GamePrince hat geschrieben:VanZerg666 hat geschrieben:Du tust ja so als ob du gezwungen wirst die Spiele + DLCs zu kaufen?
Zu Teuer? Dann lass es doch!
Ich finde es in Ordnung wenn jemand Geld für Extra-Arbeit bekommt.
Geld zu verdienen ist keine Schande. Und jeder kann ja entscheiden ob es Kauft oder nicht. Ich meine das sind ja keine Lebensmittelpreise über die mann sich aufregen kann. Das sind SPIELE!

Spiel, DLC oder was auch immer ... es geht ums Prinzip: Uns werden halbfertige Spiele verkauft, damit wir dann nochmal zur Kasse gebeten werden können, wenn wir das volle Paket haben wollen.
Stell dir vor, du kaufst dir ein Auto.
Der Hersteller nimmt aber vor dem Kauf das Auto auseinander, entfernt ein paar Sachen und verkauft es dir trotzdem zum Vollpreis.
Du zahlst den vollen Preis, obwohl die Hälfte fehlt ... sagen wir z.B. das Radio, Lampen, ein Schlüssel für ein Extrafach.
Jetzt hast du also das Auto, aber vieles Fehlt und wenn du kein Halbes Auto willst, musst du nochmal blechen.
Oder stell es dir mit einer DVD vor.
Du bezahlst 10 €, hast die Hülle, die DVD an sich und den Film.
Aber du hast kein Menü, keine Extras, keine Kapitel die du wählen kannst, keine Credits, den blanken Film ... und für den Rest musst du extra zahlen.
Alles, was man früher komplett bekommen hat, muss man heute Extra zahlen ... obwohl die Preise gleich geblieben sind.
Das findest du in Ordnung?
Geld für Extra-Arbeit ist natürlich okay ja sogar angebracht.
Aber es sollte auch Extra-Arbeit sein, und keine Pflicht-Arbeit. :wink:
OMG ... hat das jetzt jemand verstanden oder war das zuviel?

Deine Argumentation in allen Ehren, aber Du vergisst dabei, dass Spieleentwicklung heutzutage ein Vielfaches mehr verschlingt, als noch vor ca. 10 Jahren.
Um einen sog. AAA-Titel - und das ist Mafia II z.B. - entwickeln zu können, müssen vorab viele Millionen Euro investiert werden, um die Ansprüche des Mainstreams befriedigen zu können - State-of-the-Art Grafik, Multiplayer, aufwendige Vertonung, international lokalisierte Versionen, etc.
Es reicht für gewöhnlich ein Blick in die Credits eines modernen Spiels, um eine Ahnung zu erhalten, wieviele Mitarbeiter jahrelang an dem einen Spiel gearbeitet haben.
Jetzt werden natürlich Spiele nicht aus purer Nächstenliebe produziert, sondern in erster Linie darum, weil man damit Geld verdienen will, bzw. sogar *muss* (ist dies nicht der Fall, geht die Firma natürlich irgendwann pleite).
Es zeigt sich, dass klassische Vertriebskonzepte immer weniger Geld in die Kassen spülen. Selbst Toptitel spielen häufig nur die Entwicklungskosten in die Kassen.
Deshalb ist die Industrie auch in den letzten Jahren sehr kreativ geworden, was das Erschließen neuer Verdientquellen angeht.
MMOs mit Abo-Bezahlmodell (die sich ja schon wieder auf einem absteigenden Ast befinden), F2P mit Micropayments (scheint momentan favorisiert zu werden), imho fiese Kundengängelung durch Accountbindung, um den Gebrauchtmarkt auszutrocknen, und eben DLC - miniaddons, die, Bioware macht es wohl erfolgreich vor, so ziemlich als Reingewinn verbucht werden dürfen.
Und ganz ehrlich, ich persönlich finde sie gut. Wenn ich für ein paar Euro ein paar Stunden gut gemachten Extraspaß erhalte, zahle ich das gerne.
Dein Autovergleich hinkt übrigens gewaltig - denn auch beim Auto gibt es jede Menge zukaufbarer Extras, die zwar allesamt nett & praktisch, aber (wie DLC) unnötig sind, damit das Produkt insgesamt reibungslos funktioniert.