Hauptsache sie macht dann auch noch Spaß, denn Dramaturgie hole ich mir lieber in Büchern. Von Games erwarte ich in erster Linie Spaß.4P|T@xtchef hat geschrieben:Ich denke, die Spielewelt befindet sich erst am Anfang ihrer dramaturgischen Ausdrucksmöglichkeiten. Sie wird reifen.
Der 4P-Kommentar: Call of Iran
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Die Geschichten müssen garnicht episch sein, ganz im Gegenteil. Sie müssen nur gut sein.Howdie hat geschrieben:@Bedlam: Ja, das ändert trotzdem nichts daran, dass man die Spiele nicht so lange unterbrechen kann um in einem Shooter eine wirklich epische Geschichte zu erzählen.
Worum gehts in Apocalypse Now? Ein paar Soldaten haben den Auftrag einen abtrünnigen General aufzuspüren. Das wars schon und ist von der Prämisse her recht simpel. Das Erlebnis ist aber die bemerkenswert dargestellte Reise dorthin und die bizarre Auflösung. Man müsste sich einfach nur mal von den hirntoten "Hurra, wir sind die Guten und alles was sich bewegt ist böse"-Erzählungen verabschieden. D.h. heißt aber nicht, dass weniger geschossen werden darf.
Die Flughafen-Sequenz in MW2 wurde dramaturgisch leider in den Sand gesetzt und das Potential blieb komplett ungenutzt.
Zuletzt geändert von Bedlam am 14.10.2010 17:00, insgesamt 3-mal geändert.
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raver93
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Ich finde zwar, dass viele hier Recht haben, aber ich kann dieses ewige "Alle CoD, MoH,... Spieler sind ja so saudumme Kinder" echt nicht mehr hören. Ich selbst bin auch erst 17 also noch ein "Kind" und ja ich spiele auch CoD, wobei mir der Singleplayer, auf gut deutsch gesagt, völlig am Arsch vorbei geht. Den spiele ich höchstens für Gamescore. Ich spiele MW2 und auch BC2 nur wegen dem Multiplayer. Was ich damit sagen will ist, nur weil jemand diese Spiele spielt, muss er nicht unbedingt dumm sein.
Jetzt mal zum Thema Antikriegsshooter
Ich glaube ganz einfach, dass der Singleplayer und der Gewaltgrad KEINE ausschlaggebenden Punkte für den Verkauf von Shootern sind. Ich kenne zumindest niemanden, der sich Cod: Black Ops nächsten Monat holt, weil er Bock darauf hat, jemanden virtuell zu foltern oder sonst was. Alle die ich kenne holen sich Cod 7 nur wegen des Multiplayers. Klar ich gebe zu solche Dinge sorgen für Medienpräsenz, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das Einfluss auf die Verkaufszahlen haben soll. Deshalb glaub ich, dass sich Antikriegsshooter nicht schlechter verkaufen würden, wenn sie einen Top Multiplayer hätten.
Jetzt mal zum Thema Antikriegsshooter
Ich glaube ganz einfach, dass der Singleplayer und der Gewaltgrad KEINE ausschlaggebenden Punkte für den Verkauf von Shootern sind. Ich kenne zumindest niemanden, der sich Cod: Black Ops nächsten Monat holt, weil er Bock darauf hat, jemanden virtuell zu foltern oder sonst was. Alle die ich kenne holen sich Cod 7 nur wegen des Multiplayers. Klar ich gebe zu solche Dinge sorgen für Medienpräsenz, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das Einfluss auf die Verkaufszahlen haben soll. Deshalb glaub ich, dass sich Antikriegsshooter nicht schlechter verkaufen würden, wenn sie einen Top Multiplayer hätten.
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@ raver93
Soweit ich mich entsinnen kann, hat hier niemand gesagt, dass CoD oder MoH-Spieler dumm sind ^^
Desweiteren finde ich den Punkt Antikriegsshooter mit MP sehr interessant. Widerspricht sich meiner Hinsicht nach. Zumindest wäre es ein schwieriges Unterfangen einen Antikriegsshooter mit MP zu veröffentlichen. Ich gehe jetzt mal einfach davon aus, dass ein Antikriegsshooter den Schrecken des Krieges darstellen will. Aber mit einem MP mit dem Modus Deatmatch zum Beispiel würde der es Message des Spiels komplett widersprechen. Im SP den Schrecken des Krieges aufzeigen und im MP wieder: Wer hat die meisten Kills? ^^
Soweit ich mich entsinnen kann, hat hier niemand gesagt, dass CoD oder MoH-Spieler dumm sind ^^
Desweiteren finde ich den Punkt Antikriegsshooter mit MP sehr interessant. Widerspricht sich meiner Hinsicht nach. Zumindest wäre es ein schwieriges Unterfangen einen Antikriegsshooter mit MP zu veröffentlichen. Ich gehe jetzt mal einfach davon aus, dass ein Antikriegsshooter den Schrecken des Krieges darstellen will. Aber mit einem MP mit dem Modus Deatmatch zum Beispiel würde der es Message des Spiels komplett widersprechen. Im SP den Schrecken des Krieges aufzeigen und im MP wieder: Wer hat die meisten Kills? ^^
Zuletzt geändert von Redd1990 am 14.10.2010 17:05, insgesamt 1-mal geändert.
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besnick
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Die Frage ist doch, was ein Antikriegswerk auszeichnet. Hinter der Antikriegsfilm-Fassade Hollywoods verbirgt sich in vielen Fällen nicht umsonst ein Loblied auf Kameradschaft, Tapferkeit und Heldentum. *kotz* Das "anti"-präfix bedeutet in solchen Filmen nur eines: Viel Blut und Gedärme. Davon einmal abgesehen sind sie von richtigen Antikriegsfilmen so weit entfernt wie China und Japan von freundschaftlichen Beziehungen.
Antikriegsspiel heißt in meinen Augen den Spielern ihre eigene absolute Schwäche und Bedeuteutungslosigkeit vor Augen zu führen, ihn zu einem Spielball viel zu starker Mächte zu machen, in einem verstörenden Umfeld, das all das Chaos und die Sinnlosigkeit eines Krieges mit all seinen Opfern auf allen Seiten vor Augen führt...
Sowas kann kein Shooter sein und sowas hat ganz gewiß keinen Multiplayer @ raver93.
Antikriegsspiel heißt in meinen Augen den Spielern ihre eigene absolute Schwäche und Bedeuteutungslosigkeit vor Augen zu führen, ihn zu einem Spielball viel zu starker Mächte zu machen, in einem verstörenden Umfeld, das all das Chaos und die Sinnlosigkeit eines Krieges mit all seinen Opfern auf allen Seiten vor Augen führt...
Sowas kann kein Shooter sein und sowas hat ganz gewiß keinen Multiplayer @ raver93.
- bruchstein
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@ Howdie du denkst ein bischen arg eingleisig....und sich irgendwelchen dumpfbacken ansichten anschliesen, die total auf das übelste angenervt sind wenn sie mal kurz die Dauerfeuertaste loslassen müssen,und das schon als kriterium werten das soetwas kein reiner Shooter sein kann ....das ganze noch Seitenlang darlegen.... zeugt nicht gerade von deiner Vorstellungskraft, bzw hört sich etwas altbacken an......
dauerfeuer und dauerrumwuseln im Schlauch mit null induviduallität und einem oberreduziertem gameplay mit spass gleichzusetzen....lol....das ist doch der immer gleiche eintönige stupide oberfade oberlangweilige Aufguss Teil X.....also ich schlaf dabei immer ein....
Da ist ja jedes Groschenheftchen aufregender
dauerfeuer und dauerrumwuseln im Schlauch mit null induviduallität und einem oberreduziertem gameplay mit spass gleichzusetzen....lol....das ist doch der immer gleiche eintönige stupide oberfade oberlangweilige Aufguss Teil X.....also ich schlaf dabei immer ein....
Da ist ja jedes Groschenheftchen aufregender
Zuletzt geändert von bruchstein am 14.10.2010 17:15, insgesamt 1-mal geändert.
- Jhena
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Die Shootermechanik ist altbacken und hat sich seit Wolfenstein kaum verändert. Und das Seitenlange darlegen liegt ja auch daran, dass mir ständig unterstellt wird, dass ich keine Vorstellungskraft hätte.bruchstein hat geschrieben:@ Howdie du denkst ein bischen arg eingleisig....und sich irgendwelchen dumpfbacken ansichten anschliesen, die total auf das übelste angenervt sind wenn sie mal kurz die Dauerfeuertaste loslassen müssen,und das schon als kriterium werten das soetwas kein reiner Shooter sein kann ....das ganze noch Seitenlang darlegen.... zeugt nicht gerade von deiner Vorstellungskraft, bzw hört sich etwas altbacken an......
Ich sage ja: Ich hätte gerne was Neues, aber ich bezweifel zum einen, dass es mit der Mechanik funktioniert, noch sich gut verkauft. Warum dass jetzt dümmer, ignoranter oder eingleisiger ist als einfach zu sagen: In 30 Jahren kann auch alles gnaz toll und neu sein, verstehe ich allerdings wirklich nicht. Meine Argumentation beruht auf Gedanken die ich mir gemacht habe. Das mit dem Dauerfeuer ist ja nicht meine Meinung, aber eben eine Beoachtung die ich gemacht habe. Also kann ich doch auch erwarten, dass man mir die Meinung lässt, ohne gleich zu sagen, dass ich eindimensional denke.
Wir sind doch hier um zu diskutieren, oder? Da gehören halt auch mehrere Meinungen zu. Ich weiß, dass du das genauso siehst.
BTW: Sitze ich hier gerade fest und habe nicht viel zu tun... daher die Textflut.^^
Zuletzt geändert von Howdie am 14.10.2010 17:14, insgesamt 1-mal geändert.
- crackajack
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Während ich mir schon vorstellen kann das im SP sowohl die Story als auch das Gameplay angepasst werden könnte um eine Antikriegserfahrung innerhalb des Shootergenres zu bieten, steht meine Fantasie beim MP dann doch schon an.raver93 hat geschrieben:Deshalb glaub ich, dass sich Antikriegsshooter nicht schlechter verkaufen würden, wenn sie einen Top Multiplayer hätten.
Von Krieg virtuell 10 vielleicht 20 Stunden hinuntergezogen werden, ok, eben anständig über die Realität reflektieren, aber ein MP, den man i.d.R. weit länger spielt?
MP ist ja mehr der sportliche Wettkampf. Und Sport ist ja eig. neutral, weder für Krieg noch gegen Krieg. Das ist ja das Wundervolle daran. Wüsste nicht wie man eine Antihaltung da überhaupt reinbringen soll. Pro ist es auf lange Sicht ja auch nicht wirklich, letztendlich verschwimmt das aufregende Krachbumm des im Grunde genommen etwas pietätlosen Kriegsszenarios ja eh rel. rasch und man spielt eh nur mehr aus sportlichen, wettkämpferischen Ambitionen?
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Malachi80
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Zumindest ein Spiel könnte man schon als Antikriegsspiel nennen: DEFCON.
http://www.introversion.co.uk/defcon/
Gut, das ist jetzt mal kein Shooter, dafür würden noch einmal verschärfte Kriterien gelten.
Trotzdem hat es das Spiel geschafft, sehr SEHR seltsame Emotionen bei mir auszulösen: Je weiter man spielt, umso schuldiger, bedrückter fühlt man sich. Das gelingt auch gerade wegen der reduzierten Kulisse, die Platz für die Vorstellung lässt, und der Sounduntermahlung, die kühl-steril beginnt, später immer hoffnungsloser und nervenzerrender wird (Frauen- und Kinderweinen, verzerrtes Sirenengeheule usw.).
Auch bei einem Egoshooter könnte ich es mir vorstellen, dass man 1.) so Gefühle während des Spielens beim Spieler auslösen kann und 2.) dennoch weiterspielt. Dafür wäre aber eine starke emotionale Bindung an den Spielecharakter absolute Voraussetzung, woran die allermeisten Spiele ja schon so scheitern. Den psychischen Zustand könnte man ähnlich wie in Call of Cthulhu: DCotE simulieren, was absolut genial dargestellt war. Je mehr Menschen man erschießt, umso schlechter wird der seelische Zustand des Spielcharakters (und damit die Sicht des Spielers), bis man nicht mehr zwischen Freund und Feind unterscheiden kann und einen der eigenen tötet? Das ganze soll jetzt natürlich nur als ein Beispiel dienen, wenn das ganze Spiel nur darauf beruht, dann geht es auch in die Hose.
Aber schon bei MGS3 gab es eine schöne Szene, in der man in einem Level einen schnurgeraden Fluß entlang laufen musste, an dessen Ufer die Seelen der vom Spieler getöteten in genau dem Zustand stehen, wie man sie tötete und einen nur "Warum?" fragen. Je mehr man getötet hat, umso länger wird dieser Marsch. So was bleibt hängen und man macht sich Gedanken. Genauso könnten Spiele sein heutzutage, die Werkzeuge sind da, macht was draus!
http://www.introversion.co.uk/defcon/
Gut, das ist jetzt mal kein Shooter, dafür würden noch einmal verschärfte Kriterien gelten.
Trotzdem hat es das Spiel geschafft, sehr SEHR seltsame Emotionen bei mir auszulösen: Je weiter man spielt, umso schuldiger, bedrückter fühlt man sich. Das gelingt auch gerade wegen der reduzierten Kulisse, die Platz für die Vorstellung lässt, und der Sounduntermahlung, die kühl-steril beginnt, später immer hoffnungsloser und nervenzerrender wird (Frauen- und Kinderweinen, verzerrtes Sirenengeheule usw.).
Auch bei einem Egoshooter könnte ich es mir vorstellen, dass man 1.) so Gefühle während des Spielens beim Spieler auslösen kann und 2.) dennoch weiterspielt. Dafür wäre aber eine starke emotionale Bindung an den Spielecharakter absolute Voraussetzung, woran die allermeisten Spiele ja schon so scheitern. Den psychischen Zustand könnte man ähnlich wie in Call of Cthulhu: DCotE simulieren, was absolut genial dargestellt war. Je mehr Menschen man erschießt, umso schlechter wird der seelische Zustand des Spielcharakters (und damit die Sicht des Spielers), bis man nicht mehr zwischen Freund und Feind unterscheiden kann und einen der eigenen tötet? Das ganze soll jetzt natürlich nur als ein Beispiel dienen, wenn das ganze Spiel nur darauf beruht, dann geht es auch in die Hose.
Aber schon bei MGS3 gab es eine schöne Szene, in der man in einem Level einen schnurgeraden Fluß entlang laufen musste, an dessen Ufer die Seelen der vom Spieler getöteten in genau dem Zustand stehen, wie man sie tötete und einen nur "Warum?" fragen. Je mehr man getötet hat, umso länger wird dieser Marsch. So was bleibt hängen und man macht sich Gedanken. Genauso könnten Spiele sein heutzutage, die Werkzeuge sind da, macht was draus!
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kuronokei hat geschrieben:find ich nich. ich bin auch gegen drogen und kiffe trotzdem mit einem schlechten gefühl. und wichsen will ich eig auch nich xD
wenn ein spiel es schaffen würde dass ich mich schlecht fühle leute zu töten und es trotzdem tue wäre das auf ne seltsame art doch ziemlich interessant.
Das mit dem "schlecht fühlen" ist aber auch wieder so ne Sache der Persönlichkeit.
Nennt mich von mir aus Weichei, aber ich hab damals Soldier of Fortune 2 nicht mit vollen Gore-Möglichkeiten gespielt....weil ich das wirklich zu drastisch fand und wirklich nen schlechtes Gewissen hatte xD
@besnick: Ich stimme dir eigtl. in allen Punkten zu, ausser in der Tatsache, dass es nicht möglich ist. Ich denke schon, dass es schwierig ist udn man müsste sich als Spieler ja auch gezwungenermaßen so dermaßen schlecht fühlen, dass man in Versuchung käme einfach das Spiel auszumachen....weil man eben involvierter ist, als im Film...aber da muss man dann halt durch ^^
@Multiplayer: MP in nem ANTIkriegsspiel wäre die blanke Verhöhnung der SP Aussage.
- Redd1990
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Redd1990 hat geschrieben:Einen Unterschied gibt es Howdie ^^
Korrigier mich wenn ich falsch interpretiere: Du sagst es ist nicht möglich.
Während du grad uns zitierst: Es kann in 30 Jahren alles anders sein.
Wir sagen es kann, muss aber nicht. Du sagst es ist so, da gibt es keine Alternative ^^
Ich hätte gerne was Neues, aber ich bezweifel zum einen, dass es mit der Mechanik funktioniert, noch sich gut verkauft.
