Bizarre: Activision empfiehlt Schließung
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- Sir Richfield
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Ich habe nie etwas anderes behauptet.KOK hat geschrieben:Sir Richfield, sehr schöner Text. Aber Sie vermischen hier ein paar Sachen. Man kann beim besten Willen Blur nicht mit Indie-Titel wie Portal (davor das selbe auch mit Counter-Strike), Torchlight und Co. vergleichen. Blur ist von anfang an als ein Vollpreistitel für alle Plattformen ausgelegt gewesen. Bei solch einem Titel sind die Produktionskosten ungleich höher als bei Indi-Titel, die von einem kleinen Hobby-Team zusammen geschustert werden.
Das Studio soll ja auch geschlossen werden, weil der Publisher glaubt, dass sich eine Marke "Blur", bzw. ein Vollpreis Arcade Racer nicht für ihn rentiert. Hohe Investition, hohes Risiko halt...
Ich wollte die "Preisklassen" der Spiele auch nicht direkt vergleichen, eher in Relation zueinander setzen.
Ich sehe halt Potential im Indie Bereich, einfach weil das Risiko da nicht so hoch ist und die Qualität in letzter Zeit merklich angezogen hat.
Ich träume halt von einer Welt in den nächsten Jahren, in denen Indieprodukte den AAA Titeln echte Konkurrenz machen.
Ein gutes Beispiel wäre Torchlight vs. Mythos vs. Diablo III.
Natürlich wird Diablo III das größere Spiel sein, vielleicht sogar auch besser in der Grafik. (Wobei ich da bereits Zweifel habe, immerhin will Blizzard - wie mit Starcarft 2 - möglichst viele Rechnerkonfigurationen erreichen).
Es wird definitiv teuerer sein.
Ginge es nach wir, würden mehr Leute zu Torchlight greifen als zu Diablo, weil es günstiger sein wird, nicht vom Bnet abhängig, keine RealID Skandale hatte und LAN bietet.
Also für "Einfach mal was totklicken" das bessere Preis-Leistungsverhältnis hat.
(Abgesehen von der Tatsache, dass aufgrund der Entwickler mehr Diablo in Torchlight steckt als in D3...)
Das heißt Blizzard führe mit Gewalt gegen die Wand und müsste dann analysieren warum. (Du merkst sicher, wir sind lange im Bereich der Fantasie).
Der Grund ist für den Spieler einfach: Der günstigere Titel ist besser.
Blizz könnte dann seine Spiele anpassen (Kein Bnet Zwang, LAN, mehr Klassen, bessere Balance, deutlich größere Welt, irgendwas...) oder einfach unter gehen.
Es wäre für als Konsumenten halt besser, wenn die erstarrte Struktur der paar großen Publisher ohne Nennenswerte Neuerung aufbrechen würde.
Aber die Schuld daran gebe ich nicht den Publishern alleine.
Warum hat Minecraft 1 Mio Käufer, aber Blur nicht? Warum verkauft sich das eine Spiel wie geschnitten Brot, aber ein mutiges Experiment eines großen Publishers nicht? Warum werden großartige Spiele wie Psychonauts, Planescape Torment, Beyond Good and Evil immer als Kult betrachtet, ihnen aber nachgesagt, dass sie Flops waren? (Wobei alle o.a. Spiele meines Wissens nach keine Verlustgeschäfte waren)
Warum scheint keiner die guten Spiele zu kaufen, aber alle rennen wegen $Militärisch_angehauchter_Shooter Nachts zum Mediamarkt?
Oder liegt es wirklich nur an den Kosten? Hätte jemand anderes Mirror's Edge günstiger machen können und damit einen Hit gelandet?
Die Wahrheit liegt wie immer da draußen.
Ich persönlich geh mir jetzt ein Haus aus Klötzen bauen und freu mich auf Torchlight 2.
- crewmate
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Da tut sich eine Kluft auf. Auf der einen Seite teure “AAA“ Produktionen wie GTA, Call of Duty, Uncharted, Gran Turismo Super Mario, Zelda, Halo und Fable. Auf der andren Seite low Budget Indi Spiele wie Darwinia, Amnesia, rfactor, And Yet It Moves, Minecraft, Limbo, Pixeljunk und Jett Rocket.Sir Richfield hat geschrieben:Der Markt hätte sich verändert.... Bull...
Nur weil Blur nicht gleich der Megafranchisestarterverkaufserfolgewigetopten Titel geworden ist, wird gleich alles fallen gelassen.
Natürlich wird sowas dann nicht gleich tonnenweise gekauft,
Naja, sollen sie ruhig alle machen. Ich sehe die Zeit, in der eine gewisse Masse an Leuten wieder die Idee hinter einem Spiel vor die Grafik setzt kommen.
Immer mehr Indie Titel verkaufen sich wie geschnitten Brot (Minecraft hat 1.000.000 Käufer - in der BETA!).
Dann kommt auch wieder die Zeit für mutige Projekte, die nicht mit mehreren Millionen Euro Aufwand gemacht werden und dann auch wieder Unsummen einfahren müssen...
Produktionen mit durchschnittlichen Budget werden immer seltener. Gothic3 ist an dem Anspruch zerbrochen mit Oblivion mithalten zu können, obwohl Piranha nicht die Kapazitäten von Bethesta haben. Weder bei der zeit, bei Mitarbeiter zahl n ich beim Geld.
Auf der anderen seite werden Genres wie jrpgs, Flugsimulationen und Strategiespiele seltener. Das ist mit der Grund, warum Atlus sie letzten Persona Teile alle auf DS, PS2 uns PSP brachte. In HD ist das zu teuer. FF13 beschränkte sich auf lineare Korridore, weil eine offene Welt nicht finanzierbar war.
ActiBizz würde Bizarre lieber schließen um wie bei InfinityWards/Respawn, um Konkurrenz zu vermeiden. Ich wurde denen schon fast
- Boesor
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Weil das genres sind die im wesentlichen von sehr guter bis wenigstens akzeptabler Grafik leben.Sir Richfield hat geschrieben:
Warum genau sollten sie das nicht tun?
Und sind beide nicht beispielhaft für den Shootermarkt wie er sich heute darstellt.Gerade der Fall James Bond Shooter ist kein gutes Beispiel für Deinen Punkt, denn als bester James Bond Shooter wird der N64 Golden Eye Shooter genannt.
Der Nachfolger existiert bezeichnenderweise auf der Wii.
Beide leben nicht gerade von fulminanter Grafik.
Das ist ja auch wirklich toll gelaufen, keine Frage, aber wie du selbst sagst, es war eine Dreingabe und kein Stand alone Vollpreistitel.Shooter ist generell ein wunderbares Beispiel für meinen Punkt, denn die Geschichte von Portal ist ja folgende:
Ein kleines Team setzt sich hin und baut die Portale Idee in eine Engine ein; baut ein kleines Puzzlespiel darum.
Einem Publisher gefällt die Idee so gut, dass sie das Team mit etwas Geld und Resourcen bewerfen, da ein Spiel draus zu machen.
Der Publisher traut der ganzen Sache als Vollpreis allerdings nicht und "versteckt" das fertige Produkt in einer Compilation.
Ergebnis: Portal was a triumph and is still alive.
das das funktioniert bezweifle ich nicht, aber es sind andere genres und andere Zielsetzungen.Im Moment häufen sich die Erfolgsmeldungen von Indie Spielen, Angry Birds, World of Goo, dann gibts da auf dem Iphone was erfolgreiches von einem 14jährigen, Torchlight, Super Meat Boy, Minecraft...
Ja, weil es den hardcore Fans auf die korrekte berechnung der Benzinmenge ankommt und nicht auf grafik. bei einem Fun racer dürfte das anders aussehen.Das sollte auch im Fun Racer Bereich gehen. Fast alle hardcore Simulationen kommen aus dem Indie Bereich und die kommen da auch mit zurecht.
Sehe ich genauso, aber, um meinen Einwand vom beginn nochmal hervorzukramen, es gibt nunmal genres bei denen eine tolle grafik für den Erfolg wichtig ist.Man darf halt nicht vergessen, dass das Spiel an sich funktionieren muss. Wenn das fertige Produkt Spaß macht, dann ist es zu verschmerzen, dass es kein Crysis ist oder zischt und knallt wie CoD oder BFBC2.
Shooter und Funracer gehören grundsätzlich dazu.
- Sir Richfield
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Naja und genau an dem Punkt sind wir halt grundsätzlich anderer Meinung.Boesor hat geschrieben:Sehe ich genauso, aber, um meinen Einwand vom beginn nochmal hervorzukramen, es gibt nunmal genres bei denen eine tolle grafik für den Erfolg wichtig ist.
Shooter und Funracer gehören grundsätzlich dazu.
Ich kann immer noch mehr Spaß mit DooM haben als mit einem aktuellen CoD.
Der beste Fun Racer scheint Mario Kart zu sein und das hat Systembedingt nicht die beste Grafik.
Ich behaupte dreist, dass es kein Genre gibt, in dem die Grafik vor dem Gameplay steht.
Denn wohin das führt, das sehen wir ja an den Shootern. Immer bunter, aber immer leerer.
Oder anders gesagt: Warum genau sollten Racer und Shooter hauptsächlich von der Grafik leben? Und wo liegt der Unterschied zu anderen Genres, wie Adventures oder RPG?
Oder noch schlimmer: Gerade bei Fun Racern ist gute, detaillierte Grafik eigentlich eher im Weg. Was stimmen muss ist das Geschwindigkeitsgefühl, die Normal Maps an der Bande siehst Du dann nicht mehr.
(Und NEIN, liebe Entwickler - künstlicher Tunnelblick durch Gaussschen Weichzeicher ist keine gute Methode - das ist ein billiger Trick!)
Gute Grafik ist im Moment das einzige, was Publishern einfällt, ihre Spiele von der Konkurrenz abzuheben. Dummerweise befinden die sich da mit ihren Kunden in der Spirale, denn die unterstützen das auch noch.
Das soll Dich jetzt nicht angreifen, aber je mehr Menschen so denken wie Du, desto weniger wird sich im Spielebereich was ändern.
Interessante Konzepte werden nicht belohnt (Ich möchte wetten, dass Valve ganz recht hatte - Portal Standalone wäre auch so ein Kulthit mit wenig Abverkäufen geworden), dafür aber weniger Inhalt bei bunterer Verpackung.
Immer bunter zu werden ist aber eine Sackgasse, weil genau die Grafik inzwischen einen enormen Teil der Kosten ausmacht. Wobei da nicht mal mehr echte Künstler am Werk sind, nur noch ausgelagerte Lohnsklaven.
Designen kann da schon lange keiner mehr.
(Halte ich auf für den Grund, warum keine neuen Welten mehr erfunden werden und 90% der Shooter Billiges SciFi oder sich am echten Leben orientieren)
Je teurer das Ganze wird, desto weniger Risiko wird eingegangen, desto weniger neue Ideen, desto... Du verstehst?
Warten wirs mal ab - vielleicht macht ja wirklich mal ein kleines Team einen guten Funracer...
BTW: FF zu teuer? ZU TEUER? FF? DAS Square Enix Vorzeige RPG? Ich fürchte FF ist ein Schlauch geworden, weil man die gesamte Energie in Zwischensequenzen geworfen hat. FF scheint ein Paradebeispiel für meinen Punkt zu werden, immer mehr Eyecandy, immer weniger Game - bis das ganze umkippt und keinen mehr interessiert...
-
reeBdooG
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Wenn sich der Trend fortsetzt haben wir eh bald nur noch Zwischensequenzen und die einzige Interaktion wird "weiter" klicken sein. Die Spiele bekommen dann wegen der hervorragenden Präsentation immernoch 90%+Sir Richfield hat geschrieben: BTW: FF zu teuer? ZU TEUER? FF? DAS Square Enix Vorzeige RPG? Ich fürchte FF ist ein Schlauch geworden, weil man die gesamte Energie in Zwischensequenzen geworfen hat. FF scheint ein Paradebeispiel für meinen Punkt zu werden, immer mehr Eyecandy, immer weniger Game - bis das ganze umkippt und keinen mehr interessiert...
- Boesor
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Ich kaufe allerdings weder Funracer noch Shooter, letztere zumindest sehr selten. Zuletzt übrigens Battelfield bad Company und das nicht wegen der grafik.Sir Richfield hat geschrieben:
Gute Grafik ist im Moment das einzige, was Publishern einfällt, ihre Spiele von der Konkurrenz abzuheben. Dummerweise befinden die sich da mit ihren Kunden in der Spirale, denn die unterstützen das auch noch.
Das soll Dich jetzt nicht angreifen, aber je mehr Menschen so denken wie Du, desto weniger wird sich im Spielebereich was ändern.
Was wir beiede machen ist allerdings auch recht egal, denn wie du selbst feststellst, die Mehrheit der Kunden unterstützen die aktuellen Spiele mit guter Grafik durch ihr kaufverhalten.
Was für mich darauf hindeutet, dass eben genau diese Spiele geschätzt werden.
Und ich fühle mich auch nicht angegriffen, denn erstens teilst du deine Meinung angenehm sachlich mit (tut auch nicht jeder) und zweitens kann man meiner Meinung nach niemanden für sein kaufverhalten oder seine Spiele Vorlieben angreifen.
- superboss
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Bloodstone Hat mir auch ne menge Spass gemacht.Normandy hat geschrieben:Wär schade, wenn zugemacht würde. Ich würd gerne wissen wie die Geschichte nach Bloodstone weitergeht. Fand das Spiel nämlich ziemlich gut. War zwar kein Innovationswunder, aber es hat gut unterhalten.
War ne nette, simple und gut inszenierte Action/stealth/Rennspiel Mischung mit schönen Schauplätzen und gelungener Bond Atmo.
Blur hab ich dagegen nicht gespielt.
