Umfrage: Dass man die Taliban spielen kann...

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IxAxUx
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Beitrag von IxAxUx »

DavidDelllaRocco hat geschrieben:
Splaesh hat geschrieben:[...]
Um eins klar zustellen. Ich beführworte nicht im geringsten das was die Taliban dort abziehen. Das sie grausam sind steht ausser Frage. Trotzdem bleibt für mich immer noch ein ganz wichtiger Aspekt das es sich um ein Spiel handelt.
Denn ich glaube nicht das man in dem Spiel auf Zivilisten schiesst und Frauen hinrichtet weil sie nicht nach dem Koran leben. Sondern man wird einfach nur in einem Multiplayer Gruppe gegen Gruppe nach dem alten Muster Capture the Flag gegeneinander antreten. Einige als Taliban andere als US Soldat. Und was soll daran jetzt so furchtbar sein? Nur weil ich in einem Spiel auf "irgend einer Seite" kämpfe heisst das ja nicht gleichzeitig das ich ihr Sympathiesant bin oder? Ich beführtworte ja auch nicht die organisierte Kriminalität nur weil ich MafiaII oder GTA spiele.
Wenn man die Taliban in dem Spiel einfach nur "Terroristen" nennen würde dann würde kein Schwanz danach krähen, obwohl es immer noch der gleiche Konflikt ist. Wenige hier mögen wirklich damit ein Problem haben aber die müssten dann auch mit anderen Shootern ein Problem haben. Aber die meissten die hier rumnörgeln sind doch die ersten denen es eine Freude sein wird "feinde" in so einem Shooter nieder zu mähen.
[Fettgedrucke Hervorhebung von mir)

Ich finde es einfach unmoralisch, dass man nun die Taliban spielen kann/darf. Ich mag Kriegsshooter allgemein nicht. Das einige das Argument hervorzaubern, dass man sich doch über das Taliban-Thema nicht aufregen solle, weil andere Spiele doch nicht besser seien, ist totaler Humbug. Denn: Nur, weil andere Spiele ebenfalls unmorilische Inhalte haben, muss es ja nicht auch MoH zwingend haben. Im Sinne von: Unrecht+Unrecht=Recht argumentieren hier welche. Das ist Quatsch.

Dann kann ich auch nichts mit dem Argument anfangen, dass es ja nur um den Multiplayerpart geht. Was macht es dadurch nun weniger unmoralisch? Für mich macht es das erst noch schlimmer: Ich konnte vorher schon nicht diese Shooter-Multiplayer nicht ab. Dort geht es nur um eines: Töten. Töten um des Töten willens und dabei Spaß haben. Wozu denn eine Handlung einbauen oder auf irgend eine andere Weise eine Art Tiefe einbauen, wenn man doch nur Töten will. Ohne Handlung, ohne Tragik, ohne Gefühl. Nur Rumballern und Kills sammeln. Headshot!!!!! Mehr will man als MoH Spieler wohl nicht. Aber ich sehs schon kommen: Jetzt will man mir gleich klar machen, das es um Taktik undn eventuell Teamplay gehe. Alles klar. Die Leute im Schützenverein gehen natürlich auch nicht zum Schießen in den Verein, sondern um Teamgeist und Feingefühl kennen zu lernen. Jedoch ist meine Antwort darauf: Das lerne ich auch bei Brettspielen mit meinen Geschwistern/Kindern und da brauche ich nicht mit virtuellen/echten Waffen hantieren, sondern bewege Holzfiguren auf einem Stück Pappe mit buntem Aufdruck.
Um zurück zu kommen auf das Taliban-Thema und dem Multuiplayer: Der ja schon meiner Ansicht nach kranke Multiplayermodus hat nun auch den tollen Vorteil, dass ich nicht nur mit Amis killen/headshotten kann, sondern auch mit Taliban. Ist klar, dass kaum einer hier etwas dagegen hat. Denn wems sowieso nur ums Töten ohne Kopfeinschalten geht, dem ist es auch egal, mit wem er tötet.

So, nun kurz zum fettgedrucken im Zitat:
Ja, es ist irgendwie doch nur ein Spiel, sagen die Befürworter. Einach ein Allzweckargument für Videospieler. Ist fast schon so wichtig für sie, wie das schweizer Taschenmesser für die Pfadfinder. Dumm nur, dass es meiner Ansicht nach nicht ganz zutrifft. Und jetzt kommt erst das eigentlich perverse an der ganzen Sache: Wohl jeder Videospieler freut sich schon jetzt insgeheim auf die nächste Generation von Konsolen/Computertechnik, welche noch mehr Realismus bietet. Jeder will eine noch bessere Grafik, noch mehr "das-ist-echt-Gefühl". Nun stellt ich mir vor, wie gestört und geisteskrank man sein muss, solche Wünsche zu haben ... in dem Wissen, dass der ach so geniele Multiplayermodus in MoH Teil X dann wie eine echte Metzelei sein wird. Jetzt und in Zukunft wird dann wohl immernoch von der Videospielgemeinde das Allzweckargument (ist doch nur ein Spiel) hervorgebracht. Mekr eigentlich noch mal einer von euch, wann man mal ein Schlussstrich ziehen sollte? Findet keiner von euch, dass irgendwann mal das Argument nicht mehr gelten sollte? Ich finde die jetzte Stufe der Technik schon realistisch genug um zu erkennen, dass ich auf sehr real aussehende Pixelmänner schieße. Wie kann man da bitteschön von "ist nur ein Spiel" reden?

PS:Ich habe teils ironische Aussagen in meinem Kommentar, ich hoffe man erkennt sie auch als solche.
kein nerd
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Beitrag von kein nerd »

IxAxUx 1 hat geschrieben:
DavidDelllaRocco hat geschrieben:
Splaesh hat geschrieben:[...]
Um eins klar zustellen. Ich beführworte nicht im geringsten das was die Taliban dort abziehen. Das sie grausam sind steht ausser Frage. Trotzdem bleibt für mich immer noch ein ganz wichtiger Aspekt das es sich um ein Spiel handelt.
Denn ich glaube nicht das man in dem Spiel auf Zivilisten schiesst und Frauen hinrichtet weil sie nicht nach dem Koran leben. Sondern man wird einfach nur in einem Multiplayer Gruppe gegen Gruppe nach dem alten Muster Capture the Flag gegeneinander antreten. Einige als Taliban andere als US Soldat. Und was soll daran jetzt so furchtbar sein? Nur weil ich in einem Spiel auf "irgend einer Seite" kämpfe heisst das ja nicht gleichzeitig das ich ihr Sympathiesant bin oder? Ich beführtworte ja auch nicht die organisierte Kriminalität nur weil ich MafiaII oder GTA spiele.
Wenn man die Taliban in dem Spiel einfach nur "Terroristen" nennen würde dann würde kein Schwanz danach krähen, obwohl es immer noch der gleiche Konflikt ist. Wenige hier mögen wirklich damit ein Problem haben aber die müssten dann auch mit anderen Shootern ein Problem haben. Aber die meissten die hier rumnörgeln sind doch die ersten denen es eine Freude sein wird "feinde" in so einem Shooter nieder zu mähen.
[Fettgedrucke Hervorhebung von mir)

Ich finde es einfach unmoralisch, dass man nun die Taliban spielen kann/darf. Ich mag Kriegsshooter allgemein nicht. Das einige das Argument hervorzaubern, dass man sich doch über das Taliban-Thema nicht aufregen solle, weil andere Spiele doch nicht besser seien, ist totaler Humbug. Denn: Nur, weil andere Spiele ebenfalls unmorilische Inhalte haben, muss es ja nicht auch MoH zwingend haben. Im Sinne von: Unrecht+Unrecht=Recht argumentieren hier welche. Das ist Quatsch.

Dann kann ich auch nichts mit dem Argument anfangen, dass es ja nur um den Multiplayerpart geht. Was macht es dadurch nun weniger unmoralisch? Für mich macht es das erst noch schlimmer: Ich konnte vorher schon nicht diese Shooter-Multiplayer nicht ab. Dort geht es nur um eines: Töten. Töten um des Töten willens und dabei Spaß haben. Wozu denn eine Handlung einbauen oder auf irgend eine andere Weise eine Art Tiefe einbauen, wenn man doch nur Töten will. Ohne Handlung, ohne Tragik, ohne Gefühl. Nur Rumballern und Kills sammeln. Headshot!!!!! Mehr will man als MoH Spieler wohl nicht. Aber ich sehs schon kommen: Jetzt will man mir gleich klar machen, das es um Taktik undn eventuell Teamplay gehe. Alles klar. Die Leute im Schützenverein gehen natürlich auch nicht zum Schießen in den Verein, sondern um Teamgeist und Feingefühl kennen zu lernen. Jedoch ist meine Antwort darauf: Das lerne ich auch bei Brettspielen mit meinen Geschwistern/Kindern und da brauche ich nicht mit virtuellen/echten Waffen hantieren, sondern bewege Holzfiguren auf einem Stück Pappe mit buntem Aufdruck.
Um zurück zu kommen auf das Taliban-Thema und dem Multuiplayer: Der ja schon meiner Ansicht nach kranke Multiplayermodus hat nun auch den tollen Vorteil, dass ich nicht nur mit Amis killen/headshotten kann, sondern auch mit Taliban. Ist klar, dass kaum einer hier etwas dagegen hat. Denn wems sowieso nur ums Töten ohne Kopfeinschalten geht, dem ist es auch egal, mit wem er tötet.

So, nun kurz zum fettgedrucken im Zitat:
Ja, es ist irgendwie doch nur ein Spiel, sagen die Befürworter. Einach ein Allzweckargument für Videospieler. Ist fast schon so wichtig für sie, wie das schweizer Taschenmesser für die Pfadfinder. Dumm nur, dass es meiner Ansicht nach nicht ganz zutrifft. Und jetzt kommt erst das eigentlich perverse an der ganzen Sache: Wohl jeder Videospieler freut sich schon jetzt insgeheim auf die nächste Generation von Konsolen/Computertechnik, welche noch mehr Realismus bietet. Jeder will eine noch bessere Grafik, noch mehr "das-ist-echt-Gefühl". Nun stellt ich mir vor, wie gestört und geisteskrank man sein muss, solche Wünsche zu haben ... in dem Wissen, dass der ach so geniele Multiplayermodus in MoH Teil X dann wie eine echte Metzelei sein wird. Jetzt und in Zukunft wird dann wohl immernoch von der Videospielgemeinde das Allzweckargument (ist doch nur ein Spiel) hervorgebracht. Mekr eigentlich noch mal einer von euch, wann man mal ein Schlussstrich ziehen sollte? Findet keiner von euch, dass irgendwann mal das Argument nicht mehr gelten sollte? Ich finde die jetzte Stufe der Technik schon realistisch genug um zu erkennen, dass ich auf sehr real aussehende Pixelmänner schieße. Wie kann man da bitteschön von "ist nur ein Spiel" reden?

PS:Ich habe teils ironische Aussagen in meinem Kommentar, ich hoffe man erkennt sie auch als solche.
tata...ich finde es auch unmorlaisch. Ich finde es auch unmorlaisch das man andere "feinde" in Shootern abschlachtet! Ich finde Krieg allgemein unmorlaisch...trotzdem finde ich es genauso unmoralisch wenn man kein Problem hat den menschen XY in einem SPIEL zu töten aber dann rumheult wenn asu dem Menschen XY plötzlich ein Feind wird den es auch real gibt.
Trotzdem bleib ich dabei das es sich hier "nur" um ein Spiel handelt.
johndoe833978
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Beitrag von johndoe833978 »

Es klingt makaber, aber für die Produzenten von Shootern sind Terroristen/Nazis/Russen/Radikale Muslime ect. ein Glücksfall. Sie sind praktischerweise bewaffnet, gemeingefährlich und natürlich geächtet. Kaum einer meldet moralische Bedenken an, wenn sie zum Abschuss freigegeben werden. In den meisten Shootern gehen die "Bombenleger" gleich hundertfach dahin.
Diese First-Person-Shooter bietet nicht nur sensationelle Grafik,sondern auch abwechslungsreiche Missionen-wann bekommt man schon die Möglichkeit einen Heli oder Panzer zu steuern ??

Kriegs-Shooter, welche in der Neuzeit spielen, sind beliebter den je. Moderne Waffen, Fahrzeuge und authentische Orte des Geschehens vermitteln dem Gamer das Gefühl, hautnah in den Krisengebieten dieser Welt für Recht und Ordnung im Kampf gegen das Böse teilhaben zu dürfen.
Natürlich in den Uniformen der großen guten Streitkräfte Amerika/England.

Klar,täglich verlieren ausländische Soldaten, darunter auch deutsche, ihr Leben. Und nun kann man das nachspielen im MP, als international geächtete Taliban auf eben diese zu schießen.
Skandal......
Und schon melden sich deren Millitärs zu Wort und wollen das Game verbieten oder rufen, wie im Fall England, zum Boykott zum Kauf des Spieles auf.

Ich bin nur ein Gamer der freude an Shootern hat.
Durch meine Hand ist noch kein Mensch ums Leben gekommen auch bin ich an keinem Krieg Schuld.
Es sind die Militärs dieser Welt die Moralische Bedenken und schlaflose Nächte bekommen müßten und nicht ich,nur weil ich gerne Shooter spiele.
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Redd1990
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Beitrag von Redd1990 »

Was ist denn bitte daran krank, wenn man sich bessere Grafik wünscht ?
Grafik wird nicht nur für Kriegsshooter weiterentwickelt. Da kannst du jeden Filmeliebhaber als krank bezeichnen, der eine bessere Filmqualität haben will. Ebenfalls kannst du auch die Akustikfans kritisieren, weil die sich besseren Sound wünschen.
Die Menschheit strebt eben nach Fortschritt.

Solange man nicht nachspielen muss/will, wie man ins World Trade Center fliegt... (MW2 hat für mich eindeutig eine Grenze überschritten)
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IxAxUx
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Beitrag von IxAxUx »

DavidDelllaRocco hat geschrieben:[...]trotzdem finde ich es genauso unmoralisch wenn man kein Problem hat den menschen XY in einem SPIEL zu töten aber dann rumheult wenn asu dem Menschen XY plötzlich ein Feind wird den es auch real gibt.
[...]
Klar, da stimme ich allen zu: Das, was die Bundeswehr, Army etc. jetzt alle sagen, ist teils einfach lächerlich. Jedoch wissen wir alle, dass es in der Natur einer jeder Organisation (vom Bauernverband, bis zum Heer) liegt, sich als gut und (viele) andere als böse darzustellen. Daher kann ich den Aufschrei nicht verstehen. Was hat man denn erwartet? Das ein Sprecher der Army sich cool vor dem Mikro stellt und sagt: "Es ist nur fair, wenn sich jeder US Bürger frei entscheiden kann, für die Sache der vereinigten Staaten zu kämpfen oder für die Sache unserer Feinde in Afghanistan, die Taliban."?
Realist sollte man schon sein.
Redd1990 hat geschrieben:Was ist denn bitte daran krank, wenn man sich bessere Grafik wünscht ?
Grafik wird nicht nur für Kriegsshooter weiterentwickelt. Da kannst du jeden Filmeliebhaber als krank bezeichnen, der eine bessere Filmqualität haben will. Ebenfalls kannst du auch die Akustikfans kritisieren, weil die sich besseren Sound wünschen.
Die Menschheit strebt eben nach Fortschritt.

Solange man nicht nachspielen muss/will, wie man ins World Trade Center fliegt... (MW2 hat für mich eindeutig eine Grenze überschritten)
Hab mich vielleicht nicht gasnz klar ausgedrückt:
Ich habe selbst nichts gegen den technischen Fortschritt. Jedoch finde ich es etwas ... unangebracht, wenn mir ein MoH, CoD etc. Spieler sagt, dass er sich schon auf die tollen Effekte der nächsten Videospielgeneration freut. Denn der einzige Sinn der dahinter steht, ist, dass das Töten von Menschen noch realistischer sein soll.
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crackajack
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Beitrag von crackajack »

IxAxUx 1 hat geschrieben:...ich auf sehr real aussehende Pixelmänner schieße. Wie kann man da bitteschön von "ist nur ein Spiel" reden?
Pixelmänner!?!
Gotcha/Paintball gibt's auch noch als Vorstufe zum echten "Erlebnis", mit echten Menschen, ist aber auch Spiel, weil nicht letale Farbkugeln.
Realität+Krieg: Echte Kugeln, echte Menschen, echte Tote.

Man kann es ungut/unmoralisch finden das man etwas reales zur spannenden Belustigung oder sportlichen Beschäftigung nachspielt, aber wie real die virtuellen Figuren aussehen ist eig. ziemlich egal.
Tote Pixelmännchen in roter Pixelbreioptik sind nicht virtueller wie die zukünftige durchsiebte Pixelleiche mit korrekt blutender Eintrittswunde und schmerzgekrümmter Körperphysik.


Beim Film sind die Ketchupszenen ja auch anders geworden.
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Worrelix
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Beitrag von Worrelix »

-BloodyShinobi- hat geschrieben:... Diese First-Person-Shooter bietet nicht nur sensationelle Grafik,sondern auch abwechslungsreiche Missionen-wann bekommt man schon die Möglichkeit einen Heli oder Panzer zu steuern ??
Zum Beispiel in Prototype (kein Shooter, third Person und unrealistisch)
Für abwechselungsreiche Missionen oder um einen Panzer zu steuern braucht man keinen realen Krieg als Hintergrund, es geht auch ohne.
Kriegs-Shooter, welche in der Neuzeit spielen, sind beliebter den je. Moderne Waffen, Fahrzeuge und authentische Orte des Geschehens vermitteln dem Gamer das Gefühl, hautnah in den Krisengebieten dieser Welt für Recht und Ordnung im Kampf gegen das Böse teilhaben zu dürfen.
Hmm, sonst heißt es doch immer, daß man als Spieler immer 100% zwischen Spiel und Realität unterscheiden kann, aber hier kämpft man "für Recht und Ordnung" in aktuellen Kriegsgebieten ...!?

Mal ganz von der Definition der "Bösen" abgesehen ...
Klar,täglich verlieren ausländische Soldaten, darunter auch deutsche, ihr Leben. Und nun kann man das nachspielen im MP, als international geächtete Taliban auf eben diese zu schießen.
"Nun kann man nachspielen", wie "Soldaten ihr Leben verlieren" ...

Tut mir leid, aber so formuliert finde ich das extrem pervers.

Der besondere Sinn, aktuelle Kriegsszenarien in einem Spiel zu verwenden, soll also sein, daß man den Tod der Soldaten "nachspielen" kann?
:Spuckrechts:
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crackajack
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Beitrag von crackajack »

Worrelix hat geschrieben:Hmm, sonst heißt es doch immer, daß man als Spieler immer 100% zwischen Spiel und Realität unterscheiden kann, aber hier kämpft man "für Recht und Ordnung" in aktuellen Kriegsgebieten ...!?
Eben virtuell Held spielen? Dass das nix an der Realität verändert wenn man Saddam oder Osama in einem Spiel abgeknallt hätte weiß man ja dennoch.
Das Spiel spart sich einfach selber ein Universum zu erschaffen und zu erklären.

Das was Stallone in Rambo 3 vormachte. Oder Tarantino in Basterds zeigte: Mal so richtig Hitler mit Kugeln vollpumpen.
Da hätte man theoretisch doch jeweils genauso irgendeinen Fantasiekrieg erfinden können.
Unterhaltung kann eben fiktional sein oder halt reales/vergangenes miteinknüpfen. Und im besten Fall ist es am Ende sogar mehr als schnöde hirnlose Unterhaltung.
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Redd1990
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Beitrag von Redd1990 »

Ab und zu wird mal der Tod eines Soldaten tragisch dargstellt, oder zumindest wird es versucht, und so bekommt man einen kleinen Einblick wie schlimm und sinnlos der Krieg ist. Aber sind solche Szenen leider die Seltenheit. Habe ja an sich nichts gegen Shooter, trotzdem würde ich mir mal zur Abwechslung ein Shooter wünschen, der mehr auf Emotionen eingeht statt noch mehr Geballer einzufügen.
Fobi (Naff-Naff)
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Re: Meine Meinung

Beitrag von Fobi (Naff-Naff) »

DavidDelllaRocco hat geschrieben:
Fobi (Naff-Naff) hat geschrieben: Mir stösst nur auf, das sie durch das Spiel mehr oder weniger geadelt werden da sie jetzt auf einmal dort mitspielen dürfen, wo früher immer nur reguläre Armeen, welche immer mehr oder weniger Auge in Auge doch zumindest nicht feige sondern -durch die Uniform jederzeit erkennbar- sich militärisch formieren..

Arghhh
Mmmmh sind Terroristen in den anderen Shootern denn wirklich reguläre Truppen?

neinein..Terroristen sind eben KEINE regulären Truppen und deswegen schmeckt mir das ja auch nicht, dass jetzt dort wo immer reguläre (böse oder nicht) Truppenteile simuliert wurden also wie Red Army /Wehrmacht/Marines etc. plötzlich ,Talibans' steht..


Das ist eine Unnötige Adelung..


hoffentlich funzt Autoteambalance..
johndoe833978
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Beitrag von johndoe833978 »

Worrelix hat geschrieben: "Nun kann man nachspielen", wie "Soldaten ihr Leben verlieren" ...

Tut mir leid, aber so formuliert finde ich das extrem pervers.

Der besondere Sinn, aktuelle Kriegsszenarien in einem Spiel zu verwenden, soll also sein, daß man den Tod der Soldaten "nachspielen" kann?
Was ist daran pervers ??
Seit es Shooter gibt kann man nachspielen wie Soldaten ihr Leben verlieren und nicht erst seit MoH.
Da spielt es auch keine Rolle ob in einem aktuellen oder vergangenen Kriegsszenarium virtuelle Pixel-Soldaten ihr Leben verlieren.
Und nur weil ein Spiel ein aktuellen Krieg als Setting verwendet ist der Aufschrei groß.

Keine Sau hat es interessiert, das man in CoD-WaW mit einem Flammenwerfer Japaner grillen konnte.
Oder die Szene wo deutsche Soldaten (und keine Nazis)vor der U-Bahnunterführung mit Molotowcocktails von russischen Soldaten gegrillt wurden.
Hast du da irgend etwas von den Militäres gehört die sich jetzt so über MoH aufregen ??
Und wo warst du eigentlich,hast du bei diesem Spiel auch schon die "Moralisch-Bedenklich-Fahne"geschwungen !?
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Orion
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Beitrag von Orion »

Wo ist denn bitte der Unterschied zwischen einem amerikanischen Soldaten und einem Taliban? Und ich will jetzt bitte keine Differenzierungen lesen von wegen "Die Einen sind gut, die anderen böse" oder "Die einen haben ein Recht auf das Töten, die anderen nicht." - Sinngemäß wurde das hier oft gesagt.

Kurzum: Die einen töten, die Anderen töten. Da macht es doch keinen Unterschied, auf welche Seite man sich in einem Spiel stellt.

Unfassbar für mich ist, dass man amerikanische Soldaten als Helden darstellt, bei denen es schrecklich wäre, sie in einem Computerspiel zu töten. Die amerikanischen Soldaten richten doch auch Unheil an und töten Unschuldige. Das ist übrigens ein Grund, warum viele Menschen zu den Taliban gehen.
Viele Leute hier im Forum tun ja gerade so, als ob es diese Menschen (Taliban) gar nicht gebe, und dort keine Trauer und Verbitterung herrscht. Als ob die Taliban eine böse Macht wären, die vom Teufel persönlich beherrscht würden. Die gibt es natürlich nur im Spiel, sie sind rein fiktiv und sterben tut da in Echt ja eh keiner. Es gibt keinen Schmerz, keine Trauer, kein Leid und keine Verzweiflung. Wohingegen die Amerikaner ja echt sind und es extrem pervers wäre wenn bei ihnen jemand stirbt. Und wenn sie Trauer, Schmerz und Verzweiflung anrichten, passiert das ja eh nur im Spiel... Mal im Ernst: Macht euch nicht lächerlich!

Wie kann man bitte als normal denkender Mensch ernsthaft darüber nachdenken ob es einen Unterschied macht, ob man einen Amerikaner tötet, oder einen Taliban? In beiden fließt doch rotes Blut. Beide sind Menschen. Beide sind Verbrecher! Die einen töten weil ihr Präsident ihnen die Erlaubnis dazu gegeben hat, die anderen töten, weil sie für ein fragwürdiges Ziel kämpfen.

Wirklich schrecklich zu lesen, dass hier manche Leute von einem Gut und Böse in einem Krieg reden.
Ich würde mich persönlich natürlich nicht zu den Taliban gesellen, aber da das ein Computerspiel ist, ein SPIEL, ist es völlig egal, wer wen erschießt.

Ach ja: In Counter Strike gibt es auch Terroristen, die Amerikaner töten... Aber die Ähnlichkeit mit "Wüstenkämpfern" ist bestimmt reiner Zufall.
Minando
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Beitrag von Minando »

Jetza hört aber mal auf mit dem Scheiss !!
Am Ende kommen wir hier noch auf den Trichter dass Krieg SCHLECHT ist, und das wollen wir doch nicht oderwas !!!
Fobi (Naff-Naff)
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Beitrag von Fobi (Naff-Naff) »

:lol:
Shiro.
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Beitrag von Shiro. »

"Einen Menschen der für eine gerechte Sache kämpft kann man doch nicht einen Terroristen nennen." Jassir Arafat

"A American cross the ocean to fight for democracy, but don't cross the street to vote"

Warscheinlich passen die Zitate nicht 'mal.