Der Offlineaspekt mag ebenso wie der Sammelaspekt aus einer nostalgischen Sicht heraus nachvollziehbar sein, aber wirklich auch nur aus dieser.GoreFutzy hat geschrieben:Das ist schwer realisierbar.Nanimonai hat geschrieben:Ich nehme an, du beziehst dich auf meinen Beitrag, da ich in diesen Systemen Chancen sehe?GoreFutzy hat geschrieben:Boah ich glaube, ich muss gleich kotzen.
Ich verlass lieber den Thread, die Argumentationen hier emfpinde ich irgendwo zwischen abartig und gruselig. onLive bringt dem Spieler Vorteile.... fühl dich von mir ins Gesicht geschlagen, bitte!
Entkräfte ihn.
Aber bitte mit Argumenten jenseits der Nostalgie.
Aber ich kann vielleicht mit Nachteilen aufwiegen.
Zum einen wird einem die Möglichkeit genommen, offline zu spielen.
Das ist ein gewaltiger Nachteil, wenn du mich fragst.
Ich rege mich auf, WEIL dieses System überhaupt Chancen hat.
Die Leute verzichten dadurch anscheinend freiwillig auf ihren Sammlertrieb. onLive beschränkt stark die technischen Möglichkeiten, die anhand heutiger Beispiele von Sony und MS genutzt werden. Sei es die Einführung neuer Peripherie oder man nehme Nintendo, die Erweiterung bestehender Systeme. Das sind zwar Dinge, die auch mit onLive umsetzbar wären, aber die Konkurrenz überflüssig machen. Ich kann mir nicht aumalen, welche Folgen das für die entwickelnde Spielebranche haben könnte. Dein Argument dagegen hat in meinen Augen kaum mehr Gewicht. Ob Konkurrenz unter Herstellern oder Entwicklern, beides treibt den Fortschritt voran.
Wieviele Leute haben sich über Ubisofts Online-Zwang aufgergt, wo ist hier der Unterschied?
Warum ein System quasi leasen, wenn man es sich selbst kaufen kann?
(Stichwort: Auto) Wer möchte alles denn kein eigenes Auto besitzen?
Es ist zwar nicht 1zu1 das Selbe, aber ich denke, es ist trotzdem ein ansprechender Vergleich.
Man wird auf den bloßen Konsum reduziert, die Kosten wurden absolut minimiert genauso wie der Aufwand. Soetwas kommt mir als eingefleischter Spielesammler herzlos und unwirklich vor. Soetwas kann ich nicht gutheißen. Und wie ich schon vorher mal erwähnte, dieser Sofort-Konsum macht sich auf den Menschen über kurz oder lang negativ bemerkbar. Davon bin ich fest überzeugt.
Unser Leben findet heutzutage zu einem nicht unwesentlich Teil online statt, daran haben wir uns alle gewöhnt und mögen es auch so (jedenfalls müssen wir es akzeptieren), wir schicken uns keine Briefe mehr und telefonieren sogar online. Wir laden Filme und Musik, Bücher kommen so langsam auch dazu, warum nicht auch mit Spielen?
Ich halte den Sammeltrieb prinzipiell auch eher für problematisch als wirklich gut, nützlich ist er ja auch mal überhaupt gar nicht. Es produziert Abfall und das in nicht zu unterschätzendem Maße. Millionen von CDs, die sogar wirklich ziemlich schädlicher Sondermüll sind, Booklets und Verpackungen... klar, das sind wohl unsere geringsten Umweltprobleme, aber warum nicht auf unnötigen Müll verzichten, wenn wir doch können?
Den reinen Besitz- und Eigentumsaspekt halte ich für konstruiert. Wenn man seine 10 Jahre alten Spiele im Regal stehen haben will, sollte man sich doch auch mal selbst fragen, warum man das eigentlich möchte. Was gibt einem das? Warum hat es einen Wert?
Die Beschränkung der technischen Möglichkeiten sehe ich so nicht. Onlive wird kein Monopol haben, es wird Konkurrenz geben, eben wie im Retailmarkt auch. Der Vorteil ist allerdings, dass sich Entwickler nicht auf Multiplattformen herumtreiben müssen. Stell dir die Möglichkeiten einer XBOX 360 oder PS3 vor, die jetzt mit aktueller High-End Hardware ausgestattet wäre!
Warum ein System leasen, wenn man es sich selbst kaufen kann?
Weil es in vielerlei Hinsicht Sinn machen kann. Nicht für jeden, aber sicher für viele. Der Autovergleich hat ja auch mehrere Seiten. Welcher Selbständige würde sich denn ein Auto kaufen?
Dein Vergleich macht schon Sinn, muss aber eben aus mehreren Perspektiven gesehen werden.
Für wen macht Onlive Sinn? Sicher eher für Casualgamer als für Coregamer. Jemand, der es zeitlich oder aus anderen Gründen nicht schafft, sich lange mit einem Spiel zu beschäftigen, wird Onlive sicherlich vorziehen, anstatt sich jedes Spiel zu kaufen. Klar, ausleihen kann man auch in Videotheken, aber welcher "Nicht-Hardcore-Zocker" hat denn immer aktuelle Hardware für aktuelle Spiele?
Ich kann dein Sofort-Konsum-Argument sehr gut nachvollziehen und ich sehe das auch sehr ähnlich. Ich finde es ebenso bedauerlich, dass sich niemand mehr wirklich mit Spielen beschäftigt. Wo ich früher stundenlang an einem Level gespielt habe oder auch mit einer Handvoll Spiele glücklich war, muss heute jeder alles immer sofort und möglichst noch vor Release haben.
Ich sehe das Problem, aber das ist ja nicht nur auf den Spielesektor beschränkt, sondern ein allgemein gesellschaftliches Phänomen. Die Uhren ticken heute schneller als damals. Das ist so. Ob gut oder schlecht, kann jeder für sich beurteilen, damit umgehen müssen wir aber alle.
Onlive ist also nur eine logische Konsequenz dieser Tendenz und da wir diese nun mal nicht stoppen können, halte ich es für sinnvoll, sich auf die Chancen und Möglichkeiten dieser Systeme zu konzentrieren und nicht auf die Gefahren und Probleme.
Es steckt in den Kinderschuhen, es hat Potential. Lassen wir es reifen.
