Steam: Konkurrenz beschwert sich

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Kajetan
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Re: Steam

Beitrag von Kajetan »

artmanphil hat geschrieben:Wieso bieten die Handelsketten dann keine Webseite, die Downloads anbietet und mit sowas banalem wie Bonuspunkten lockt?
Weil sie nicht wissen, wie man sowas richtig umsetzt, weil das ein ganz neuer Vertriebskanal ist, von dem sie keine Ahnung haben und weil sie ein ganz großer Haufen sturer Böcke sind, die keine Lust haben, von ihren breitgetretenen Pfaden abzuweichen und etwas Neues auszuprobieren. Alles muss so bleiben wie immer, denn die Retailer kontrollieren den Vertriebsweg zwischen Publisher und Kunde. Da kann man es GAR NICHT haben, dass mit Valve plötzlich eine Konkurrenz entstanden ist, die sich einfach ihren eigenen Vertriebskanal geschaffen hat, weil man vor zehn Jahren, als Valve mit frühen Steam-Ideen hausieren ging, alle noch herzlich gelacht haben ...

Tscha, verpennt. So ist das halt im Leben ...
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Chibiterasu
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Beitrag von Chibiterasu »

Is eigentlich wirklich ein schwieriges Thema. So langsam kommt wohl die Gesellschaft im Bereich medialer Kunst von der Handel und Tauschkultur weg.


Für mich ist es undenkbar mir ein Spiel, das ich im Laden für 50€ bekomme bei Steam für den selben Preis zu kaufen. Also im Traum nicht. Aber ich bin durch meine Jugend einfach so geprägt. Da waren dicke Handbücher noch gang und gäbe und ein Spiel erstmal in Händen zu halten auf der Heimfahrt war Teil des Reizes.

Aber jemand der heute aufwächst und es nur mehr so kennenlernt, wird sich den alten Vertriebsweg nicht mehr zurückwünschen. Deswegen führt an Steam und Co. langfristig kein Weg vorbei.

Und dann ist eine Monopolstellung wie Steam sie schon mehr oder weniger hat schlecht. Klar können andere Shops kommen aber in dem Fall ist es schwieriger die Leute zur Konkurrenz zu locken, denn keiner will seine Spiele auf 4 oder 5 Clients verteilt haben, die dann vielleicht alle gleichzeitig laufen und sich gegenseitig in die Quere kommen...

Was funktionieren könnte, wäre sowas wie GOG für aktuelle Spiele. Einfach die Exe selbst komplett runterladen und danach gibt es keinen Zwang einen Client zu starten um das Spiel zocken zu können.
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Kibato
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Beitrag von Kibato »

Ich hab mir schon ewig kein Spiel mehr in einem "richtigen" Geschäft gekauft
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thedreemcatcher
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Beitrag von thedreemcatcher »

Ich bin auch noch altmodisch veranlagt und habe auch gerne meine Spiele-Sammlung im Regal stehen...
Was mich grundlegend an Steam stört ist die Accountbindung von Spielen. Ich handhabe es in meinem Freundeskreis so, dass man sich untereinander Spiele ausleiht oder tauscht... Dies ist mit vielen neueren Titeln nicht mehr möglich...

Ich persönlich kaufe meine Spiele eigentlich nurnoch über das Internet wie z.B. Amazon, da viele Kaufhäuser mit ihrer Preispolitik einfach nur abschrecken.
Als ich neulich bei Karstadt war und nur rein interessenhalber in der Games-Abteilung vorbeigeschaut habe, musste ich allen Ernstes feststellen, dass Company of Heroes (bei Amazon für knappe 10 Euro erhältlich), immernoch 55 Euro kostete... Die verschlafen anscheinend die sich entwickelnde Preispolitik...
Naja nicht umsonst wird den Kaufhäusern das kommende Ende vorhergesagt...
Zuletzt geändert von thedreemcatcher am 11.11.2010 12:41, insgesamt 1-mal geändert.
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L!ght
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Beitrag von L!ght »

Weiß gar nich was das geheule soll :D

Erst wird rumgeflennt von wegen Natur schützen, weniger Materialkosten, weniger Papier usw.

Dann gibt es etwas wie Steam wo man Papier spart, verpackung spart, rohling spart und der "Kunde" Platz in der Wohnung spart und somit sogar was für die Umwelt tut (im gewissen sinne)

und jetz heult au wieder jeder rum :D

gott wie erbärmlich einfach nur noch diese Menschheit ist :D können sich nur beschweren, wird es dann so gemacht, beschweren sie sich auch :D
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HanFred
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Beitrag von HanFred »

Paranoia Agent hat geschrieben: Aber jemand der heute aufwächst und es nur mehr so kennenlernt, wird sich den alten Vertriebsweg nicht mehr zurückwünschen.
Ich bin nun auch schon über 30, viele meiner Freunde ebenso. Manche sind bequem bzw. faul wie ich und kaufen ab und zu auf Steam ein.
Bei günstigeren (kleinen) Spielen und Aktionen wird natürlich weit öfter zugegriffen. Und gegenüber anderen Download-Plattformen ist Steam insofern komfortabel, dass man sich die Daten unbegrenzt oft herunterladen kann.

@Light: Nun, viele erwarten natürlich, dass der Publisher den finanziellen Vorteil wegen Wegfalls des Zwischenhandels an die Kunden weitergeben. Das ist eine eher naive Vorstellung, aber sie ist verbreitet. Denn aus Nettigkeit gibt niemand Preisvorteile weiter, das geschieht nur in hart umkämpften Märkten mit einer anderen Konkurrenzsituation.
Zuletzt geändert von HanFred am 11.11.2010 12:43, insgesamt 2-mal geändert.
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crackajack
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Beitrag von crackajack »

Kibato hat geschrieben:Ich hab mir schon ewig kein Spiel mehr in einem "richtigen" Geschäft gekauft
hier das gleiche
Aber solange die Preise im online-versand günstiger sind als bei Steam (mal von einzelnen kurzfristigen Aktionen abgesehen), erhalte ich gerne die Arbeitsplätze der Versandhändler (und die der Leute im Presswerk).
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Chibiterasu
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Beitrag von Chibiterasu »

HanFred hat geschrieben:
Paranoia Agent hat geschrieben: Aber jemand der heute aufwächst und es nur mehr so kennenlernt, wird sich den alten Vertriebsweg nicht mehr zurückwünschen.
Ich bin nun auch schon über 30, viele meiner Freunde ebenso. Manche sind bequem bzw. faul wie ich und kaufen ab und zu auf Steam ein.
Bei günstigeren (kleinen) Spielen und Aktionen wird natürlich weit öfter zugegriffen. Und gegenüber anderen Download-Plattformen ist Steam insofern komfortabel, dass man sich die Daten unbegrenzt oft herunterladen kann.
Ja, stimmt schon und ich hätt vielleicht dazusagen sollen, dass ich seit Half Life 2 auch einen Steam Account habe, der mittlerweile ca. 40 Spiele umfasst. Aber das waren eben alles Angebote (2 bis 10€ für Einsen und Nullen is ok für mich) oder Indie-Spiele ohne Retail-Version bzw. Valve-Spiele.

Aber sobald ich keine Wahl mehr habe und ein Spiel nur mehr um 50€ online kaufen kann, hör ich wirklich zu zocken auf (also die aktuellen Games). Das geht für mich einfach nicht klar.
DonPeon
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Beitrag von DonPeon »

jeder von diesen Gaunern wäre doch froh selbst sowas wie Steam zu haben. Die ziehen doch alle selbst in irgendeiner Weise ihre eigene Kundenbindungs- und Melk-Masche durch, heulen aber auf der anderen Seite, dass Steam alles geschaft hat, was sich jeder einzelne von denen wünscht.

Ich finde Steam auch nicht gerade optimal. Gerade in so Situationen wie mit dem neuen CoD - wo mir nicht erlaubt wird die Version zu spielen, die ich spielen will - finde ich diese Steamabhängigkeit schon wirklich grenzwertig.
KeinName
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Beitrag von KeinName »

@Paranoia Agent:
Ist das dein ernst? Wenn du jetzt schon einen Steam-Account mit 40 Spielen hast, behauptest du allen ernstes das du keine Spiele mehr kaufst, wenn sie zu teuer werden?
Ich sage dir, wenn es mal soweit ist, dass es nicht mehr anders geht, kaufst du auch weiterhin bei Steam oder ähnlichen Plattformen und zwar auch bei Vollpreis-Titeln.
johndoe1082890
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Beitrag von johndoe1082890 »

Naja es gibt da schon paar extreme Beispiele wo man ein Spiel in einer Box im laden kauft und in der Box nur einen Steamdownload Code auf nem Zettel findet...
TheOriginalDog
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Beitrag von TheOriginalDog »

Mimimi, da hatte jemand ne bessere Idee als wir und keiner traut sich ihm Konkurrenz zu machen, also lass einfach (sinnlos) boykottieren.
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artmanphil
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Re: Steam

Beitrag von artmanphil »

Kajetan hat geschrieben:
artmanphil hat geschrieben:Wieso bieten die Handelsketten dann keine Webseite, die Downloads anbietet und mit sowas banalem wie Bonuspunkten lockt?
Weil sie nicht wissen, wie man sowas richtig umsetzt, weil das ein ganz neuer Vertriebskanal ist, von dem sie keine Ahnung haben und weil sie ein ganz großer Haufen sturer Böcke sind, die keine Lust haben, von ihren breitgetretenen Pfaden abzuweichen und etwas Neues auszuprobieren. Alles muss so bleiben wie immer, denn die Retailer kontrollieren den Vertriebsweg zwischen Publisher und Kunde. Da kann man es GAR NICHT haben, dass mit Valve plötzlich eine Konkurrenz entstanden ist, die sich einfach ihren eigenen Vertriebskanal geschaffen hat, weil man vor zehn Jahren, als Valve mit frühen Steam-Ideen hausieren ging, alle noch herzlich gelacht haben ...

Tscha, verpennt. So ist das halt im Leben ...
Denn... man muss mit der Zeit gehen, oder man geht mit der Zeit.
becks0r
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Beitrag von becks0r »

hmm...irgendwie riecht es hier nach steamfanbois :o
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HanFred
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Beitrag von HanFred »

tadL hat geschrieben:Naja es gibt da schon paar extreme Beispiele wo man ein Spiel in einer Box im laden kauft und in der Box nur einen Steamdownload Code auf nem Zettel findet...
Davon habe ich im Zusammenhang mit Steam noch nicht gehört, aber ich will es mal glauben. Zumal es sowas auch unabhängig von Steam gab und gibt. Verpackungstechnischer Blödsinn.

@Paranoia Agent: Momentan hast du die Wahl jedenfalls noch. Nur hast du davon kaum noch Vorteile, wenn ein Spiel ohnehin online aktiviert werden muss.
So gesehen sind Spiele mit echtem DRM grundsätzlich weniger wert als welche, die nur die Disc und/oder einen Key überprüfen.
Zuletzt geändert von HanFred am 11.11.2010 13:38, insgesamt 1-mal geändert.