Brütal Legend: Kotick blickt zurück

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artmanphil
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Beitrag von artmanphil »

Er hat schon irgendwo Recht. Aus ethischer Sicht ist ein kleiner Verdienst zugunsten eines Perle wie Brütal Legend besser, als ein großer Verdienst bei Call of Honour - Modern Company 4
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

elCypress hat geschrieben:1A Sarkasmus oder 1A Fail?
Da er die Publisher durcheinander wirft tippe ich auf 1A NOT WIN.

Artmanphil: 1) Wer hat recht?
2) Auch EA [...] einen dicken 'aufen auf die ethische Sicht. Wenn ein Spiel nicht DIE große Nummer ist und mindestens ein Mehrfaches der Entwicklungskosten einspielt, dann ist die Franchise wertlos. So gesehen würde mich ein "Mirror's Edge 2" oder ein "Brütal Legend - Now it's really what you thought it would be" doch echt wundern.
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SithlordDK
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Beitrag von SithlordDK »

Am Ende des Tages sei man immer gegenüber den Aktionären verpflichtet.
Warum entwickeln die nicht eigentlich mal Spiele für die Leute, die wirklich wichtig sind... die Aktionäre!
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GoreFutzy
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Beitrag von GoreFutzy »

Mit Move und Kinect wäre da sicher einiges möglich.^^
Randall Flagg
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Beitrag von Randall Flagg »

SithlordDK hat geschrieben:
Am Ende des Tages sei man immer gegenüber den Aktionären verpflichtet.
Warum entwickeln die nicht eigentlich mal Spiele für die Leute, die wirklich wichtig sind... die Aktionäre!
Weil die Aktionäre keine Spiele spielen, da sowas nur für Nerds ist und für den kleinen Mann und die lieber mit Geld spielen. Was meinst du wohl, warum es soviel Hunger auf der Welt gibt? Weil mal eben ein paar Bobs den Getreidepreis pushen um damit viel Geld zu kassieren.
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artmanphil
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Beitrag von artmanphil »

Zwar sind Spielepublisher nicht direkt Mörder, aber im Grunde ist dem Aktionär egal, womit er sein Geld macht. Wenn er an Getreide rankommt, wird der EA-Aktionär auch zum Hungertreiber, das Geld ist halt der einzige Faktor.

Sehr euch Wallstreet und Wallstreet 2 an, dann wisst ihr bescheid.
dcc
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Beitrag von dcc »

Kapitalismus in dieser Form wird sich auch nicht lange halten. Überall wird ständig irgend etwas sozialisiert.
Wie Marx schon sagte, über Sklaverei in der Antike, über den Feudalismus zum Kapitalismus und als nächstes zum Sozialismus ;)

Ich jedenfalls empfinde es als Demütigend überhaupt ein Angestellter zu sein. Man ist nichts weiter als eine Puppe, der Wert beschränkt sich auf den Nutzen der Person und so werden viele am Arbeitsplatz auch behandelt. Kein Wunder dass alle Psycho Docs für die nächsten 5 Jahre im voraus ausgebucht sind ;>

Für die Spiele Industrie bedeutet es nur eines:
Eine Raubkopie wird von immer weniger Leuten als Verbrechen empfunden.
Die Konsequenz für zu krasse Abzocke, ohne für die Zufunkt zu planen. Und da sind nicht die bösen Kopierer schuld, sondern die, die ehrliche Leute zu Kopierern gemacht haben. Sie haben sich wegen der Gier regelrecht in die eigene Suppe gespuckt.

Statt 20 games pro Jahr kaufe ich halt nur noch 2-3 und selbst dass könnte ich reduzieren, oder dem Hobby ganz den Rücken kehren. Hängt von den Publishern ab, nicht von mir. Geld, Zeit und Kauflust ist schon da, nur wird einem kaum noch etwas schmackhaft gemacht - meist gibt es nur unfertigen Rotz.
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artmanphil
Beiträge: 1308
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Beitrag von artmanphil »

Bevor jetzt Konter kommen, der Preis sei doch ok und die Raubkopien seien so und so da: Raubkopien haben die Videogamebranche groß gemacht, jeder hat früher Disketten mal eben kopiert, war NULL Unrechtsempfinden dabei.

Und trotzdem sind die großen Publisher und Entwickler groß geworden, seltsam, oder?
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HanFred
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Beitrag von HanFred »

artmanphil hat geschrieben:Das ist ein "klassischer Teufelskreis". Entwickler/Künstler, die ständig mit knapper Kohle und Problemchen in Form von Unverständnis kämpfen müssen, können nicht ungestört kreativ sein.
Genau das denke ich mir auch bei diesem Thema.
Kunst und Betriebswirtschaft sind nicht immer kompatibel. Schön wär's, wenn jeder Künstler an schwerreiche Mäzene ohne Gewinnerwartungen geraten könnte, aber das ist nicht möglich, schon gar nicht bei so teuren Werken. Also müssen alle Kompromisse eingehen und einige Können das besser, andere weniger gut. Hier sind, denke ich, zwei Extreme aufeinander getroffen, zwei Meister ihres Fachs. Kein Wunder, dass es nicht funktioniert hat.
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muskeljesus
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Beitrag von muskeljesus »

Caramarc hat geschrieben:
Am Ende des Tages sei man immer gegenüber den Aktionären verpflichtet.
so eine Redewendung sollte man nicht wörtlich übersetzen sondern eher mit...
Letztendlich oder im Endeffekt und nicht mit am Ende des Tages.
Obwohl "im Endeffeckt" eines der furchtbarsten Füllsel ist, die die deutsche Sprache zu bieten hat.

Das Spiel ist m.E. als sehr gelungen zu bezeichnen. Das liegt allerdings nicht daran, dass es sensationelle Neuerungen oder ausgefeiltes Gameplay bietet. Doch der Humor stimmt und für den geneigten Metal-Fan ist es ein Fest, zu dieser Musik sich durch diese Fantasywelt zu metzeln. für alle anderen ist das ganze vermutlich nicht so faszinierend... :D
Es nimmt also wenig Wunder, dass sich dieser Titel nicht so recht verkaufen wollte. Und dass Schafer keine Fortsetzung plant, das Geld muss eben stimmen.
Caramarc
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Beitrag von Caramarc »

muskeljesus hat geschrieben:
Obwohl "im Endeffeckt" eines der furchtbarsten Füllsel ist, die die deutsche Sprache zu bieten hat.
Magst du wohl recht haben, allerdings empfinde ich eine Wort wörtliche Übersetzung als viel befremdlicher...
Alternativ gäbe es noch folgende Synonyme:
schliesslich, letztendlich, letztlich, denn, in der Tat, nämlich
Themios
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Beitrag von Themios »

Sir Richfield hat geschrieben:So gesehen würde mich ein "Mirror's Edge 2" oder ein "Brütal Legend - Now it's really what you thought it would be" doch echt wundern.
Bisher siehts doch noch gut aus bzgl. Mirror's Edge 2:
http://www.cynamite.de/Mirrors-Edge-2-P ... ng-798078/

Ich finde fast 2 Millionen verkaufte Exemplare von Teil 1 aber nun auch nicht wirklich wenig.

Brutal Legend soll übrigens bisher 1,22 Millionen Exemplare verkauft haben. Nun kenne ich das genaue Budget des Spiels nicht, aber auch die Zahl erscheint mir für ein komplett neues Franchise von einem relativ kleinem Entwicklerstudio eigentlich recht ordentlich.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

Themios hat geschrieben:Ich finde fast 2 Millionen verkaufte Exemplare von Teil 1 aber nun auch nicht wirklich wenig.
Was anbetracht der Produktionskosten und den Erwartungen, die EA hatte, nicht viel darstellt. Für Eidos schrappte zB. ein Kane & Lynch 1 mit knapp 1.5 Mio. verkauften Einheiten knapp am Flopp vorbei.

Heutige TripleA-Spiele müssen mindestens 2-3 Millionen Stück verkaufen, um in die Gewinnzone zu kommen. Und die Kosten werden noch mehr steigen und es wird noch mehr überteuerten DLC geben und es wird noch mehr versucht und unternommen, nichtsahnende und naive Zocker nach Strich und Faden auszunehmen.

Tscha, man hat es nicht leicht als Major Publisher! :)
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Kintip
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Beitrag von Kintip »

Warum hacken hier wieder so viele auf Kotick rum? Schafer ist doch derjenige der sich wohl an keinerlei Planung gehalten hat und nicht den Eindruck erweckt hat jemals fertig zu werden mit brauchbarem Ergebnis.

Natürlich ist man den Aktionären verpflichtet, denen gehört der Laden ja auch.
Cool wäre wenn sich jemand ein paar Millionen Aktien kaufen würde und dann das Gespräch mit Kotick sucht wenn er so unzufrieden ist. Dann würde er auch zuhören.
Kann sich hier keiner leisten? Na, das ist dann wohl der Grund warum er diese in erster Linie zufriedenstellen muss :wink:
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

SithlordDK hat geschrieben:
Am Ende des Tages sei man immer gegenüber den Aktionären verpflichtet.
Warum entwickeln die nicht eigentlich mal Spiele für die Leute, die wirklich wichtig sind... die Aktionäre!
Ja, guter Mann, was glauben sie denn, für wen Activision bitte seine Spiele sonst entwickelt? Nur für die Aktionäre.