hoffe, dass The Witcher 2 nicht das gleiche Schicksal erleidet. Die Hersteller schießen aber auch oft übers Ziel hinaus.

Wasserzeichen und/oder Account-Bindung wären humane Lösungen. Was dann aber wieder den Gebrauchtmarkt killt... ein Teufelskreis :twisted:
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Masakado
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Beitrag von Masakado »

Nanimonai hat geschrieben:
Masakado hat geschrieben:
Schwarzkopien hinterlassen keinen Schaden.
Denn Schaden impliziert einen Verlust.
Falschgeld?
Auswirkung?
Nanimonai
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Re: -

Beitrag von Nanimonai »

Carlsgorg hat geschrieben:
Sid6581 hat geschrieben:Die kleinen Entwickler mit ihren Winz-Budgets haben immer leicht reden, denn Raubkopien schaden weder Indie-Titeln noch Blockbustern, sondern hauptsächlich Spielen, die viel in der Entwicklung kosten aber keine riesige Zielgruppe haben (letztes Beispiel Mirror's Edge).
Dabei muss man allerdings noch mitrechnen, dass die meisten Spiele heutzutage nur knapp mehr Spielzeit haben als ein Film mit Überlänge, der Entertainment Faktor ist dabei allerdings oft nicht gleichwertig. Wiederspiel wert gibt es bei single player Titeln kaum noch und der Preis steigt statt zu sinken. So gewinnt man sicher keine Kunden.

Dazu kommen dann noch Spiele wie Call of Duty die schlimmer als Fifa o. Ä. ins Geld schlagen, jedoch keine, oder kaum Änderungen bringen. Ich meine wirklich, 60 Euro für einen release Titel der 1:1 aussieht wie der Vorgänger und nichts bietet was den Preis rechtfertigt, oder ein DLC für MW2 der Karten aus MW1 beinhaltet für 20 Euro, keine Vergünstigung für MW1 Besitzer,.. ,.. grauenhaft.
Na da übertreibst du aber ein wenig maßlos in vielen Bereichen. Ein Film mit Überlänge geht maximal drei Stunden, ein Spiel (und sei es noch so kurz) minimum das doppelte und das auch nur bei einmaligem Durchspielen und ausschliesslich im Singleplayer. Es gibt nicht so viele "single-player-only" Titel auf dem Markt, die sechs Stunden dauern.
Der Wiederspielwert hat sich in den letzten Jahrzehnten durch Trophäen, Achievements, unterschiedliche Enden, Multiplayerpart, Schwierigkeitsgrade, das Behalten der Waffen und Ausrüstung bei einem "new game" etc. drastisch erhöht, da kannst du doch nicht so tun, als hätten Spiele früher einen höheren Wiederspielwert.
Und zu dem zweiten Argument, welches du so nach oben schraubst: Wer gibt denn schon 60 € für ein Spiel aus? Und selbst wenn es denn die deutsche Version aus dem Spieleladen um die Ecke sein soll, warum muss man denn jedes Spiel zum Release haben? Wirklich niemand "muss" heute so viel Geld dafür ausgeben, weil es a. natürlich unzählige günstigere Quellen gibt und b. Spiele wirklich schnell günstiger werden, wenn einfach mal ein paar Monate nach Release wartet.
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Henning0r
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Beitrag von Henning0r »

isaak-imanuel hat geschrieben: Wasserzeichen und/oder Account-Bindung wären humane Lösungen. Was dann aber wieder den Gebrauchtmarkt killt... ein Teufelskreis :twisted:
Wieso killt eine Account-Bindung den Gebrauchtmarkt ?? Der Account muss eben dem Käufer auch mit übergeben werden ..

@topic: Richtig gute Spiele haben es bisher auch immer trotz Raubkobien geschafft zu überleben.

Und natürlich ist der Schaden bei einem Diebstahl größer. Wer darüber streitet hat wohl noch alles ;)
Entgangener Gewinn stellt aber natürlich auch einen Schaden(zT auch Schadensersatzforderung) dar. Wenn ein solcher vorliegt.
Das digitale Kopieren zu kriminalisieren, erscheint mir aber nicht weiterführend.
johndoe979851
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Re: Raubkopien

Beitrag von johndoe979851 »

Kuemmel234 hat geschrieben:"Raubkopierer" halte ich auch fuer problematisch im Sinne der Überlegung. Ich meine auch, dass Raubkopieren falsch ist und bin ein Verfechter vom CD/Schallplatten kaufen.
Lieber Alben laden, Geld sparen, das gesparte Geld für Konzerte ausgeben. So unterstütze ich die Bands, habe ein geniales Erlebnis und die Gruppe verdient mehr Geld als wenn ich mir nur ihre Tonträger kaufen würde und dafür nicht zu den Gigs könnte. :P Wie war das Geschrei groß, Musik wird sterben, jo... klar... sicher. Eher habe ich das Gefühl es gibt viel mehr Musik und viel mehr Konzerte. Kleinere Bands werden schneller bekannt. Illegale Downloads haben die Musik gerettet! (Ist aber nicht sehr vergleichbar mit der Software Industrie. Diese hat kein zweites Standbein wie Konzertauftritte).
reeBdooG
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Re: -

Beitrag von reeBdooG »

Nanimonai hat geschrieben: Der Wiederspielwert hat sich in den letzten Jahrzehnten durch Trophäen, Achievements, unterschiedliche Enden, Multiplayerpart, Schwierigkeitsgrade, das Behalten der Waffen und Ausrüstung bei einem "new game" etc. drastisch erhöht, da kannst du doch nicht so tun, als hätten Spiele früher einen höheren Wiederspielwert.
Echt? Wenn es Trophäen und achievements bedarf damit ich ein Spiel ein zweites Mal spiele muss das Spiel einfach scheiße sein...
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

Masakado hat geschrieben:
@Mortaro:

Schwarzkopien hinterlassen keinen Schaden.
Denn Schaden impliziert einen Verlust.
Unrealisierter Gewinn hingegen ist kein Verlust, denn dann liegt der Hase in der Kalkulation begraben (potenzieller Gewinn, nicht realisiert = Verkalkuliert).
Die Begrifflichkeit ist zwar nur bei Unternehmen wichtig aber genau um die geht es im Endeffekt auch.
Wenn die behaupten sie machten schaden, dann meinten sie damit was anderes aber nicht das was sie sagen.

Sry aber gegen den Schadensbegriff in dem Bereich hab ich was. :Hüpf:
Formal richtig, im Endeffekt aber nur Wortklauberei.
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HanFred
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Beitrag von HanFred »

isaak-imanuel hat geschrieben:Genügend Beispiele haben leider bewiesen, dass sie nötig sind...
Mal ehrlich, die allermeisten Beispiele haben gezeigt, dass sie keinerlei Auswirkungen auf unerlaubte Kopien haben.
Henning0r hat geschrieben:Wieso killt eine Account-Bindung den Gebrauchtmarkt ?? Der Account muss eben dem Käufer auch mit übergeben werden ..
Der Account gehört dem Kunden aber nicht, jedenfalls im Falle von Steam. Also darf Valve den Handel damit verbieten und ggf. Accounts sperren.
Zuletzt geändert von HanFred am 03.03.2011 19:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Azurech
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Beitrag von Azurech »

virdo hat geschrieben:Jemand der regelmäßig kopiert, kopiert auch wenn das Spiel billig ist. Siehe Raubkopien auf Smartphones...
Nö, ich zieh mir auch diverse Spiele. Aber ausreichend gute Spiele kauf ich mir auch gerne sofort zum Vollpreis. Und viele Indie-Titel kauf ich mir ebenfalls.
Der Mann hat schon recht.
Nanimonai
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Beitrag von Nanimonai »

Masakado hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:
Masakado hat geschrieben:
Schwarzkopien hinterlassen keinen Schaden.
Denn Schaden impliziert einen Verlust.
Falschgeld?
Auswirkung?
Ich hatte eigentlich nur das Stichwort in den Raum geworfen, weil ich erwartet habe, dass du dir da selbst Gedanken zu machst und dann erkennst, dass deine Aussage falsch ist.
Schaden impliziert keinen Verlust, wie man an dem Stichwort "Falschgeld" erkennt.
Niemand erleidet einen Verlust durch Falschgeld, vor allem dann nicht, wenn man das Falschgeld nicht mal als solches bemerkt, es ist einfach nur mehr Geld im Umlauf und dass das sehr wohl einen gehörigen Schaden verursacht, musst du dir einfach mal im Netz unter den Suchbegriffen Ökonomie, Finanzwirtschaft und/oder Volkswirtschaft zusammensuchen, da ich jetzt keine Lust habe, das ellenlang zu erklären.
Oder erwartest du jetzt, dass ich dir die Auswirkungen nenne?
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Vino
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Beitrag von Vino »

HanFred hat geschrieben:
isaak-imanuel hat geschrieben:Genügend Beispiele haben leider bewiesen, dass sie nötig sind...
Mal ehrlich, die allermeisten Beispiele haben gezeigt, dass sie keinerlei Auswirkungen auf unerlaubte Kopien haben.
Nicht? Dann nenne ich dir mal Machinarium und World of Goo als Beispiel. Gegenbeispiele immer willkommen :wink:
Nennie
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Re: Raubkopien

Beitrag von Nennie »

Kuemmel234 hat geschrieben: Ich stelle die Ueberlegung auf, dass ich nicht das Geld habe mir mehr als(fuer dieses Jahr): Shogun II, Brink, BFIII, KillzoneIII und vielleicht Witcher II zu holen -> wuerde ich den Rest jetzt kopieren täte ich keinen Schaden, da ich ja sonst eh nichts gekauft haette, da kein Geld vorhanden.
Was ist denn das für eine Argumentation. Ich kann doch nicht sagen mein Geld reicht dieses Jahr für Spiel X, Y und Z und da ich jetzt kein Geld mehr habe lade ich mir die anderen Spiele einfach runter. Du willst da an einem Produkt teilhaben wofür du kein Geld hast. Dann könnte man ja gleich sagen "Sorry aber dieses Jahr hab ich kein Geld für Spiele, also lade ich sie mir einfach runter. Hätte ja eh nichts ausgegeben. Also kein Schaden."
Das könnte man ja auf jedes Produkt übertragen z.B. Hab ich kein Geld mehr fürn Konzert, weil ich schon auf 3 anderen war, verlange aber trotzdem das mir bei Konzert Nummer 4 Einlass gewährt wird. Oder ich will mit meiner Familie 10 mal im Jahr in den ZOO hab aber nur Geld für 5 Ausflüge im Jahr eingeplant.

Tatsache ist einfach. Wenn ich kein Geld für ein Produkt oder eine Dienstleistung habe, welche Geld kostet. Dann muss ich leider auch darauf verzichten.

Deswegen ist für mich jede Diskussion auch völlig überflüssig.
Zuletzt geändert von Nennie am 03.03.2011 19:21, insgesamt 2-mal geändert.
Nanimonai
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Re: -

Beitrag von Nanimonai »

reeBdooG hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben: Der Wiederspielwert hat sich in den letzten Jahrzehnten durch Trophäen, Achievements, unterschiedliche Enden, Multiplayerpart, Schwierigkeitsgrade, das Behalten der Waffen und Ausrüstung bei einem "new game" etc. drastisch erhöht, da kannst du doch nicht so tun, als hätten Spiele früher einen höheren Wiederspielwert.
Echt? Wenn es Trophäen und achievements bedarf damit ich ein Spiel ein zweites Mal spiele muss das Spiel einfach scheiße sein...
Die Aussage war ja, dass Spiele "kaum noch Wiederspielwert" haben. Warum hatten sie denn früher (in der guten, alten Zeit) diesen Wert?

Abgesehen davon, habe ich doch wohl ein paar mehr Argumente genannt, als Trophäen und Achievements... und ja, für einige ist das tatsächlich ein Grund, ein Spiel nochmal rauszukramen.
Ach ja, ein Argument habe ich noch vergessen: Es gibt durchaus auch Spiele, die nach einiger Zeit mit kostenlosen Patches neuen Content bekommen (um sofort das Kostenargument zu entkräften). Das gab es halt früher nicht.
langhaariger bombenleger
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Beitrag von langhaariger bombenleger »

Masakado hat geschrieben: Denn Schaden impliziert einen Verlust.
Da widerspreche ich vorerst, denn Schaden ist ein breitgefächertes Wort und mir fallen direkt Beispiele ein wo man Schaden erleidet ohne das man direkt von Verlust reden kann. Beispiele gefällig? Autoschaden, Dachschaden –ok, lassen wir das. Fernab davon finde ich es nicht unpassend von Schaden zu reden, wenn durch kriminelle Machenschaften der Umsatz reduziert wird. Ob dieses Kopieren eine kriminelle Machenschaft ist, liegt dabei im Auge des Betrachters. Und wie groß die Umsatzschmälerung, weiß nur der Wind.
Nebenbei: Wenn man so will, kann man auch sagen, das die wegen Schwarzkopierens entgangene Einnahme, ein Verlust ist. Dann folgt man deinem Argument und von Schaden zu reden ist trotzdem ok.
Krysen
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Beitrag von Krysen »

Sid6581 du scheinst wohl ein wenig zurückgeblieben zu sein. Der Mann hat vollkommen recht. Für was soll ich mir ein Spiel kaufen das man in 6 Stunden durchgespielt hat und sonst keinen weiteren Spielspaß bietet und das noch zum vollen Preis, wenn ich dagegegn ein Spiel kaufen kann das ständig weiterentwickelt wird und man mehrere Stunden spielen kann ohne den Spaß daran zu verlieren. Crysis 2 ist das beste Beispiel dafür. Leute die nur den Einzelspieler spielen wollen brauchen das komplette paket nicht für 60€, welches auch nie weiterentwickelt wird oder sonst irgendwie länger als 8 stunden dauert. Wenn die Spiele wieder attraktiv werden würden, dann würd ichs ja verstehen aber mittlerweile kommen nur Verbesserungen des Vorgängers raus und das zum vollen Preis. Killzone 3 ist auch so ein Kandidat. Hab ich mir für 50€ gekauft und nach 6 stunden war ich durch. Der multiplayer ist nicht schlecht aber es gibt zu wenige Maps und für mehr muss ich wieder Geld bezahlen. Ich hoffe das die großen Publisher aus den Fehlern lernen oder sich an Blizzard hängen. Ein Spiel , ein Preis, und stetige Erweiterungen. Siehe Starcraft 2 mit den eigenen Maps, Diablo 2 oder auch Warcraft 3. Kann man ewig spielen, nicht wie die Spiele bei denen jedes Jahr noch ein Teil rauskommt welcher die Geschichte einfach nur unnötigerweise in die Länge zieht. Es wird Zeit für ne Spiele Revolution so langsam. Oder es wird immer langsamer mehr Raubkopierer und weniger Käufer geben, denn die Spiele werden immer kürzer und kürzer und bieten mittlerweile nicht einmal eine schöne Story.