Umfrage: Shooter in aktuellem Krieg finde ich...
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ChaosPhoenix
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Moin,
ich sehe das so wie folgt: In jedem Krieg sind Menschen gestorben. Egal, wer wen angegriffen hat, es gibt nicht nur zwei Seiten sondern hunderte verschiedenener Blickwinkel, aus denen man alles betrachten kann. Beobachtet man das geschehen von weitem, kämpfen zwei Nationen gegeneinander. Fährt man ins Geschehen hinein, kämpfen die Soldaten für ihre eigenen Ziele. Weil sie müssen, weil sie Überleben wollen, für ihre Familien, vielleicht auch aus Hass.
Kein Spiel hat es bis jetzt geschafft die ehrliche Seite des Krieges zu zeigen, also ist der Konflikt an sich für mich uninteressant. Der Konflikt bestimmt nur Waffen und andere Ausrüstung.
Ich finde es scheinheilig darauf zu verweisen, daß Konflikte, die noch im Gange sind, nicht behandelt werden sollen. In jedem Konflikt sind Menschen gestorben, die jemandem etwas bedeutet haben. Egal, ob das im Zweiten Weltkrieg, in Vietnam oder im peloponnesischen Krieg war.
Entweder man kann sein Gewissen damit vereinbaren, daß es man Unterhaltung mit Leid erlebt oder nicht. Wie lange das Leid her ist, ändert nichts.
So zumindest meine Meinung als junger Historiker. Ich erlebe in Spielen immer eine fiktive Geschichte, deren Hintergrund eben nur ein Rahmen ist, der das Geschehen einordnet. Nachfühlen, wie ein Krieg ist, kann man am Computer nicht.
ich sehe das so wie folgt: In jedem Krieg sind Menschen gestorben. Egal, wer wen angegriffen hat, es gibt nicht nur zwei Seiten sondern hunderte verschiedenener Blickwinkel, aus denen man alles betrachten kann. Beobachtet man das geschehen von weitem, kämpfen zwei Nationen gegeneinander. Fährt man ins Geschehen hinein, kämpfen die Soldaten für ihre eigenen Ziele. Weil sie müssen, weil sie Überleben wollen, für ihre Familien, vielleicht auch aus Hass.
Kein Spiel hat es bis jetzt geschafft die ehrliche Seite des Krieges zu zeigen, also ist der Konflikt an sich für mich uninteressant. Der Konflikt bestimmt nur Waffen und andere Ausrüstung.
Ich finde es scheinheilig darauf zu verweisen, daß Konflikte, die noch im Gange sind, nicht behandelt werden sollen. In jedem Konflikt sind Menschen gestorben, die jemandem etwas bedeutet haben. Egal, ob das im Zweiten Weltkrieg, in Vietnam oder im peloponnesischen Krieg war.
Entweder man kann sein Gewissen damit vereinbaren, daß es man Unterhaltung mit Leid erlebt oder nicht. Wie lange das Leid her ist, ändert nichts.
So zumindest meine Meinung als junger Historiker. Ich erlebe in Spielen immer eine fiktive Geschichte, deren Hintergrund eben nur ein Rahmen ist, der das Geschehen einordnet. Nachfühlen, wie ein Krieg ist, kann man am Computer nicht.
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Meow
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schliess ich mich gleichmal an ,Xchris hat geschrieben:Ich hab mal gar nichts angekreutzt, weil keine Option so wirklich zutrift. Aktuelle Shooter schon wegen dem meist CODischen Gameplay nicht spiele.
Grundsätzlich ist mir der Schauplatz egal. Ich halte allerdings grundsätzlich nichts von realistischen Szenarien, finde sie zum einschlafen langweilig, trift meinen Geschmack einfach nicht. SiFi und Fantasy sind mir weitaus lieber.
sonne diskussionen sind einfach nur fürn arsch..
es gibt on mass WWII shooter in denen man reala inhalte nachspielen kann,
wer jetz wegen taliban jammert darf mal schön nit vergessn wie viele leute damals gestorben sind, beiderseits!
Und erst recht weil die Diskussion aus Amerika stammt is mir das Thema eigentlich "scheissegal", nur weil die angeblich böse seite spielen kann gibt es ja den ganzen stress .. was ist aber mit den unschuldig getöteten im kriegsgebiet?..
- MSentis
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Worin besteht denn der Unterschied, ob ich einen Krieg wähle, welcher vor 70 Jahren war (oder von mir aus irgendwelche Strategiespiele mit geschichtlichem Hintergrund), oder einen Topaktuellen? In beiden sterben/starben Menschen, haben ihre Familien zurückgelassen, waren blutig, überall wurde nicht fair gekämpft.
So what? Nur weil das eine aktueller ist als das andere, macht das für mich keinen Unterschied. Ich bin sehr wohl in der Lage, zu differenzieren zwischen dem Spielgeschehen und dem, was in der Wirklichkeit passiert. Ein Spiel kann niemals das abbilden, was wirklich geschieht, denn sonst wäre es kein Spiel mehr, sondern Realität.
Und das scheinen die meisten nicht zu begreifen. Würde man Taliban spielen können, die "unsere" Soldaten abknallt, so stirbt dort kein Mensch. Nein, eigentlich stirbt niemand da, sondern nur Zahlen werden umhergeschubst.
Soweit muss man als Spieler schon abstrahieren können, um zu begreifen, das die Realität sicher nicht so ist, wie im Spiel. Und genau das sollten auch die ewigen Nörgler begreifen. Spiel != Realität. Nur weil eine aktuelle Thematik aufgegriffen wird, heißt das noch lange nicht, das sie dadurch glorifiziert wird. Und erst recht nicht, indem man die gegnerische Partei eines Konfliktes spielen kann.
Sicher mag man unterstellen, dass so was als PR geplant ist. Aber würde es wirklich solche Spiele geben, die das auch durchziehen und auch im richtigen Kontext zeigen, so würde ich das sehr begrüßen. Aber auch ohne den Kontext habe ich nichts dagegen, da niemand stirbt, niemanden Leid angetan wird. Und ich denke auch der Rest der Spielerwelt ist in der Lage dazu, das zu erkennen, dass hier niemanden etwas geschieht.
Krieg ist ein elementarer Bestandteil der Menschheit. Seit jeher ist er vorhanden und wurde auch genauso oft Teil der Kunst und dort dargestellt. Sei es in Bildern, Musik, Filmen, Gedichten, Geschichten, Schrift im Allgemeinen. Und so wie alte Konflikte genannt wurden, wurden und werden auch zeitgenössische erwähnt und thematisiert. Und genauso ist es auch mit dem Spiel, welches für mich auch nur eine weitere Kunstart ist. Zwar interaktiv, aber das ändert nichts.
So what? Nur weil das eine aktueller ist als das andere, macht das für mich keinen Unterschied. Ich bin sehr wohl in der Lage, zu differenzieren zwischen dem Spielgeschehen und dem, was in der Wirklichkeit passiert. Ein Spiel kann niemals das abbilden, was wirklich geschieht, denn sonst wäre es kein Spiel mehr, sondern Realität.
Und das scheinen die meisten nicht zu begreifen. Würde man Taliban spielen können, die "unsere" Soldaten abknallt, so stirbt dort kein Mensch. Nein, eigentlich stirbt niemand da, sondern nur Zahlen werden umhergeschubst.
Soweit muss man als Spieler schon abstrahieren können, um zu begreifen, das die Realität sicher nicht so ist, wie im Spiel. Und genau das sollten auch die ewigen Nörgler begreifen. Spiel != Realität. Nur weil eine aktuelle Thematik aufgegriffen wird, heißt das noch lange nicht, das sie dadurch glorifiziert wird. Und erst recht nicht, indem man die gegnerische Partei eines Konfliktes spielen kann.
Sicher mag man unterstellen, dass so was als PR geplant ist. Aber würde es wirklich solche Spiele geben, die das auch durchziehen und auch im richtigen Kontext zeigen, so würde ich das sehr begrüßen. Aber auch ohne den Kontext habe ich nichts dagegen, da niemand stirbt, niemanden Leid angetan wird. Und ich denke auch der Rest der Spielerwelt ist in der Lage dazu, das zu erkennen, dass hier niemanden etwas geschieht.
Krieg ist ein elementarer Bestandteil der Menschheit. Seit jeher ist er vorhanden und wurde auch genauso oft Teil der Kunst und dort dargestellt. Sei es in Bildern, Musik, Filmen, Gedichten, Geschichten, Schrift im Allgemeinen. Und so wie alte Konflikte genannt wurden, wurden und werden auch zeitgenössische erwähnt und thematisiert. Und genauso ist es auch mit dem Spiel, welches für mich auch nur eine weitere Kunstart ist. Zwar interaktiv, aber das ändert nichts.
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Yossarian22
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Durch solche Spiele wird aber die Sensibilität für politisch akutelle Themen abgestumpf. Das geschieht zwar in den sonstigen Medien auch zur Genüge, gutheißen muss man es deshalb aber nicht.
Ich behaupte nicht, dass solche Spiele irgendwelche Amokläufer fördern, aber die Gleichgültigkeit der Jugend wird noch weiter unterstützt und die Brisanz heruntergespielt.
Ich behaupte nicht, dass solche Spiele irgendwelche Amokläufer fördern, aber die Gleichgültigkeit der Jugend wird noch weiter unterstützt und die Brisanz heruntergespielt.
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bird.gif
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meine MeinungMSentis hat geschrieben:Worin besteht denn der Unterschied, ob ich einen Krieg wähle, welcher vor 70 Jahren war (oder von mir aus irgendwelche Strategiespiele mit geschichtlichem Hintergrund), oder einen Topaktuellen? In beiden sterben/starben Menschen, haben ihre Familien zurückgelassen, waren blutig, überall wurde nicht fair gekämpft.
So what? Nur weil das eine aktueller ist als das andere, macht das für mich keinen Unterschied. Ich bin sehr wohl in der Lage, zu differenzieren zwischen dem Spielgeschehen und dem, was in der Wirklichkeit passiert. Ein Spiel kann niemals das abbilden, was wirklich geschieht, denn sonst wäre es kein Spiel mehr, sondern Realität.
Und das scheinen die meisten nicht zu begreifen. Würde man Taliban spielen können, die "unsere" Soldaten abknallt, so stirbt dort kein Mensch. Nein, eigentlich stirbt niemand da, sondern nur Zahlen werden umhergeschubst.
Soweit muss man als Spieler schon abstrahieren können, um zu begreifen, das die Realität sicher nicht so ist, wie im Spiel. Und genau das sollten auch die ewigen Nörgler begreifen. Spiel != Realität. Nur weil eine aktuelle Thematik aufgegriffen wird, heißt das noch lange nicht, das sie dadurch glorifiziert wird. Und erst recht nicht, indem man die gegnerische Partei eines Konfliktes spielen kann.
Sicher mag man unterstellen, dass so was als PR geplant ist. Aber würde es wirklich solche Spiele geben, die das auch durchziehen und auch im richtigen Kontext zeigen, so würde ich das sehr begrüßen. Aber auch ohne den Kontext habe ich nichts dagegen, da niemand stirbt, niemanden Leid angetan wird. Und ich denke auch der Rest der Spielerwelt ist in der Lage dazu, das zu erkennen, dass hier niemanden etwas geschieht.
Krieg ist ein elementarer Bestandteil der Menschheit. Seit jeher ist er vorhanden und wurde auch genauso oft Teil der Kunst und dort dargestellt. Sei es in Bildern, Musik, Filmen, Gedichten, Geschichten, Schrift im Allgemeinen. Und so wie alte Konflikte genannt wurden, wurden und werden auch zeitgenössische erwähnt und thematisiert. Und genauso ist es auch mit dem Spiel, welches für mich auch nur eine weitere Kunstart ist. Zwar interaktiv, aber das ändert nichts.
- mr archer
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Ach ja, das sind so hübsch wohlfeile, oft gehörte Worte. "Krieg ist elementar, Watson." Mag ja sein. Bloß nützt dir diese Erkenntnis auch nix, wenn du in der Scheiße erstmal drin steckst. Armut ist auch elementar und es gibt sie schon so lange wie es die Menschheit gibt. Und? Geh doch zu den Obdachlosen in deiner nächstgelegenen Stadt oder der Hartz-IV-Familie ein paar Häuser weiter und erzähl denen das mal. Die sind dir für diese klugen, ihre Situation in den großen Gesamtkontext stellenden Worte bestimmt total dankbar.MSentis hat geschrieben:
Krieg ist ein elementarer Bestandteil der Menschheit. Seit jeher ist er vorhanden und wurde auch genauso oft Teil der Kunst und dort dargestellt. Sei es in Bildern, Musik, Filmen, Gedichten, Geschichten, Schrift im Allgemeinen. Und so wie alte Konflikte genannt wurden, wurden und werden auch zeitgenössische erwähnt und thematisiert. Und genauso ist es auch mit dem Spiel, welches für mich auch nur eine weitere Kunstart ist. Zwar interaktiv, aber das ändert nichts.
Von mir aus spiel doch das Zeugs und hab Spass. Bloß rechtfertige dein Hobby bitte nicht mit dem Fakt, dass es Krieg ja schon immer gibt und er ein altes Thema der Kunst ist, blub blub blub. Sonder gib halt zu, dass du gerne in Kriegs-Settings rumballerst - und lebe dann bitte auch damit, dass beispielsweise ich das Scheiße finde. Und versteck dich nicht hinter dem Kunstaspekt des Ganzen.
Zuletzt geändert von mr archer am 08.10.2010 16:42, insgesamt 1-mal geändert.
- nekojaghen
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- Barzano
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Völlig richtig, wie lange der Krieg her ist sollte eigentlich keine Rolle spielen in solchen Diskussionen.ChaosPhoenix hat geschrieben:
Ich finde es scheinheilig darauf zu verweisen, daß Konflikte, die noch im Gange sind, nicht behandelt werden sollen. In jedem Konflikt sind Menschen gestorben, die jemandem etwas bedeutet haben. Egal, ob das im Zweiten Weltkrieg, in Vietnam oder im peloponnesischen Krieg war.
Entweder man kann sein Gewissen damit vereinbaren, daß es man Unterhaltung mit Leid erlebt oder nicht. Wie lange das Leid her ist, ändert nichts.
Das Problem ist, dass die meisten Leute mit einer unglaublichen Ignoranz an das Thema herangehen. Viel zu oft liest man Kommentare wie: "Ist doch nur ein Spiel."
Aus dem Leid REALER Menschen wird hier ein lustiges Spielchen gezaubert. Anspruchsloses Popcornkino für den Feierabend. Das muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen.
Mal angenommen, EA käme jetzt auf die Idee, den Amoklauf von Winnenden in einem coolen Actionspiel umzusetzen. Wo wäre da wirklich der Unterschied? Würden dann wieder alle brüllen, dass die Leute sich nicht aufregen sollten, dass das alles doch nur ein Spiel sei?
Vielleicht lehn ich mich mit der Aussage ein wenig zu weit aus dem Fenster, aber im Grunde wäre es doch exakt das Gleiche. Man sollte sich wirklich viel häufiger Gedanken darüber machen, WAS man da eigentlich gerade spielt.
- manicK
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- Worrelix
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Re: Abstoßend
[X]Yossarian22 hat geschrieben:Ich habe jedenfalls für abstoßend gestimmt. Allerdings gilt das für alle realistischen Kriegssimulationen.
- MSentis
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Mir geht es nicht darum, den Krieg zu rechtfertigen und auch nciht Armut schön zu reden. Mir geht es darum, dass die Menschen endlich erkennen müssen, dass es diese Dinge gibt, und sie quasi vor unserer Haustür existieren.mr archer hat geschrieben:Ach ja, das sind so hübsch wohlfeile, oft gehörte Worte. "Krieg ist elementar, Watson." Mag ja sein. Bloß nützt dir diese Erkenntnis auch nix, wenn du in der Scheiße erstmal drin steckst. Armut ist auch elementar und es gibt sie schon so lange wie es die Menschheit gibt. Und? Geh doch zu den Obdachlosen in deiner nächstgelegenen Stadt oder der Hartz-IV-Familie ein paar Häuser weiter und erzähl denen das mal. Die sind dir für diese klugen, ihre Situation in den großen Gesamtkontext stellenden Worte bestimmt total dankbar.
Durch Aussschweigen dessen werden diese Dinge nicht thematisiert. Gerade Spiele sind doch ein Medium der Jugend und durch sie ließe sich doch wunderbar zeigen, wie es denn aussieht. Natürlich mit dem Wissen im Hintergrund, dass die Realität noch ein ganzes Stück... realer ist.
Das du solche Dinge nicht in Spielen haben willst, zeigt mir nur, dass es Leute gibt, die die Realität, wie man sie zum Teil in den Nachrichten gezeigt bekommt (Al Jazeera schönt da wenig), gerne ausgeblendet haben möchte. Wieso soll das Medium Spiel denn unbefleckt und jungfräulich bleiben? Filme wie Black Hawk Down, Die Brücke (Urfassung), Jar Head und so weiter und so fort zeigen doch auch, wie schlimm es sein kann. Aber im Spiel dann bitte nicht, oder wie?
1. Danke, das du mir erlaubst, diese Spiele zu spielen. :>mr archer hat geschrieben:Von mir aus spiel doch das Zeugs und hab Spass. Bloß rechtfertige dein Hobby bitte nicht mit dem Fakt, dass es Krieg ja schon immer gibt und er ein altes Thema der Kunst ist, blub blub blub. Sonder gib halt zu, dass du gerne in Kriegs-Settings rumballerst - und lebe dann bitte auch damit, dass beispielsweise ich das Scheiße finde. Und versteck dich nicht hinter dem Kunstaspekt des Ganzen.
2. Wie oben beschrieben, möchtest du keine Kriegsspiele, weil dir das anscheinend zu sehr mit der Realität zu tun hat. Wahrscheinlich bist du auch dafür, dass, wenn im Fernsehen mal nackte Menschen zu sehen sind, man den Kindern die Augen zu halten soll, oder wie?
Krieg ist Teil der Menschheit. Gerade deshalb soll und muss er thematisiert werden, weil nur so Diskussionen entstehen können. Verbote und Zensur und Ausblenden sind da nicht hilfreich, im Gegenteil, sie zerstören da sogar mehr.
3. Ich mag das "Kriegs-Setting" gar nicht. Nur weil ich eine Lanze für diese Art von Spielen breche, bedeutet das nicht, dass ich sie mag.
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johndoe817043
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De-sensibilisierte Gesellschaft. Aber warum die Augen vor etwas verschließen, dass tatsächlich real ist. Vielleicht werden manchen dann endlich die verwöhnten Augen geöffnet. Es entscheidet jeder selbst ob er das spielen möchte oder nicht. Sich künstlich darüber aufregen bringt auch nichts. Interessant ist es auf jeden Fall.nekojaghen hat geschrieben:Habe mit "abstoßend" gestimmt und finde das Gesamtergebnis erschreckend und zum Kotzen.
Und wer leidet mehr oder weniger wenn du es nicht spielst? Wird sich je etwas in dieser korrupten, brutalen Welt ändern? Nein. Moralapostel sind das letzte was die Gesellschaft noch brauchen kann.Aus dem Leid REALER Menschen wird hier ein lustiges Spielchen gezaubert. Anspruchsloses Popcornkino für den Feierabend. Das muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen.
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Der Käufer soll selber entscheiden ob er das für gut hält oder nicht. Ein Verbot, Zensur und jeglicher andere Stuss sollte aber gemieden werden.
Zuletzt geändert von johndoe817043 am 08.10.2010 17:13, insgesamt 3-mal geändert.
- Barzano
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MSentis hat Folgendes geschrieben:
Filme wie Black Hawk Down, Die Brücke (Urfassung), Jar Head und so weiter und so fort zeigen doch auch, wie schlimm es sein kann. Aber im Spiel dann bitte nicht, oder wie?
Du hast gerade ernsthaft Die Brücke mit Medal of Honor verglichen? Autsch!
Es geht nicht darum, dass man Krieg in Spielen nicht darstellen sollte. Es geht darum, dass der Krieg in Videospielen als Actionrambazamba mit ordentlich Explosionen und Kawumms dargestellt wird. Da Vergleiche mit ANTIkriegsfilmen aufzustellen ist (leider) nicht möglich.
MSentis hat Folgendes geschrieben:
Wie oben beschrieben, möchtest du keine Kriegsspiele, weil dir das anscheinend zu sehr mit der Realität zu tun hat.
Ach bitte, das hat doch nicht das geringste mit der Realität zu tun. In der Realität sind die feindlichen Soldaten zum Beispiel auch keine Schießbudenfiguren, die man ohne Konsequenz über den Haufen ballern kann.
Klar sollte man anerkennen, dass es Krieg gibt. Klar würde ich es begrüßen, wenn das Medium Videospiel sich mit dem Thema "auseinandersetzen" würde. Tut es aber einfach nicht, es verharmlost und abstrahiert und da liegt das Problem.
EDIT:
Aber ich werde nun noch kundtun dürfen, dass ich die Umsetzung des Leides real existierender Menschen als Unterhaltungsmedium moralisch verwerflich finde, richtig?
Viele machen den Fehler und Vergleichen das mit Filmen. Die Brücke wurde hier schon genannt. Allerdings ist das KEIN Film, der zur Unterhaltung dient!
Filme wie Black Hawk Down, Die Brücke (Urfassung), Jar Head und so weiter und so fort zeigen doch auch, wie schlimm es sein kann. Aber im Spiel dann bitte nicht, oder wie?
Du hast gerade ernsthaft Die Brücke mit Medal of Honor verglichen? Autsch!
Es geht nicht darum, dass man Krieg in Spielen nicht darstellen sollte. Es geht darum, dass der Krieg in Videospielen als Actionrambazamba mit ordentlich Explosionen und Kawumms dargestellt wird. Da Vergleiche mit ANTIkriegsfilmen aufzustellen ist (leider) nicht möglich.
MSentis hat Folgendes geschrieben:
Wie oben beschrieben, möchtest du keine Kriegsspiele, weil dir das anscheinend zu sehr mit der Realität zu tun hat.
Ach bitte, das hat doch nicht das geringste mit der Realität zu tun. In der Realität sind die feindlichen Soldaten zum Beispiel auch keine Schießbudenfiguren, die man ohne Konsequenz über den Haufen ballern kann.
Klar sollte man anerkennen, dass es Krieg gibt. Klar würde ich es begrüßen, wenn das Medium Videospiel sich mit dem Thema "auseinandersetzen" würde. Tut es aber einfach nicht, es verharmlost und abstrahiert und da liegt das Problem.
EDIT:
Richtig, bloß nichts hinterfragen, einfach alles hinnehmen. Tolle Einstellung, wirklich.matfu2 hat geschrieben: Und wer leidet mehr oder weniger wenn du es nicht spielst? Wird sich je etwas in dieser korrupten, brutalen Welt ändern? Nein. Moralapostel sind das letzte was die Gesellschaft noch brauchen kann.
Ich habe mit KEINEM Wort Zensur oder Verbote erwähnt. Erwachsene Menschen sollten in der Lage sein, sich ein Urteil über solche Dinge zu bilden, Zensur ist etwas, dass ich in keinem Fall unterstütze.matfu2 hat geschrieben:Der Käufer soll selber entscheiden ob er das für gut hält oder nicht. Ein Verbot, Zensur und jeglicher andere Stuss sollte aber gemieden werden.
Aber ich werde nun noch kundtun dürfen, dass ich die Umsetzung des Leides real existierender Menschen als Unterhaltungsmedium moralisch verwerflich finde, richtig?
Viele machen den Fehler und Vergleichen das mit Filmen. Die Brücke wurde hier schon genannt. Allerdings ist das KEIN Film, der zur Unterhaltung dient!
Zuletzt geändert von Barzano am 08.10.2010 17:22, insgesamt 2-mal geändert.
- mr archer
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Nee, ich möchte keine Kriegsspiele, weil die zur Realität des Krieges unabdingbar dazu gehören, diese vorbereiten, denken helfen, abstumpfen lassen. Kriegsspiele sind für mich Wehrertüchtigung, mentale Aufrüstung, Bereitung des Feldes. Nichts anderes. Da du hier den Kunstaspekt für so wesentlich hältst: CoD/MoH usw. sind für mich das Equivalent zum Genre der Schlachtenmalerei. Wohlgemerkt: nicht zu den Antikriegsbildern eines Otto Dix - sondern zu diesen ganzen, gut bezahlten Auftragsklecksern der interessierten Parteien. Leute die so was programmieren, sind für mich der verlängerte, willige, unreflektierte Arm der kriegführenden Parteien. Wenn von denen mal ein Spiel käme, das an die analytische Schärfe der "Letzten Tage der Menschheit" heranreichte, können wir uns gerne wieder unterhalten.MSentis hat geschrieben: Wie oben beschrieben, möchtest du keine Kriegsspiele, weil dir das anscheinend zu sehr mit der Realität zu tun hat. Wahrscheinlich bist du auch dafür, dass, wenn im Fernsehen mal nackte Menschen zu sehen sind, man den Kindern die Augen zu halten soll, oder wie?
Krieg ist Teil der Menschheit. Gerade deshalb soll und muss er thematisiert werden, weil nur so Diskussionen entstehen können. Verbote und Zensur und Ausblenden sind da nicht hilfreich, im Gegenteil, sie zerstören da sogar mehr.
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acerace
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- Registriert: 03.02.2006 14:56
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Die einzigen, die Nutzen daraus ziehen würden, wenn aktuelle Kriegsschauplätze in primitiven Ballerspielen als Kulisse herhalten müssten, wären diejenigen, die selbst dem militärisch-industriellen Komplex angehören bzw. finanzielle Profite durch diesen Apparat erzielen - in der Altagssprache auch als menschenverachtende, Krieg stiftende Bastarde bekannt. Durch die Einbindung der sogenannten Realität in virtuelle Welten, deren Transport in die Zockerstuben und somit ins Bewußt- bzw. Unterbewußtsein unreifer Persönlichkeiten würde eine tiefere Desensibilierung für das seelenfressende Monster Krieg geschaffen sein. Somit hätten diese Bastarde die Möglichkeit, aus einem unglaublich großen Reservoir, die durch Videospiele gezüchteten, gewissen- und emotionslosen Kriegsverbrecher von morgen zu schöpfen.
