OnLive: Das kostet die Konsole

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Nanimonai
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Beitrag von Nanimonai »

GoreFutzy hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:
GoreFutzy hat geschrieben:Boah ich glaube, ich muss gleich kotzen.
Ich verlass lieber den Thread, die Argumentationen hier emfpinde ich irgendwo zwischen abartig und gruselig. onLive bringt dem Spieler Vorteile.... fühl dich von mir ins Gesicht geschlagen, bitte!
Ich nehme an, du beziehst dich auf meinen Beitrag, da ich in diesen Systemen Chancen sehe?

Entkräfte ihn.
Aber bitte mit Argumenten jenseits der Nostalgie.
Das ist schwer realisierbar.
Aber ich kann vielleicht mit Nachteilen aufwiegen.
Zum einen wird einem die Möglichkeit genommen, offline zu spielen.
Das ist ein gewaltiger Nachteil, wenn du mich fragst.
Ich rege mich auf, WEIL dieses System überhaupt Chancen hat.
Die Leute verzichten dadurch anscheinend freiwillig auf ihren Sammlertrieb. onLive beschränkt stark die technischen Möglichkeiten, die anhand heutiger Beispiele von Sony und MS genutzt werden. Sei es die Einführung neuer Peripherie oder man nehme Nintendo, die Erweiterung bestehender Systeme. Das sind zwar Dinge, die auch mit onLive umsetzbar wären, aber die Konkurrenz überflüssig machen. Ich kann mir nicht aumalen, welche Folgen das für die entwickelnde Spielebranche haben könnte. Dein Argument dagegen hat in meinen Augen kaum mehr Gewicht. Ob Konkurrenz unter Herstellern oder Entwicklern, beides treibt den Fortschritt voran.
Wieviele Leute haben sich über Ubisofts Online-Zwang aufgergt, wo ist hier der Unterschied?

Warum ein System quasi leasen, wenn man es sich selbst kaufen kann?
(Stichwort: Auto) Wer möchte alles denn kein eigenes Auto besitzen?
Es ist zwar nicht 1zu1 das Selbe, aber ich denke, es ist trotzdem ein ansprechender Vergleich.

Man wird auf den bloßen Konsum reduziert, die Kosten wurden absolut minimiert genauso wie der Aufwand. Soetwas kommt mir als eingefleischter Spielesammler herzlos und unwirklich vor. Soetwas kann ich nicht gutheißen. Und wie ich schon vorher mal erwähnte, dieser Sofort-Konsum macht sich auf den Menschen über kurz oder lang negativ bemerkbar. Davon bin ich fest überzeugt.
Der Offlineaspekt mag ebenso wie der Sammelaspekt aus einer nostalgischen Sicht heraus nachvollziehbar sein, aber wirklich auch nur aus dieser.

Unser Leben findet heutzutage zu einem nicht unwesentlich Teil online statt, daran haben wir uns alle gewöhnt und mögen es auch so (jedenfalls müssen wir es akzeptieren), wir schicken uns keine Briefe mehr und telefonieren sogar online. Wir laden Filme und Musik, Bücher kommen so langsam auch dazu, warum nicht auch mit Spielen?

Ich halte den Sammeltrieb prinzipiell auch eher für problematisch als wirklich gut, nützlich ist er ja auch mal überhaupt gar nicht. Es produziert Abfall und das in nicht zu unterschätzendem Maße. Millionen von CDs, die sogar wirklich ziemlich schädlicher Sondermüll sind, Booklets und Verpackungen... klar, das sind wohl unsere geringsten Umweltprobleme, aber warum nicht auf unnötigen Müll verzichten, wenn wir doch können?

Den reinen Besitz- und Eigentumsaspekt halte ich für konstruiert. Wenn man seine 10 Jahre alten Spiele im Regal stehen haben will, sollte man sich doch auch mal selbst fragen, warum man das eigentlich möchte. Was gibt einem das? Warum hat es einen Wert?

Die Beschränkung der technischen Möglichkeiten sehe ich so nicht. Onlive wird kein Monopol haben, es wird Konkurrenz geben, eben wie im Retailmarkt auch. Der Vorteil ist allerdings, dass sich Entwickler nicht auf Multiplattformen herumtreiben müssen. Stell dir die Möglichkeiten einer XBOX 360 oder PS3 vor, die jetzt mit aktueller High-End Hardware ausgestattet wäre!

Warum ein System leasen, wenn man es sich selbst kaufen kann?
Weil es in vielerlei Hinsicht Sinn machen kann. Nicht für jeden, aber sicher für viele. Der Autovergleich hat ja auch mehrere Seiten. Welcher Selbständige würde sich denn ein Auto kaufen?
Dein Vergleich macht schon Sinn, muss aber eben aus mehreren Perspektiven gesehen werden.
Für wen macht Onlive Sinn? Sicher eher für Casualgamer als für Coregamer. Jemand, der es zeitlich oder aus anderen Gründen nicht schafft, sich lange mit einem Spiel zu beschäftigen, wird Onlive sicherlich vorziehen, anstatt sich jedes Spiel zu kaufen. Klar, ausleihen kann man auch in Videotheken, aber welcher "Nicht-Hardcore-Zocker" hat denn immer aktuelle Hardware für aktuelle Spiele?

Ich kann dein Sofort-Konsum-Argument sehr gut nachvollziehen und ich sehe das auch sehr ähnlich. Ich finde es ebenso bedauerlich, dass sich niemand mehr wirklich mit Spielen beschäftigt. Wo ich früher stundenlang an einem Level gespielt habe oder auch mit einer Handvoll Spiele glücklich war, muss heute jeder alles immer sofort und möglichst noch vor Release haben.
Ich sehe das Problem, aber das ist ja nicht nur auf den Spielesektor beschränkt, sondern ein allgemein gesellschaftliches Phänomen. Die Uhren ticken heute schneller als damals. Das ist so. Ob gut oder schlecht, kann jeder für sich beurteilen, damit umgehen müssen wir aber alle.
Onlive ist also nur eine logische Konsequenz dieser Tendenz und da wir diese nun mal nicht stoppen können, halte ich es für sinnvoll, sich auf die Chancen und Möglichkeiten dieser Systeme zu konzentrieren und nicht auf die Gefahren und Probleme.
Es steckt in den Kinderschuhen, es hat Potential. Lassen wir es reifen.
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Chibiterasu
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Beitrag von Chibiterasu »

Menschen sammeln nun mal gerne. Der eine hat 4 Autos anstatt nur eines, der andere ein paar Briefmarkenalben und der nächste sammelt Panini-Bildchen oder Schuhe.

Dieses Besitzverhalten ist jetzt sicherlich nicht das sympathischte Verhalten aber einfach ein zutiefst menschliches.

Ich fände es gut, wenn Systeme wie OnLive parallel angeboten werden (so wie es ja momentan ist). Es gibt schließlich genug Spieler, die Spiele nur kaufen einmal durchzocken und dann wieder verkaufen oder überhaupt gleich nur ausleihen. Da ist sowas wie OnLive sicher günstiger und wie du sagst Ressourcen schonender.

Jedoch wird das langfristig nicht parallel laufen. Wenn es akzeptiert wird, dann wird es sich langfristig durchsetzen imho.
Und sollte OnLive irgendwann den Markt dominieren dann gibt es keine Konsolenhersteller mehr, die (Triple AAA) Software speziell für ihre Geräte entwickeln. Keine Hardware-Experimente wie die Wii oder Kinect, weil sich keiner trauen wird, sowas zusätzlich anzubieten.

Ich wäre echt gespannt, wie die Spielauswahl in so einem Falle aussehen würde.

Dazu gibt es kein Retro-Feeling mehr. Spiele die sich nicht mehr lohnen, werden einfach aus dem Angebot geschmissen (das behaupte ich jetzt einfach mal). Keiner kann seine alten Spiele wieder durch Emulatoren zum Laufen bringen.

Dazu noch die technischen Limitierungen und ich weiß, dass ich dann wenn das System wirklich ausgereift und attraktiv ist, wohl zu alt für's Zocken sein werde. :wink:
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Genkis
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Beitrag von Genkis »

Den reinen Besitz- und Eigentumsaspekt halte ich für konstruiert. Wenn man seine 10 Jahre alten Spiele im Regal stehen haben will, sollte man sich doch auch mal selbst fragen, warum man das eigentlich möchte. Was gibt einem das? Warum hat es einen Wert?
wieso? für manche Leute, wie z.B. für mich sind einige besondere Spiele mehr als einfach ein Zeitvertreib den ich für ein paar std. habe und dann wieder wegschmeiße oder verkaufe.

Ich hebe mein WingCommanderII oder meine MonkeyIsland I+II usw. genau so auf wie ich meine Lieblingsfilme auf DVD zu Hause habe oder auch meine Musik. Solche Dinge haben für mich acuh einen Emotionalen Wert. Hier geht es nicht um Besitz oder Sammeln.

Und wenn es doch um den Besitz geht. Wieder: Es gibt Spiele, die will ich mir auch in 10 Jahren vielleicht mal wieder anschauen und sowas wird mit OnLive z.B. wahrscheinlich nicht gehen.

Wenn es für dich so einen Wert nicht gibt, dann ist das ja deine Sache, aber bitte, das ist nicht "konstruiert". :roll:
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schefei
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Beitrag von schefei »

Nanimonai hat geschrieben:Es produziert Abfall und das in nicht zu unterschätzendem Maße. Millionen von CDs, die sogar wirklich ziemlich schädlicher Sondermüll sind, Booklets und Verpackungen... klar, das sind wohl unsere geringsten Umweltprobleme, aber warum nicht auf unnötigen Müll verzichten, wenn wir doch können?
Und tausende Server die 24/7 laufen müssen damit alle auch schön spielen können sind besser?

Meiner Meinung nach wird Onlive sich nie durchsetzen, gerade in der heutigen Zeit wo Spiele vorallem durch Optik beeindrucken wollen passt dieses System überhaupt nicht.

Die nächsten Monate werden die (bei denen es läuft) meisten Onlive benutzen um an die gratis Demos zu kommen richtige Käufer werden glaube ich rahr gesäät sein, mal sehen wie lange Onlive das durchhält.
Nanimonai
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Beitrag von Nanimonai »

schefei hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:Es produziert Abfall und das in nicht zu unterschätzendem Maße. Millionen von CDs, die sogar wirklich ziemlich schädlicher Sondermüll sind, Booklets und Verpackungen... klar, das sind wohl unsere geringsten Umweltprobleme, aber warum nicht auf unnötigen Müll verzichten, wenn wir doch können?
Und tausende Server die 24/7 laufen müssen damit alle auch schön spielen können sind besser?

Meiner Meinung nach wird Onlive sich nie durchsetzen, gerade in der heutigen Zeit wo Spiele vorallem durch Optik beeindrucken wollen passt dieses System überhaupt nicht.

Die nächsten Monate werden die (bei denen es läuft) meisten Onlive benutzen um an die gratis Demos zu kommen richtige Käufer werden glaube ich rahr gesäät sein, mal sehen wie lange Onlive das durchhält.
Natürlich sind ein paar tausend Server besser und vor allem auch umweltschonender als ein paar Millionen Kopien aus Plastik, Papier und Sondermüll. Stellst du das wirklich ernsthaft in Frage oder war dein Statement nur Provokation?

Der Punkt mit der Optik ist momentan wohl wirklich ein Problem, vor allem für Leute mit großen HD-TVs, aber das sollten wir nicht als relevante Messlatte für zukünftige Projekte dieser Art sehen, die Technologie steckt ja noch in den Kinderschuhen.
Nanimonai
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Beitrag von Nanimonai »

Genkis hat geschrieben:
Den reinen Besitz- und Eigentumsaspekt halte ich für konstruiert. Wenn man seine 10 Jahre alten Spiele im Regal stehen haben will, sollte man sich doch auch mal selbst fragen, warum man das eigentlich möchte. Was gibt einem das? Warum hat es einen Wert?
wieso? für manche Leute, wie z.B. für mich sind einige besondere Spiele mehr als einfach ein Zeitvertreib den ich für ein paar std. habe und dann wieder wegschmeiße oder verkaufe.

Ich hebe mein WingCommanderII oder meine MonkeyIsland I+II usw. genau so auf wie ich meine Lieblingsfilme auf DVD zu Hause habe oder auch meine Musik. Solche Dinge haben für mich acuh einen Emotionalen Wert. Hier geht es nicht um Besitz oder Sammeln.

Und wenn es doch um den Besitz geht. Wieder: Es gibt Spiele, die will ich mir auch in 10 Jahren vielleicht mal wieder anschauen und sowas wird mit OnLive z.B. wahrscheinlich nicht gehen.

Wenn es für dich so einen Wert nicht gibt, dann ist das ja deine Sache, aber bitte, das ist nicht "konstruiert". :roll:
Ich habe selbst auch einige Jahre lang alles gesammelt, habe auch immer noch 1200 CDs und ähnlich viele Filme auf DVD zu Hause... habe aber selbst gemerkt, dass sämtliche Argumente, die Dinger zu behalten, konstruiert waren. Spätestens bei dem fünften Umzug fragt man sich, ob man das wirklich alles braucht.
Warum habe ich die Teile noch? 80% der Filme will ich mir eh nie wieder anschauen. Meine alten SNES und C64 Spiele werde ich wohl auch nicht mehr anfassen, die liegen auf dem Dachboden rum.
Irgendwann sollte man mal ausmisten.

Aber klar, es ist dein gutes Recht, dass du anders darüber denkst. Dennoch halte ich das Argument für konstruiert, weil ich eben die Frage stelle, welchen Wert es wirklich hat. Und dieser Wert ist bis auf ganz wenige Ausnahmen (also Filme und Spiele, die man wirklich mal wieder sehen bzw. spielen möchte, aber das ist wohl die Ausnahme) nun mal Nostalgie.

Oder anders gefragt: Wenn du mal ganz ehrlich zu dir selbst bist, wie schlimm wäre es denn wirklich für dich, wenn du in 10 Jahren WingCommander II nicht mehr spielen könntest?
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Chibiterasu
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Beitrag von Chibiterasu »

Nanimonai hat geschrieben:
Genkis hat geschrieben:
Den reinen Besitz- und Eigentumsaspekt halte ich für konstruiert. Wenn man seine 10 Jahre alten Spiele im Regal stehen haben will, sollte man sich doch auch mal selbst fragen, warum man das eigentlich möchte. Was gibt einem das? Warum hat es einen Wert?
wieso? für manche Leute, wie z.B. für mich sind einige besondere Spiele mehr als einfach ein Zeitvertreib den ich für ein paar std. habe und dann wieder wegschmeiße oder verkaufe.

Ich hebe mein WingCommanderII oder meine MonkeyIsland I+II usw. genau so auf wie ich meine Lieblingsfilme auf DVD zu Hause habe oder auch meine Musik. Solche Dinge haben für mich acuh einen Emotionalen Wert. Hier geht es nicht um Besitz oder Sammeln.

Und wenn es doch um den Besitz geht. Wieder: Es gibt Spiele, die will ich mir auch in 10 Jahren vielleicht mal wieder anschauen und sowas wird mit OnLive z.B. wahrscheinlich nicht gehen.

Wenn es für dich so einen Wert nicht gibt, dann ist das ja deine Sache, aber bitte, das ist nicht "konstruiert". :roll:
Ich habe selbst auch einige Jahre lang alles gesammelt, habe auch immer noch 1200 CDs und ähnlich viele Filme auf DVD zu Hause... habe aber selbst gemerkt, dass sämtliche Argumente, die Dinger zu behalten, konstruiert waren. Spätestens bei dem fünften Umzug fragt man sich, ob man das wirklich alles braucht.
Warum habe ich die Teile noch? 80% der Filme will ich mir eh nie wieder anschauen. Meine alten SNES und C64 Spiele werde ich wohl auch nicht mehr anfassen, die liegen auf dem Dachboden rum.
Irgendwann sollte man mal ausmisten.

Aber klar, es ist dein gutes Recht, dass du anders darüber denkst. Dennoch halte ich das Argument für konstruiert, weil ich eben die Frage stelle, welchen Wert es wirklich hat. Und dieser Wert ist bis auf ganz wenige Ausnahmen (also Filme und Spiele, die man wirklich mal wieder sehen bzw. spielen möchte, aber das ist wohl die Ausnahme) nun mal Nostalgie.

Oder anders gefragt: Wenn du mal ganz ehrlich zu dir selbst bist, wie schlimm wäre es denn wirklich für dich, wenn du in 10 Jahren WingCommander II nicht mehr spielen könntest?
Mit Verlaub, das ist einfach Blödsinn.

Es gibt nicht umsonst die Virtual Console, PSN und XBLA mit vielen Oldies im Angebot. Nicht umsonst Seiten wie GoG (Good Old Games), nicht umsonst Spielesammlungen für den PC mit Titeln wie Pac-Man drauf.

Videospiele gehören mittlerweile einfach zu unserer Kultur und genauso wie es Leute gibt, die sich noch für Charlie Chaplin Filme begeistern können, wird es auch Menschen geben die alte Spiele spielen wollen. Das hat nichts mit konstruieren sondern nur anderen Interessen (die du nicht teilst) zu tun.

Und genauso wie es Cineasten gibt und ausufernde Literatur die den Werdegang des Films dokumentieren, gibt es (und wird es vor allem geben) Leute die sich mit dem Werdegang des Mediums Computerspiel befassen. Und das geht am Besten durch Selberzocken. Nicht auszudenken wenn das nicht mehr ginge (wie eben bei OnLive wahrscheinlich)! Fänd ich traurig.
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4lpak4
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Beitrag von 4lpak4 »

Nanimonai hat geschrieben:Natürlich sind ein paar tausend Server besser und vor allem auch umweltschonender als ein paar Millionen Kopien aus Plastik, Papier und Sondermüll. Stellst du das wirklich ernsthaft in Frage oder war dein Statement nur Provokation?
hmm... schwere frage... was ist schlimmer: noch mehr müll, der verbrannt wird und die atmosphäre belastet oder noch mehr kernkraftwerke...
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Chibiterasu
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Beitrag von Chibiterasu »

Edit: hier stand Blödsinn
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Rickenbacker
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Beitrag von Rickenbacker »

Nett wenn ich mit 80 Jahren halb gelähmt an mein Krankenbett gefesselt bin, werde ich mich sicherlich über Onlive freuen.
Ansonsten ist es absoluter Schwachsinn.
Zum einen soll ich monatlich Geld abdürcken um spielen zu können, zum anderen wäre die Modding Szene bei Onlive praktisch Tod, dann habe ich nichtmals ein Spiel in der Hand und zum anderen bin ich auf stabile Server angewiesen (Lag), dass ich dann noch die ganze Zeit Online sein muss und LANs sowieso undenkbar sind, kann man dazu nur eines sagen, nämlich Fuck off.

Aber es würde mich natürlich nicht wundern, wenn in unsere faulen und bequemen Gesellschaft, sowas wie Onlive seinen Platz finden wird.
Manche sehen ja schon das installieren eines Spiels als nervig und kompliziert an.
Naja es gibt sicherlich Vorteile, aber über die kann ich mich wie gesagt in 50 Jahren freuen.
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nottooldforgames
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Beitrag von nottooldforgames »

Nanimonai hat geschrieben:
Natürlich sind ein paar tausend Server besser und vor allem auch umweltschonender als ein paar Millionen Kopien aus Plastik, Papier und Sondermüll.
Ja, aber um diesen Müll zu sparen brauchen wir nicht Onlive, Gamesload und co. reichen!
Ich meine wenn du für Onlive Geld ausgeben willst, dann bitte ist dein Geld, aber Umweltschutz vor zu schieben ist lächerlich! :roll:
[Shadow_Man]
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Beitrag von [Shadow_Man] »

Nanimonai hat geschrieben:
Genkis hat geschrieben:
Den reinen Besitz- und Eigentumsaspekt halte ich für konstruiert. Wenn man seine 10 Jahre alten Spiele im Regal stehen haben will, sollte man sich doch auch mal selbst fragen, warum man das eigentlich möchte. Was gibt einem das? Warum hat es einen Wert?
wieso? für manche Leute, wie z.B. für mich sind einige besondere Spiele mehr als einfach ein Zeitvertreib den ich für ein paar std. habe und dann wieder wegschmeiße oder verkaufe.

Ich hebe mein WingCommanderII oder meine MonkeyIsland I+II usw. genau so auf wie ich meine Lieblingsfilme auf DVD zu Hause habe oder auch meine Musik. Solche Dinge haben für mich acuh einen Emotionalen Wert. Hier geht es nicht um Besitz oder Sammeln.

Und wenn es doch um den Besitz geht. Wieder: Es gibt Spiele, die will ich mir auch in 10 Jahren vielleicht mal wieder anschauen und sowas wird mit OnLive z.B. wahrscheinlich nicht gehen.

Wenn es für dich so einen Wert nicht gibt, dann ist das ja deine Sache, aber bitte, das ist nicht "konstruiert". :roll:
Ich habe selbst auch einige Jahre lang alles gesammelt, habe auch immer noch 1200 CDs und ähnlich viele Filme auf DVD zu Hause... habe aber selbst gemerkt, dass sämtliche Argumente, die Dinger zu behalten, konstruiert waren. Spätestens bei dem fünften Umzug fragt man sich, ob man das wirklich alles braucht.
Warum habe ich die Teile noch? 80% der Filme will ich mir eh nie wieder anschauen. Meine alten SNES und C64 Spiele werde ich wohl auch nicht mehr anfassen, die liegen auf dem Dachboden rum.
Irgendwann sollte man mal ausmisten.

Aber klar, es ist dein gutes Recht, dass du anders darüber denkst. Dennoch halte ich das Argument für konstruiert, weil ich eben die Frage stelle, welchen Wert es wirklich hat. Und dieser Wert ist bis auf ganz wenige Ausnahmen (also Filme und Spiele, die man wirklich mal wieder sehen bzw. spielen möchte, aber das ist wohl die Ausnahme) nun mal Nostalgie.

Oder anders gefragt: Wenn du mal ganz ehrlich zu dir selbst bist, wie schlimm wäre es denn wirklich für dich, wenn du in 10 Jahren WingCommander II nicht mehr spielen könntest?
Der große Unterschied ist aber...DU kannst selbst bestimmen was mit deinen Spielen passiert. DU kannst sie entweder sammeln und später immer wieder spielen, oder DU kannst sie auch einfach wegwerfen.
Bei einem System wie Onlive hast du dagegen überhaupt keine Kontrolle mehr. Du hängst wie ein Junkie an der Nadel und wenn es den Dienst nicht mehr gibt, ist alles weg.
Der Betreiber bestimmt also WIE, WANN und OB du ein Spiel spielen kannst. Da frage ich: Möchte man sich das wirklich gefallen lassen? Diese Freiheit aufgeben?
Menschen, die solche Systeme unterstützen merken gar nicht, dass sie immer mehr ihrere Freiheit abgeben, sich immer mehr kontrollieren lassen und zu einem willenlosen Konsumzombie erziehen lassen.
Nanimonai
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Beitrag von Nanimonai »

Paranoia Agent hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:
Genkis hat geschrieben: wieso? für manche Leute, wie z.B. für mich sind einige besondere Spiele mehr als einfach ein Zeitvertreib den ich für ein paar std. habe und dann wieder wegschmeiße oder verkaufe.

Ich hebe mein WingCommanderII oder meine MonkeyIsland I+II usw. genau so auf wie ich meine Lieblingsfilme auf DVD zu Hause habe oder auch meine Musik. Solche Dinge haben für mich acuh einen Emotionalen Wert. Hier geht es nicht um Besitz oder Sammeln.

Und wenn es doch um den Besitz geht. Wieder: Es gibt Spiele, die will ich mir auch in 10 Jahren vielleicht mal wieder anschauen und sowas wird mit OnLive z.B. wahrscheinlich nicht gehen.

Wenn es für dich so einen Wert nicht gibt, dann ist das ja deine Sache, aber bitte, das ist nicht "konstruiert". :roll:
Ich habe selbst auch einige Jahre lang alles gesammelt, habe auch immer noch 1200 CDs und ähnlich viele Filme auf DVD zu Hause... habe aber selbst gemerkt, dass sämtliche Argumente, die Dinger zu behalten, konstruiert waren. Spätestens bei dem fünften Umzug fragt man sich, ob man das wirklich alles braucht.
Warum habe ich die Teile noch? 80% der Filme will ich mir eh nie wieder anschauen. Meine alten SNES und C64 Spiele werde ich wohl auch nicht mehr anfassen, die liegen auf dem Dachboden rum.
Irgendwann sollte man mal ausmisten.

Aber klar, es ist dein gutes Recht, dass du anders darüber denkst. Dennoch halte ich das Argument für konstruiert, weil ich eben die Frage stelle, welchen Wert es wirklich hat. Und dieser Wert ist bis auf ganz wenige Ausnahmen (also Filme und Spiele, die man wirklich mal wieder sehen bzw. spielen möchte, aber das ist wohl die Ausnahme) nun mal Nostalgie.

Oder anders gefragt: Wenn du mal ganz ehrlich zu dir selbst bist, wie schlimm wäre es denn wirklich für dich, wenn du in 10 Jahren WingCommander II nicht mehr spielen könntest?
Mit Verlaub, das ist einfach Blödsinn.

Es gibt nicht umsonst die Virtual Console, PSN und XBLA mit vielen Oldies im Angebot. Nicht umsonst Seiten wie GoG (Good Old Games), nicht umsonst Spielesammlungen für den PC mit Titeln wie Pac-Man drauf.

Videospiele gehören mittlerweile einfach zu unserer Kultur und genauso wie es Leute gibt, die sich noch für Charlie Chaplin Filme begeistern können, wird es auch Menschen geben die alte Spiele spielen wollen. Das hat nichts mit konstruieren sondern nur anderen Interessen (die du nicht teilst) zu tun.

Und genauso wie es Cineasten gibt und ausufernde Literatur die den Werdegang des Films dokumentieren, gibt es (und wird es vor allem geben) Leute die sich mit dem Werdegang des Mediums Computerspiel befassen. Und das geht am Besten durch Selberzocken. Nicht auszudenken wenn das nicht mehr ginge (wie eben bei OnLive wahrscheinlich)! Fänd ich traurig.
Ich bin ja auch Cineast, das ändert aber nichts daran, dass ich einen Großteil meiner Filme nicht nochmal sehen muss/möchte.

Das Eine schliesst das Andere ja auch in keinster Weise aus. Onlive wird nicht zur Schliessung von GoG führen und auch kaum verhindern, dass man alte SNES oder C64 Titel aus dem Netz laden und emulieren kann.
Also wo ist der Punkt?
Nanimonai
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Beitrag von Nanimonai »

4lpak4 hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:Natürlich sind ein paar tausend Server besser und vor allem auch umweltschonender als ein paar Millionen Kopien aus Plastik, Papier und Sondermüll. Stellst du das wirklich ernsthaft in Frage oder war dein Statement nur Provokation?
hmm... schwere frage... was ist schlimmer: noch mehr müll, der verbrannt wird und die atmosphäre belastet oder noch mehr kernkraftwerke...
Stellst du gerade die These auf, dass der Energieaufwand für ein paar tausend Server höher ist als der Energieaufwand, ein paar Millionen CDs, Booklets und Plastikverpackungen herzustellen, die dann neben dem Herstellungsprozess am Ende auch noch Abfall und Sondermüll sind, der wiederum mit Energieaufwand entsorgt werden muss?
Nanimonai
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Beitrag von Nanimonai »

[Shadow_Man] hat geschrieben:
Der große Unterschied ist aber...DU kannst selbst bestimmen was mit deinen Spielen passiert. DU kannst sie entweder sammeln und später immer wieder spielen, oder DU kannst sie auch einfach wegwerfen.
Bei einem System wie Onlive hast du dagegen überhaupt keine Kontrolle mehr. Du hängst wie ein Junkie an der Nadel und wenn es den Dienst nicht mehr gibt, ist alles weg.
Der Betreiber bestimmt also WIE, WANN und OB du ein Spiel spielen kannst. Da frage ich: Möchte man sich das wirklich gefallen lassen? Diese Freiheit aufgeben?
Menschen, die solche Systeme unterstützen merken gar nicht, dass sie immer mehr ihrere Freiheit abgeben, sich immer mehr kontrollieren lassen und zu einem willenlosen Konsumzombie erziehen lassen.
Ich möchte das nicht als Freiheit, eher als Kontrolle bezeichnen. Da hast du Recht, du hast da genauso wenig Kontrolle über die Server wie du momentan zu Hause über deinen Strom-, Telefon- und Internetanbieter hast. Autark sind wir nie. Abhängig immer.
Wir gewinnen aber die Kontrolle über unsere Kosten und das ist doch durchaus positiv. Wir bezahlen nur für das, was wir verzocken, kaufen nicht mehr die Katze im Sack... das kann man doch gar nicht negativ sehen.