Electronic Arts: Rotes Weihnachtsquartal

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Spunior
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Beitrag von Spunior »

Boesor hat geschrieben:"Voll im Plan" bezog sich auch nicht auf dieses Spiel, sondern auf die Zahlen und den Weg zurück in die Gewinnzone.
Und was glaubst du, wovon ich rede? Denkst du, der Ausfall eines derartigen Spiels hat keine bilanztechnischen Auswirkungen?
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

Spunior hat geschrieben:@Pyoro-2: Tut mir leid, aber du wirst vielleicht einsehen, dass ich es etwas unsinnig finde, "Belastungen durch Steuern, Übernahmen und Restrukturierungskosten" als "Einmaleffekte" abzutun, die halt dummerweise ausnahmsweise ein Quartal fiskaltechnisch blöd aussehen lassen.

Steuern müssen ja wohl irgendwie immer gezahlt werden, Übernahmen tätigt EA nun mit Sicherheit auch nicht einmal pro Jahrzehnt (siehe Playfish), und die "Restrukturierungskosten" werden nun schon auch seit drei Jahren fällig, in denen man sich von 1500+ Leuten getrennt hat.
Abgesehen von den Steuern ist das sehr wohl relevant. Denn diese Einmaleffekte sagen nichts über die Wirtschaftskraft von EA aus, bzw. ziehen diese auf dem papier in den keller.
Nicht umsonst wird sowas in der Kalkulation ganz anders gewertet.
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

Spunior hat geschrieben:
Boesor hat geschrieben:"Voll im Plan" bezog sich auch nicht auf dieses Spiel, sondern auf die Zahlen und den Weg zurück in die Gewinnzone.
Und was glaubst du, wovon ich rede? Denkst du, der Ausfall eines derartigen Spiels hat keine bilanztechnischen Auswirkungen?
Klar, aber da es sich nicht um eine kleine Spieleschmiede handelt wird das wohl zu vernachlässigen sein, was EA ja offenbar auch tut und die Zahlen denke ich auch hergeben.
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[Matze]
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Beitrag von [Matze] »

breakibuu hat geschrieben:
[Matze] hat geschrieben: Die sollen einfach mal Underground 3 machen, dann wären viele glücklich denke ich.
Hat man die Serie nich gekippt, weil die "Ich hab Fast and Furious gesehen und tune jetzt mein 12PS Roller"-Fraktion inzwischen im ernst des Lebens angekommen is?
Glaub ich weniger. Ich zweifel auch daran, dass das Game wegen F&F so erfolgreich war. Es hatte einfach Qualität, die stetig abnahm. Leider.
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Pyoro-2
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Beitrag von Pyoro-2 »

²Spunior
kp. Ist mir ehrlich gesagt zu egal ;) Ich hab keine Ahnung, ob EA in jedem Quartal gleichviel Steuern bezahlt oder im 3. besonders viel oder durch die Übernahme noch besondere Abgaben zu bezahlen waren, ich hab auch kein Plan, ob die Restrukturung vllt nun als abgeschlossen betrachtet wird und deswegen erwähnt wird und ich hab auch kein Plan, wieviele Firmen für welches Geld die durchschnittlich jährlich übernehmen ^^

Ich sachte nur, dass es sich auf heise positiver liest und da wirst mir wohl zustimmen. Ob der Artikel jezz richtiger oder nicht ist...naja, ich bin kein EA Aktionär ^^ Die fanden's offensichtlich nicht so schlecht, aber das hängt wohl eher mit der Rückkaufaktion zusammen ;)
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Spunior
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Beitrag von Spunior »

Boesor hat geschrieben:Klar, aber da es sich nicht um eine kleine Spieleschmiede handelt wird das wohl zu vernachlässigen sein, was EA ja offenbar auch tut und die Zahlen denke ich auch hergeben.
Ich habe auch nicht behauptet, dass EA deswegen Insolvenz anmelden wird. Warum deswegen aber jemand die entgangenen Einnahmen (60 Millionen Dollar oder mehr) und die Produktionskosten, auf denen man sitzen bleibt, als Peanuts abtun möchte, ist mir nicht ganz klar.
Abgesehen von den Steuern ist das sehr wohl relevant. Denn diese Einmaleffekte sagen nichts über die Wirtschaftskraft von EA aus, bzw. ziehen diese auf dem papier in den keller.
Herrje, wie oft muss ich es denn noch wiederholen? Wenn Heise im Grunde genommen den Tonus Geschäftsbericht nachplappert, kann ich doch nichts dafür. Diese 'Einmaleffekte' sind nicht in jedem Fall wirkliche Einmaleffekte. Steuern werden immer fällig. Übernahmen hat Electronic Arts auch im gleichen Quartal des Vorjahres getätigt. Das ist keine bilanztechnische Regelmäßigkeit, das Weihnachtsquartal 2010 ist aber kein komischer Ausrutscher in dieser Hinsicht. Last but not least: Umstrukturierungskosten macht EA seit über drei Jahren in so gut wie jedem Quartalsbericht geltend. Ich verweise an dieser Stelle nochmal auf die Entlassungen, die es in dem Zeitraum gab. Und jedes Mal heißt es: So, das Gros ist jetzt erledigt, jetzt gehts richtig los.

Was denkst du denn, was nach der Fertigstellung von Star Wars: TOR in Austin passieren wird? Dass sämtliche Mitglieder dieses Riesenteams in anderen Projekten unterkommen werden? Ich wette darauf, dass wir uns in genau einem Jahr an dieser Stelle wieder über dadurch völlig überraschend und einmalig fällige Umstrukturierungskosten unterhalten werden.

Last but not least: Drei Jahre zurück: Riccitiello prognostiziert sechs Mrd. Dollar Umsatz für das Geschäftsjahr 2011. Es werden schätzungsweise 3,5 Mrd. Voll im Plan.
Möpelchen
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Beitrag von Möpelchen »

[Matze] hat geschrieben:Deswegen sag ich ja, das viele zufrieden wären, nicht alle. ;)
Ahja stimmt... steht "viele" da *gg

Edit: Lustig irgendwie, wie gern man auf große Konzerne rumhackt. In nem anderen Thread ist es der pöööhse Sonykonzern, dem viele gerne den Tod wünschen würden. Hier EA... aber trotzdem gerne die Produkte von denen konsumieren... nur halt nicht dafür zahlen... lieber über DRM und Onlinezwang aufregen...
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

Spunior hat geschrieben: Ich habe auch nicht behauptet, dass EA deswegen Insolvenz anmelden wird. Warum deswegen aber jemand die entgangenen Einnahmen (60 Millionen Dollar oder mehr) und die Produktionskosten, auf denen man sitzen bleibt, als Peanuts abtun möchte, ist mir nicht ganz klar.
peanuts nicht, aber selbst wenn man den Spekulationen über einen entgangenen gewinn von 60 Mio Glauben sollte gefährdet das anscheinend dennoch nicht den Plan. Und das war die einzige Aussage.
Herrje, wie oft muss ich es denn noch wiederholen?
Normalerweise würde ich sagen bis es stimmt, aber ich gebe mich auch hiermit zufrieden.
Wenn Heise im Grunde genommen den Tonus Geschäftsbericht nachplappert, kann ich doch nichts dafür.
Und das heise damit auch noch recht hat machts nicht schöner.
Diese 'Einmaleffekte' sind nicht in jedem Fall wirkliche Einmaleffekte. Steuern werden immer fällig.
dabei kommt es allerdings in der tat darauf an, ob es irgendwelche Sondersteuern im Hinblick auf z.B. Übernahmen gab. Also ja, Steuern gibt es immer, die Höhe allerdings variiert.
Übernahmen hat Electronic Arts auch im gleichen Quartal des Vorjahres getätigt. Das ist keine bilanztechnische Regelmäßigkeit, das Weihnachtsquartal 2010 ist aber kein komischer Ausrutscher in dieser Hinsicht.
Was aber überhaupt nichts daran ändert das Übernahmen die Bilanz zwar verschlechtern aber nicht die Wirtschaftskraft und darauf kommt es nunmal an.
Last but not least: Umstrukturierungskosten macht EA seit über drei Jahren in so gut wie jedem Quartalsbericht geltend. Ich verweise an dieser Stelle nochmal auf die Entlassungen, die es in dem Zeitraum gab. Und jedes Mal heißt es: So, das Gros ist jetzt erledigt, jetzt gehts richtig los.
Ich sehe kein problem darin das sich ein laden wie EA auch jahrelang umstrukturiert, bzw das sich vielmehr die Kosten dafür auf mehrere jahre verteilen. das ist völlig normal.
Was denkst du denn, was nach der Fertigstellung von Star Wars: TOR in Austin passieren wird? Dass sämtliche Mitglieder dieses Riesenteams in anderen Projekten unterkommen werden? Ich wette darauf, dass wir uns in genau einem Jahr an dieser Stelle wieder über dadurch völlig überraschend und einmalig fällige Umstrukturierungskosten unterhalten werden.
da gehe ich nicht von aus, zumal wenn dort wirklich leute nur für dieses Projekt angehuert wurden die nicht aufwendig entalssen werden müssen, sondern wohl eher von vornherein nur einen projektbezogenen vertrag haben.

Last but not least: Drei Jahre zurück: Riccitiello prognostiziert sechs Mrd. Dollar Umsatz für das Geschäftsjahr 2011. Es werden schätzungsweise 3,5 Mrd. Voll im Plan.
Na wenn das nicht der erste Geschäftsführer ist der seine eignen Wünsche nicht erfüllen konnte. Schande über EA...
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Spunior
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Beitrag von Spunior »

Ich weiß gar nicht, was du hier überhaupt noch argumentierst. Ist nicht so, dass ich behauptet hätte im kommenden Jahr pleite sein wird. Ganz bestimmt nicht. Aber es ist auch garantiert nicht so, als wäre alles so gelaufen, wie das Management das geplant hat. Nicht wenn man nur etwas mehr als die Hälfte des vor nocht allzu langer Zeit eingeplanten Umsatzes einfährt.

Es ist ziemlich unsinnig über Einmaleffekte zu diskutieren.

1. Etwas das sich seit Jahren in der Bilanz niederschlägt, ist nur laut Management-Mundart ein Einmaleffekt. Man könnte darüber reden, wenn dies alles Teil einer großen Strategie wäre, die das Management vor vier Jahren konsequent angegangen hat. Ist es aber nicht. Es hat zwischendurch schon einen Kurswechsel gegeben (was natürlich dummerweise weitere 'Einmaleffekte' bedeutet), und die ursprünglichen Wunschträume hinsichtlich der Einnahmen sind ja auch relativ deutlich.

2. Wir reden überhaupt nur über Einmaleffekte, weil Heise & Co. sich überhaupt mit den Non-GAAP-Werten abgeben. Die interessieren aber letztendlich nicht und es gibt einen guten Grund, warum es GAAP gibt. Bei Non-GAAP kann das Management potenzielle Ausgaben und Einnahmen sehr 'kreativ' verwalten und sich zurechtbiegen. Gerade dann, wenn man einen anderen Umstand (weniger Umsatz, mehr Verlust) einfach etwas schönreden will.

Non-GAAP ist grundsätztlich nichts anderes als "Wenn man das Negative ignoriert, sieht alles eigentlich ganz gut aus." Das ist ein altes Spiel und wird sich in der nächsten Quartalsbilanz in der Relation von GAAP vs. Non-GAAP recht eindeutig zeigen.
da gehe ich nicht von aus, zumal wenn dort wirklich leute nur für dieses Projekt angehuert wurden die nicht aufwendig entalssen werden müssen, sondern wohl eher von vornherein nur einen projektbezogenen vertrag haben.
BioWare hat extra ein neues Studio samt entsprechender Fläche aus dem Boden gestampft, und da sitzen nicht nur 90 Prozent freie Mitarbeiter. Ich persönlich kenne jetzt niemanden (der nicht bei EA arbeitet), der die anvisierten Zahlen für TOR nicht als äußerst 'optimistisch' bezeichnet. Wenn die Kennmarken verfehlt werden, kreist die Axt ganz fix - bei den festen Mitarbeitern natürlich.

Ist natürlich müßig, über ein hypothetisches Szenario ausführlich zu diskutieren, aber wir können dann gerne nochmal an einem Jahr darüber plaudern.
Freakstyles
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Re: Vergleich Verkäufe PS3 - XBox 360

Beitrag von Freakstyles »

Sunturion hat geschrieben:Da hat die PS3 gegenüber der XBox doch einiges an Boden gut gemacht.
Wäre interessant zu erfahren, wie das bei anderen Publishern aussieht.
Und dann kannst Dir das als Zertifikat an die Wand neben Deine PS3 hängen :roll: