Der 4P-Kommentar: Call of Iran

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Howdie
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Beitrag von Howdie »

Kajetan hat geschrieben:
Cpl. KANE hat geschrieben:Die Shooter-Branche ist fest in den Händen einiger großer Publisher, die sich darauf konzentrieren, sich gegenseitig zu überbieten.
Darum darfst Du solche Spiele nicht von den Major Publishern erwarten. Sobald ein Projekt ein gewisses Budget übersteigt, gibt es keine Experimente mehr. Experimente gibt es nur im Indie-Bereich.
Okami, Ico, Shadow of the Colossus, Blob, Epic Mickey, Heavy Rain, Guitar Hero (war damals sensationell neu, auch wenn Peripheriespiele bekannt waren), die Wii, der DS, Beyond Good & Evil, Little Big Planet etc etc etc

Das ist was ich dir immer wieder unterstelle: Jammern auf ganz hohem Niveau. ;)
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Howdie
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Beitrag von Howdie »

Bedlam hat geschrieben:
Howdie hat geschrieben:@Kunstshooterfans: Euch ist schon klar, dass ein Shooter ein aufwendiger Reflextest ist und dass das auch in 30 Jahren noch gilt, da es sonst eben kein Shooter mehr wäre, oder?^^
Schon wieder derselbe Fehler: Du beschränkst das Problem fälschlicherweise auf "entweder, oder"

Nur weil ein Shooter z.b. eine tiefgängigere Erzählweise und ungewöhnliche Szenarien bietet muss Reflextest-Aspekt keinesfalls verschwinden. Das ist wiedermal eure Kurzsichtigkeit. Ihr könnt euch nichts anderes vorstellen, d.h. aber noch lange nicht, dass es nicht möglich ist.

In Antikriegsfilmen gehts oft genauso krachend zur Sache wie in glorifizierenden Kriegsfilmen. Der Aspekt muss sich also auch bei Shootern nicht ändern wenn man andere Aspekte wie Erzählweise, moralische Schwerpunkte usw. ändert.
Schon wieder derselbe Fehler von dir: Mit der Story unterbrichst du das Gameplay. Schaltest die Spielgeschwindigkeit von 100 auf null... sowas kann man ein zwei mal in einem Shooter machen. Danach nervt es. Was meinst du warum es eben nur selten Vehicel-Parts, Schleicheinlagen etc gibt? Weil es eben nicht funktioniert. Ein Spiel braucht ein halbwegs konstantes Tempo. Das wäre in deinem Vorschlag aber eben nicht gegeben. Sowas macht keinen Spaß. Auch nicht in 30 Jahren. ;)

Zumindest nicht, wenn wir die heutige Spielmechnaik völlig über Bord schmeißen. Und dann ist diese Diskussion sowieso obsolet.
johndoe1078009
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Beitrag von johndoe1078009 »

Sehr schön geschriebenes Statement. Großes Lob an den Chefredakteur!

Ich sehe allerdings das Grundproblem bei der typisch amerikanischen Glorifizierung ihrer "Helden". Schon Bücher (und Filme) wie z. B. "Born on the 4th of July" zeigten deutlich, dass die amerikanischen Bürger mit dem Thema Kriegsfolgen bei Veteranen und deren Leiden ein echtes Verdrängungsproblem haben.

Die amerikanische Gesellschaft, die bis heute für viele Zivilisationen das Synonym einer starken Vorbildgemeinschaft ist, beruht allerdings auf einem Scheinbild. In der Selbstdarstellung und Inszenierung sind die Amerikaner unangefochten. Dieser Trend der Selbstdarstellung ist ganz klar auch reflektierend in den Spielen zu finden. Kaum auszudenken, was für einen Kulturschock die "ECHTE" Kriegsberichterstattung durch Spiele nach sich ziehen würde.

Das Hauptproblem wird aber sein, dass man diese "ECHTEN" Antikriegsspiele kaum vermarkten kann, da die Masse der Bürger schon ewig veräppelt wird und gar nicht mehr klar unterscheiden kann, was ist denn jetzt ECHT und was ist UNECHT (inszeniert)? Bsp.: Embedded Journalists - Journalisten die ein "echtes" unverfälschtes Bild beim Einmarsch im Irak liefern sollten (eingebettet in den Kampfverbänden, als Begleiter und Beobachter), wurden gnadenlos für die Propaganda und zur Beschönigung missbraucht. Selbst seriöse Nachrichtensender wie CNN ließen sich damit vom Militär einspannen und "verkauften" ein Saubermann-Image. Wieso sollte man also zukünftige, vielleicht "echte" Berichte nicht auch als Propaganda abwimmeln?

Weiteres Beispiel: Die ECHTE Kriegsberichterstattung durch Wikileaks. Das "Collateral Murder"-Video, das einen Apacheangriff im Irak zeigt, der gewollt auf Zivilisten schießt und diese mit hämischen Kommentaren niederstreckt. Das Video ging um die Welt, es war allerdings zu geschmacklos neutral (inszeniert?). Statt einer Welle der Empörung kam es zu einer Welle der Abwendung und Ausblendung in der Gesellschaft. Wahrscheinlich sind die Menschen einfach nicht bereit zu akzeptieren, was wirklich im Krieg passiert bzw. ist die Abwendung einfach nur eine Schutzreaktion des Menschen um eine Barriere zu errichten, um auf Abstand zu bleiben.

Wichtigstes Merkmal bei Computerspielen ist immer noch die Unterhaltung. Ich glaube also, sofern das Computerspiel irgendwann auch nicht der Unterhaltung dienlich sein sollte, dann ist die Zeit gekommen für Kriegs-Antispiele. Bis dahin sind wir wahrscheinlich einfach nicht reif für diesen radikalen Schritt.

Viele Fakten über die Inszenierung, die Herr Luibl anspricht hören sich für mich an, als hätte ich sie gelesen... Und so ist es auch! In Büchern als auch Filmen finden sich diese Einzelschicksale die so eindringlich sind, als dass sie wahrscheinlich kaum interaktiv in einem Spiel eingefangen werden können. Denn Fakt ist, wir lesen Bücher nicht nur der Unterhaltung wegen, auch des Wissens und der Weiterbildung. Gerade durch unsere Passivität zum Buch oder Film schaffen wir diese Schutzbarriere, die uns eintauchen lässt in ein Geschehen, ohne uns direkt (aktiv) zu involvieren.

Dies ist somit auch der Grund, warum es bis heute kein Spiel gibt, das zugleich auch einen Tenor des "Anti-Kriegsspiels" schafft.

Schlussendlich schaffen es jedoch weder Buch, Film noch Spiel die Schrecken des Krieges zu 100 % nahezubringen. Schließlich ist nichts realer als die wirkliche Realität. Alles andere sind nur Projektionen und vor allem Interpretationen durch unterschiedlichste Quellen.

Ich als gedienter Soldat (auch mit Auslandserfahrung) bin jedenfalls dankbar, niemandem das Leid und die Schrecken nahe bringen zu müssen. Viele würden daran zerbrechen.

Es ist also äußerst fraglich, ob es wirklich Ziel sein kann, ein "Anti-Kriegsspiel" zu produzieren.

In Anerkennung und Respekt der Soldaten, die wohlwollend einer Ideologie und ihrem Vaterland dienen.
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alex9k
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Beitrag von alex9k »

JesusOfCool hat geschrieben:
dinex9r hat geschrieben:
JesusOfCool hat geschrieben: @das was howdie sagt: schaut euch mal metroid prime an. das sieht auch aus wie ein ego-shooter, ist aber keiner. portal genauso. sieht aus wie ein ego-shooter, ist aber keiner.
Ich glaube nicht, dass es Jörg hier um eine Definitions-Diskussion ging.
Btw. - gibt es eig. eine offizielle Definition? Auf Wikipedia steht eig. nur das, was man auch direkt aus dem Namen ableiten kann : Ich-Perspektive + schießen.

Mal angenommen, man hätte so ein Spiel, wie Jörg schreibt, vor sich liegen.
Es ist doch völlig wurscht, ob das jetzt offiziell als Ego-Shooter durchgeht, oder nicht.
Ob man Portal jetzt nen Ego-Shooter nennt oder n Puzzle-Shooter oder sonstwie - darum gehts doch gar nicht.

Vorschlag : Wir tun einfach mal so, als würde "Ego-Shooter" gar kein Genre meinen, sondern mehr eine minimalistische Beschreibung.
nein das ist nicht egal. es würde nämlich die zielgruppe der shooter spieler nicht ansprechen und von daher sein ziel zumindest teilweise grob verfehlen.
Ja, teilweise. Den Teil halte ich aber für ziemlich klein. Und wenn ein Entwickler eines solchen Spiels aber eine kriegs-kritische Zielgruppe im Auge hat, darf er sein Spiel, auch wenn darin wie in anderen Ego-Shootern auch auf andere geschossen wird, nicht Ego-Shooter nennen, weil einige meinen, die Definition eines solchen Spiels läge in ihren Händen?
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Jörg Luibl
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Beitrag von Jörg Luibl »

@Tepnox: Und ein großes Lob zurück für diesen Beitrag, der die Problematik des Ganzen noch mal aus anderer Perspektive beleuchtet.

Ich denke, die Spielewelt befindet sich erst am Anfang ihrer dramaturgischen Ausdrucksmöglichkeiten. Sie wird reifen.
Zuletzt geändert von Jörg Luibl am 14.10.2010 16:40, insgesamt 2-mal geändert.
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Bedlam
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Beitrag von Bedlam »

Howdie hat geschrieben:
Bedlam hat geschrieben:
Howdie hat geschrieben:@Kunstshooterfans: Euch ist schon klar, dass ein Shooter ein aufwendiger Reflextest ist und dass das auch in 30 Jahren noch gilt, da es sonst eben kein Shooter mehr wäre, oder?^^
Schon wieder derselbe Fehler: Du beschränkst das Problem fälschlicherweise auf "entweder, oder"

Nur weil ein Shooter z.b. eine tiefgängigere Erzählweise und ungewöhnliche Szenarien bietet muss Reflextest-Aspekt keinesfalls verschwinden. Das ist wiedermal eure Kurzsichtigkeit. Ihr könnt euch nichts anderes vorstellen, d.h. aber noch lange nicht, dass es nicht möglich ist.

In Antikriegsfilmen gehts oft genauso krachend zur Sache wie in glorifizierenden Kriegsfilmen. Der Aspekt muss sich also auch bei Shootern nicht ändern wenn man andere Aspekte wie Erzählweise, moralische Schwerpunkte usw. ändert.
Schon wieder derselbe Fehler von dir: Mit der Story unterbrichst du das Gameplay. Schaltest die Spielgeschwindigkeit von 100 auf null... sowas kann man ein zwei mal in einem Shooter machen. Danach nervt es.
Falsch.

Auch MW2; MoH & Co werden unterbrochen - aber die Unterbrechungen werden dort nur für flachste und langweiligste Anti-Unterhaltung genutzt. Man müsste nur anders (!) unterbrechen, nicht öfter. Wie gesagt: hier herrscht enorme Kurzsichtigkeit auf eurer Seite weil eure Vorstellung nicht weit genug reicht. Ihr seht nur das, was es bisher gibt. Eine mögliche dramaturgische Weiterentwicklung würdet ihr erst sehen, wenn mans euch aufzeigt und erst dann fragt ihr euch warum da nicht eher jemand drauf gekommen ist.
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Redd1990
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Beitrag von Redd1990 »

Man Howdie was bei dir nicht alles geht :D

Wir wollen doch keine Revolution in der Shooterszene. Wir sind aber gesättigt von den heutigen Kriegsshootern, siehe vorallem CoD, MoH.
Vom Prinzip immer das selbe, keine wirkliche Weiterentwicklung.

Ob nun Antikriegsshooter hin oder her. Wir wollen keine SP-Kampagne spielen die nur 5h geht und dann ist finito. Wir wollen wieder mehr Umfang und dieser Umfang soll wieder an Qualität gewinnen. Sprich die Story soll spannender, komplexer, emotionaler etc sein. Eine gute Story macht in einen Spiel viel aus. Neue Gameplayinnovationen wären auch nett, aber so ein richtig guter SP wäre auch mal wieder sehr wünschenswert.
Zuletzt geändert von Redd1990 am 14.10.2010 16:40, insgesamt 1-mal geändert.
RosaElfe
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Beitrag von RosaElfe »

Kyanon hat geschrieben:@ RosaElfe
Nein für Rassismus hielt ich das nicht. Ich weißt auch nicht wieso sich hier alle so vorschnell Dinge vorwerfen.
Ich wollte das ja nur klarstellen, das ich dir das nicht vorwerfe, bevor es bei dir so ankommt, ohne so gemeint zu sein ;)
Kyanon hat geschrieben: Menschen, ganz besonders große Gruppen von diesen sind in Vorurteile (in echte bitte) zu unterteilen. Darunter leiden kleine Gruppen von Menschen, zB deine erwähnte Oberschicht.
Wir sind die ehemaligen Nazis, technikversiert und leidenschaftslos.
Die Amis sind patriotisch, schauen ungern über den Tellerrand hinaus, aber arbeiten schwer für Ihr eigenes Leben.

Sobald du über globale Dinge wie den Markt redest, muss du Gesellschaft als solches nehmen. Es tut mir leid aber sonst kriegst du keine angepassten Artikel wie Spiele für den USA Markt.
Findest du es okay, wenn die Amerikaner die "dummen, fetten Nationalisten", die deutschen die "humorlosen Nazis", die Franzosen "die schwulen Froschfresser", Israelis "kindermordende, krummnasige, gezige Krämer" sind?
Also ich zumindest nicht.

Und bringt auch hier markttechnisch nichts. Wenn du ein Spiel für eine möglichst breite Masse machen willst, darf es nicht zuviel Anspruch haben und "schön doof" sein. Da stimme ich dir absolut zu. Den kleinsten gemeinsamen nenner treffen und das alles.

Aber das ist in Amerika so wie hier in Deutschland oder in jedem anderen Land. Diesen Kompromiss gehen nunmal fast alle Publisher ein.
Daher finde ich den Hinweis auf die dummen, nationalen Amis eifnach unangebracht.

Kyanon hat geschrieben: und du hättest mich einfach bitten können mit dem platten Anti-Amerikanischen Ausrufen aufzuhören, anstatt den Anschein zu erwecken, meine Argumente oder Ansichten in den Dreck zu ziehen
Wo habe ich das denn getan und etwas in den Dreck gezogen??? Ich habe mich doch ganz speziell an dem platten Antiamerikanismus gestört.
Nebenbei: wenn eben platter, unreflektierter Antiamerikanismus deine Ansicht (Argumente sind das dann ja kaum) wäre, würde ich das selbstverständlich angreifen...
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crackajack
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Beitrag von crackajack »

tschief hat geschrieben:Aber hier gings darum, ob ein reiner Antikriegsshooter realisierbar wäre.. Und nein das ist er nicht, auf jeden Fall nicht Gameplay mässig, höchstens von der Story her ;)..
Einen Pazifismusmodus wie von Geometry Wars bekannt, könnte man als optionalen Spielstil denke ich durchaus in einen Shooter einbauen, der dann auf diese Spielweise reagiert und nicht die 0815 Tom Clancy Rambo geschichte auffährt sondern einem durchgehend das deprimierende Bild des Kriegs zeigt.
Mit Waffe in der Hand und Schiss in der Hose.
Klar wäre das nach deiner punkt und beistrich Betrachtungsweise kein Shooter mehr, weil man ja nicht ballert, aber was für ein Genre wär's denn sonst? Ein Antishootershooterantikriegsspiel?
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A.C. Dynamite
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Beitrag von A.C. Dynamite »

Das ganz große Problem der ShooterSzene besteht vor allem aus den kleinen Casual-Kiddies die jeden Rotz kaufen und somit das weiterentwickeln von weiterem Müll fördern....gute SP-Shooter wie Crysis haben sich nur mittelmäßig verkauft obwohl sie anspruchsvolle und ne sehr ordentliche Story geboten haben.....

Der Depp von heute will nur Anspruchsloses Button-Smashing und schnelle Erfolge,das zieht sich seit der neuen X-Box-Generation wie ein roter Faden durch die Spieleszene.
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Vino
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Beitrag von Vino »

4P|T@xtchef hat geschrieben:@Rosa Elfe: Jep, das ist wichtig. Das darf keine pädogogische Predigt von der Kanzel werden, es müsste ein Abbild der Realität sein, die für sich spricht und mir evtl. eine Entscheidung abverlangt.

@mr archer: Der Shooter müsste sich neu erfinden - auch inhaltlich. Selbst wenn geschossen wird, was immer noch sehr wichtig wäre, müsste der Kontext ein anderer, die Inszenierung eine andere sein. Entscheidend ist nur, wie schon oben angemahnt, dass man so ein Thema nicht als Point&Click-Adventure oder Nischen-Survival-Horror angeht, sondern frontal mit der fortschrittlichsten Engine vor der Brust.
Also, ich finde nicht, dass sich der Shooter neu erfinden müsste, um anspruchsvoller zu sein bzw. ernster/erwachsener an das Thema Krieg heranzugehen. Viel mehr glaube ich, dass schon ein paar geschickt platzierte Entscheidungen, Wendungen und Konsequenzen einen Shooter in ein ganz anderes Licht rücken könnte.

Z.B. das beim Stürmen eines Hauses Zivilisten verängstigt in einer Ecke sitzen, ein Kind weint und im Hintergrund vllt. das Essen auf dem Herd steht und der Fernseher läuft. Das ist nur einer kleiner Abschnitt, der nichtmal ne Minute dauern müsste und trotzdem der "Eroberung" einen ganz bitteren Beigeschmack gäbe.

Oder ein anderes Beispiel: Man erschießt einen Feind, und bei der üblichen "Munitionsaufstockung" findet man ein Portmonaie mit einem Brief an seine Frau, ein Foto von seinen Kindern etc.

Solche oder ähnliche Szenen über das Spiel verstreut und der Shooter würde - obwohl kaum was am eigentlichen Spiel geändert worden wäre - bereits eine ganz andere Note erhalten, als das, was wir bisher vorgesetzt bekommen.
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Jörg Luibl
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Beitrag von Jörg Luibl »

Jep, das sind gute Beispiele, wie man mit subtilen Änderungen für ein ganz anderes Flair sorgen könnte. In diesem Fall müsste sich seine Spielmechanik nicht neu erfinden - das stimmt. Man könnte auch mit Nuancen einige Zeichen setzen.

@RosaElfe: Bitte alles Weitere über PN klären; damit der Thread hier nicht im üblichen Disput mit Endloszitaten ausartet.
Zuletzt geändert von Jörg Luibl am 14.10.2010 16:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Howdie
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Beitrag von Howdie »

@Bedlam: Ja, das ändert trotzdem nichts daran, dass man die Spiele nicht so lange unterbrechen kann um in einem Shooter eine wirklich epische Geschichte zu erzählen. Halo Reach macht es schon ganz gut, aber selbst da asgen einige Spieler schon, dass es ihnen zuviel Gequatsche, Gefahre und Gelatsche ist. Viele wollen halt nur ballern. So ist es nunmal.

@Redd: Wir sehen das vollkommen gleich. Nur das ich halt sage, das Genre kann sich zwar entwickeln. Aber eine echte Evolution erwarte ich aufgrund des Gameplays eben nicht. Ich denke, dass sehen wir sogar gleich, oder? Ich hätte gerne mehr Story, mehr Ernsthaftigkeit, mehr Entscheidungen und mehr Einfluss. Aber das will die Masse halt nicht. Also muss ich damit leben.

Reach ist wie gesagt schon mal nicht schlecht und auch Bioschock oder andere Shooter haben tolle Ansätze. Die Forderung nach intelligenteren Shootern unterschreibe ich sofort. ;) Etwas, das wie damals Halflife das Genre revolutioniert hat, wird es aber mMn nicht mehr geben. Das ist schade, aber so sehe ich das leider. Ist vielleicht zu pessimistisch, aber ich wüsste nicht was man noch machen könnte, ohne sich soweit vom Ursprung zu entfernen, dass es eben kein Shooter mehr ist. Wobei ich Spiele wie Metroid liebe. So ist es ja nicht.

Greetz
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Barzano
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Beitrag von Barzano »

A.C. Dynamite hat geschrieben:gute SP-Shooter wie Crysis haben sich nur mittelmäßig verkauft obwohl sie anspruchsvolle und ne sehr ordentliche Story geboten haben.....
ähm moooooment, ich lass vieles hier einfach so stehen, aber die Story von Crysis als "anspruchsvoll" zu bezeichnen finde ich schon etwas SEHR hochgegriffen :D
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PunkZERO
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Beitrag von PunkZERO »

4P|T@xtchef hat geschrieben:@Rosa Elfe: Jep, das ist wichtig. Das darf keine pädogogische Predigt von der Kanzel werden, es müsste ein Abbild der Realität sein, die für sich spricht und mir evtl. eine Entscheidung abverlangt.

Hab jetzt zugegebenermaßen nicht den ganzen Thread gelesen und weiß nicht, ob das Thema schon angeschnitten wurde, aber wie siehts denn mit "Shellshock 'Nam 67" aus (selbstverständlich nur dem ersten Teil)? Wurde ja damals als "Antikriegsspiel, dass die Gräuel des Krieges einfängt" beworben (und kurz danach erwartungsgemäß indiziert). Gespielt hab ich es nur kurz, deswegen will ich hier keine Wertung abgeben.