EA: Über Gebrauchtspiele & DLC

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
4P|BOT2
Beiträge: 149236
Registriert: 10.07.2002 12:27
Persönliche Nachricht:

EA: Über Gebrauchtspiele & DLC

Beitrag von 4P|BOT2 »

Mit dem Online-Pass will Electronic Arts etwas mitverdienen am Gebrauchtmarkt. Der sei in vergangenen fünf Jahren nämlich um das Fünffache gewachsen, EA: Über Gebrauchtspiele & DLC
Benutzeravatar
Messenjah
Beiträge: 1282
Registriert: 03.11.2009 14:33
Persönliche Nachricht:

Online-Pass

Beitrag von Messenjah »

Weniger Kundenzufriedenheit = Mehr Gewinn --> WIN!
Was haben solche Games und Cornflakes gemeinsam? Ist immer weniger drin als die Verpackung vermuten lässt...
r0xz
Beiträge: 77
Registriert: 06.09.2009 11:38
Persönliche Nachricht:

als ob...

Beitrag von r0xz »

als ob die 50€ pro game nicht schon profitabel genug wären...
Benutzeravatar
Dunnkare
Beiträge: 663
Registriert: 07.03.2010 09:12
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Dunnkare »

klartext: ziel ist es den kunden mehr geld für weniger rechte am selben produkt zahlen zu lassen. sämtliche verantwortung für dieses vorgehen wird dem kunden selbst zugewiesen.
vielen dank für ihr verständnis.
Benutzeravatar
Bedameister
Beiträge: 19413
Registriert: 22.02.2009 20:25
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Bedameister »

Also ich hab mir Mass Effect 2 gebraucht gekauft, bis jetzt aber kein DLC geholt. Ein bischen stinkt es mir aber schon dass dadurch ein paar Inhalte fehlen. Ich weiß aber auch nicht genau was alles fehlt. Bin aber mit ME2 sonst auch mehr als zufrieden.
Es ist zwar nicht nett was EA da macht, aber wenn es Profit bringt wird man damit nicht aufhören, so ist das leben
RyuKawano
Beiträge: 276
Registriert: 03.11.2007 22:10
Persönliche Nachricht:

la

Beitrag von RyuKawano »

So schnell kann ich mir gar keine neuen Bretter kaufen wie ich diese mit meiner Stirn zerstöre.
Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Re: als ob...

Beitrag von Kajetan »

r0xz hat geschrieben:als ob die 50€ pro game nicht schon profitabel genug wären...
Sieh es von der Kostenseite aus. Die Budgets für TripleA-Spiele steigen Jahr für Jahr an. Mittlerweile sind 80-100 Mio. für Spitzentitel nicht mehr die irre, durchgeknallte Ausnahme, sondern fast die Regel. Die Endverkaufspreise für Spiele sind aber in den letzten Jahren konstant geblieben, was in den letzten Jahren nicht schlimm war, wurde dies doch durch zT. zweistellige Wachstumsraten pro Jahr ausgeglichen. Dieses Wachstum ist nun jedoch nicht nur zu Ende, es ist negativ geworden. Die Rentabilität sinkt, es wird immer schwerer mit Spielen entsprechend hohen Gewinn zu machen.

Ergo ... es müssen (!) zusätzliche Einnahmequellen her. Projekt Eins war DLC. Da gibt es zwar nette Zahlen zu vermelden, wenn aber bislang nicht einmal 10% der Käufer des Basisspieles Bock auf DLC haben, geschweige denn WISSEN, dass es DLC für ihr Spiel gibt, dann ist das allenfalls ein nettes Zusatzgeschäft, aber nicht die Lösung, um den Rückgang der Spieleverkäufe auszugleichen, geschweige denn das Wachstum wieder aufzunehmen.

Projekt Zwei sind diverse Versuche den Second Hand-Markt entweder zu erschweren oder davon zu profitieren. Die Idee, den Second-Markts mit account-gebundenen Spielen/DLC und Arschfick-DRM zu behindern, kann man schon von Beginn an als bescheuerte Schnapsidee beerdigen. Das funktioniert nicht. Zwang funktioniert in diesem Zusammenhang nicht, hat noch nie funktioniert, wird niemals funktionieren.

Also versucht man ENDLICH vom Second Hand-Markt zu profitieren. Da hier nicht jedoch durchschnittlich begabte Geschäftsleute, sondern durchgeknallte Biziness-Kasper in den Entscheiderpositionen sitzen, ist dieser Online-Pass kein MEHRWERT, sondern funktioniert nur über eine Restriktion, ein absichtliches Unattraktiv-Machen des eigenen Produktes. Auch das wird der Kunde nicht in dem Maß annehmen, dass er den Majors nützen wird.

Die Lösung? Also, wenn man mich fragen würde ... ein Ende aller account-gebundenen Inhalte. Keine versteckte Software-Miete, sondern selbst bei Download-Titeln ein vollwertiger Kauf im Sinne des sog. Erschöpfungsgrundsatzes. Kein DRM, da eh alles innerhalb von Stunden, Tagen geknackt und in Windeseile weltweit verteilt wird. Was der Kunde kauft, gehört ihm auch voll und ganz. Um jedoch auch am Geschäft mit Gebrauchtspielen zu profitieren, hört der Publisher und Plattformbetreiber endlich auf das, was renommierte Wirtschaftswissenschaftler schon seit einigen Jahren sagen: Nicht mit Zwang und Restriktionen gewinnt man den Geldbeutel des Kunden, sondern mit einem bequemen Zugang zu allen Inhalten und der Freiheit, dass der Kunde nach dem Kauf mit der Kopie machen kann, was er will: Behalten, ohne Probleme (!) weiterverkaufen oder vernichten! Man macht es dem Kunden so einfach wie nur irgendwie möglich, seine auf Disc oder via Download erworbenen Inhalte wieder zu verkaufen, damit der Kunde diese freigesetzte Kaufkraft wieder in neue Spiele stecken kann. Man konkurriert mit Gamestop, in dem man dem Kunden bessere Umtauschraten anbietet, was angesichts der Dreistigkeit, mit der Gamestop die Re-Seller abzieht, kein großes Problem darstellen sollte. Und für Downloads bietet man DIREKT NEBEN dem Kaufbutton für ein neues Spiel einen Re-Sell-Button für das bereits gekaufte Spiel an. Der Plattform-Betreiber (wenn er nicht eh dem Publisher gehört) erhält (wie eBay) seinen Teil am Verkaufspreis und der Publisher erteilt dem Plattform-Betreiber (Steam, Impulse ...) die Erlaubnis, seine Download-Titel als Re-Sell freizugeben.

Ich bin mir sehr, sehr sicher, dass man damit sehr lange auch noch an längst releasten Spielen verdienen kann und sich somit ohne Gezetere und Geschrei einfach am Second Hand-Handel beteiligen kann.

Aber ... von den Affen fragt mich ja niemand! :-P
Zuletzt geändert von Kajetan am 15.09.2010 16:21, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Exedus
Beiträge: 6125
Registriert: 06.09.2008 23:50
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Exedus »

Und der Untergang meines Hobbys schreitet weiter voran
Benutzeravatar
NotSo_Sunny
Beiträge: 5709
Registriert: 09.03.2009 20:53
Persönliche Nachricht:

Beitrag von NotSo_Sunny »

Grade nach (oder besser vor) DeadRising 2 bin ich was das DLC-Thema angeht wieder ziemlich geknickt und mach mir keine Hoffnungen für die Zukunft. Der Prolog als DLC bereits veröffentlicht, der Epilog bereits angekündigt aber das eigentliche Spiel ist noch nichtmal draussen und der Großteil der Reaktionen bewegt sich im Rahmen von "Yeah! Geil! Bitte mehr davon."
Es waren zuletzt die Verkaufszahlen der MW2-mappacks die mir eine deartige Angst vor einer Zukunft gemacht haben, in der man Games nur noch online beziehen kann. Denn in den Jahren in den DLC Einzug in die Industrie gehalten hat, haben wir den Entwicklern/Publishern eines deutlich gemacht: "Wir lassen alles mit uns machen!"
Benutzeravatar
AssToAss
Beiträge: 231
Registriert: 10.06.2010 12:36
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

titel

Beitrag von AssToAss »

Kajetan hat geschrieben:[...], ist dieser Online-Pass kein MEHRWERT, sondern funktioniert nur über eine Restriktion, ein absichtliches Unattraktiv-Machen des eigenen Produktes.[...]
Die Erfahrung lehrt mich Folgendes: Man muss den Kunden nur lange genug Scheiße vorsetzen, bis er anfängt sie zu fressen. Dauert die Scheiße- Zufuhr an, bezahlt der Kunde sogar dafür Scheiße fressen zu dürfen. Selbst wenn man dann die Scheiße offensiv an solche ausgibt und sie mit Erbrochenen anreichert, gibt es genügend Dumme, die immer noch zugreifen.

Will sagen, so unattraktiv kann man ein Produkt gar nicht machen, dass es die dumme Gamerschaft nicht in solchem Umfang kauft, der Gewinn abwirft. Seit Blizzard sich mit einem Reittier für 15€ dumm und dämlich verdiente, frage ich mich ernsthaft wie lange es dauert, bis es für CoD und Konsorten einzelne Waffen als DLC gibt, zu je 5€ versteht sich. Als nächsten Schritt sehe ich dann vielmehr, dass der Spieler sich irgendwann sein Spiel selbst "zusammenkaufen" muss. Sprich er bekommt nur noch ein Grundgerüst für 50€, dies kann eine Hauptquest mit 3 verfügbaren Waffen sein. Für Nebenmissionen, neues Equipment, ect. muss der Kunde dann zahlen.
Dieses personalisierte Spiel ist dann sowieso unverkäuflich, da jeder andere Präferenzen hat und die Bindung an irgendeinen Onlinedienst wie immer obligatorisch ist.

Die Industrie wird also weiterhin dem üblichen Schema folgen, alle aus Schwarzkopien und Gebrauchtspielmarkt hervor gegangenen (imaginären) Verluste auf den ehrlichen (Erst)Käufer abzuwälzen. Dieser wird auch nie dagegen aufbegehren, denn genügend Abnehmer finden sich immer.
Zuletzt geändert von AssToAss am 15.09.2010 16:53, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
bruchstein
Beiträge: 1338
Registriert: 25.11.2009 00:38
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Beitrag von bruchstein »

@ Kajetan du bringst die sache auf den Punkt, dazu käme noch das endlich wirklich gute Games für 100 Millionen Dollar produziert werden sollten


und wenn DLC , dann bitte nicht so mickrige und überteuerte Teile wo vorher unverschämterweise aus dem Hauptgame entfernt wurden.....

Ich könnte mir locker jede Woche 2 neue Games kaufen, aber der angebotene Schrott reizt mich absolut null

Die wunderbaren Hypevideos überzeugen mich schon lange nicht mehr

Mein trend heist gebraucht kaufen oder ausleihen.....
Zuletzt geändert von bruchstein am 15.09.2010 17:04, insgesamt 3-mal geändert.
Benutzeravatar
JesusOfCool
Beiträge: 34685
Registriert: 27.11.2009 09:55
Persönliche Nachricht:

Beitrag von JesusOfCool »

Bedameister hat geschrieben:Also ich hab mir Mass Effect 2 gebraucht gekauft, bis jetzt aber kein DLC geholt. Ein bischen stinkt es mir aber schon dass dadurch ein paar Inhalte fehlen. Ich weiß aber auch nicht genau was alles fehlt. Bin aber mit ME2 sonst auch mehr als zufrieden.
Es ist zwar nicht nett was EA da macht, aber wenn es Profit bringt wird man damit nicht aufhören, so ist das leben
naja, 2 charaktere und n paar missionen wovon eine recht interessant ist. wobei ich den shadow broker dlc noch nicht habe.
aber man muss für die dlcs ja auch nicht unbedingt was bezahlen ;)
ich mag das system ja auch nicht.
USERNAME_64332
Beiträge: 154
Registriert: 04.03.2004 17:00
Persönliche Nachricht:

Beitrag von USERNAME_64332 »

Vielleicht mal lieber auf den DLC verzichten und das Spiel vor dem verkaufen fertigstellen, statt ein unfertiges Produkt zu verkaufen und 2 mal zu kassieren. Ja, für mich ist es unfertig, wenn Inhalte geplant sind, aber erst für extrakosten nachgeliefert werden. Wo sind wir denn mittlerweile bitte angekommen?

Wenn man ein Spiel voll und ganz spielen will, wird man zum Ratenkauf gezwungen - und das zu unmenschlichen preisen.

Erste Rate 55 Euro, die nächsten 3 Raten im Abstand von 2 Monaten jeweils 15 Euro für einen haufen Mist, den wir in kürzester Zeit zusammengeklatscht haben,um euch das Geld aus der Tasche zu ziehen.


Nein danke.



PS: Und sich damit noch so zu rühmen ist die größte Frechheit.
Benutzeravatar
Xris
Beiträge: 13777
Registriert: 29.10.2006 11:35
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Xris »

Der Kunde wird das verstehen.... :lol:

Klar besonders ich, wo ich einfach schon deshalb oft nur gebraucht kaufe, weil 99,9% aller Spiele die 60~ Euro einfach nicht wert sind. Und dabei interessierts mich einen Scheiß das die Entwicklungskosten bei 80-100 Millionen Dollar liegen. Man kann auch mit 100 Millionen Dollar 100 Millionen Liter Scheiße kaufen - Scheiße bleibts trotzdem. Und grade unter dem Gesichtspunkt das man bei EA erwarten muß die andere Hälfte vom Spiel als DLC kaufen zu müssen, habe ich absolut keine Lust mehr als (oberste Schmerzensgrenze) 30 Euro für ein Spiel zu bezahlen. Einen MP für 10 Euro sind genau 10 Euro zuviel. Das Ende vom Lied ist das ich entweder 10 Euro weniger für mein gebrauchtes Spiel zahle, oder es vollkommen boykotiere. Ich bin sehr genügsam wenn meine Breiftasche Gefahr läuft von meinem Hobby vergealtigt zu werden.
Es waren zuletzt die Verkaufszahlen der MW2-mappacks die mir eine deartige Angst vor einer Zukunft gemacht haben, in der man Games nur noch online beziehen kann.
EA hats mit Boosterpacks und Konsorten vorgemacht, Activision hats nachgemacht. Der absolute Spitzenreiter ist und bleibt aber EA: Ich sehe keinen anderen Publisher der selbst simple "Cheats" für 5 Euro und mehr verkauft.
Zuletzt geändert von Xris am 15.09.2010 16:53, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
str.scrm
Beiträge: 4512
Registriert: 25.12.2007 20:06
Persönliche Nachricht:

Beitrag von str.scrm »

Oh man ich kanns nicht mehr hören ey, das wird ja noch nerviger als das ständige CoD Gebashe von den ganzen Freaks. :roll:
Natürlich ist es zum kotzen was die machen und ich werde sowas auf keinen unterstützen, aber es gibt bald 20/30/40 von den News und in jedem Thread steht das selbe, wie bei jeder verdammten CoD News.
Wenn ihr das nicht unterstützt dann lasst es, die die keinen Plan haben tun´s eben unterstützen aber Worte ändern nichts und Taten werden in absehbarer Zeit wohl kaum folgen; korrigiert mich wenn denn schon eine weltbewegende Petition gestartet wurde oder Ähnliches.
Und jetzt bombardiert mich mit :roll: wenn´s euch Spaß macht aber ihr wisst dass es so ist.
Nicht nur zu zocken sondern auch an der Politik dahinter interessiert zu sein ist ja lobenswert, aber irgendwann müsste doch mal manchen hierzu die Luft ausgehen. Lasst die reden, lasst die machen und lasst sie untergehen wenn´s flopt.
...und wenn´s ein Erfolg wird ist die große Gaminggemeinschaft eben doch - man muss es so sagen - rotzehohl.
Und jetzt schon wiiiieder der blöde CoD Bash, öööööh, guck dir doch deinen Nick an, du bist blöd wäh wäh wäh... :roll: