Der 4P-Kommentar: Call of Iran

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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Howdie hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:Das würde mich allerdings interessieren, das ist ja sowieso ein Aspekt der Spielen fehlt: Eine künstlerische Bewertung.
Mag daran liegen, dass es keine Kunst in Spielen gibt. :P
Selbst wenn du Recht hättest....Kulturwissenschaftler die Harry Potter-Seminare abhalten können sich doch auch mit Videospielen beschäftigen. :wink:
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Howdie
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Beitrag von Howdie »

R_eQuiEm hat geschrieben:Nach meiner Defintion nicht, da Kunst vorraussetzt, vorallem bei der handwerklichen, das es Unikate sind. Was die Mona Lisa ist bzw. war. Und das ein Künstler Geld mit seinem Handwerk verdient ,bzw. Geld seine Motivation Nr. 1 ist, hat nichts mit dem endgültigen Ergebnis seines Machens zu tun. Das gewisse Objekte erst über Epochen als Kunst betrachtet worden sind ist ein anderes Thema!
Die Mona Lisa würde heute auch nicht unbedingt als bedeutendes Kunstwerk gelten, wenn sie aus historischer Sicht nicht so bedeutend wäre. Das reine Handwerk ist nicht der Grund, warum sie im Louvre hängt. ;)
Nur Bilder, Gebäude und Statuen, die historisch wirklich Bedeutung hatten gelten heute als echte Kunstwerke, weil sie (oder ihr Schöpfer) ganze Generationen damit beeinflusst hat. Weil diese Werke die Kunstwelt weitergebracht und verändert haben. Natürlich zählt der kommerzielle Aspekt da eigentlich nicht. Aber es ist schon ein Thema, vor allem in der modernen Kunst. Ist aber ein zu weites Feld und wohl zu weit weg vom Topic. Aber wer weiß. Vielleicht kommt da ja noch mal ein Thread zu.

@Wulgaru: Was??? Ich mein... oh Gott... sowas gibt es?

EDIT: Wobei man da natürlich auch wieder beim Thema ist: Künstlerisch sind die Romane anspruchslos und vollkommen trivial. Kulturell und gesellschaftlich hatten sie eine Impakt-Wirkung wie kaum ein Buch in letzter Zeit. Also kulturell gesehen durchaus interessant. Aus Sicht eines Reich-Ranicki wohl nur übelster Schund...
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Pyoro-2
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Beitrag von Pyoro-2 »

R_eQuiEm hat geschrieben:ich muss zugeben das ich vns von anfang an keine chance gegeben habe, sondern es nur für Kenta (Kumpel der mirs gezeigt hat) gezo....gelesen habe ^^ Einzig dieses "Symbol Rain" oder so hat spaß gemacht. Aber da gehts ja eher um die Musik und das "zocken". Aber im Grunde ist es einfach nicht meins. Aber ich sage deshalb eben nicht das es andere Menschen nicht Emotional packen kann.
Naja, es ist natürlich auch nicht so, dass das jede vn bei mir bewirkt...Symphonic Rain (heißt das glaub ich ^^)...wär zB wohl garnix, dass ich überhaupt erst durchlesen würde; spricht mich glaub auch nicht soo an ;)

Falls mal testen willst was bei mir gut funktioniert:
http://vndb.org/v34
Ist nur 2-3h lang und man muss nüschds tun, außer lesen ;)
...
Ich darf da garnicht dran denken, das deprimiert mich schon wieder x.x
Dabei ist die "story" eigentlich absolut simpel. Könnte praktisch 1:1 im Fallout setting spielen. Aber das macht mich halt wirklich fertig, während ich bei F3 eher über rumfliegende Körperteile grübel ^^

€: Da spielt der "Vorteil" von vns gegenüber Büchern halt wirklich in die Karten - a) Musik und b) Sprachausgabe.
http://www.youtube.com/watch?v=kN1LiO89gJM
Ich muss keinem erklären, wie er sich zu fühlen hat, wenn sowas abgespielt wird; das funktioniert halt einfach ;)

das unterstreicht ja eigentlich nur meine These das es im Grunde nur vom Menschen abhängt. Mich hat SotC sehr gepackt auf seine einzigartige Weise.
Njoa, klar. Aber reden wir hier vom "Spiel gepackt" oder "von der Kunst des Spiels gepackt"? ;) Ich mein Civ packt mich auch. Meistens so, dass ich mich 5h später frag, wo die letzten 4h hin sind.
Aber halt weil'sn Spiel ist. Nicht, weil's mich mit seinem Anspruch so weggeblasen hat...
ja ist es. So kommen sich unsere Meinungen eigentlich schon ganz nahe. Hierzu passt eigentlich mein erster Beitrag in diesem Thread ganz gut der sich dem ziemlich nahtlos anschließt:

(...)
Aber ich bin mir sicher das das Alles ganz von alleine kommen wird!
Bis auf den Punkt bin ich mir da nicht so sicher ;) Ich seh noch nicht, dass sich die "Alterspyramide" in Sachen games mal wirklich umdreht, denn die Tatsache, dass Schüler mehr Zeit und Motivation als der Rest der Bevölkerung in Addition zur Verfügung hat, ist halt einfach wie er ist - und solange bleiben die eben auch der größte Markt. Also geh zumindest ich davon aus, dass games "wie CoD" letztlich auch immer die erfolgreichsten bleiben werden und ob dann jmd mal wirklich so radikal was anderes macht oder nicht...keine Ahnung, aber ich würd's zumindest nicht als Selbstläufer betrachten ;)
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Howdie hat geschrieben:
@Wulgaru: Was??? Ich mein... oh Gott... sowas gibt es?

EDIT: Wobei man da natürlich auch wieder beim Thema ist: Künstlerisch sind die Romane anspruchslos und vollkommen trivial. Kulturell und gesellschaftlich hatten sie eine Impakt-Wirkung wie kaum ein Buch in letzter Zeit. Also kulturell gesehen durchaus interessant. Aus Sicht eines Reich-Ranicki wohl nur übelster Schund...
Wenn man sie unter diesem Aspekt besprechen würde, würde ich dir zweifellos zustimmen. Ich habe aber unter anderem schon einen ernstgemeinten Vergleich auf Augenhöhe mit der Artussaga erleben dürfen (wobei der Comedywert sehr sehr hoch war).
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R_eQuiEm
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Beitrag von R_eQuiEm »

@Howdsen:

So wie du sagst, ich glaube das wir hier am Thema ziemlich schon vorbei reden, jedoch bleibt es dabei. "Design ist Handwerk, keine Kunst" ist für mich völlig falsch und fehlinterpretiert!

@Pyo:

yes sir. Symphonic Rain war es! ich weiß das es mit Geschichtenerzählung nichts zu tun hat (hab ich ja auch gesagt). Aber auch die anderen Sachen haben mich nicht sonderlich interessiert. Mal gucken. Vielleicht packts mich ja mal und dann stöbere ich mal gründlicher hinein. Ein Urteil will bzw. kann ich mir ja auch nicht über vns machen!
Njoa, klar. Aber reden wir hier vom "Spiel gepackt" oder "von der Kunst des Spiels gepackt"? Wink Ich mein Civ packt mich auch. Meistens so, dass ich mich 5h später frag, wo die letzten 4h hin sind.
Aber halt weil'sn Spiel ist. Nicht, weil's mich mit seinem Anspruch so weggeblasen hat...
Mich hat die Atmosphere, die Musik bzw. die entstandene Melancholie gepackt. Ich kann selbstverständlich nicht ein Kriterium heraus nehmen, darauf zeigen und sagen "guck, deswegen ist das Kunst!"
Ich meine wie will man auch Kunst definieren bzw. erklären? Hat doch eher was mit Emotionen bzw. dem Unterbewusstsein zu tun. Mit Wahrnehmung und Intuition. Oder drehen wird das ganze einfach um. Was hälst du für Kunst (du persönlich) und dann erkläre mir warum das Kunst ist. Oder warum hat die Planetarium emotional berührt? Es führt halt alles auf die Individualität hinaus.

Bis auf den Punkt bin ich mir da nicht so sicher Wink Ich seh noch nicht, dass sich die "Alterspyramide" in Sachen games mal wirklich umdreht, denn die Tatsache, dass Schüler mehr Zeit und Motivation als der Rest der Bevölkerung in Addition zur Verfügung hat, ist halt einfach wie er ist - und solange bleiben die eben auch der größte Markt. Also geh zumindest ich davon aus, dass games "wie CoD" letztlich auch immer die erfolgreichsten bleiben werden und ob dann jmd mal wirklich so radikal was anderes macht oder nicht...keine Ahnung, aber ich würd's zumindest nicht als Selbstläufer betrachten Wink
Selbstläufer ist auch ein wenig zu viel interpretiert in meinen Beitrag. Natürlich ist auch Arbeit damit verbunden, aber nur als Beispiel: Ich sehe es bei meinem Vater. Ihn haben Videospiele nie interessiert. Aufgrund der unrealistischen Darstellung. Sprich er konnte sich z.B. damals mit einem MGS (man mag von der Spieleserie jetzt halten was man will) nicht anfreunden. Jetzt sieht er den 4ten Teil und hegt aufgrund der "realistischeren" Grafik, der (technisch) besseren Inszenierung mehr Interesse. Klar ist das Oberflächlich. Aber man steigt in ein Thema immer oberflächlich ein. Worauf ich letzten Endes hinaus will ist das bei älteren Menschen oder Leuten die nie was mit VS zu tun hatten das Interesse erst aufgrund der besseren Technik erweckt wird. Daher denke ich das sich die Interessengruppe in den nächsten Jahren auf jedenfall ändern wird.
AlastorD
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Beitrag von AlastorD »

Howdie hat geschrieben: Anspruchsvoll sind Dinge wie: Romane von Thomas Mann, Filme wie Antichrist, Musik bei der man auch nach dem 10 mal Hören neue Nuancen entdecken kann, Comics wie Maus. Es gibt viele Dinge die anspruchsvoll sind. Das Wort sagt es doch schon. Eben alles was nicht leicht mal nebenbei zu konsumieren ist. Und Videospiele gehören nunmal nicht dazu. Sie sind fast immer so gemacht, dass jeder sie (abgesehen von den motorischen Fähigkeiten) nach einem kurzen Tutorial spielen kann. Nicht unbedingt meistern, aber zumindest spielen. Das nennt sich dann *trommelwirbel* t r i v i a l! Und zwar nach der Lexikondefinition: jedermann zugänglich.
Man nehme Civilizaition und baue ein paar Zwischensequenzen mit Monolithen ein, wenn das Spiel rum ist kommt ne Videosequenz in der man durch einen Farbenfrohen "Tunnel" fährt und eine in der man sich altern sieht.
Der Endscreen zeigt einen Riesen Fötus im Weltraum und Schwupps hat man 2001 das Spiel.
Mehr müsste man auch in 2001 nicht sehen um mitreden zu können.
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

AlastorD hat geschrieben:
Howdie hat geschrieben: Anspruchsvoll sind Dinge wie: Romane von Thomas Mann, Filme wie Antichrist, Musik bei der man auch nach dem 10 mal Hören neue Nuancen entdecken kann, Comics wie Maus. Es gibt viele Dinge die anspruchsvoll sind. Das Wort sagt es doch schon. Eben alles was nicht leicht mal nebenbei zu konsumieren ist. Und Videospiele gehören nunmal nicht dazu. Sie sind fast immer so gemacht, dass jeder sie (abgesehen von den motorischen Fähigkeiten) nach einem kurzen Tutorial spielen kann. Nicht unbedingt meistern, aber zumindest spielen. Das nennt sich dann *trommelwirbel* t r i v i a l! Und zwar nach der Lexikondefinition: jedermann zugänglich.
Man nehme Civilizaition und baue ein paar Zwischensequenzen mit Monolithen ein, wenn das Spiel rum ist kommt ne Videosequenz in der man durch einen Farbenfrohen "Tunnel" fährt und eine in der man sich altern sieht.
Der Endscreen zeigt einen Riesen Fötus im Weltraum und Schwupps hat man 2001 das Spiel.
Mehr müsste man auch in 2001 nicht sehen um mitreden zu können.
Dazu noch ein paar intelligente Dialoge und schon hättest du mehr Inhalt als in jedem anderen Spiel, denn zumindest intelligente Dialoge gibt es da praktisch nicht. ;)

2001 ist übrigens nicht so legendär wegen des Farbenspiels am Ende, sondern wegen der ganzen Sachen davor, z. B. der sehr ruhigen Erzählweise und der klugen Nutzung klassischer Musik.
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tschief
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Beitrag von tschief »

Boesor hat geschrieben:
tschief hat geschrieben:
bnaked hat geschrieben: Die Mainstream-Dummheit wird das aber eh nie zulassen, von daher muss ich mich wohl damit abfinden..
Wenn ich so was nur schon lese :roll:

Mainstream-Dummheit? Achja, stimmt vergessen, jeglicher Mainstream ist dumm, und die Leute nur eine grosse dumme Masse die allem und jedem wie Schafe folgen... Keiner ist so klug wie ihr und hinterfragt Dinge kritisch :roll:
Womit das Selbstverständnis eines (zu) großen Teil der User hier treffend beschreiben wäre. :!:
So schön gesagt, das muss ich nochmals quoten :lol:


An alle andere hier, ihr streitet euch hier so schön über Definition von Kunst im Zusammenhang mit Spielen, Büchern, Filmen und allem drumherum, aber ihr seid seit ca. 3 oder 4 Seiten keinen Schritt weitergekommen.. Was sagt uns das: Kunst ist etwas subjektives. Und zwar total :)
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Howdie
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Beitrag von Howdie »

@AlastorD: Du hast 2001 entweder nicht gesehen, oder nicht verstanden. Aber Kubrick darauf runterzubrechen ist schon fast ein Verbrechen.

@Req: Ich bin Grafikdesigner und Design als solches ist schlichtes Handwerk. Vielleicht kreativer als Maschinenbauer oder Metzger, aber mit Sicherheit nicht mehr als ein Handwerk. Dass man mit den Fähigkeiten als Designer auch Kunst schaffen kann steht außer Frage, aber ein Metzger kann das genauso gut.
Design an sich ist Handwerk, oder ist die Rauchfasertapete im deinem Wohnzimmer, die Milchpackung im Kühlschrank oder die Kinderpingui-Werbung im Fernsehen etwa Kunst. Viele halten Designer und Kunsthandwerker fälschlicherweise für Künstler. Das liegt aber meist nur daran, dass viele sich keinen kreativen Beruf vorstellen können. Aber ich mache das seit über 10 Jahren und ich kennen keinen Designer (und ich kenne viele) und auch so gut wie keine Fotografen, Illustratoren oder Comiczeichner, die sich wirklich als Künstler bezeichnen würden, oder bezeichnen lassen würden. ;)

Design ist nur ein kreativer Prozess, Kunst im besten Falle ein gesellschaftlicher.

@tschief: In der Wahrnehmung, aber nicht im gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhang. ;) Außerdem macht Diskutieren ja auch Spaß.
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tschief
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Beitrag von tschief »

Howdie hat geschrieben: @tschief: Außerdem macht Diskutieren ja auch Spaß.
Naja, das schon, aber wenn man paar Kommentare zum Thema lesen will und sich dann erst durch Seitenweise Grundsatzdiskussionen wühlen muss um mal was zu finden :x :x Nein, ich finds ja schön, insbesondere dass noch niemand so richtig ausfallend geworden ist (Vielleicht liegts ja daran, dass der Depp jetzt 2 Wochen weg ist :roll: ) und ist von dem her ja auch was gutes :P.. Wollte halt nur auch noch meine 2 Cents zum Thema abgeben :P :P :lol:
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

tschief hat geschrieben:
Howdie hat geschrieben: @tschief: Außerdem macht Diskutieren ja auch Spaß.
Naja, das schon, aber wenn man paar Kommentare zum Thema lesen will und sich dann erst durch Seitenweise Grundsatzdiskussionen wühlen muss um mal was zu finden :x :x Nein, ich finds ja schön, insbesondere dass noch niemand so richtig ausfallend geworden ist (Vielleicht liegts ja daran, dass der Depp jetzt 2 Wochen weg ist :roll: ) und ist von dem her ja auch was gutes :P.. Wollte halt nur auch noch meine 2 Cents zum Thema abgeben :P :P :lol:
Die Diskussion hier wäre nichts für Oberdepp gewesen (aber welche war das schon?). ;)

Ruhig wird es allerdings nur so lange bleiben, bis die Richtigen merken, dass ihr geliebtes Hobby hier nicht als tragendes Element des modernen Kunstbetriebes wahrgenommen wird. ;)
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Pyoro-2
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Beitrag von Pyoro-2 »

R_eQuiEm hat geschrieben:Aber auch die anderen Sachen haben mich nicht sonderlich interessiert. Mal gucken. Vielleicht packts mich ja mal und dann stöbere ich mal gründlicher hinein.
Ist halt immer die Sache. Da draußen gibt's quasi 'ne unendliche Anzahl äußerst lesenwerter Bücher, 'ne sehr großen Haufen sehr sehenswerter Filme, 'nen ordentlichen Stapel unterhaltsamer Serien, genug gute games, um den Rest des Lebens damit zu verbringen, wenn man hartnäckig genug ist - etc - und manche sollen sich ja auch noch mit Dingen beschäftigen, die man nicht alleine Zuhause im Keller tätigt ;) Oder kurz gesagt: man muss halt auswählen ^^ Dass bei den meisten da vns durchfallen, ist dann auch keine Überraschung...zock ich auch nicht sooo oft ;)
Also kein Vorwurf oder so ^^
Mich hat die Atmosphere, die Musik bzw. die entstandene Melancholie gepackt. Ich kann selbstverständlich nicht ein Kriterium heraus nehmen, darauf zeigen und sagen "guck, deswegen ist das Kunst!"
Ich meine wie will man auch Kunst definieren bzw. erklären? Hat doch eher was mit Emotionen bzw. dem Unterbewusstsein zu tun. Mit Wahrnehmung und Intuition. Oder drehen wird das ganze einfach um. Was hälst du für Kunst (du persönlich) und dann erkläre mir warum das Kunst ist. Oder warum hat die Planetarium emotional berührt? Es führt halt alles auf die Individualität hinaus.
Naja, Planetarian - denke, garnicht so unähnlich wie SotC: eine völlig desolate, post-apokalyptische Welt, in der keiner mehr mehr Hoffnung hat, als vielleicht, wenn's gut läuft, ein paar Tage mehr zu überleben. Und mitten d'rin 'n letzter überlebender Hilfs-Android(in), die 30 Jahre nichts anderes gemacht hat, als zu warten, dass jmd ins Planterium geht. Die ist quasi die Inkarnation der Unschuld ('n "Gerät", und nix anderes ist die ja letzteres, kann auch nicht wirklich schuldig sein...) und kann überhaupt nicht verstehen, was da eigentlich passiert ist - die kann halt Planateriumsführungen, und das war's.
Tjoa und durch Zufall kommt halt eines Tages einer der wenigen Überlebenden zu ihr und, obwohl er genau weiß, dass, wenn er sich da zulange aufhält, er praktisch sein Leben wegwirft, unterhält sich ein Weilchen mit ihr.
Und ich sag nicht, wie's ausgeht, aber man kann Vermutung anstellen ^^
Hat natürlich viel mit der Umsetzung zu tun. Musik. Sprecherin der "Planetarian" is' Keiko Suzuki, die hat davor schon genug KEY games gesprochen - der kauft man auch ab, dass die in der Rolle ist ;)
Und der Rest läuft halt subjektiv im Hirn ab. Das natürlich der springende Punkt - wenn das wegfällt, kann ich nicht viel mit anfangen. Aber iwo glaub ich schon, dass man trotzdem meistens erkennen kann, wieso das andere jezz anspricht: bei SotC kann ich das auch einigermaßen nachvollziehen, auch wenn bei mir der Funke nicht so übergesprungen ist.
Nur bei praktisch allen anderen games kann ich da nur den Kopf schütteln, weil ich schon garnicht den Ansatz dazu sehe...wenn mir jmd sagt, dass Civ ihn unglaublich deprimiert hat, dann frag ich mich schon, welche Drogen der nimmt ;)

Und naja. Planaterian ist imo auch keine Kunst. Aber es weckt halt Emotionen; was anderes will's wohl auch garnicht tun. ;)
Kunst wäre für mich was, das eben in erster Linie als genau solche gemacht wird. Nicht wenn jmd ein Bild von 'nem Baum malt, weil er dafür bezahlt wird, sondern deswegen, weil er Kunst machen will. Und wenn's der selbe verkackte Baum ist und das Bild praktisch gleich ist ^^ Gut, dann kommt natürlich ein sehr subjektives Maß "Qualität" dazu. Wenn ich den Baum mal, ist das keine Kunst, höchstens im Sinne der Kunst, den Baum als Betrachter zu erkennen :ugly:

Spiele müssen natürlich immer kommerzielle Aspekte im Auge behalten, das ganz klar. Aber es gibt trotzdem, mMn, ein paar, denen man schon deutlicher als anderen ansieht, dass es nicht _nur_ ums Geld geht. Das eben die Richtung, die man weiter verfolgen müsste, aber ehrlich gesagt seh ich da eher die entgegengesetzte Richtung auf uns zukommen ^^
Selbstläufer ist auch ein wenig zu viel interpretiert in meinen Beitrag. Natürlich ist auch Arbeit damit verbunden
Das ja logisch, ich meinte nur, dass ich nicht behaupten würde, dass es iwann sowas gibt; es ist möglich, aber ich halte es nicht für sicher ;)
, aber nur als Beispiel: Ich sehe es bei meinem Vater. Ihn haben Videospiele nie interessiert. Aufgrund der unrealistischen Darstellung. Sprich er konnte sich z.B. damals mit einem MGS (man mag von der Spieleserie jetzt halten was man will) nicht anfreunden. Jetzt sieht er den 4ten Teil und hegt aufgrund der "realistischeren" Grafik, der (technisch) besseren Inszenierung mehr Interesse. Klar ist das Oberflächlich. Aber man steigt in ein Thema immer oberflächlich ein. Worauf ich letzten Endes hinaus will ist das bei älteren Menschen oder Leuten die nie was mit VS zu tun hatten das Interesse erst aufgrund der besseren Technik erweckt wird. Daher denke ich das sich die Interessengruppe in den nächsten Jahren auf jedenfall ändern wird.
Njoa. Aber ich seh auch, dass so ältere Leute genauso CoD und Co zocken ;) Und ich seh auch, dass, wenn, und solange ist das garnicht her, "früher" aus'm Freundeskreis vllt 2-3 'ne Konsole hatten und man 1-2 als "Zocker" bezeichnen konnte, das Heute viel extremer ist, in der Altersgruppe ;) Also ich denke nicht, dass sich da so viel tun wird in nächster Zeit.
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ThunderBlaze
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Beitrag von ThunderBlaze »

Der Artikel von Jörg sagt genau das aus, was ich seit einigen Jahren schon denke. Mir gehts haargenau so. Die Zielgruppe sind nicht mehr die Erwachsenen, obwohl es sich um USK18 Games handeln soll, diese Games haben genausoviel Verstand wie ein Toastbrot. Seit MW gehts nur bergab.

OFP2 war sicherlich richtiger Schrott, hatte aber mehr IQ als es MoH hat. Schade eigentlich.. Vielleicht wird ja Homefront anders. Zu wünschen wäre es.
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

ThunderBlaze hat geschrieben: Die Zielgruppe sind nicht mehr die Erwachsenen, obwohl es sich um USK18 Games handeln soll,
Ich bezweifle ernsthaft das die Zielgruppe von USK18 Games jemals primär Erwachsene waren. :wink:
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Zulustar
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Beitrag von Zulustar »

Wulgaru hat geschrieben:
ThunderBlaze hat geschrieben: Die Zielgruppe sind nicht mehr die Erwachsenen, obwohl es sich um USK18 Games handeln soll,
Ich bezweifle ernsthaft das die Zielgruppe von USK18 Games jemals primär Erwachsene waren. :wink:
Waren sie nie, in der Zeit wo ich anfing zu zocken interessierten sich nur wenige für Spiele, aber die wenigen so hatte ich immer das Gefühl waren besondere Perlen. Der Nachteil war also das man weniger grafischen Klimbim und mehr Phantasie brauchte um die Spiele als ganzes zu Spielen.
Seit die Grafikengines aber immer mehr Polygone darstellen können, kommt man aber auf die Tücke, das wenn man heute die Spiele noch genauso vollstopfen würde, mindestens genausoviele Leute für die grafische Implementierung rekrutieren müssten. Das ist den Gothicmachern zum Verhängnis geworden, G1 war Welttechnisch so begrenzt das man durch die vielen kapitel und Wendungen innerhalb dieser wenigen "meter" soviel erleben konnte und heute sind die Zocker von damals weit Ü 30 und haben Familie und wenn ihr Sohn kommt und fragt ob er das Ü18 Spiel bekommen kann, erinnert sich der Vater an seine Zeit und willigt bedenkenlos ein.
Denn wenn die Spiele wirklich viele Leute Ü18 bewusst kaufen würden, dann gäbe es wesentlich mehr Gegenwind gegen die USK, denn Jugendschutz, welcher mehr Erwachsene eingrenzt als Jugendliche beschützt kann kein Mittel zur "sinnvollen" Regulierung darstellen.