StarCraft II - Spezies-Balance und Änderungen

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Kaffeejunky
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Beitrag von Kaffeejunky »

Inari hat geschrieben:
eulentier hat geschrieben:ICH finde das Spiel verdammt gut gebalanced. Vor allem wenn man bedenkt, wie kurz es erst auf dem Markt ist.
Das Spiel war viele Jahre in der Entwicklung. Es wurde sogar ein Jahr nach hinten verlegt, weil Battlenet nicht fertig wurde. Die hatten massig Zeit fürs Balancing. Aber schon in der Beta waren die Zerg die schwächsten und von der Einheitenanzahl unterentwickelte Rasse, abgesehen von den anfangs lächerlich übertrieben starken "Roaches".

Ich spiele SCII nicht mehr derzeit. Es ist mir vom Spielprinzip als RPGler zu stressig. Nach der Kampagne habe ich aber rund 100 Ligamatches gespielt. Davon rund 10 mit Protoss, 40 mit Terranern und 50 mit Zerg.

Ich bin kein allzuguter Spieler und konnte mich auf einem mittleren level in der Goldliga halten. Aber egal wie sehr ich Zerg spielen wollte, ich wechselte immer wieder zu den Terranern. Natürlich kennt man die Terraner am besten, da man die Kampagne fast nur mit den Terranern gespielt hat. Aber die Einfachheit des Techwechsel, die Stärke der Individualeinheiten, die super einfache Mischung von Einheiten (MMM und dann einen Belagerungspanzer oder Viking) und die super angenehm einfache Macro-Basisverwaltung haben mich immer wieder zu den Terranern gezogen.

Bei Zerg bin ich fast immer auf Hydra gegangen, da Roaches mMn zu Tode generft werden. Wie oben gesagt, fand ich sie in der Beta auch viel zu stark, aber um jetzt etwas mit ihnen zu erreichen benötige ich gefühlt 10 upgrades. Zu der Zeit hat der Gegner schon viel zu viele und viel zu gute Kontereinheiten. Daher immer direkt auf Hydra getecht. Das funktioniert sehr gut, aber nur bis der Gegner einen Kolossus oder 2-3 Tanks hat (hatte? Tanks wurden ja vor kurzem generft).

Mir fehlt bei den Zerg die Variabilität in den Einheiten. Einen richtigen Unit-Mix gab es bei mir mit Zerg fast nie. Einfach mass-hydra und dann Lufteinheiten oder mass-zergling und dann Lufteinheiten oder mass zergling und ein paar Hydras. Man sieht auch, dass die Zerg weniger Einheiten haben. Die Queen ist ja keine Kampfeinheit, Zerg haben glaube ich damit 2-3 Kampfeinheiten weniger als die anderen Rassen und das merkt man. Eine richtige Überraschung gibt es für den Gegner eines Zerg nicht. Es ist nur die Frage ob Hydras, Mutalisken/Zergs oder Zerg/Banelinge kommen. Einmal scouten und fertig. Dank Scan benötigt man nicht mal einen SCV dafür.

Naja, vielleicht bin ich auch nur zu schlecht in Starcraft II, aber mMn fehlt es den Zerg an..
- der Schwarm-Fähigkeit (ausgenommen mass-Zerglinge), sie sind mit der Queen und den vielen Basen viel zu Macrointensiv im Vergleich zu Protoss und Terranern und sollten mMn noch mehr Einheiten produzieren können. Sie sind nicht mehr der Schwarm von früher sondern haben sich zu stärkeren Einheiten, dafür aber mit geringerer Anzahl entwickelt. Diese Einheiten sind dann aber noch viel schwächer als die der anderen Rassen.
- der Möglichkeit früh viel Druck zu machen und den auch aufrecht erhalten zu können - abseits von überstarken Roaches in der Beta. Die Terraner können sich locker 3/4 des Spiels mit 1 oder 2 Basen fröhlich eingraben und techen. Banelinge kommen, wenn 1x gescoutet, auch vor dem ersten Belagerungspanzer so gut wie nicht durch die Mauer.
- Einheiten! Zum Beispiel ein getarnter Lurker wäre nötig gewesen
- mMn etwas stärkere Roaches. Ich habe jedenfalls in der derzeitigen Form keinerlei Verwendung für sie gehabt.
Noah2006 hat geschrieben:Zerg sind am Anfang und Ende Stark
Terraner sind Mitte und ende Stark
Protoss sind nur Mitte Stark
Meine Erfahrung:

- Zerg sind Anfangs ok, Mitte geht so, Ende schwach (es sei denn, man hat einen massiven Basen- und Einheitenvorteil. Dann hätte man das Spiel aber viel früher beeenden können)
- Terraner sind, wenn sie anfangs scouten und einen möglichen Rush/Cheese erkennen sowohl Anfangs, in der Mitte als auch am Ende stark
- Protoss sind Anfangs sehr anfällig, Mitte gut, am Ende stark.


All In All bei einem langen Spiel jenseits der 25 Minuten Marke:


Anfangsphase: Protoss < Zerg = Terraner
Mitte des Spiels: Protoss = Zerg <= Terraner
Ende des Spiels: Zerg < Protoss = Terraner
Schön zusammengefasst! Unterschreibe ich so.
TheOnlyOne
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Beitrag von TheOnlyOne »

Haupt Problem bei den Balancing diskussionen ist das jeder sich "zu viel" kompetenz zuspricht.

99% der Spieler verlieren einzig und allein weil einfach grobe Patzer im Spiel passieren.

Sei es das man sein Makro nicht 100% drauf hat oder das irgendwo eine echt dumme entscheidung getroffen wird, von Scouting/BuildRead und all dem kram der einfach "skill" verlangt mal abgesehen.


Wie kann man von Balance reden wenn jemand einfach chronisch zu "langsam" und zu "wenig" hat, dann ist es eben echt glückssache wer grade besser dasteht.

Wenn es einfach nur "glück" ist ob die EMP gut landet oder der Gegner mit dem A-Move gewinnt hat das einfach nichts mit Balance zu tun, das ist nicht "starcraft" , das ist einfach ein Kindergarten.


Das Balancing sollte sich nicht nach Bronze Spielern richten, wenn es da total ausgeglichen ist wird man auf Hochwertigem Diamant einfach krasse Probleme erkennen, umgekehrt aber eben genauso.

Wer Zerg spielen will muss eben wissen wie man gegner surrounden kann, den Geschwindigkeitsvorteil ausnutzen und verstehen wie man auf den gegner reagiert, nicht sinnlos einheiten bauen und per A-Move sterben lassen, das ist einfach erbärmlich und wenn das als grundlage für Balancing gilt, dann wird es total imbalanced wenn Zerg "doch" mal Mikro an den Tag legt.


FruitSeller zeigt das Zerg nicht unterlegen ist, dominiert GSL einfach alle weg, jetzt kommt Boxer wieder und spielt Terraner, auf dem Niveau kann man das ganze auch "starcraft" nennen, darunter ist es total egal ob es "balanced" ist oder nicht, es liegt am Spieler selbst wie das Spiel ausgeht.
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Bl4cke4gle
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Beitrag von Bl4cke4gle »

Hi!

TheOnlyOne hat völlig recht.

Ich weiß auch nicht, warum Z im endgame so schlecht eingeschätzt wird. Zwar kommt es mir als P auch so vor, als seien die Z-Einheiten nicht so stark, allerdings werden da dermaßen schnell Einheiten nachgepumpt, da kommt kein P oder T hinterher. Wenn man als Z hier aber zu langsam ist, hat man natürlich einen nachteil.

vor ein paar wochen gabs iwo nen tunier, gamescom oder so (wie auch immer diese ganzen messen heißen ;-)), habe ein paar spiele verfolgt und siehe da platz 1 T, platz 2 und 3 Z. die P-spieler mögen nen schlechten tag gehabt haben, es war jedoch auffällig, dass sie am ende nicht mehr vertreten waren.
auf grund dieser tatsache wäre es allerdings nicht möglich abzuschätzen ob P nun irgendwie schlechter ist als T und Z.

lange rede, kurzer sinn: das spiel ist gut gebalanced und wenn es einer nicht kann, heißt das nicht, dass sein gegner ne imba-rasse spielt.

so viel von mir aus,
mfg,
Blackeagle
Arkune
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Beitrag von Arkune »

Ja TOO hat vollkommen recht, das ist die Imbalance!
Als Zerg muss man das, das und das können oder tun und als P und T eben weniger.
Das ist das Problem.
Zwischen FS und HT bestand im Finale ein Klassenunterschied. FS war der wesentlich bessere Spieler und das brachte ihm den Sieg, das hatte nichts mit der Rasse zu tun.
Das zeigt auch das was angekreidet wird, du musst als Zerg einfach der bessere Spieler sein um zu gewinnen. Auf gleichen Niveau, und danach sollte man Balancen, bist du im Nachteil weil die anderen es einfach einfacher haben seien es gängigeren Makros, universeller Einheiten oder oder die leichter Anpassung an ändernde Bedingungen.