EA: Spielberg-Projekt eingemottet

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4P|BOT2
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EA: Spielberg-Projekt eingemottet

Beitrag von 4P|BOT2 »

Vor langer, langer Zeit hatte Electronic Arts EA: Spielberg-Projekt eingemottet
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F3nriz
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Film-Regisseur Für Spieleentwicklung

Beitrag von F3nriz »

Ich kann nicht verstehen warum man unbedingt einen Film-Regisseur zur Entwicklung eines Spiels benötigt... ich glaub nicht das der soviel erfahrung bei der entwicklung von spielen hat! Aber natürlich kann ich mich da auch irren... Aber ich habe zumindest noch von keinem Regisseur gehört der beim Filmdreh Hilfe von Spieleentwicklern wollte... man hätte das geld das man für den Namen Spielberg verwendet hat wahrscheinlich lieber in das Entwicklerteam oder ein kreatives Spieldesingn stecken sollen...
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Joe-Z
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Re: Film-Regisseur Für Spieleentwicklung

Beitrag von Joe-Z »

F3nriz hat geschrieben:...Aber ich habe zumindest noch von keinem Regisseur gehört der beim Filmdreh Hilfe von Spieleentwicklern wollte...
naja, die filmindustrie ist aber auch um einiges älter als die der videospiele. dementsprechend mehr erfahrung gibt es auf dem gebiet "film", also ist es doch irgendwie logisch dass man (die spiele-industrie) versucht sich davon etwas zunutze zu machen.

wenn steven spielberg mit einem entwicklerstudio zusammenarbeitet is das so als ob papa seinem jungen beim vogelhäuschen bauen hilft.
aber würde sich der papa echt vom jungen beim haus bauen helfen lassen?
ich denke nicht ;)

zum spiel: naja, das is ja jetzt eh rausgekommen: "Enslaved"
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Man nimmt einen bekannten Regisseur, damit man einen tollen Namen auf die Packung drucken kann.

Habt ihr vergessen, wie die ersten beiden Spiele aus der EA-Spielberg Verbindung heißen?
Boom Blox und Boom Blox Party!
Noch deutlicher kann man nicht machen, wofür man Herrn Spielberg brauchte.

Davon abgesehen... eine Mischung aus Der Unsichtbare Dritte und ET?
ET? ET???

Das macht mir Hoffnung, dass irgendjemand bei EA Entscheidungen treffen darf UND klar denken kann.
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

@Richfield
Und wo ist Boom Blox jetzt ein Zeichen dafür das er nicht beteiligt war? Weil es keine komplexe Story hat ? Spielberg hat für den "ersten" Teil der Zusammenarbeit ein Familienspiel kreiert. So erfrischend wie das war, habe ich keinen Zweifel das es nicht auf seinem Mist gewachsen ist.

Ich finde die Einstellung des Projektes aus rein kommerzieller Sicht unverständlich, erfolgreich war die erste Zusammenarbeit ja. Es wird wohl ein Streit hinter den Kulissen sein...
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ThePlake0815
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Re: Film-Regisseur Für Spieleentwicklung

Beitrag von ThePlake0815 »

F3nriz hat geschrieben:...Aber ich habe zumindest noch von keinem Regisseur gehört der beim Filmdreh Hilfe von Spieleentwicklern wollte...
Oft wollen Sie es garnicht, MUESSEN aber diese sogar mitwirken lassen!

Roger Avary (Screenwriter=Drehbuchautor von Silent Hill) hat grosse unterstuetzung von Konami Japan und Team Silent (Hauptentwickler hinter der Silent Hilol Reihe) beim schreiben bekommen, als Christophe Ganse Ihnen klar machte, wie sehr er Silent Hill liebt. Konami war dann auch weiterhin stark in Silent Hill involviert.

Und in Resi 4 hat Anderson eeeeendlich Capcom mehr mitsprechen lassen, auch wenn das Ergebnis immer noch zu wuenschen uebrig liess...

Selbst bei dem Uraltschinken Mortal Kombat hatte Anderson nicht freie Hand... Danke Midway!
Auch wenn's oft nicht so rueber kommt, aber oft haben die Regisseure NICHT alleinige Schuld an den ganzen verhauenen Filmumsetzungen...

Boll ist hier natuerlich Ausnahme, aber in meinen Augen schon KULT! :P
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PunkZERO
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Beitrag von PunkZERO »

Sir Richfield hat geschrieben: Davon abgesehen... eine Mischung aus Der Unsichtbare Dritte und ET?
ET? ET???

Das macht mir Hoffnung, dass irgendjemand bei EA Entscheidungen treffen darf UND klar denken kann.
Das war sofort mein erster Gedanke.....ohne jetzt auf den Link geklickt zu haben...ich scheine älter zu sein, als gedacht :D
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Wulgaru hat geschrieben:@Richfield
Und wo ist Boom Blox jetzt ein Zeichen dafür das er nicht beteiligt war? Weil es keine komplexe Story hat ? Spielberg hat für den "ersten" Teil der Zusammenarbeit ein Familienspiel kreiert. So erfrischend wie das war, habe ich keinen Zweifel das es nicht auf seinem Mist gewachsen ist.
Ich will damit auch nicht sagen, dass das nicht tatsächlich auf seinem Mist gewachsen ist.
Was ich sagen will ist eher, dass man für ein Spiel wie Boom Blox keinen Spielberg gebraucht hätte, aber eine Firma wie EA ohne Spielberg (oder wenigstens seinem Namen) ein Spiel wie Boom Blox nie auf den Markt gebracht hätte.

Gespannt bin ich in der Beziehung auf das Bundle Spiel zur neuen Wiimote. Das sah verdächtig nach einem ähnlichen Prinzip aus.
Bin mal gespannt, wie so ein Spiel aus Japan ist.
Ich finde die Einstellung des Projektes aus rein kommerzieller Sicht unverständlich, erfolgreich war die erste Zusammenarbeit ja. Es wird wohl ein Streit hinter den Kulissen sein...
Hmm, ich kenne die Verkaufszahlen nicht, nur die Preise beider Boom Blox bei Amazon und da sind die sehr schnell sehr deutlich gefallen. (Interessant: Boom Blox 1: 10,-, kurz nach der Ankündigung von Boom Blox 2: 35,-)

Ohne Zahlen zu kennen können wir eh nicht wissen, warum.
Es kann aus kommerzieller Sicht sehr viel Sinn haben, ein Projekt wieder einzustellen. Das passiert laufend, man bekommt es nur selten mit.
Schlimm wird es erst, wenn die "Jetzt haben wir schon so viel Geld reingeworfen, das MUSS kommen" Grenze überschritten wird.

Ich finde es übrigens gut, dass ein Spiel wie Boom Blox von Spielberg gemacht wurde. Weil es so fern ab von Spielbergs Fachgebiet ist, wie möglich.
Denn Spiele sind keine Filme und Filme keine Spiele. Beide können sich "befruchten" (So war Tron 2.0 kein schlechtes Spiel und... und... und... MIST ;)), haben aber ihre eigenen Regeln, die Meister des jeweilgen Fachs beim anderen nicht verstehen.

ThePlake0815: Ich sehe eine Spiel zu Film Portierung auch schwieriger als umgekehrt.
Obschon man in beiden (Ideal)Fällen ein Universum hat, in dem man einfach nur eine andere Geschichte erzählen muss.

.oO(Hmm, da muss ich in der Halbzeit mal drüber nachdenken. Fünfzehn Minuten, schaff ich schon.)
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Naja, ich schließe daraus das sie nen zweiten Teil kreiert haben (der ja sehr gut sein soll), dass der erste erfolgreich war. :wink:
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ThePlake0815
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Beitrag von ThePlake0815 »

Das groesste Problem bei Spieleumsetzungen sind leider immer noch die Fans... Es wird keinen Film geben, der allen gerecht wird. Selbst der bisher beste: Silent Hill, war nicht so ein finanzieller Erfolg, wie es alle erwartet hatten, oder wenn man sich im Nachhinein die ganzen positiven Stimmen anguggt...
Auch bezweifle ich, dass Resi 1 viel besser angekommen waere, haetten Sie Romero mit seinem Drehbuchentwurf rangelassen... Auch wenn dieses grob "gelesen" naeher am ersten Spiel war.

Postal finde ich z.B. genau so gut, wie Silent Hill, weil hier einfach die Idee hinter dem Spiel perfekt umgesetzt wurde.

Man sollte (wie du schon angedeutet hast) die Filme nicht im selben Licht, wie die Spiele sehen! Es funktioniert einfach nicht, die Story eines Spiels in einen Film umzusetzen... Dass merkt man doch schon am schlechten abschneiden vieler Remakes von alten Filmen (ok ok, Scarface, Dawn of the dead, etc. mal ausgenommen!^^)

Ich, fuer meinen Teil, bin bereits gluecklich Sienna Guillory als Jill Valentine in (live)action erlebt zu haben! :D


EDIT:Was war denn das dritte Spielprojekt von Spielberg?!? Ich kanns im Artikel nicht finden... o.O
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Es gab nicht einmal ein zweites Projekt, Boom Blox Party ist doe Fortsetzung des ersten...

Zu Silent Hill:
In diesem Fall würde ich sogar sagen, dass der Grund warum dieser Film kein vollendetes Meisterwerk geworden ist, Rogery Avery heißt. Man hätte einfach das Skript von Teil 1 nehmen können. So gut wie alle neuen Elemente, waren sehr sehr unpassend (und damit meine ich noch nicht einmal Sean Bean, den ich eigentlich gelungen eingebunden fand)
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ThePlake0815
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Beitrag von ThePlake0815 »

Vorm Release bin ich sogar davon ausgegangen, dass er (sehr passend) als Harry Mason eingesetzt wurde...Die Transition zur weblichen Hauptfigur haette ich verstanden, wenn sie Heather Mason gewesen waere und Teil 1 in Rueckblenden mit eingemischt worden waere...
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

Sir Richfield hat geschrieben: Denn Spiele sind keine Filme und Filme keine Spiele.
Korrekt. Wie Warren Spector letztlich sagte: "Wenn ihr Filme machen wollt, dann dreht Filme ..."
Beide können sich "befruchten" (So war Tron 2.0 kein schlechtes Spiel und... und... und... MIST ;)),
Natürlich ist es keine schlechte Sache, wenn Elemente des einen Mediums als Anregung für neue Features, Erzählmuster, Darstellungen im anderen Medium dienen. Aber dennoch sollte man sich darüber immer im klaren sein, dass ein "Interactive Movie" in der Regel ein ödes Drecksspiel wird und aus einer simplen 1:1-Verfilmung einer grenzgenialen Spiel-Story noch lange kein guter Film entsteht. Film und Spiel sind zwei grundverschiedene Medien.

Bei Deinem Beispiel Tron2.0 hat Monolith ja auch nur das Film-Setting und grobe Handlungsvorlagen benutzt, um diese als Hintergrund für einen intelligenten, kreativen und abwechslungsreichen Shooter zu benutzen, der auch ohne das Tron-Setting seine Qualitäten auspielen könnte.

Ich bekomme ja auch jedesmal das große Kotzen, wenn ein Spieldesigner meint, mir ein "cinematic experience" verschaffen zu wollen und den Levelabschnitt so derart mit Skriptereignissen zuballert, dass ich nicht mehr selber spielen darf, sondern nur noch zum willenlosen Klickstatist degeneriere. Oder man bestimmte Storywendungen nicht als passive Zwischensequenz abfackelt, sondern meint, es würde mehr Spass machen, mir die Illusion zu geben ich könnte interaktiv etwas verändern, wenn das Ergebnis eh schon längst feststeht und ich gar nichts verändern kann.

Wie zB. bei Quake 4, wo laut Story der neue Strogg-Macron den Spiel-Charakter besiegt und anschliessend in einen Strogg verwandelt, man mich aber zuerst gegen diesen Gegner kämpfen lässt und mir so den Eindruck vermittelt, ich könne den Kampf gewinnen. Stattdessen darf ich nur x Prozent Schaden anrichten, damit die Sequenz getriggert wird. Was soll der Scheiss? Warum lässt man mich dann überhaupt gegen diesen Gegner antreten, wenn ich eh "verlieren" muss?
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Kajetan hat geschrieben:Bei Deinem Beispiel Tron2.0 hat Monolith ja auch nur das Film-Setting und grobe Handlungsvorlagen benutzt, um diese als Hintergrund für einen intelligenten, kreativen und abwechslungsreichen Shooter zu benutzen, der auch ohne das Tron-Setting seine Qualitäten auspielen könnte.
Weshalb das ja auch das einzige Spiel ist, das mir als positives Beispiel einfiel.
Eben weil es nicht den Film nacherzählt, sondern nur das Universum des Films nutzt, den Film über Anspielungen zu Wort kommen läßt.
Es hilft natürlich, dass das Setting so abstrakt ist und das Spiel dieses Setting sehr getreu umsetzt.
In meinem Falle rettet das das Spiel sogar fast. Ansonsten wäre es nur wieder ein beliebiger Shooter geworden. (Den ich spätestens bei der schlechten Entschuldigung für ein Lightcycle Race in die Ecke geworfen hätte. Armagetron zeigt, wie man es richtig macht).
Tron 2.0 wird mir ewig in Erinnerung bleiben, weil es mir deutlich gemacht hat, was ich unter einem Package Loss zu verstehen habe. ;)

Meine Hoffnung auf Tron Evolution the Game ist übrigens gering.
Ja, Prince of Persia Gameplay geht immer und ja, eine mehr oder minder Abkopplung von der Filmgeschichte ist keine schlechte Idee (Wenn ich das richtig las, ist das Spiel so eine Art Prequel).
Aber wir haben 2010 und so viel Sinn wie in Tron 2.0 legt heute kaum noch einer in Spiele. Das wird sicher wieder so ein Massen Appeal Ding ohne eigene Seele (siehe auch Transformers - War for Cybertron).

Ein anderes, gutes Beispiel für Film -> Spiel ist übrigens Aliens versus Predator (der erste Teil!).
Man pfeift einfach auf alle beteiligten Filme, deren Geschichten, Personen, Zeitlinien und sonstwas und konzentriert sich auf die unique selling Points der Filme - ihre Monster und deren Beute.
Man übernehme diese Figuren so getreu wie möglich, gebe die Mischung in einen passenden Multiplayer Topf und garniere das Ganze mit balanciertem, asynchronen Gameplay. PROFIT!
(Und dann kommt ein dritter Teil daher und macht alles wieder kaputt)

Mit dieser Art des Ansatzes können auch Filme klappen. So war - lacht nicht - der erste Mortal Kombat Film als Film zum Spiel gar nicht so schlecht. Er übernahm die eh schon völlig bekloppte Story, gab dem ganzen ein wenig Farbe und hielt sich (mindestens) an die unique selling points der Vorlage!!! Scorpion war Scorpion und konnte alles, was Scorpion konnte. (Leider gibts wohl keine Gorefest Version des Streifens, das wäre extrem an die Vorlage gehalten).

DooM hätte *fast* geklappt. Himmel, der Film wäre so einfach gewesen.
Mars, Tor zur Hölle, Dämonen, Rambazamba. Halt mehr Marines reinwerfen (Zehn kleine Maximalpigmentierte Prinzip), die Dämonen vernünftig umsetzen und ab dafür - ab 18 Horrorschocker FTW.
Andere Regisseure können das. DooM hätte Alien 2 mit Dämonen sein können. Oder Starship Troopers mit unterschiedlicheren Gegnern.
Stattdessen ändert man die komplette Backstory des Film, faselt irgendwas NOCH abstruseres von einem "Böse" Gen und schafft es nicht einmal, die BFG 9000 korrekt umzusetzen.
Dabei war die Action OK, das DooM 3 Figurendesign recht gelungen und der Egoshooter Abschnitt erfrischend.
Aber das hätte man auch ohne den Namen DooM machen können. Das hätte man ohne den Namen machen SOLLEN. Denn DooM ist ein SF FIlm, in dem alles vorkommt - nur nicht DooM.
Zuletzt geändert von Sir Richfield am 12.10.2010 12:45, insgesamt 1-mal geändert.
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ThePlake0815
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Beitrag von ThePlake0815 »

EDIT: Bitte loeschen...