Sakaguchi: "JRPGs müssen sich verändern"

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unknown_18
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Beitrag von unknown_18 »

Ich versteh ohnehin oft nicht wieso manche Spieler der Meinung sind, dass sich ein Genre vorwärts entwickeln muss, meist ist es nämlich genau diese Entwicklung, die ein Genre in eine falsche Richtung führt und es gar kaputt machen kann. Nehmt Tales of, das erfindet sich auch nicht wirklich ständig neu, erzählt nur immer wieder eine neue Story mit neuen Charakteren und entwickelt sich rein technisch vorwärts (z.B. bessere Grafik), mir reicht das völlig und langweilig wird es mir deswegen auch nicht.

Gerade jRPGs spiele ich wegen den Charakteren und der Story und nicht wegen dem Gameplay, das ist für mich einfach nur ein gewöhnlicher Bestandteil der eben mit dazu gehört. Ich hab noch nie ein jRPG deswegen gespielt, weil das Kampfsystem so toll sein sollte, sondern immer wegen den Charakteren, der Optik und der Grundstory. Gut, ich hab schon etliche jRPGs wegen dem Gameplay nicht gespielt... nämlich alle mit taktischen, ich mag taktische Kampfsysteme nicht, die meide ich wie der Teufel das Weihwasser. Mir reicht die Taktik in normalen jRPGs völlig aus. ;)
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Muramasa
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Beitrag von Muramasa »

hab grandia 2 nur wegen dem gameplay gespielt xD finds immer noch das beste kampfsystem was ich bisher so gespielt habe in den jrpgs. Und ich habe ff13 wegen dem kampfsystem nicht gemocht,. Das Gameplay ist ein wichtiger bestandtteil eines spiels. Sonst gäbs auch nur interaktive filme zum "spielen".
EinfachNurIch
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Beitrag von EinfachNurIch »

Wenn das Gameplay Mist ist, macht das Spiel natürlich keinen Spass. Sollte schon passen und einem taugen. Strategisch angehauchte RPGs mag ich auch nicht, ich mag grundsätzlich keine Strategiespiele, wobei Spellforce dann doch irgendwie Spass gemacht hat, allerdings nicht wirklich lange.

Aber gerade FFXIII ist ja so ein Fall der die Geister scheidet. Mit taugt das Kampsystem voll. Manchmal muss man a bisserl taktieren aber es hält sich in Grenzen. Wenn ich daran denke wie ich beim ersten Kampf gegen Bartl abgekackt bin und vorgestern war das eine Sache von 4 Min. Genaue wie gegen
Spoiler
Show
Cid Raynes
beim ersten Mal ein ziemliches Chaos vergestern ebenfalls in etwas über 4 Min. Von wegen man kann einfach X mashen. Allerdings habe ich auch nix gegen grinden und leveln. Und später kommen dann eh noch Gegner bei denen man sehr wohl eine Strategie haben muss, sonst ist man einfach nur tot.

Kann aber auch verstehen, daß man das Spiel ned mag, so geht's mir halt mit FFX und das finden viele Leute super.
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Also ich weiß gar nicht was ihr mit Gameplay habt...wenn es nur darum gehen würde, hätte weder das Genre allgemein noch das immer wieder angesprochene FF im besonderen ein Problem.
FF wechselt von Spiel zu Spiel das System, das ist Innovation pur.

Es geht mir bei FF ab Teil X (oder auch erst später, je nach belieben) und allen anderen Games die sich leider daran orientieren, um etwas ganz anderes:
Die Storys sind halbgar.
Sie zitieren sich entweder selbst, sind hauptsächlich optischer Cosplayfanservice und probieren wenig neues aus Steampunk/Cyberpunk-Setting die 6-10 üblichen Chara-Types von der Stange und fertig.

Das gilt natürlich nicht für das ganze Genre, sondern hauptsächlich für so genannte "große" Spiele. Da wurde früher einfach was Settings und Plots angeht, mehr ausprobiert. Zumindest FF scheint sich darüber hinaus aber nichts mehr zuzutrauen, was ich sehr schade finde.
unknown_18
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Beitrag von unknown_18 »

Massenmarkt eben, auch bei jRPGs geht dieser nicht spurlos verrüber und macht sich dann eben auch bei der Charakterauswahl bemerkbar, da werden dann halt lieber Charaktere genommen, die bei den meisten Spieler noch am ehesten ankommen. Aber ist doch generell eh so mit allem: es wird immer das ausgewählt was das geringst mögliche Risiko für die Investoren bedeutet. Das Risiko, dass so ein Titel wie Final Fantasy total floppt, kann sich SE finanziell nicht leisten, also mit allen Mitteln das Risiko minimieren.
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Xris
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Beitrag von Xris »

Nehmt Tales of, das erfindet sich auch nicht wirklich ständig neu, erzählt nur immer wieder eine neue Story mit neuen Charakteren und entwickelt sich rein technisch vorwärts (z.B. bessere Grafik), mir reicht das völlig und langweilig wird es mir deswegen auch nicht.


Und was ist daran so schwer zu verstehen, dass andere Spieler ein Spiel eher am Gameplay fest machen? Besonders weil in den meisten JRPG's die Storyline dem üblichen 0815 Klischee entspricht. Dir mag die Storyline Grund genug sein ein Spiel gut zu finden, für mich macht die Storyline auch in einem JRPG keine 10% vom Spielspaß aus. Viel wichtiger sind mir - nach Priorität - Gameplay, Atmosphäre (bzw. eine authentische Spielwelt) und Grafikstil. In den Punkten versagt besonders FFXIII auf ganzer Linie. Es wirkt an allen Ecken und Enden austauschbar und lieblos. Es hat mich nicht nur einmal an CoD erinnert. Sicher haben wir hier zwei völlig unterschiedliche Genres, aber beide haben eine Sache gemeinsam: sie wirken wie vom Fließband, auf die Masse zurechtgestuzt, von Stil, Kreativität oder Anspruch keine Spur.

Wir müssen uns schlieslich auch bemühen Verständniss für Storyspieler aufzubringen, obwohls ehrlich gesagt manchmal schwerfällt. Besonders wenns sichs um Spiele wie FFXIII handelt die eben auch in punkto Charakterzeichnung - war mal eine Stärke der Serie - schwer zu wünschen übrig lassen.

@Innovation
mein ich übrigens nicht zwingend. Mir hätte auch ein FFXIII mit dem KS von FFX oder FFXII völlig ausgreicht. Wenn man hier und da noch mal ein wenig feilt, past das schon. Aber das was da in FFXIII geboten wird, langweilt mich zwischen den belanglosen CS und trägt nicht unbedingt dazu bei das ich das Spiel wirklich spielen will.
johndoe979851
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Beitrag von johndoe979851 »

JRPGs müssen sich verändern? Für mich ist das auch kein Muß. Ich spiele momentan das herrlich klassische Lost Odyssey von dem guten Sakaguchi und finde es einfach genial. Final Fantasy habe ich letztens auch angetestet, aber wegen dem Kampfsystem wieder beiseite gelegt. Mir gefiel auch die Inszenierung und die Charaker vom neuen FF, nur das Kampfsystem war nicht meins. Nicht das es einfach wäre, ich bin in den 5h in denen ich es gespielt habe einige male gestorben. Zum Vergleich bei LO bin ich auf DVD 3 und meine Party hat noch kein einziges mal das zeitliche gesegnet. Also ich finde ein Kampfsystem schon wichtig bei einem JRPG. Wenn es mir nicht zusagt, höre ich halt irgendwann auf zu spieln. Kämpfe müssen auch fordernd sein und nicht so lame wie z.B. beim neuen Golden Sun, dagegen ist ja Dragon Quest IX (welches mir auch viel Spaß gemacht hat) bockschwer. Das Kampfsystem von den Tales of spielen gefällt mir auch nicht, am liebsten habe ich es ruhig, rundenweise ohne Stress. Mal gucken wie ich die Systeme von Xenoblade und Last Story finden werde. Ich meine solche Action-Adventure mit RPG Einschlag alá Secret of Mana und Terranigma sind ja auch super... warum nicht. Veränderungen sind auch gut, aber gleichzeitig will ich auch die Oldschool Spiele. Alles eine frage der Balance.
unknown_18
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Beitrag von unknown_18 »

Da man bei Tales of ja eh nur einen Charakter übernimmt ist es jetzt auch nicht so hektisch und wenn man etwas mehr levelt als nötig, kann man den Schwierigkeitsgrad der Kämpfe leicht etwas runter nehmen. Ich mag aber auch rundenbasierte Kämpfe nicht so, seit ich Tales of kenne ist mir das deutlich bewusst geworden.

@Xchris: ich kann es nicht verstehen, weil ich es nicht nachvollziehen kann, wie einem bei einem jRPG das Kampfsystem am wichtigsten sein kann. Aber man muss auch nicht alles verstehen. Dennoch bleibe ich bei meiner Meinung.

Zu FF kann ich aktuell nichts mehr sagen, ich hab seit Teil 10 (zu 50% gespielt) keinen Teil mehr angefasst, hatte ursprünglich mal 13 auf der Liste, aber nach dem man von überall nichts gutes hört, ist es wieder von der Liste runter, vielleicht spiele ich es aber mal wenn ich günstig ran komme um mir selbst ein Bild davon zu machen.

Lost Odyssey ist für mich eh mehr Final Fantasy als FF Teil 10, 12 und 13 zusammen, auch wenn ich auf die Zufallskämpfe hätte verzichten können.
johndoe979851
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Beitrag von johndoe979851 »

Balmung hat geschrieben:Da man bei Tales of ja eh nur einen Charakter übernimmt ist es jetzt auch nicht so hektisch und wenn man etwas mehr levelt als nötig, kann man den Schwierigkeitsgrad der Kämpfe leicht etwas runter nehmen.Lost Odyssey ist für mich eh mehr Final Fantasy als FF Teil 10, 12 und 13 zusammen, auch wenn ich auf die Zufallskämpfe hätte verzichten können.
Ich habe Tales of Symphonia und Vesperia einmal von einem Kumpel geliehen bekommen und angespielt. Fand die aber eben aufgrund des Kapmfsystems (und der miesen Synchro) nicht so dolle. Aber hey, jedem das seine. Die Optik der Spiele spricht mich aufjedenfall richtig an.^^

Ja, LO ist genau wie die alten FF Teile. Hatte letztes Jahr auch FF IX gespielt (richtig, richtig toll!) und das Kampf- und Fertigkeitensystem ist ja beinahe identisch bei den Spielen. Werde mir wohl auch noch Blue Dragon für die 360 besorgen. Ich habe eh keine Ahnung was die Leute immer mit ihrem es gibt nur Halo, Gear of War und Fable für Xbox. Hey, Lost Odyssey ist für mich das Spiel dieser Konsole. Einfacheines eines der besten J-RPGS die ich je gespielt habe (und nix mit veränderungen - einfach oldschool!).
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Pyoro-2
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Beitrag von Pyoro-2 »

Balmung hat geschrieben:@Xchris: ich kann es nicht verstehen, weil ich es nicht nachvollziehen kann, wie einem bei einem jRPG das Kampfsystem am wichtigsten sein kann.
Da prallen 2 Welten aufeinander :ugly:
Wobei ich auch klar der Typ gameplay > story bin. Egal wie schlecht die story ist, wenn das gameplay kurzweilig ist und das mapdesign keine Katastrophe (SO4) ist, dann lässt sich's mit'm game aushalten. FFXII ist für mich da primäres Beispiel, weil die story und die Charaktere waren wirklich völlig unter aller Kanone ^^ Aber auch, sag ich mal, ein Dark Cloud ist jezz nicht gerade wegen tiefsinniger story und einzigartigen Charakteren spielenswert; RoF kommt auch ganz gut ohne klar, WKC punktet durch online mp, etc - ist für mich interessanter.
...
Bei story dagegen...sollte das gameplay halt wenigstens trotzdem solide sein. Persona 4 nenn ich da mal - angestaubtes gameplay mit random dungeons, naja. Aber in Sachen story und Charaktere einfach überragend, das geht dann schon ;) Würd mir aber sonst kein halbwegs aktuelles einfallen ^^

Logisch aber, dass am besten "einfach" beides gut ist ^^

SRPGs, naja, das für mich eh ziemlich abgekoppelt von den restlichen JRPGs. Ziemlich konservatives Untergenre, im Westen ja iwie so leicht ausgestorben, seit Fallout 2 und Jagged Alliance 2 einfach so gut waren, dass sich wohl keiner getraut hat, nochmal iwas zu bringen :ugly:
Dafür gibt's aber wenigstens Disgaea 3 und bald 4, ersteres für mich bisher das beste game der gen, letzteres scheint nochmal besser zu sein. Und ganz sicher nicht wegen der story ;)
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Okay bei SRPG wäre es auch irgendwie seltsam wenn hier Gameplay hinter der Story zurückbleiben würde....wobei ich mich immer wunder, dass es doch so manches dieser Spiele in den Westen schafft...Sakura, Fire Emblem (hey, das hat sogar ne nette Story :wink: ), FF-Tactics, Grim Grimoire, Disgea, Advance Wars ...
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Muramasa
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Beitrag von Muramasa »

naja persona muss man ja noch sagen hat, hat durch die personas noch bissl tiefe, wertet das gameplay schon ein bissl auf.

Sehe ich grad en Trend zum Action-RPG?
FF13 wollte ein actionlastiges RPG kampfsystem haben und wurd am ende ein paradigmen schnell wechsel system.
FF13-2 würd ich mal tippen ein action rpg vom trailer her. und es kommen zurzeit viele rpgs im action stil: Last Story, Xenoblade, FF13versus, Final Fantasy Type-0, Tales of xilia(naja das war schon immer action) etc

finde eigentlich solche threads eigentlich sehr interessant, programmier für mich auch rpgs, nichts was man veröffentlichen würde, aber dadurch seh ich das großes potenzial in dem genre steckt, das man nicht ausnutzt. Das wichtigste was man sich als Entwickler als erstes feststellt, was würd ich selber spielen wollen? Durch diese Prämisse kann man jedes einzelne Element durchgehen.
Wenn man schon sieht das ein Charakter sich schlecht gegenüber den Entwickler verhält(hey dich kenn ich aus hundert andren spielen) dann nimmt man ihn wieder raus. Das wird iwie nicht gemacht, nach dem motto, was schon mal geklappt hat, könnte wieder klappen und es sich genauer anzugucken ist nicht wirtschaftlich.
EinfachNurIch
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Beitrag von EinfachNurIch »

Muramasa hat geschrieben:naja persona muss man ja noch sagen hat, hat durch die personas noch bissl tiefe, wertet das gameplay schon ein bissl auf.

Sehe ich grad en Trend zum Action-RPG?
FF13 wollte ein actionlastiges RPG kampfsystem haben und wurd am ende ein paradigmen schnell wechsel system.
Man mag das ja ned mögen aber es ist zumindest mal was anderes. Vor allen Dingen, wenn es dir ned um 5 Sterne bei den Kämpfen geht, dann kann man sich meistens auch Zeit lassen, gewisse Bosskämpfe ausgenommen, was ich immer noch Mist finde, bzw. bei manchen Bossen geht das halt ned weil man sonst keine Chance hat.
Muramasa hat geschrieben:FF13-2 würd ich mal tippen ein action rpg vom trailer her. und es kommen zurzeit viele rpgs im action stil: Last Story, Xenoblade, FF13versus, Final Fantasy Type-0, Tales of xilia(naja das war schon immer action) etc
Gibt es mehr als einen Trailer? Den den ich gesehen habe sagt mir nur, daß Lighning dabei ist und halt ein Typ der mir nix sagt. Die werden wohl am Kampfsystem nicht so viel drehen.
Muramasa hat geschrieben:finde eigentlich solche threads eigentlich sehr interessant, programmier für mich auch rpgs, nichts was man veröffentlichen würde, aber dadurch seh ich das großes potenzial in dem genre steckt, das man nicht ausnutzt. Das wichtigste was man sich als Entwickler als erstes feststellt, was würd ich selber spielen wollen? Durch diese Prämisse kann man jedes einzelne Element durchgehen.
Für dich als Privatperson, ist das ja schön aber Du musst ja nicht damit Geld verdienen und das ist das Problem. Jetzt am Beispiel von Squenix, da steckt schon eine grössere Firma dahinter und die müssen halt sehen wie sie das Geld für die Mitarbeiter etc. rein kriegen. Da kann man keinen einfach hinstellen und sagen, mach mal was Du gerne spielen möchtest. Die müssen irgendwie einen Weg finden um die Spiele halt oft zu verkaufen, sonst sind sie halt Pleite.
Muramasa hat geschrieben:Wenn man schon sieht das ein Charakter sich schlecht gegenüber den Entwickler verhält(hey dich kenn ich aus hundert andren spielen) dann nimmt man ihn wieder raus. Das wird iwie nicht gemacht, nach dem motto, was schon mal geklappt hat, könnte wieder klappen und es sich genauer anzugucken ist nicht wirtschaftlich.
Wie gesagt, Du als Privatperson magst das ja können, Spielehersteller können sich das nicht erlauben. Die Character müssen massenkompatibel sein. Weshalb auch fast immer Klischees verwendet werden müssen, was sollen die denn sonst machen?

Als bestes Beispiel fällt mir die Serie Dexter ein, keine Ahnung ob Du die kennst? Der Hauptcharacter ist ein Serienkiller. Um den aber nun beim Publikum irgendwie noch unterzubringen, müssen sie ihn noch so konzipieren, daß sich der Normalbürger noch irgendwie mit ihm identifizieren kann. Also killt er nur die Bösen. Jetzt stell dir mal vor die würden einen richtig bösen Serienmörder als Serienhelden plazieren wollen. Das würde sowas von in die Hosen gehen, völlig unabhängig davon, daß öffentliche Stellen dagegen Amok laufen würden.
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Pyoro-2
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Beitrag von Pyoro-2 »

ActionRPGs waren seit SNES imo nie nicht im Trend; von daher sind jezz höchstens rundenbasierte etwas aus der Methode gekommen, während die gleichbleibend vorhanden sind ^^ Ist eigentlich auch kein Wunder, wenn man bspw. zu den Strategiegames rüberschielt, bei denen Rundensysteme halt ebenfalls recht ausgestorben sind ;)
Der gemeine Spieler von Heute hat halt laut iwelchen Marktanalysten lieber ein "Press X for awesome" Kampfsystem als was anderes. Muss man mit klarkommen, oder Nischen-/Retroprodukte zocken ^^

...aber, dass Square garkeine andere Wahl hat, als Schrott ala FF13 zu produzieren, stimmt nun auch wieder nicht. Dazu gibt's zu viele andere games, die sich auch noch verkaufen und nicht aus ewigen, linearen Korridoren bestehen ^^ Muss man halt wissen, was man will. So wie ich Square kenne, hatten die vor, ein game für alle zu machen. Was meistens darin ändert, dass es eigentlich für keinen so wirklich was ist...aber das deren Problem. Muss man sich halt bewusst sein ^^

Dass es in 'nem game bspw. nicht funktionieren kann, den Bösen zu spielen, kauf ich dir auch nicht ab, dazu gibt's zu viele wRPGs mit "böser" Route - das zwar oft noch lasch umgesetzt, aber es zeigt imo doch, dass es funktionieren _kann_. Wie bei allem anderen kommt's eben auf die Umsetzung an.
Würd allerdings zustimmen, dass gewisse Klischees bedient werden sollten. Wenn ich Elfen in ein game einbau, sollten die halt spitze Ohren ham' und mit Bögen rumrennen und dabei gewisse Charaktereigenschaften mit sich bringen. Obwohl's natürlich "objektiv" keinen Grund gibt, das zu tun, aber sind eben gewisse Erwartungshaltungen.
Nur kann ich Klischees auch so oder so bedienen...letztlich einfach 'ne Frage der Qualität. 'n Persona 4 macht das anders als ein Disgaea als ein FF-vor-10 als ein FF13. ^^
EinfachNurIch
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Beitrag von EinfachNurIch »

Pyoro-2 hat geschrieben:ActionRPGs waren seit SNES imo nie nicht im Trend; von daher sind jezz höchstens rundenbasierte etwas aus der Methode gekommen, während die gleichbleibend vorhanden sind ^^ Ist eigentlich auch kein Wunder, wenn man bspw. zu den Strategiegames rüberschielt, bei denen Rundensysteme halt ebenfalls recht ausgestorben sind ;)
Der gemeine Spieler von Heute hat halt laut iwelchen Marktanalysten lieber ein "Press X for awesome" Kampfsystem als was anderes. Muss man mit klarkommen, oder Nischen-/Retroprodukte zocken ^^
Wie gesagt, man muss das Kampfsystem von FFXIII nicht mögen aber einfach nur X mashen bringt dich nur am Anfang weiter, sonst muss man dann schon a bisserl überlegen. Z. B. welche Paradigmen denn eigentlich sinnvoll sind, da kann man schon a bisserl nachdenken. Und zu Action RPGs habe ich mich letztlich gar ned geäussert. Zumal FFXIII für mich noch kein Action RPG ist, dazu wäre dann doch mehr Action notwendig.
Pyoro-2 hat geschrieben:...aber, dass Square garkeine andere Wahl hat, als Schrott ala FF13 zu produzieren, stimmt nun auch wieder nicht. Dazu gibt's zu viele andere games, die sich auch noch verkaufen und nicht aus ewigen, linearen Korridoren bestehen ^^ Muss man halt wissen, was man will. So wie ich Square kenne, hatten die vor, ein game für alle zu machen. Was meistens darin ändert, dass es eigentlich für keinen so wirklich was ist...aber das deren Problem. Muss man sich halt bewusst sein ^^
Ich habe doch gar nix über das Spiel als solches gesagt, nur daß die Character halt Klischees erfüllen, weil sie sonst nicht massenkompatibel sind und das mir das Kampfsystem halt gefällt. Die Linearität ist mir eigentlich egal, andere FF haben mit der Weltkart auch meist nur was vorgegaukelt. Das einzige FF, daß halbwegs offen war, ist FFXII. Ansonsten ist man recht schnell tot gewesen wenn man irgendwohin ist, wo man nicht sein sollte. Das war dann teilweise recht frustierend, wenn man vorher nicht gespeichert hatte und weil man 2 Meter zu weit rechts gelatscht ist, war man dann plötzlich tot. War also auch jetzt nicht so das Gelbe vom Ei. Was halt wirklich bei FFXIII stört, man kann nichts wirkliches entdecken, es ist halt nur Story und das man nicht in frühere Gebiete zurück kann, das nervt mich auch, wobei das bei älteren FFs auch nicht so gegeben war, daß man überall wieder hinkam.

Aber es ging ja auch nicht primär um FF sondern allgemein JRPGs und die sind mir halt immer noch lieber als WRPGs, bis auf ein paar wenige Ausnahmen.
Pyoro-2 hat geschrieben:Dass es in 'nem game bspw. nicht funktionieren kann, den Bösen zu spielen, kauf ich dir auch nicht ab, dazu gibt's zu viele wRPGs mit "böser" Route - das zwar oft noch lasch umgesetzt, aber es zeigt imo doch, dass es funktionieren _kann_. Wie bei allem anderen kommt's eben auf die Umsetzung an.
Böse als Option ist ja in Ordnung aber stell dir mal vor du kannst nur den Bösen spielen und jetzt nicht mit umgekehrten Rollen, sondern du bist richtig gemein und eklig und nicht so kickifax wie in KotoR oder vergleichbaren Spielen. Mich würde mal interessieren wie sich das auf die Verkaufszahlen auswirken würde. Zumal es zu FF einfach nicht passen würde, da war man immer der/die Gute. Mir ist auch kein Spiel bekannt wo man so richtig die Sau rauslassen könnte und das dann auch entsprechend in der Story berücksichtig gäbe.
Pyoro-2 hat geschrieben:Würd allerdings zustimmen, dass gewisse Klischees bedient werden sollten. Wenn ich Elfen in ein game einbau, sollten die halt spitze Ohren ham' und mit Bögen rumrennen und dabei gewisse Charaktereigenschaften mit sich bringen. Obwohl's natürlich "objektiv" keinen Grund gibt, das zu tun, aber sind eben gewisse Erwartungshaltungen.
Nur kann ich Klischees auch so oder so bedienen...letztlich einfach 'ne Frage der Qualität. 'n Persona 4 macht das anders als ein Disgaea als ein FF-vor-10 als ein FF13. ^^
Bei Klischees meine ich eher nicht Rasse und so, eher sowas wie der gute männliche Character mit ein paar traumatischen Jugenderlebnisses mit treuer Freundin und der Buddy und der/die übertrieben Lustige, etc. pp.

Wenn man nur Böse spielen könnte, wäre es meiner Meinung nach schwierig irgendwie ein Team zu bilden, was soll die zusammen halten? Die Lust am Bösen, morden, vergewaltigen und abschlachten? Welche Ziele sollten die verfogen? Alle Macht an sich reissen, die Welt vernichten? Man könnte dann eher Character machen die etwas differenzierter sind, als im Momen üblich. Aber ein Spiel, in dem man einfach der Böse ist, würde, meiner Meinung nach, nicht wirklich ein Verkaufsschlager. Und das ist das Einzige was Firmen interessiert.