IEP hat geschrieben:
Allein durch ein Höhlensystem zu gehen, das natürlich anders aussieht als alle anderen Höhlensysteme, die man zuvor durchsucht hat - Zufallsgenerator sei dank - ist so befriedigend und teilweise auch noch spannend, das kriegt so leicht kein anderes Spiel hin.
Stellt euch vor, ihr seid über 10 Minuten schon am herabsteigen in die Tiefen. Weit entfernt von eurem sicheren Haus an der Oberfläche. Nur eure Fackeln erhellen die von Zombies und Creepern verseuchte Höhle. Nach einem längeren Kampf, den ihr für euch entscheiden konntet schaut ihr euch um und bemerkt einen weiteren natürlichen Tunnel, der in die größte Höhle führt, die ihr bisher gesehen habt. In der Höhle sind riesige Lavaseen und ihr entdeckt eure ersten Diamanten.
Nach dem Abbauen derselbigen kehrt ihr zufrieden um, geht den Fackeln nach, die ihr gesetzt habt, um euer Haus an der Oberfläche wiederzufinden.
Nach der ersten Kurve hört ihr Zombies stöhnen - das ist nicht gut, weil ihr gerade keine Rüstung anhabt und das letzte Schweinefleisch ist auch schon verspeist worden, also rennt ihr los, damit ihr bloß die seltenen Diamanten nicht verliert, biegt um eine Ecke und hört ein Zischen.
BOOOOOM
Ihr seid tot.
(Wenn man erstmal mit der Mehrzahl angefangen hat, kommt man nicht mehr davon weg. Verdammt

)
Ich mag Minecraft nicht nur wegen der Häuserbastelei

Oh ja, als ich das erste mal Redstone gefunden hab, bin ich auch bestimmt ne Stunde durch Höhlen geirrt. Dacht mir dann: "Shit, kaum noch Fackeln, Energie und Rüstung fast am Ende, und kA mehr wo der Ausgan ist. Du gräbst dich jetzt einfach schräg nach oben."
Irgendwann stieß ich dann auf einen Hohlraum mit vermosten Blöcken. "Yeah, mein erster Dungeon, inkl. Monsterspawner \o/" und 2min später dann: "Shit, dungeon!". Die Geschichte endete ähnlich wie deine (hab den Dungeon dann aber tatsächlich wiedergefunden, meine verlorenen Items eingesammelt und auch noch'n Sattel abgegrast

).
Kann mich der Meinung des Testers übrigends in den wenigsten Punkten anschließen:
Die Grafik ist nicht hässlich, sie ist charmant
Das fehlende Spielziel ist nicht störend, sondern befreiend.
Die Physik-"Fehler" stören nicht, sondern sind eher hilfreich, und passen irgendwie in die Klötzchenwelt. Und die Wasserphysik kann ich mir gar nicht anders vorstellen als so, wie sie ist. Es ist eine KLÖTZCHENWELT! Und das fließverhalten des Wassers passt dort perfekt rein.
Und Minecraft ist mehr als Häusle bauen. der Erkundungsaspekt mcht einen nicht zu verachtenden Reiz aus.
Einzig der schwere Einstieg (Ich hatte anfangs versucht, Klötze durch wiederholtes klicken abzubauen. Als das nicht geklappt hat, hab ich Stundenlang Creeper zu Bäumen gelockt und hochgejagd, um genug Holz für eine Spitzhacke zu ergattern. Als ich dann Klötze abbauen wollte, und es durch wiederholtes klicken immer noch nicht funktionierte, kam ich auf die Idee die Maustaste gedrückt zu halten

) ist ein Manko, aber auch nur im Bezug auf grundlegende Funktionen. Das ich Craftingrezepte nachschauen musste, kam mir sehr normal vor. Schließlich ist das minecraftwiki auf der Website verlinkt, und durchaus als beiliegende Anleitung zu verstehen (Ja, es gab Zeiten, da brauchte man für Spiele noch eine Anleitung, und wurde nicht von Anfang bis Ende an die Hand genommen

)