Der 4P-Kommentar: Call of Iran

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Ilumi
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Beitrag von Ilumi »

Es wird Zeit für solche Spiele. Was beim Medium Film schon längst geschehen ist und seit einiger Zeit auch bei Comics passiert, hat auch bei den Videospielen Einzug zu finden. Nämlich nicht nur reine Unterhaltung anzubieten, sondern auch komplizierte und unangenehme Themen anzusprechen.
Es muss ja nicht alles am Markt dafür geeignet sein, sich nach einem anstrengenden Arbeitstag zu erholen. Niemand, dem der Alltag zu schaffen gemacht hat, sieht am Abend Kids, Elephant oder Requiem for a Dream an.

Die Filmwelt wäre die Hölle, wenn jedes halbe Jahr ein neues American Pie und ein neuer Scary Movie Teil rauskäme. Aber genau so einen Zustand haben wir bei Videospielen (NFS, CoD, MoH...)


Interessant wäre auch ein Spiel basierend auf "Letters from Iwo Jima", wo man letztendlich nur verlieren kann.
Ich bin absolut allergisch gegen CallofDutys und Co aber so ein Spiel würde mich sehr interessieren.
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Agitari
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Beitrag von Agitari »

Herr Luibl sie bringen es verdammt nochmal sowas von auf den Punkt!!!

Du vergleichst dieses Thema mit dem Medium Film und ich kann nur zwei Besipiele nennen:

- James Bond: Der letzte Bond mit Pierce (Schwuchtel) Brosnan (ich hab den Namen verdrängt) war der Höhepunkt der Lächerlichkeit, der Idiotie und des Sexismus. Mit Casino Royale hat man die Bond-Reihe neu belebt - meiner Meinung nach so wie Bond sein sollte: Menschlich, hart, grausam, realistisch, verletzlich, gefühlsbetont...

- Batman: Also die Batman-Filme waren doch am Ende einfach nur noch peinlich. George Clooney mit Nippeln am Kostum und ein lächerlicher Joker gespielt von dem sonst so genialen Jack Nicholson und Arnie als Mr. Freeze. Dann kam der Neuanfang mit einem genialen Christian Bale, Gary Oldman und Michael Cane!!!! (jeah!) "Teil2" the Dark Knight setzte noch einen drauf mit einem klasse Bösewicht = Oscar (und leider verstorbenem Heath Ledger). Das Spiel zu den Filmen war ein Überraschungshit!

Bitte liebe Spieleentwickler nehmt euch diese 2 Beispiele aus der Filmindustrie zu Herzen!

Die Military-Shooter brauchen einen Neuanfang! Military-Shooter sind für Erwachsene also sollen sie auch den Anspruch haben, die Thematik mit der sie sich auseinandersetzen, ernst zu nehmen!
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artmanphil
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Re: ...

Beitrag von artmanphil »

Las51 hat geschrieben:Der Artikel spricht mir ein bisschen aus der Seele. Ich hab schon seit Jahren keinen Shooter mehr angefasst, weil mir allgemein der Anspruch fehlt. [Crysis war der letzte und wieder nur Abmurksen]
Ich habe auch seit Jahren keinen Shooter ausser Left 4 Dead gespielt. Und seit 3 Tagen besitze ich Metro 2033 und spiels auf Hardcore. Da überlegt man sich jeden menschlichen Gegner zwei mal, da sie eine echte Gefahr darstellen.

In diesem Sinne ist vielleicht ein schöner und nachvollziehbarer Ansatz, den "Helden" wieder schwächer zu machen, keine Selbstheilung, weniger Munition usw.
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artmanphil
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Beitrag von artmanphil »

Agitari hat geschrieben:Herr Luibl sie bringen es verdammt nochmal sowas von auf den Punkt!!!

Du vergleichst dieses Thema mit dem Medium Film und ich kann nur zwei Besipiele nennen:

- James Bond: Der letzte Bond mit Pierce (Schwuchtel) Brosnan (ich hab den Namen verdrängt) war der Höhepunkt der Lächerlichkeit, der Idiotie und des Sexismus. Mit Casino Royale hat man die Bond-Reihe neu belebt - meiner Meinung nach so wie Bond sein sollte: Menschlich, hart, grausam, realistisch, verletzlich, gefühlsbetont...

- Batman: Also die Batman-Filme waren doch am Ende einfach nur noch peinlich. George Clooney mit Nippeln am Kostum und ein lächerlicher Joker gespielt von dem sonst so genialen Jack Nicholson und Arnie als Mr. Freeze. Dann kam der Neuanfang mit einem genialen Christian Bale, Gary Oldman und Michael Cane!!!! (jeah!) "Teil2" the Dark Knight setzte noch einen drauf mit einem klasse Bösewicht = Oscar (und leider verstorbenem Heath Ledger). Das Spiel zu den Filmen war ein Überraschungshit!

Bitte liebe Spieleentwickler nehmt euch diese 2 Beispiele aus der Filmindustrie zu Herzen!

Die Military-Shooter brauchen einen Neuanfang! Military-Shooter sind für Erwachsene also sollen sie auch den Anspruch haben, die Thematik mit der sie sich auseinandersetzen, ernst zu nehmen!
Ich stimme Dir zu und verstehe, was Du meinst. Aber ein paar Nörgeleien von mir: Der letzte "alte" Batman hatte keinen joker, und Batman und Batman Returns (die wo u.a. Nicholson vorkommt) sind weder lächerlich noch banal. Jedoch ist die Neuauflage eine andere Herangehensweise.

Zwar ist Arkham Asylum nicht "das Spiel zu den Filmen", aber schwimmt auf der Welle mit, einen vermeintlich alten Superhelden neu zu beleben.

Und das sollte mit Shootern passieren, basta.
Senderos79
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Beitrag von Senderos79 »

Hier wurde immer wieder gesagt, dass diese Verrohung des Shooters daher kommt, dass vor allem Kinder solche Spiele spielen. Ich selbst bin 15 und wünsche mir als überzeugter Shooterfan und Jungsozialist nichts mehr als eine intelligenten Antikriegs-Shooter. Den würde ich verschlingen. Das wollte ich nur mal klarstellen.
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karaokefreak!
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Beitrag von karaokefreak! »

Einer der besten Luibl-Kommntare, die ich je gelesen habe. Mehr ist nicht zusagen- full ack!
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Deuterium
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Beitrag von Deuterium »

Dieser Kommentar spiegelt im Großen so ziemlich meine Gefühlslage den aktuellen Militär-Shootern gegenüber wieder. Ich habe immer gerne diese Art Spiele gespielt. Angefangen bei Call of Duty 2 bis hin zu aktuelleren Vertretern dieser Gattung. Ich muss sagen: Ich bin übersättigt! Gelangweilt!

Dieser ganze Militär-Shooter Einheitsbrei hat keinen Geschmack mehr. Der Royal TS schmeckt mir einmal die Woche. Vielleicht auch zweimal? Aber Jeden Tag? Niemals! Spätestens nach drei Tagen hat man keine Lust mehr auf das fetttriefende abwechslungslose Kalorienvergnügen und besucht das freundliche M nur noch kooperativ, weil man in den Freistunden, oder sonstigen Pausen von Kammeraden auf einen Tripp eingeladen wird. Aber mit Appetit hier essen? Wo man alles kennt und alles irgendwie gleich schmeckt? Nach Fett und seinen Rückständen? Nein, man sehnt sich nach einem Gourmet-Festschmauß. Knackigem Gemüse und einem bunten Teller, voller geschmacklicher Achterbahnfahrten. Ein Mc Donald's "Restaurant" wird mir diese Abwechslung niemals bieten. Ein Akkordfresstrog bleibt eben ein Akkordfresstrog.

Genauso ist es bei den Militär-Shootern. Mittlerweile schmecken sie alle gleich. Sie sind langweilig geworden und die Erstfazination, die diese Gewaltorgien auf mein damals 15jähriges Ich ausübten, ist vollständig verschwunden. Was soll daran besonders sein durch einen Gang zu rennen und ohne Schutz und Deckung alles niederzumähen, was nicht bei drei am nächsten Respawnpunkt ist?
Eine Neuerung wäre es tatsächlich, wenn ein Paar Emotionen rüberkommen würden, aber das wäre zu umständlich. Eventuell würde man die Ultra-Monster-Killstreak zu Gunsten einer Zwischensequenz opfern, und das würde das Publikum ja nicht begeistern. Wenn Zwischensequenz, dann aber bitte blutig roh. Es muss wenigstens eine Kehle draufgehen, oder ein Auge der Glut eines Zigarrenstummels zum Opfer fallen. Die Magie eines langsamen Augenblicks ist verpöhnt, wenn nicht noch tausend Flugwillige dabei ihr Ende finden.
Überall: Ich kam, sah, siegte. Meiner Meinung nach zieht sich dieses Motto durch alle Shooter und es könnte nicht langweiliger sein. Für mich wird dadurch der gesamte Sp-Teil unspielbar. Den SP von BC2 habe ich angezockt um mich an das Gameplay zu gewöhnen. Seit März(, oder wars April?) liegt das Spiel bei mir rum und ich habe es noch nie durchgespielt, weil es einfach nur stinklangweilig ist. Emotionen? Der ein oder andere Schenkelklopfer vielleicht, aber im Gegensatz zu manch anderem hat man hier auch nicht von sich behauptet den Krieg authentisch darzustellen. MW2 ist meiner Meinung nach eher eine Persiflage der Modernen Kriegsführung, als eine Abbildung eben dieser. Während man sich in der modernen Kriegsführung eher von großflächigen Kämpfen entfernt und mehr und mehr gezielte Operationen durchführt explodieren hier Atombomben, fangen Amerika und Russland den zig millionsten Dritten virtuellen Weltkrieg an. Aber auch hier: Voll auf die Fresse! Ohne Kompromiss. Wie ein hirnloser U-Bahnschläger-Gewaltfetischist der nur Blut sehen will. Kritische Stimmen? Werden anscheinend erstickt, bevor sie entstehen. Das ganze nennt sich dann authentisch. Auch das neue Medal of Honor. Wäre dieser Haufen Softwareschrott wirklich authentisch, hätte es bei uns in Deutschland niemals Ärger wegen diesem Tanklaster gegeben. Immerhin hätte der Bomberpilot nur Taliban getötet, weil sowieso alle Afghanen Taliban sind(laut 4Players Test gibt es im Spiel keine Zivilisten). Der hätte also erst mal ne fette Killstreak eingefahren und dann mit der freigespielten A-Bombe alles platt gemacht und den Krieg für uns gewonnen. So einfach kann das Leben sein.

Natürlich ist es in Ordnung,wenn es diese Art von Spiel gibt. Jeder soll mit dem glücklich werden, was ihm Spaß macht. Manchmal muss man auch einfach mal die Birne ausschalten können und die Sau raus lassen. Erlaubt ist, was gefällt, doch muss da doch noch irgendwo Platz für mehr Tiefgang sein. Das ich den nicht von einem Call of Duty, oder Medal of Honor verlangen kann ist mir klar, aber vielleicht finden sich mal ein paar mutige Entwickler, die das Verlangen nach Anspruch und Emotion befriedigen wollen.
Man müsste ja gar nicht revolutionieren. Es genügt auch, wenn man seinen Charakter etwas kennenlernt. Was ihn an- und umtreibt, was er denkt und was er fühlt. Hat er Familie, oder ist er alleine? Hat er Ideale und Ziele? All das sind Fragen, die ich mir beim Spielen eines Videospiels an den Helden stelle und gerade im Shooterbereich werden diese wichtigen Fragen mehr als nur schwiegermütterlich behandelt. Ganz zu schweigen von all den Kniffen, die ein guter Spielemacher nutzen kann, um ein Spiel greifbarer, packender zu gestalten. Dem Spiel stehen hier Tür und Tor offen. Ich glaube sogar, dass das Spiel mehr vermitteln kann, als ein Film, oder Buch es kann. Interaktivität ist hier das Losungswort.Es geht auch nicht um Simultation, oder Gewaltfetischismus, sondern um erzählerische Stärke. Ich warte noch auf das Spiel, das mir die Tränen in die Augen treibt und das nicht, weil ich mich für den Entwickler fremdschämen muss.
Glaubt hier tatsächlich irgendeiner, dass sich ein interaktives Kriegsdrama mit einem glaubwürdigen Setting, starken Charakteren, viel Tiefgang, bombastischen sowie leisen Tönen nicht verkaufen würde? An ein Call of Duty kämen die Verkaufszahlen vielleicht nicht heran, aber es gibt auch genügend Filme, die nicht auf das große Publikum zugeschnitten sind, sich aber trotzdem verkaufen. Vielleicht ist die Branche aber noch nicht soweit. Vielleicht sitzt dieses Spiele müssen möglichst kurzweilig sein und nur Spaß machen Gedankengut noch zu fest. Aber man sollte bedenken, dass es neben dem eigenen Interesse immer noch tausende Menschen gibt, die andere Bedürfnisse haben.
Ich persönlich glaube fest daran, dass das Spiel noch bei weitem mehr auf dem Kasten hat, als es das bis heute gezeigt hat. Von daher wäre ich mehr als nur dankbar, wenn endlich mal jemand zeigen würde, dass auch der Shooter noch lange nicht so ausgelutscht ist, wie ihn hier einige haben möchten.
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BlueSDiceS
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Beitrag von BlueSDiceS »

Ein Spiel, das den Krieg kritisch betrachtet/zeigt muss nicht spaßlos sein, und ließe sich wohl auch verkaufen
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Infi88
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Beitrag von Infi88 »

Senderos79 hat geschrieben:Hier wurde immer wieder gesagt, dass diese Verrohung des Shooters daher kommt, dass vor allem Kinder solche Spiele spielen. Ich selbst bin 15 und wünsche mir als überzeugter Shooterfan und Jungsozialist nichts mehr als eine intelligenten Antikriegs-Shooter. Den würde ich verschlingen. Das wollte ich nur mal klarstellen.
Und ich wünsche mir von dir eine etwas kleine Signatur, sorry das wollte ich nur mal klarstellen ;).
johndoe701993
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Beitrag von johndoe701993 »

Ob etwas "Krieg" oder "Antikrieg" ist, hängt sehr vom Auge des Betrachters bzw. dessen geistiger Kapazität ab. Ich erinnere mal an Full Metal Jacket. Eigentlich ein Antikriegsfilm wie er deutlicher nicht sein könnte. Trotzdem gab es immer die Leute, die sich einfach nur köstlich über das Bootcamp amüsiert, nie aber die Hintergründe und den eigentlichen Schrecken dieser Institution begriffen haben.

Beispielsweise hat COD: Modern Warfare (der erste Teil wohlgemerkt) bei mir ein sehr starkes Gefühl der Beklemmung hinterlassen.

Die Exekution der schlafenden Soldaten anfangs auf dem Schiff.
Der Angriff mit dem Gunship, der aus dieser Perspektive so erschreckend glaubhaft bedeutungslos wirkt.
Die Mission, während der die Atombombe explodiert. Der Protagonist kriecht seine letzten Meter, das GPS scrollt durch unzählige Namen und blendet mit dem Zusatz "KIA" aus... Das war wohl die krasseste Szene, die ich je in einem Shooter erlebt habe.

Wie du ein Spiel siehst, wie du geschmacklose Funksprüche wertest oder wie du fehlende Entscheidungsmöglichkeiten über "Leben" und "Tod" im Kontext betrachtest, liegt einzig an dir selbst. Das will ich damit sagen.
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Master Chief 1978
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Beitrag von Master Chief 1978 »

artmanphil hat geschrieben:
Agitari hat geschrieben:Herr Luibl sie bringen es verdammt nochmal sowas von auf den Punkt!!!

Du vergleichst dieses Thema mit dem Medium Film und ich kann nur zwei Besipiele nennen:

- James Bond: Der letzte Bond mit Pierce (Schwuchtel) Brosnan (ich hab den Namen verdrängt) war der Höhepunkt der Lächerlichkeit, der Idiotie und des Sexismus. Mit Casino Royale hat man die Bond-Reihe neu belebt - meiner Meinung nach so wie Bond sein sollte: Menschlich, hart, grausam, realistisch, verletzlich, gefühlsbetont...

- Batman: Also die Batman-Filme waren doch am Ende einfach nur noch peinlich. George Clooney mit Nippeln am Kostum und ein lächerlicher Joker gespielt von dem sonst so genialen Jack Nicholson und Arnie als Mr. Freeze. Dann kam der Neuanfang mit einem genialen Christian Bale, Gary Oldman und Michael Cane!!!! (jeah!) "Teil2" the Dark Knight setzte noch einen drauf mit einem klasse Bösewicht = Oscar (und leider verstorbenem Heath Ledger). Das Spiel zu den Filmen war ein Überraschungshit!

Bitte liebe Spieleentwickler nehmt euch diese 2 Beispiele aus der Filmindustrie zu Herzen!

Die Military-Shooter brauchen einen Neuanfang! Military-Shooter sind für Erwachsene also sollen sie auch den Anspruch haben, die Thematik mit der sie sich auseinandersetzen, ernst zu nehmen!
Ich stimme Dir zu und verstehe, was Du meinst. Aber ein paar Nörgeleien von mir: Der letzte "alte" Batman hatte keinen joker, und Batman und Batman Returns (die wo u.a. Nicholson vorkommt) sind weder lächerlich noch banal. Jedoch ist die Neuauflage eine andere Herangehensweise.

Zwar ist Arkham Asylum nicht "das Spiel zu den Filmen", aber schwimmt auf der Welle mit, einen vermeintlich alten Superhelden neu zu beleben.

Und das sollte mit Shootern passieren, basta.
Verdammt recht hat der Mann! Ausserdem ist das neue Batmobil der letzte Dreck!

Achja, Ego Shooter mit Story und Anspruch? Immer her damit, bin auch sicher das sich sowas nicht ausschließt.
Baralin
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Beitrag von Baralin »

Deuterium hat geschrieben:
.Es geht auch nicht um Simultation, oder Gewaltfetischismus, sondern um erzählerische Stärke. Ich warte noch auf das Spiel, das mir die Tränen in die Augen treibt und das nicht, weil ich mich für den Entwickler fremdschämen muss.
Den Vergewaltigungstraum in Heavy Rain fand ich schon hart, oder das traurige Ende von Read Dead Redemption, als man ohne seine Eltern allein in einer viel zu Groden Ranch mutterseelenallein hockt :-(
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C.Montgomery Wörns
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Beitrag von C.Montgomery Wörns »

Ponyo hat geschrieben:
Die Filmwelt wäre die Hölle, wenn jedes halbe Jahr ein neues American Pie und ein neuer Scary Movie Teil rauskäme. Aber genau so einen Zustand haben wir bei Videospielen (NFS, CoD, MoH...)
Ähm...ich weiss ja nicht wie hoch deine Ansrpüche sind wenn es um Filme geht, aber wenn du mich fragst haben wir quasi jedes 1/4Jahr einen neuen American Pie Teil. Zwar mit anderem Namen, aber wir haben sie. In den standardkinos läuft doch nur so oberflächlicher mist, dass man sagen muss, dass die Mainstreamvideospiele noch gut aussehen. Natürlich gibt es sehr viele Filme mit Tiefgang, aber die sind alle nicht erfolgreich. Die guten Filme die von der breiten Masse angenommen/wahgenommen werden(die mehr sind als Popcornkino) kann man jedes Jahr an einer Hand abzählen, vorrausgesetzt man hat sich irgendwann mal versehentlich 2 Finger abgeschnitten. Gleiches ist doch auch bei den Spielen der Fall. Im Mainstream hast du die Blockbuster (die bei den Videospielen übrigens vergleichweise hochqualitativ sind, wenn man sie mit den Blockbustern im Film vergleicht) und im Indiebereich die Innovation. Ist doch überall so. Auch bei Musik und Buch.

@Topic
Also ich brauch sowas nicht und ich glaube auch nicht, dass viele Leute ein Spiel wollen in dem der Krieg realistisch dargestellt wird. Egal, ob man selber erschiessen muss oder flüchtet oder was hier sonst noch gefordert wird. Krieg ist scheiße...niemand will im Krieg sein. Egal in welcher Rolle. Warum sollte es sowas als Spiel geben!? Die Spiele die derzeit in Kriegen handeln haben allesamt so gut wie nix mit der realität zu tun und das ist auch gut so. die übertriebene Onemanarmystumpfsinngewalt ist doch gerade das was ein Kriegsspiel spielenswert macht. jeder weiss sofort, dass es nicht so ist wie die realität. Ich will nicht die "Fratze des Krieges" (übrigens ne blöde ausdrucksweise) abschlecken...in einem Film oder Buch ist es was anderes und selbst da gibt es in einigen Antikriegsfilmen Szenen die ich persönlich so nicht gebraucht hätte. Diese "Fratze" will ich maximal betrachten und dann ist das teilweise schon unangenehm genug. Daran Teilhaben will ich eigentlich weder in der Realität, noch in einem Spiel. Und jetzt komm mir bitte keiner mit: "nur, weil du das nicht willst Wenn es jemals ein Spiel nach diesem Wunsch geben sollte und es wirklich gut gemacht ist (und nicht nur hohler möchtegernmurks) wird es einfach keiner gut finden. auch keiner von euch. man wird dann sagen: "man ist das krass gemacht...genial....aber bitte nie wieder." Mit viel wohlwollen könnte man so ein "Spiel" dann als Kunstwerk betrachten.....aber ganz im ernst....wenn ich Kunst sehen will die mir ein klemmendes Gefühl vermittelt, dann habe ich andere Quellen und keine Videospiele. Wer sich zu intellektuell für Videospiele vorkommt muss halt was anderes machen xD
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Worrelix
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Beitrag von Worrelix »

A.Hopper hat geschrieben:Die Frage ist doch eher, wie ein solches Anti-Kriegs-Spiel funktionieren soll.
Wenn man wie seinerzeit bei Apocalypse now oder auch Platoon nur abgestoßen ist von dem was man sieht, macht das Spiel doch gar keinen Spaß mehr. Oder doch? DARF so ein Spiel dann überhaupt Spaß machen?? Oder ist das jetzt schon wieder zu moralisch gedacht?

Das würde aber auch bedeuten, dass man in einem solchen Spiel die Wahl haben müsste. Die Wahl, abzudrücken oder die Waffe zu senken, weil man erkennt, dass man einen falschen Krieg kämpft.
... - und dabei ist es doch genau das, was wiederum Käufer anlockt.
Guter Einwand.

Shooter sind nun mal vom Genre her "Überlebenskampf" - Wie ein Anti-Kriegs-Shooter aussehen müßte, kann ich mir im Moment auch nicht vorstellen.

Aber das liegt sicher daran, daß ich MoH nicht gespielt habe und daher nicht mitreden darf :ugly:
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Pennywise
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Beitrag von Pennywise »

Worrelix hat geschrieben: Guter Einwand.

Shooter sind nun mal vom Genre her "Überlebenskampf" - Wie ein Anti-Kriegs-Shooter aussehen müßte, kann ich mir im Moment auch nicht vorstellen.

Aber das liegt sicher daran, daß ich MoH nicht gespielt habe und daher nicht mitreden darf :ugly:
Der gute Jörg macht halt einen kleinen Fehler und beschränkt das ganze auf einen Shooter.
Die Antwort auf deine Frage ist ganz einfach das man ein paar Genres halt wieder verbinden müsste um alleine schon Möglichkeiten zu erschaffen zu Wählen.

Beispiel jetzt sogar auf Medal of Honor bezogen , und falls mir hier gleich irgendwer vor das Bein tritt JA das ganze ist auch vor nicht zu langer Zeit unter der Führung eines Deutschen Bundeswehr Generals passiert.Aber darum geht es mir jetzt garnicht sondern z.B. man hat Namenhafte Feinde in einem bestimmten Gebiet das allerdings Schwer mit Bodentruppen zu infiltrieren wäre , also kommt logischerweise der Vorschlag einen Luftschlag anzufordern , jedoch sind etliche Zivilisten in diesem Gebiet.

Das wäre wirklich eine Entscheidung mit der man im Nachhinein Leben müsste und die einige vielleicht überdenken würden.
Nimmt man den Tod vieler Menschen im Kauf um den Krieg vielleicht Schneller zu beenden und so mehr Menschen zu verschonen , oder ist es Moralisch nicht zu vertreten diese Menschen zu töten.

Solche Entscheidungen meint Jörg denke ich mal aber das wäre dann wie gesagt kein reiner Shooter mehr.
Doch leider genügt vielen Spielern das reine Geballer ja tatsächlich und warum zum Teufel sollte sowohl EA als auch Activision von solchen Cash Cows abrücken und Moral in ein Spiel bringen die viele vielleicht Abschrecken würde.

Deswegen wird die Forderung auch auf keinen Fruchtbaren Boden landen sondern auf dem Kompost bis dann der Moment kommt in dem man diese Popcorn Inszenierung eines Call of Duty nicht mehr Verkaufen kann.
Bis dahin werden aber noch einige Jahre ins Land ziehen und wirklich gute Shooter wie z.B. The Darkness werden nicht ans diese Titel ran reichen und somit bleibt der alte Kreis bestehen.

In anderen Genres findet man wirklich gute Beispiele im RPG Genre ob Dragon Age oder Fallout , jetzt mal abgesehen vom Spielerischen , haben beide hervorragend Entscheidungen abverlangt die den Spieler in eine Zwickmühle brachten.
Ich Persönlich habe mich wirklich teilweise sehr geärgert über meine eigenen Handlungen in Dragon Age.

Fallout ist ja schon ein Shooter in der Hinsicht mit Entscheidungen aber das ganze Szenario ist einfach Schwierig zu Vergleichen mit dem Geschehen dieser Kriegsshooter , natürlich herrscht auch Krieg aber die Welt liegt im Sterben und es geht ums Nackte überleben.
In Kriegsshooter tut es das auch nur das die Welt noch halbwegs in Ordnung scheint auch wenn die Taten mancher Menschen in solchen Situationen das Gegenteil beweisen.

Situationsbedingtes Handeln in Krisensituationen ist wirklich eigentlich etwas was Menschen Magisch anzieht weil man sich immer fragt WAS würde ICH tun.

Ich nehme jetzt einfach mal das nette Beispiel Zombies , der gute Klassiker Dawn of the Dead von George Romero war kein guter Film aufgrund der Splatter und Gore Effekte sondern weil er auch etwas Aussagte.
Er zeigte Personen wie sie in einer Krisensituation handeln , wie sie sie Bewältigen und wie man mit der dauerhaften Gefahr umgeht.
Zusätzlich kam dann noch der Wink mit dem Zaunpfahl auf die damalige (natürlich auch heute noch) Konsum Gesellschaft wie sie sich Verhalten wenn der ganze Überfluss vorhanden ist.

Oder auch in einem Comic den ich kürzlich entdeckt und lieb gewonnen habe , DEN EMPFEHLE ICH JÖRG AUCH AUSDRÜCKLICH :P , The Walking Dead.
Ist schon seit 2002 in der Mache und handelt auch von wie könnte es anders sein Zombies.

Dort wird das was auch Romero zeigte in noch besserer Form wiedergeben der Kampf ums Überleben und die Verschiedene Herangehensweise der jeweiligen Menschen.
Dort trifft man die Unterschiedlichsten Charaktere und um an Nahrung zu kommen wählen viele unterschiedliche Methoden die man über den Gesamten Comic sieht.
Einige gehen Jagen oder Bauen selbst etwas an , andere Versuchen diese zu bestehlen oder jagen weiter durch die schon Massig geplünderten Supermärkte , wieder andere wählen den Kannibalismus als Alternative.
Der ganze Comic ist gespickt mit Situationsbedingten Entscheidungen und so wird selbst aus Charakteren die relativ klar bei Verstand sind manchmal ein ganz anderer Mensch und die Handlungen verändern sich.

Ein Aspekt der leider in kaum einem Spiel vorkommt .....
Natürlich möchte jeder gut Unterhalten werden aber momentan gibt es zu viel der einfachen Unterhaltung und zu wenig Spiele die ein wenig über den Tellerrand blicken.
Das wird auch der derzeitigen Lage der Videospielbranche geschuldet sein in der man teilweise Lächerliche Entscheidungen trifft aber es darf keine Entschuldigung sein das wirklich kaum einer ein wenig MEHR will.