Ich hoffe, das ist ironisch gemeintacerace hat geschrieben:Die einzigen, die Nutzen daraus ziehen würden, wenn aktuelle Kriegsschauplätze in primitiven Ballerspielen als Kulisse herhalten müssten, wären diejenigen, die selbst dem militärisch-industriellen Komplex angehören bzw. finanzielle Profite durch diesen Apparat erzielen - in der Altagssprache auch als menschenverachtende, Krieg stiftende Bastarde bekannt. Durch die Einbindung der sogenannten Realität in virtuelle Welten, deren Transport in die Zockerstuben und somit ins Bewußt- bzw. Unterbewußtsein unreifer Persönlichkeiten würde eine tiefere Desensibilierung für das seelenfressende Monster Krieg geschaffen sein. Somit hätten diese Bastarde die Möglichkeit, aus einem unglaublich großen Reservoir, die durch Videospiele gezüchteten, gewissen- und emotionslosen Kriegsverbrecher von morgen zu schöpfen.
Umfrage: Shooter in aktuellem Krieg finde ich...
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ChaosPhoenix
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Ich sags mal so. Krieg ist ein Teil der Kultur der Menschen. Das war auch schon vor 6.000 Jahren so und allen Retro-Gefühlen zum Trotz, da gab es nicht mal einen C64. Krieg ist auch Teil der Natur, auch wenn ein Löwe einer Gazelle kaum formal den Krieg erklären wird (es sei denn die Geschichtsschreibung ist von Pixar). Gewalt ist ein Teil unseres Lebens und auch ein Teil unserer Freizeitgestaltung. Menschen wollen Abenteuer erleben, erschüttert werden und Angst empfinden. Deswegen gibt es Sherlock Holmes, Star Wars und Saw. All das spielt sich aber in einem kontrollierten Umfeld ab. Wenn der Film vorbei ist, endet der Krieg. Wenn man die Angst nicht erträgt, schaut man die Gummibärenbande und nicht Halloween.
Man muss realisieren, daß die meisten Erzählungen parallelen zum richtigen Leben haben. Menschen, die Bekannte bei einem Schiffsunglück verloren haben, finden wahrscheinlich auch Robinson Crusoe nicht lustig.
Aber nur, weil man realisiert hat, daß das virtuelle Leid dem realen Leid entspringt, muss man Fiktion nicht verteufeln. Es ist meiner Meinung nach nicht pervers als Historiker (in meinem Fall) einen WW2 Shooter zu spielen und seine Vorfahren umzubringen. Genau wie man bei einem Action Film das Abenteuer aus Sicht des Hauptdarstellers erlebt, erlebt man bei Filmen ein Abenteuer, eine Handlung, die für die meisten den Reiz aus macht. Damit meine ich nicht, daß die Story den Reiz ausmacht (bei vielen Shootern fehlt diese). Die Handlung, in dem Fall der Überlebenskampf fordert uns, diese Herausforderung versuchen wir zu meistern. Für mich ist das nicht verwerflicher als Tatort zu sehen.
Was viele mit den Spaß an Kriegsspielen verwechseln zu scheinen, ist der Spaß an Leid. Es ist der Unterschied zwischen dem Spaß ein virtuelles Ziel getroffen zu haben und dem Spaß daran, daß etwas durch seine Taten Leid empfindet. Ich freue mich, wenn eine feindliche Basis eingenommen habe. Ich freue mich aber nicht darüber, daß Menschen mit Schmerzen verbluten und ihre Familien jemanden verloren haben.
Das Leben läuft nicht leidfrei ab. Ein gewisser Killerinstinkt gehört auch im Bürodschungel zum Überleben. Andernfalls müsste ich mich auch Vegan ernähren.
Man muss realisieren, daß die meisten Erzählungen parallelen zum richtigen Leben haben. Menschen, die Bekannte bei einem Schiffsunglück verloren haben, finden wahrscheinlich auch Robinson Crusoe nicht lustig.
Aber nur, weil man realisiert hat, daß das virtuelle Leid dem realen Leid entspringt, muss man Fiktion nicht verteufeln. Es ist meiner Meinung nach nicht pervers als Historiker (in meinem Fall) einen WW2 Shooter zu spielen und seine Vorfahren umzubringen. Genau wie man bei einem Action Film das Abenteuer aus Sicht des Hauptdarstellers erlebt, erlebt man bei Filmen ein Abenteuer, eine Handlung, die für die meisten den Reiz aus macht. Damit meine ich nicht, daß die Story den Reiz ausmacht (bei vielen Shootern fehlt diese). Die Handlung, in dem Fall der Überlebenskampf fordert uns, diese Herausforderung versuchen wir zu meistern. Für mich ist das nicht verwerflicher als Tatort zu sehen.
Was viele mit den Spaß an Kriegsspielen verwechseln zu scheinen, ist der Spaß an Leid. Es ist der Unterschied zwischen dem Spaß ein virtuelles Ziel getroffen zu haben und dem Spaß daran, daß etwas durch seine Taten Leid empfindet. Ich freue mich, wenn eine feindliche Basis eingenommen habe. Ich freue mich aber nicht darüber, daß Menschen mit Schmerzen verbluten und ihre Familien jemanden verloren haben.
Das Leben läuft nicht leidfrei ab. Ein gewisser Killerinstinkt gehört auch im Bürodschungel zum Überleben. Andernfalls müsste ich mich auch Vegan ernähren.
- Frontschwein91
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acerace hat geschrieben:Die einzigen, die Nutzen daraus ziehen würden, wenn aktuelle Kriegsschauplätze in primitiven Ballerspielen als Kulisse herhalten müssten, wären diejenigen, die selbst dem militärisch-industriellen Komplex angehören bzw. finanzielle Profite durch diesen Apparat erzielen - in der Altagssprache auch als menschenverachtende, Krieg stiftende Bastarde bekannt. Durch die Einbindung der sogenannten Realität in virtuelle Welten, deren Transport in die Zockerstuben und somit ins Bewußt- bzw. Unterbewußtsein unreifer Persönlichkeiten würde eine tiefere Desensibilierung für das seelenfressende Monster Krieg geschaffen sein. Somit hätten diese Bastarde die Möglichkeit, aus einem unglaublich großen Reservoir, die durch Videospiele gezüchteten, gewissen- und emotionslosen Kriegsverbrecher von morgen zu schöpfen.
So ein schwachsin
gehörst du der cdu an oder was
die haben nähmlich dass selbe gesagt wer ballerspiele zockt wird gewqalttätig
wer kreigsspiele spielt will in den krieg ziehn
alles klar....
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johndoe817043
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Ich habe mit keinem Wort MoH erwähnt. Ich will auch gar nicht die Qualität von Die Brücke mit der von MoH vergleichen. Nur die Thematik. Und den Grad der Darstellung. Das sind zwei unterschiedliche Vegleichsebenen. Das schreibst du ja selber:Barzano hat geschrieben:Du hast gerade ernsthaft Die Brücke mit Medal of Honor verglichen? Autsch!
Hätte Die Brücke damals die Möglichkeit an Technik gehabt, die heute zur Verfügung steht, so wäre sie genutzt worden, wenn das Publikum damals schon so Effektversessen gewesen wäre, was es wäre, wenn die Möglichkeit dagewesen wäre.Barzano hat geschrieben:Es geht nicht darum, dass man Krieg in Spielen nicht darstellen sollte. Es geht darum, dass der Krieg in Videospielen als Actionrambazamba mit ordentlich Explosionen und Kawumms dargestellt wird. Da Vergleiche mit ANTIkriegsfilmen aufzustellen ist (leider) nicht möglich.
Man muss bei dem Medium Spiel ja auch eine gewisse Kundschaft (hier: Jugendliche größtenteils) ansprechen. Und dementsprechend muss man graphisch was bieten können. Ein Spiel, welches Gameplay-Technisch sehr nah an der Realität wäre - ein Treffer, Spiel vorbei, keine Speicherpunkte und und und - würde wie Blei im Regal liegen bleiben und nur ein Nischenprodukt sein.
Nichtsdestotrotz bietet sich hier noch genug Spielraum an, um das Thema kritisch oder kontrovers anzusprechen bzw. zu diskutieren. Sei es über Dialoge, Cutscenes und dergleichen.
Siehe oben.Barzano hat geschrieben:Ach bitte, das hat doch nicht das geringste mit der Realität zu tun. In der Realität sind die feindlichen Soldaten zum Beispiel auch keine Schießbudenfiguren, die man ohne Konsequenz über den Haufen ballern kann.
Ja, da gebe ich dir Recht. Aber nach wie vor besteht das Problem der Wirtschaftlichkeit hinter ernsten Spielen. Mit einem Spiel wie CoD lässt sich halt mehr Geld machen, als wenn ich das ganze nun Ernst rüberbringe.Barzano hat geschrieben:Klar sollte man anerkennen, dass es Krieg gibt. Klar würde ich es begrüßen, wenn das Medium Videospiel sich mit dem Thema "auseinandersetzen" würde. Tut es aber einfach nicht, es verharmlost und abstrahiert und da liegt das Problem.
Im Spiel möchte man unterhalten, nicht traumatisiert oder verstört werden. Wobei zu sagen ist, dass die heutigen Spiele noch sehr verbessert werden müssen, was Story an geht. Denn es ist durchaus möglich, dass man ernste Themen wie Krieg auch in leichterer Form servieren kann und hinterher darüber nachdenkt, was geschehen ist, anstatt einfach auf Quit zu drücken und unreflektierend weitermacht.
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ChaosPhoenix
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Und? Man kann sich auch Schlachtenbilder heute ansehen, zur Unterhaltung. Es gibt viele Bilder, die man einfach nur interessant finden kann, ohne daß ich mich gleich für den siebenjährigen Krieg einschreiben will. Eine semi-erleuchtete, pseudointellektulle "Ih Pfui bähbäh"-Haltung ist zu einseitig, um wirklich kritisch zu sein. Der argumentative Wert ist auch nicht viel höher als "Ui! GEIL IST DAS BLUTIG!!!111elf".mr archer hat geschrieben:Nee, ich möchte keine Kriegsspiele, weil die zur Realität des Krieges unabdingbar dazu gehören, diese vorbereiten, denken helfen, abstumpfen lassen. Kriegsspiele sind für mich Wehrertüchtigung, mentale Aufrüstung, Bereitung des Feldes. Nichts anderes. Da du hier den Kunstaspekt für so wesentlich hältst: CoD/MoH usw. sind für mich das Equivalent zum Genre der Schlachtenmalerei. Wohlgemerkt: nicht zu den Antikriegsbildern eines Otto Dix - sondern zu diesen ganzen, gut bezahlten Auftragsklecksern der interessierten Parteien. Leute die so was programmieren, sind für mich der verlängerte, willige, unreflektierte Arm der kriegführenden Parteien. Wenn von denen mal ein Spiel käme, das an die analytische Schärfe der "Letzten Tage der Menschheit" heranreichte, können wir uns gerne wieder unterhalten.
- mr archer
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Also da bin ich mal gespannt. Einerseits soll ein Kriegsspiel also: unterhalten, nicht traumatisieren oder verstören und Krieg in leichter Form servieren. Und andererseits soll ich hinterher aber ganz doll nachdenklich sein, wie schlimm das jetzt aber trotzdem war.MSentis hat geschrieben: Im Spiel möchte man unterhalten, nicht traumatisiert oder verstört werden. Wobei zu sagen ist, dass die heutigen Spiele noch sehr verbessert werden müssen, was Story an geht. Denn es ist durchaus möglich, dass man ernste Themen wie Krieg auch in leichterer Form servieren kann und hinterher darüber nachdenkt, was geschehen ist, anstatt einfach auf Quit zu drücken und unreflektierend weitermacht.
Klingt total einleuchtend. Echt.
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acerace
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Ich muss deine Hoffnung leider enttäuschen. Wäre irgendwie fehl Platz. Außerhalb der Zockerstube sieht das dann so aus:KugelKaskade hat geschrieben:Ich hoffe, das ist ironisch gemeintacerace hat geschrieben:Die einzigen, die Nutzen daraus ziehen würden, wenn aktuelle Kriegsschauplätze in primitiven Ballerspielen als Kulisse herhalten müssten, wären diejenigen, die selbst dem militärisch-industriellen Komplex angehören bzw. finanzielle Profite durch diesen Apparat erzielen - in der Altagssprache auch als menschenverachtende, Krieg stiftende Bastarde bekannt. Durch die Einbindung der sogenannten Realität in virtuelle Welten, deren Transport in die Zockerstuben und somit ins Bewußt- bzw. Unterbewußtsein unreifer Persönlichkeiten würde eine tiefere Desensibilierung für das seelenfressende Monster Krieg geschaffen sein. Somit hätten diese Bastarde die Möglichkeit, aus einem unglaublich großen Reservoir, die durch Videospiele gezüchteten, gewissen- und emotionslosen Kriegsverbrecher von morgen zu schöpfen.
http://www.youtube.com/verify_age?next_ ... rXPrfnU3G0
Erinnert alles irgendwie - rein zufällig natürlich - an CoD MW. MW!!! Im Text hätte nach "unreif" vielleicht noch perspektivlos stehen müssen, um klar zu machen, dass es kein Spaß ist.
- MSentis
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Mhm. Was ist denn mit so Spielen wie... Zinnsoldaten? Oder Räuber und Gendarm? Stumpfen die ab? Bereiten die vor? Zu unterstellen, dass Spiele genau das tun, unterstellt zeitgleich auch, dass man den Sinn verloren hat, zu unterscheiden, was Real ist und was nicht. Es braucht verdammt viel mehr, um jemanden zu erschießen, als den Willen, jemanden virtuell mit der Maus zu erschießen.mr archer hat geschrieben:Nee, ich möchte keine Kriegsspiele, weil die zur Realität des Krieges unabdingbar dazu gehören, diese vorbereiten, denken helfen, abstumpfen lassen. Kriegsspiele sind für mich Wehrertüchtigung, mentale Aufrüstung, Bereitung des Feldes. Nichts anderes. Da du hier den Kunstaspekt für so wesentlich hältst: CoD/MoH usw. sind für mich das Equivalent zum Genre der Schlachtenmalerei. Wohlgemerkt: nicht zu den Antikriegsbildern eines Otto Dix - sondern zu diesen ganzen, gut bezahlten Auftragsklecksern der interessierten Parteien. Leute die so was programmieren, sind für mich der verlängerte, willige, unreflektierte Arm der kriegführenden Parteien. Wenn von denen mal ein Spiel käme, das an die analytische Schärfe der "Letzten Tage der Menschheit" heranreichte, können wir uns gerne wieder unterhalten.
Wie ich bereits vorher schrieb, würde ein Spiel welches von, bildlich gesprochen, Otto Dix programmiert worden würde, wie Blei im Regal liegen. Der Kunde möchte so etwas nicht. Also wird so etwas auch nicht produziert.
Ich verstehe dich ja und gehe auch mit dir da konform, dass die heutigen Spiele unreflektierend ihre Thematik wiedergeben. Aber sie deswegen zu verteufeln/verhindern finde ich falsch, weil so niemals eine Besserung eintreten kann.
- mr archer
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Hey, du hast schon am Beginn deines Studiums alles, was ein Historiker so braucht, gratuliere. Kannst dir deinen Bachelor gleich Montag früh abholen.ChaosPhoenix hat geschrieben:
Und? Man kann sich auch Schlachtenbilder heute ansehen, zur Unterhaltung. Es gibt viele Bilder, die man einfach nur interessant finden kann, ohne daß ich mich gleich für den siebenjährigen Krieg einschreiben will. Eine semi-erleuchtete, pseudointellektulle "Ih Pfui bähbäh"-Haltung ist zu einseitig, um wirklich kritisch zu sein. Der argumentative Wert ist auch nicht viel höher als "Ui! GEIL IST DAS BLUTIG!!!111elf".
Ein Tip: Mach dich mal mit dem Konzept der intendierten Wirkung von Kunst vertraut. Und zwar innerhalb des Zeitfensters, indem sie entstand. Da wirst du feststellen, dass die zeitgenössische Wirkung von Ideen doch ein bisschen was anderes sein kann, als die kontemplative Rückschau.
-
ChaosPhoenix
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Was hat die Feststellung, daß Menschen im Leben mit Leid konfrontiert werden, man zum Überleben tötet (in meinem Beispiel für Nahrung) und man das nicht vergessen darf, mit Sozialdarwinismus zu tun?mr archer hat geschrieben:Sozialdarwinismus - und alle so: yeah!ChaosPhoenix hat geschrieben:
Das Leben läuft nicht leidfrei ab. Ein gewisser Killerinstinkt gehört auch im Bürodschungel zum Überleben. Andernfalls müsste ich mich auch Vegan ernähren.
Ich meine abgesehen davon, daß Du schon wieder pseudo-intellektuell mit komplizierten Worten um Dich wirfst, um möglichst viel Wissen und Autorität auszustrahlen.
edit:
Ich habe nicht gesagt, daß Kunst keine Wirkung hat. Aber Deine Unterstellung geht so weit, daß der Mensch vom Überich vollkommen fremdbestimmt wird und so ist das nun nicht.mr archer hat geschrieben:
Hey, du hast schon am Beginn deines Studiums alles, was ein Historiker so braucht, gratuliere. Kannst dir deinen Bachelor gleich Montag früh abholen.
Ein Tip: Mach dich mal mit dem Konzept der intendierten Wirkung von Kunst vertraut. Und zwar innerhalb des Zeitfensters, indem sie entstand. Da wirst du feststellen, dass die zeitgenössische Wirkung von Ideen doch ein bisschen was anderes sein kann, als die kontemplative Rückschau.
Und Bachlor? Ha.
Zuletzt geändert von ChaosPhoenix am 08.10.2010 17:47, insgesamt 2-mal geändert.
- mr archer
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Tja, ist mir schon klar, dass der Kunde so was nicht möchte. Der möchte halt unbedrängt von irgendwelchen moralischen Zeigefingern in Ruhe ballern. Der kauft, was ihm gefällt und im Gegenzug wird dementsprechend Nachschub produziert. Und so weiter durch die Jahrhunderte (vom Zinnsoldaten zu CoD - ganz recht, genau nach dem Muster). Verbieten finde ich auch quatsch. Aber beim verteufen bin ich sofort mit dabei. Denn aus sich selbst heraus generiert dieses Prinzip nur bessere Grafik.MSentis hat geschrieben:
Wie ich bereits vorher schrieb, würde ein Spiel welches von, bildlich gesprochen, Otto Dix programmiert worden würde, wie Blei im Regal liegen. Der Kunde möchte so etwas nicht. Also wird so etwas auch nicht produziert.
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Ja, genau das meine ich. Die Tatsache, dass dich das vor eine schier unüberwindliche vorstellungstechnische Barriere stellt, lässt mich doch wundern.mr archer hat geschrieben:Also da bin ich mal gespannt. Einerseits soll ein Kriegsspiel also: unterhalten, nicht traumatisieren oder verstören und Krieg in leichter Form servieren. Und andererseits soll ich hinterher aber ganz doll nachdenklich sein, wie schlimm das jetzt aber trotzdem war.
Klingt total einleuchtend. Echt.
Wieso sollte das nicht möglich sein?
Deine Welt ist ziemlich schwarz-weiß, oder? Die Grauwerte erkennst du nicht dazwischen? Es gilt eine Balance aus obig beschriebenen Elementen zu finden. Ich habe nicht behauptet, dass das leicht wäre und schnell gelingt, aber unmöglich ist das nicht.
