Die einen so: " Yeah, Eigentumsrechte, Grundsatzdebatte, theorethisch voll komplex, und so"
Die Anderen so: "Scheisse wo sind Forke und Fackel??"
Und jetzt mal ernsthaft:
Das
geohot ein gesteigertes Geltungsbedürfnis hat kann gut sein, allerdings braucht er das auch um gegen eine Firma mit Milliarden Budget standzuhalten.
Desweiteren kapier ich nicht warum viele so stark auf die AGB pochen. Dass Sony sie hat überprüfen lassen, davon ist wohl auszugehen, aber das bedeutet doch in keiner Weise, dass sie dadurch in dieser Form legal sind. Gerade bei "neuen" Medien ist die Gesetzeslage unglaublich unkonstant, weil die Gesetzgeber noch weniger Kompetenzen als bei Kernthemen haben. Und selbst wenn AGB geprüft sind kann doch jeder dagegen klagen und ein Gericht entsprechend der Gesetzeslage den "Vertrag" für gültig oder nicht rechtens erklären. Wenn Sony in seine AGB schreibt sie dürfen sie jederzeit ändern dürfen sie sie deshalb nicht zwingend jederzeit nach Belieben ändern.
Nur weil keiner dagegen klagt heisst es doch auch nicht, dass Sonys Verhalten legal ist. Alleine die Löschung des OtherOS-Funktion, und damit die Wandlung der, an Endkunden ausgelieferte, Fat-PS3 von einem "PC" zu einer Konsole sollte, abgesehen von einem erweiterten Rückgaberecht, auch steuerrechtlich in Frage gestellt werden, schliesslich verändert man ein an den
Endkunden ausgeliefertes Produkt. Nur weil Sony Grauzonen zu nutzen weiss heisst ja nicht, dass sie nicht mal ins Schwarze treten.
Ob Geohots Aktion einen Verstoß gegen DMCA-Richtlinien darstellt soll das Gericht jetzt klären. Aber was soll es den heissen wenn die Software der Konsole nicht zur Hardware (also mir), sondern dem Hersteller gehört? Darf mich dann der Hersteller eines digitalen Bilderrahmens wegen Sachbeschädigung verklagen, weil ich durch einen flüssigkeitsbedingten Kurzschluss das BIOS auf einem EEPROM gekillt habe? In diesem Fall könnte man ja keine Geräte mehr benutzen die weiter als eine 1980er Casiouhr entwickelt sind ohne Gefahr zu laufen Rechte des Herstellers zu verletzten
Und da wird auch die Haltung der Geohot-Befürworter (auch derer, die wie ich keine PS3 besitzen) deutlich. Es geht hier nicht darum ob cheaten ermöglicht wurde, sondern um grundsätzliche Eigentumsrechte die unser tägliches Leben bestimmen und immer stärker bestimmen werden.
Ja Cheaten ist scheisse, aber wenn jemand ein Auto klaut denkt doch auch keiner an den Typen der ihm das gezeigt hat, sondern an den Typen der das Auto klaut und den Hersteller der sagt es wäre unnötig, dass man den Kofferraum abschliessen kann.
Der Hass gegen Geohot ist doch Hass gegen die, durch sein Handeln, eröffneten Möglichkeiten. Er ist der Stellvertreter für alle Cheater weil er greifbar und öffentlich ist.
Und das er seinen Prozess durch Spenden finanziert hängt damit zusammen, dass einige wohl begreifen, dass das Urteil eben nicht Sony vs. George Hotz, sondern Firmen- gegen Endkundeneigentumsrechte betrifft. In den USA bilden solche Fälle die Grundlage für weitere Prozesse, weil dortige Gerichte andere Entscheidungsfindungen und Strafmaßnahmen verfolgen als hier.
Dass man für anderes besser Geld spenden kann mag sein, obwohl wir Deutschen da nicht gerade kleckern. 2Mrd. für Soziales, der Bund stellt die restlichen 115 Mrd. ( Stern Ausg. Nr.8/2011, S.95)
Abschliessend noch: MS-Windows Sicherheitslücken?!? Na erinnert sich wer? Da war auch klar, dass MS einfach Scheisse gebaut hat wie man bei XP heute noch an dem kleinen gelben Schild in der Nähe des Datums sehen kann. Aber die haben wenigsten die Schuld erkannt und patchen und haben ihr Produkt nicht so aufgebaut das patchen einen Scheiss bringt, was zugegeben bei Software leichter ist, aber Dank Sonys massiven Infrastrukturfehler der Hardware garnicht machbar scheint.
Die Frage die sich stellt ist einfach:
Wie lange lässt du dich Ficken bis es dir weh tut?