Umfrage: Shooter in aktuellem Krieg finde ich...

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Barzano
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Beitrag von Barzano »

MSentis hat geschrieben: Hätte Die Brücke damals die Möglichkeit an Technik gehabt, die heute zur Verfügung steht, so wäre sie genutzt worden, wenn das Publikum damals schon so Effektversessen gewesen wäre, was es wäre, wenn die Möglichkeit dagewesen wäre.
Nein, das wäre mit Sicherheit nicht der Fall gewesen. Die Brücke war nie als Kassenschlager gedacht. Er sollte aufrütteln, nicht unterhalten.

Du kannst bei sowas keine Kompromisse eingehen. Entweder das Spiel soll unterhalten, oder verstören. Ein Mittelding zu finden ist schlicht nicht möglich, es würde sofort in die seichte Oberflächlichkeit abdriften und keinen bleibenden Eindruck mehr hinterlassen.

Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, aber da ist kein Spiel in Sicht, welchem ich das zutrauen würde.

WENN man mit einem Spiel nur Unterhalten möchte, warum muss dann überhaupt erst auf reale Begebenheiten zurückgegriffen werden? Das ganze ist reines Marketing.
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Frontschwein91
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Beitrag von Frontschwein91 »

Barzano hat geschrieben:
MSentis hat geschrieben: Hätte Die Brücke damals die Möglichkeit an Technik gehabt, die heute zur Verfügung steht, so wäre sie genutzt worden, wenn das Publikum damals schon so Effektversessen gewesen wäre, was es wäre, wenn die Möglichkeit dagewesen wäre.
Nein, das wäre mit Sicherheit nicht der Fall gewesen. Die Brücke war nie als Kassenschlager gedacht. Er sollte aufrütteln, nicht unterhalten.

Du kannst bei sowas keine Kompromisse eingehen. Entweder das Spiel soll unterhalten, oder verstören. Ein Mittelding zu finden ist schlicht nicht möglich, es würde sofort in die seichte Oberflächlichkeit abdriften und keinen bleibenden Eindruck mehr hinterlassen.

Brothers in Arms Hells Highway
ist so ein mittelding
Zuletzt geändert von Frontschwein91 am 08.10.2010 17:54, insgesamt 1-mal geändert.
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

MSentis hat geschrieben: Deine Welt ist ziemlich schwarz-weiß, oder? Die Grauwerte erkennst du nicht dazwischen? Es gilt eine Balance aus obig beschriebenen Elementen zu finden. Ich habe nicht behauptet, dass das leicht wäre und schnell gelingt, aber unmöglich ist das nicht.
Ja, bei bestimmten Themen habe ich mich dazu entschieden, nur noch schwarz und weiß zu sehen. Das hilft bei der Klärung von Diskurspositionen ungemein und fördert den argumentativen Streit.

Und tut mir leid, aus meiner Sicht spricht aus dem Plädoyer für Balance im vorliegenden Fall nur ein beherztes sowohl-als-auch. Einerseits möchte ich beim Kriegsspiel Spass haben. Andererseits soll hinterher aber der Lerneffekt eines Anti-Kriegsspiels stehen. Ich glaube, man sollte sich für eine Seite entscheiden. Manchmal kann man nicht alles haben.
ChaosPhoenix
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Beitrag von ChaosPhoenix »

mr archer hat geschrieben: Hey, du hast schon am Beginn deines Studiums alles, was ein Historiker so braucht, gratuliere. Kannst dir deinen Bachelor gleich Montag früh abholen
Und noch mal. Deine Argumentation ist voreilig, unüberlegt und ideologisch so geprägt, daß Du den Wald vor Bäumen nicht siehst. Du springst zu Schlußfolgerungen ohne wirklich drüber nachzudenken. Ich habe gesagt, ich bin junger Historiker, nicht Ersti. Mit anderen Worten, das Studium habe ich hinter mir und bin nicht einmal Bachelor.

Und über die Verwerflichkeit von Gewalt und die intendierte Wirkung von Kunst mit Dir zu reden, wird bestimmt erleuchtend. Immerhin sind in deinem Profil Painkiller und Stalker vermerkt. Wobei Tschernobyl ja wahrscheinlich weder relativ aktuell noch real war.
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the curie-ous
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Beitrag von the curie-ous »

Warum hat sich eigentlich niemand bei der Mod HL2: Insurgency beschwert? Da kämpfen Streitkräfte der Amerikaner gegen Zivilisten. Gegen Aufständische im Irak. Und das ist ein reiner Multiplayershooter. Sogar mit Rückstoß. Frei erhältlich. Die einzige Vorraussetzung ist eine Vollversion von Half Life 2.
Die Mod gibt es schon seit 2007. Und da hat sich noch kein einziger beschwert? Selbst Amis spielen dort mit, egal auf welcher Seite.
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Barzano
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Beitrag von Barzano »

bouncer19 hat geschrieben: Brothers in Arms Hells Highway
ist so ein mittelding
Hab ich nicht gespielt, werde ich eine Chance geben ;)
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MSentis
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Beitrag von MSentis »

Barzano hat geschrieben:Nein, das wäre mit Sicherheit nicht der Fall gewesen. Die Brücke war nie als Kassenschlager gedacht. Er sollte aufrütteln, nicht unterhalten.
Wäre die Technik von heute damals Gang und Gäbe gewesen, dann wäre Die Brücke niemals zum Aufrütteln gekommen. Würde man den Film, wie er damals gedreht wurde, heute erstveröffentlichen, so würde er nur von wenigen besucht werden, weil die Leute ihn visuell nicht ansprechend finden würden.
Teure Effekte implizieren nicht, dass die Story und die Botschaft des Films Mist sind, auch wenn das häufig der Fall ist.
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Frontschwein91
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Beitrag von Frontschwein91 »

Barzano hat geschrieben:
bouncer19 hat geschrieben: Brothers in Arms Hells Highway
ist so ein mittelding
Hab ich nicht gespielt, werde ich eine Chance geben ;)
Achtung die deutsche usk version ist geschnitten
nicht nur bei den gewalt effekten
Sondern auch später bei stellen die dieses "anti"kriegs gefühl rüberbringen
am anfang ist es wien normaler 2wk taktik sohooter mit etwas brutale effekten
aber später schlägts zimlich um
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Barzano
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Beitrag von Barzano »

MSentis hat geschrieben: Wäre die Technik von heute damals Gang und Gäbe gewesen, dann wäre Die Brücke niemals zum Aufrütteln gekommen. Würde man den Film, wie er damals gedreht wurde, heute erstveröffentlichen, so würde er nur von wenigen besucht werden, weil die Leute ihn visuell nicht ansprechend finden würden.
Teure Effekte implizieren nicht, dass die Story und die Botschaft des Films Mist sind, auch wenn das häufig der Fall ist.
habe ich auch nicht behauptet, aber ich sehe nicht ganz, wo man die Brücke denn mit tollen Effekten hätte aufmöbeln sollen? Ich bin mir sicher, dass der Film sich nicht besonders vom damaligen Werk unterschieden hätte. Auch damals war der Film nicht gerade Mainstream, dementsprechend würden die Besucherzahlen heute wohl auch ähnlich ausfallen. Eher sogar noch höher, da sich gute Filme auch schneller rumsprechen, dank der Macht des Internets :)
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

ChaosPhoenix hat geschrieben:
Und über die Verwerflichkeit von Gewalt und die intendierte Wirkung von Kunst mit Dir zu reden, wird bestimmt erleuchtend. Immerhin sind in deinem Profil Painkiller und Stalker vermerkt. Wobei Tschernobyl ja wahrscheinlich weder relativ aktuell noch real war.
Ah ja, mein Profil. Können wir uns gerne drüber unterhalten. Du wirst bei deinem Quellenstudium nämlich feststellen können, dass sich in diesem Profil kein Kriegsshooter befindet. Hättest du Zugang zu meiner recht umfangreichen Spiele-Sammlung würdest du zu dem selben Ergebnis kommen. Dahinter stehen die Gründe, die ich weiter oben ausgeführt habe. Es gibt für mich eine Linie innerhalb des Shooter-Genres, die ich nicht übertrete. Diese verläuft zwischen Fantasy-Shootern und Kriegs-Shootern. Erstere sind natürlich auch blöde und wäre ich konsequenter - was ich leider nicht bin - würde ich sie auch nicht spielen. Aber sie stellen für mich um das Wort noch mal zu erwähnen keine Wehrertüchtigung dar.
Im übrigen findet sich gerade in Painkiller in Form des abschließenden Höllen-Levels eine Darstellung des Krieges, die erstmal wieder erreicht werden muss.

Aber dass du mir als fertig ausgebildeter Historiker mit dem Argument kommst, die Schlachtenmalerei des 19. Jahrhunderts könne man doch auch ganz ihres politischen Diskurs-Raumes entkleidet rein vom ästhetischen Standpunkt aus betrachten, macht mich jetzt schon etwas betroffen.

Na ja, viel Spass noch an den Quellen.
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crewmate
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Re: fsdsfd

Beitrag von crewmate »

Barzano hat geschrieben:
Sid6581 hat geschrieben:Leider nicht auszufüllen, wo ist der Punkt "Fände ich interessant, wenn das Thema differenziert behandelt werden würde".
In der Tat.
Eine realistische Darstellung des Krieges ist nicht möglich, sie würde uns langweilen. Echte Gewalt ist schnell vorbei, keine Köpfe explodieren beim Kopfschuss, es ist leise. Bei einem Faustschlag in der Realität gibt es auch kein "Bang", wie in einem Bud Spencer Film. Das sind Soundeffekte. Gamer wollen keine realistische Gewalt, auch wenn Viele von Ihnen Realismus als ideal sehen. Sie wollen unterhalten werden. und das mit möglichst realistischer Grafik und überzeichneter Gewalt. Eben Explodierender Köpfe, Messerstichgeräuschen und Genickbruch, bei dem das Opfer sofort stirbt.

Und genau deswegen ist eine differenzierte Auseinandersetzung mit Krieg nicht möglich.
es widerspricht dem was Gamer wollen. Unterhaltung statt Aufklärung.
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Naja...Antikriegsfilme sind auch kommerziell erfolgreich, man müsste das eben auf Games übertragen können und das müsste eben anders gelöst werden als bisher. Es wäre ein Experiment und das ist bei den Produktionskosten von High-End-Shootern wohl zuviel verlangt...

"Realistisch" sind diese Filme allerdings auch eher selten, vor allem was die Gewaltdarstellung angeht.
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Frontschwein91
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Beitrag von Frontschwein91 »

Durch die waffen im 2wk explodiren keine köpfe aber durch aktuele(caliber 5.0) geht dass sehr wohl
egal^^
ich weiß was du meinst
und ein richtiges anti kriegs game wie es sich hier manche vorstellen würde eh kaum verkauft
weil die meisten gamer mögen keine dramen
Arkune
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Beitrag von Arkune »

Mir egal. Hauptsache es ist ein guter Shooter und ich habe nicht ein exakt vergleichbares Produkt schon hier stehen.