THQ: Gebrauchtspiel-Stellungnahme

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Auf-den-Punkt
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Beitrag von Auf-den-Punkt »

Lord Lanze hat geschrieben:.......
Ach ja, ich leihe mir regelmässig Spiele in der Videothek aus und spiele diese durch. Bin ich jetzt auch deswegen ein schlechter Mensch?....
Nein, da verdient ja jeder dran mit.
Die VT, der Publisher und der Staat.
Ich verstehe schon das es Ärgerlich sein kann, gerade bei der PS3 frage ich mich manchmal wie es möglich sein kann, das sich Topspiele nur 1 Milionen mal verkaufen, bei einer Hardwarebase von ca. 30 Millionen...
Obwohl das Spiel scheinbar fast alle gespielt haben, jedenfalls sind alle Foren immer voll, ob jetzt Deutsch, Amerikanisch, Italienisch oder Spanisch.
Das die Entwickler sich ein Stück vom Kuchen abschneiden wollen, ist mehr als verständlich, aber bitte nicht auf die Kosten der Kunden.
Mr hat die Idee gefallen, ihre eigenen Spiele wieder aufzukaufen, zu Preisen die niemand überbieten kann.
Wenn man den Markt nicht aufhalten kann, dann wenigstens so weit es geht kontrollieren und zu seinen Bedingungen leiten.
Ich denke mal die großen Publisher sollten genug Geld haben um ihnen wichtige Titel aufzukaufen und gebraucht selber zuverkaufen.
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fonico
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Beitrag von fonico »

Man worüber THQ sich da aufregt. Es ist völlig normal, dass der Käufer immer nach der günstigsten Variante schauen wird, um das Produkt seiner Wahl zu erwerben. THQ möchte doch auch günstig produzieren und hat dafür in bestimmter Form ihre Kosten kalkuliert.

Gerade in der letzten Zeit, wo die Spieleindustrie über bevorstehende Online-Spielpässe oder gar komplette Vollversion Downloads versucht mehr und mehr Geld zu verdienen, ist es einfach völlig daneben, die Gebrauchtkäufer anzuprangern.

Ich persönlich kaufe mir neu sowie gebraucht. Das liegt schon einfach daran, dass man eben abwägen muss, welches Spiel einem voraussichtlich mehr gefallen wird, oder welches mich im Vorfeld mehr interessiert. Das ist alles.

Also die Spieleentwickler und damit eben auch THQ machen doch umgekehrt mit ihrer Strategie das Gleiche. Sie versuchen ihr Produkt so teuer wie möglich und mit dem bestmöglichen Gewinn zu verkaufen.

Wir die Gamer versuchen uns die Spiele oft verständlicherweise so günstig wie möglich zu kaufen.

Das ist ganz normales Verhalten und es lohnt nicht sich hier gegenseitig den schwarzen Peter zuzuschieben.

Nebenbei um die Thematik auf den Punkt zu bringen, sollten sich Gamer mal wieder mehr trauen, bestimmte Spiele einfach zu ignorieren. So eine Abzocke mit einem Online-Pass ist nicht in Ordnung und die Spieler sollten sowas mit einem Nichtkauf bestrafen. Wir haben schließlich die Wahl. Wir "Müssen" nämlich gar nichts kaufen!!!

Und dann möchte ich mal sehen, wie THQ reagiert...
eph
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Beitrag von eph »

Eigentlich wollte ich nie wieder etwas auf einer Gaming Seite posten, aber so langsam muß ich mir doch mal Luft machen, besonders nachdem ein paar Seiten zuvor in diesem Thread jemand meinte, die eigentlichen Verbrecher seien die, die sich ein Spiel teilen.

Ich bin also ein Betrüger, nur weil ich eine Ehefrau bin?!
Den Spieleschmieden nach zu urteilen anscheinend ja schon, besten Dank auch!

Ich finde dieses Vorgehen gegen den Gebrauchtmarkt unerhört, aus zwei Gründen.

Erstens gab es für Publisher niemals mehr Gelegenheit als jetzt, auch an Gebrauchtspielen zu verdienen, denn fast jedes Spiel kommt heutzutage mit kostenpflichtigem Download Content daher, den man nicht weitergeben kann. Wer gebraucht kauft muß trotzdem dutzende von Euro auf den Tisch legen, um ein komplettes Spiel mit allen Missionen zu haben. So mancher Gebrauchtkäufer wird sogar eher bereit sein das gesparte Geld so zu investieren. Ich jedenfalls tue das.

Und zweitens werden Geschwister, Ehepartner und andere nahe Familienangehörige gleich mit diskriminiert!
Wo ich herkomme war es immer völlig normal, daß z.B. jüngere Geschwister zusammenschmeißen, um sich ein teures Spiel(zeug) zu kaufen, oder daß einer das eine und der andere das andere kauft und man sich dann abwechselt, weil man eh nur eine Konsole hat.
Es war mir nicht bewußt, daß ich zwar einen eigenen Account auf unserer PS3 haben darf aber auf keinen Fall die gleichen Spiele spielen darf wie mein Mann!

Mal ein Beispiel, auch wenn es kein THQ sondern ein Sony Titel ist:
In unserem Haushalt gibt es zwei Konsolen und drei Spieler - meinen Mann, meinen Bruder und mich.
Als White Knight Chronicles erschien haben wir das Spiel zweimal gekauft, brandneu natürlich weil wir es gleich spielen wollten.
Mein Mann und ich wechseln uns ab beim Spielen, und wenn mein Bruder seins nicht braucht können wir gleichzeitig online gehen und zusammen questen.
Wir haben sogar darüber nachgedacht ein gebrauchtes drittes Exemplar des Spiels anzuschaffen und eine weitere Konsole zu leihen, um alle gleichzeitig spielen zu können. Warum gebraucht? Weil wir inklusive DLC schon 100+ Euro für unser eines Spiel ausgegeben haben. Nur um vielleicht einmal im Monat zu dritt spielen zu können geb ich doch nicht nochmal 60-70 Euro aus! (UK Import geht bei Sony Exclusives meist ja auch nicht mehr, weil sie dann mit deutschem DLC nicht kompatibel sind. Und Saturn hat nunmal nicht immer 20% Discount Aktionen!) Außerdem kann man bei vielen anderen Spielen wie z.B. Little Big Planet, Modnation Racers oder Resistance2 mit nur einem Spiel zusammen online spielen, da geb ich für eine Zweitkopie eines Spiels, das diese Funktion nicht hat, erst recht nicht doppelt Vollpreis aus.

So. Nun haben wir uns ein Bein abgefreut auf White Knight Chronicles 2. Bis die Meldung kam, daß es in Japan mit Onlinepass erschienen ist.
Ich soll jetzt also zusätzlich bezahlen, damit ich ein Spiel, das wir brandneu kaufen, mit meinem Mann abwechselnd spielen kann? Nur weil dieser Onlinepass nur für einen Account gültig ist? Als ob!
Das Ende vom Lied ist, daß wir es wahrscheinlich überhaupt nicht kaufen werden bis es in der Wühlkiste liegt, damit wir den zusätzlichen Betrag für den Onlinepass wieder raus haben.
Danke daß ich extra zahlen muß um ein Spiel, das zur Hälfte mir gehört, mit meinen eigenen Freunden online spielen zu dürfen.

Wohin führt diese ganze Gängelung seitens der Publisher?
Zumindest in unserem Fall zu derbem Umsatzverlust für sie. Früher haben wir 3-6 PS3 und PSP Spiele im Monat gekauft. Es war unser liebstes und fast einziges Hobby. Das Groß der Spiele war immer neu, ab und zu mal ein gebrauchtes oder eins aus einem Sonderverkauf.
Inzwischen kaufen wir höchstens noch eins im Monat, weil wir einfach keinen Bock haben auf abchecken ob auf UK deutsche Sprache vorhanden ist, abchecken ob UK-Version kompatibel ist mit deutschem DLC, Kundenkonto bei xyz machen um online spielen zu dürfen, prüfen ob man extra zahlen muß für 2 Personen etc pp. Kein Bock!
Mein Geld fließt inzwischen hauptsächlich in Handarbeitskram, nach über 14 Jahren Videospielen. 2010 kaufe ich mir nur noch Atelier Rorona und LBP2, vorausgesetzt es hat keinen Online Pass. Mein Mann kauft lieber Filme und beschränkt sich auf die wenigen Titel bei denen er weiß, daß er dabei nicht ans Bein gepißt wird. Gut gemacht, Publisher!
Ehefrauen zurück an den Herd, ihr dürft nicht mitspielen. Pfui.
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RoKKei
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Re: THQ - Gebrauchtspiel-Stellungnahme

Beitrag von RoKKei »

H3nry hat geschrieben:Die Publisher/Entwickler verdienen doch bereits beim Erstkauf des Spiels, warum sollen die beim Verkauf eines gebrauchten Spiels dann nochmal dran verdienen? Sicher, die Rechnung ist toll: eine Spiel-DVD, 1 Neukauf, 2 mal weiter verkauft = 3fach Gewinn.. Und das für ein und das selbe Spiel!

Nahezu brillante Rechnung, die wissen wie es geht ^^

MfG
Du hast das nicht ganz verstanden... Es geht darum dass sie durch den Gebrauchtkäufer einen potenziellen Kunden verlieren der eben nicht eine neue Version kauft und somit den Publisher nicht bezahlt...
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Brakiri
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Beitrag von Brakiri »

@Der Autovergleich hinkt

Er hinkt im dem Sinne nicht, dass wie einige hier schon sagten, Software ebenfalls altert. Physisch(Medien), aber viel wichtiger technisch, inhaltlich und spielmechanisch.

Je weiter die Zeit fortschreitet, desto mehr bekomme ich den Spielspass durch folgende Dinge gedrückt:

- grafischer und soundtechnischer Fortschritt (Standard-Gewöhnung)

- spielmechanischer/inhaltlicher Fortschritt, wie etwas Features die dieser Art Spiel vor 10 Jahren noch nicht bekannt waren/eingesetzt wurden/technisch möglich waren, auf die man heute nicht mehr verzichten möchte. Beispiel hier: Komplette Sprachausgabe bei Dialogen.

- Kompatibilitätsprobleme: Immer mehr alte Spiele laufen nicht auf modernen Betriebssystemen, so das ich auf DosBox, VMWare, Zweitrechner o.ä. ausweichen muss, was ein teilweise gehöriger Mehraufwand sein kann.

- Medienalterung: CDs und magnetische Medien sind einem Alterungsprozess unterworfen. Es muss also hier ein Backup stattfinden um das Gut zu erhalten. Dies wird durch medienseitige Kopierschutzsysteme erschwert, was wiederum Mehraufwand im Sinne von speziellen Programmen/Laufwerken nötig macht. Lagerung von Images auf Festplatten ist ebenfalls keine sichere Sache.

Man sieht also, der Vergleich ist durchaus legitim, den die wirklich wichtigen Punkte sind folgende:

- einmal verkauft, ist das Spiel (Verzicht auf Kopie voraussgesetzt) nur vom Besitzer nutzbar. Es gibt also je nur einen Benutzer gleichzeitig(Mal von Mitbenutzern des PCs abgesehen).

- Beim Verkauf eines gebrauchten Spieles gab es vorher mindestens einmal einen Käufer beim Hersteller. Bei Kopien ist dies nicht der Fall.

Daher ist der Vergleich der Publisher von Kopien und gebrauchten Spielen faktisch falsch und darüber hinaus die Ausweitung der "Verbrecher" von Urheberrechtsverletzern auf Gebrauchspielekäufer eine bodenlose Frechheit.
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Lord Lanze hat geschrieben:Ach ja, ich leihe mir regelmässig Spiele in der Videothek aus und spiele diese durch. Bin ich jetzt auch deswegen ein schlechter Mensch?....
Lass es mich so sagen: Für die Publisher bist Du so ziemlich Dein Avatar. ;)
Zusammen mit dem Gebrauchtmarkt werden übrigens auch die Videotheken gleich mit ausgeklammert.
Spiele mit Accountbindung kannst Du eh nicht verleihen.

Natürlich bist Du schlecht, weil Du halt nicht dem Publisher Dein Geld zum Spielen gibst, sondern der Videothek. Ich bezweifle, dass die Videotheken Gebühren an die Publisher zahlen, wenn Du ein Spiel leihst.

Du könntest jetzt sagen "Aber warum, vielleicht wird mein Interesse ja geweckt und ich kaufe mir das Spiel!".
Ja, und? Diese Ausrede nutzen die Kopierer bereits und in den Augen der Publisher bist Du mit denen gleichzusetzen.
Ob Du jetzt Deinen ISP bezahlst, einen Rapidshare Premium Account hast oder einer Videothek Geld gibst: Solange Du dem Publisher nicht direkt Geld in die Hand drückst, bist Du Dreck!

PS: Ich sage immer Publisher, weil die meist diejenigen sind, die was sagen und die meist auch das Risiko tragen und das Geld investieren.
Das bedeutet aber nicht, dass Entwickler das nicht auch so sehen. Auf jeden Entwickler, der einfach nur Spiele machen und Leute begeistern will kommen zehn, die von ihrem Publisher abhängig sind und deswegen die gleiche Meinung vertreten. Vergleiche hier auch diverse Musiker, die brav alles nachplappern, was die Presseabteilung ihres Studios raushaut.

PPS: Ich kann den Gedankengang der Beteiligten durchaus verstehen! Jemand spielt, ohne denen Geld gegeben zu haben.
Aber zum einen mach der Ton die Musik und seine potentiellen Kunden für Betrüger zu halten geht selten gut.
Zum Anderen gehe ich konform mit denen, die seit längerem fordern, dass man auf seine Kunden zugehen soll, wenn man sie denn als solche gewinnen oder halten will.
Also ein gutes Spiel anbieten, statt Energie auf das Drumherum zu verschwenden.

PPPS: Es gab mal einen Entwickler/Publisher, der sich ziemlich genau das auf die Fahne geschrieben hat und damit gut fuhr. Aber wie was das noch gleich, Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut? Sucht doch einfach mal nach Stardock und Elementals. Da fangen die inzwischen auch an, ihre Kunden zu beschimpfen.
Heruwath
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Beitrag von Heruwath »

Ich will nicht lange diskutieren und meine Meinung habe ich oft geäußert.

Ich poste einfach mal nur einen Link: www.zavvi.com
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Auf-den-Punkt
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Beitrag von Auf-den-Punkt »

Sir Richfield hat geschrieben:
Lord Lanze hat geschrieben:Ach ja, ich leihe mir regelmässig Spiele in der Videothek aus und spiele diese durch. Bin ich jetzt auch deswegen ein schlechter Mensch?....
Lass es mich so sagen: Für die Publisher bist Du so ziemlich Dein Avatar. ;)
Zusammen mit dem Gebrauchtmarkt werden übrigens auch die Videotheken gleich mit ausgeklammert.
Spiele mit Accountbindung kannst Du eh nicht verleihen.

Natürlich bist Du schlecht, weil Du halt nicht dem Publisher Dein Geld zum Spielen gibst, sondern der Videothek. Ich bezweifle, dass die Videotheken Gebühren an die Publisher zahlen, wenn Du ein Spiel leihst.

Das ist nicht ganz richtig, VTs kaufen Verleihexemplare vom Publisher.
Die kosten einiges mehr als Handelsübliche Spiele.
Das ist die Verleihlizenz inbegriffen.
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HanFred
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Beitrag von HanFred »

Auf-den-Punkt hat geschrieben:Das ist nicht ganz richtig, VTs kaufen Verleihexemplare vom Publisher.
Die kosten einiges mehr als Handelsübliche Spiele.
Das ist die Verleihlizenz inbegriffen.
so ist es bei videos, aber gibt es überhaupt verleihexemplare von videospielen? ich bezweifle es.
Zuletzt geändert von HanFred am 26.08.2010 11:38, insgesamt 1-mal geändert.
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xXxVenomxXx
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Re: THQ - Gebrauchtspiel-Stellungnahme

Beitrag von xXxVenomxXx »

RoKKei hat geschrieben:
H3nry hat geschrieben:Die Publisher/Entwickler verdienen doch bereits beim Erstkauf des Spiels, warum sollen die beim Verkauf eines gebrauchten Spiels dann nochmal dran verdienen? Sicher, die Rechnung ist toll: eine Spiel-DVD, 1 Neukauf, 2 mal weiter verkauft = 3fach Gewinn.. Und das für ein und das selbe Spiel!

Nahezu brillante Rechnung, die wissen wie es geht ^^

MfG
Du hast das nicht ganz verstanden... Es geht darum dass sie durch den Gebrauchtkäufer einen potenziellen Kunden verlieren der eben nicht eine neue Version kauft und somit den Publisher nicht bezahlt...
Und ?

Wenn die Publisher nicht in Geld schwimmen würden würde ich es ja noch verstehen! Aber gerade dieser Cory Leadsma sollte mal ganz ruhig sein. er hat nämlich nur Müll produziert.SVR hat er im wahrsten Sinne des Wortes zerstört.....

Aber es ist auch irgendwie witzig und gleich sinnlos sich drüber zu streiten ob Gebrauchtspiele verboten werden sollten oder nicht , da es sowas schon immer gab und auch immer geben wird ! Und nur weil ein Clown der wahrscheinlich nicht mehr alle latten auf dem zaun hat sich nun beschwert wird es nicht anders werden....

so ist es bei videos, aber gibt es überhaupt verleihexemplare von videospielen? ich bezweifle es.
ja da steht dann auch daruf nur für die vermietung bestimmt!
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PunkZERO
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Beitrag von PunkZERO »

Sir Richfield hat geschrieben:Meiner Treu - wenn man die Energie nutzen könnte, mit der Politiker und Firmen zurückrudern, wir könnten auf Kohle und Atomstrom verzichten...
You just made my day....ich komm ausm Lachen nicht mehr raus......qft
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Auf-den-Punkt
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Beitrag von Auf-den-Punkt »

HanFred hat geschrieben:
Auf-den-Punkt hat geschrieben:Das ist nicht ganz richtig, VTs kaufen Verleihexemplare vom Publisher.
Die kosten einiges mehr als Handelsübliche Spiele.
Das ist die Verleihlizenz inbegriffen.
so ist es bei videos, aber gibt es überhaupt verleihexemplare von videospielen? ich bezweifle es.
Ich habe mir schon lange keine Spiele mehr ausgeliehen, damals zur PSX Zeiten gab es noch Verleihexemplare.
Heutzutage wird das vielleicht direkt mit dem Publisher abgerechnet, kann mir nicht vorstellen das es in so einem Paragraphenland wie Deutschland, ohne geht.
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HanFred
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Re: THQ - Gebrauchtspiel-Stellungnahme

Beitrag von HanFred »

xXxVenomxXx hat geschrieben: ja da steht dann auch daruf nur für die vermietung bestimmt!
wirklich? ich kenne das echt nur von videos.
und ich habe gehört (ja, ich weiss es nicht), dass spiele nur mittels einem trick (try&buy) verliehen würden, weil der kommerzielle verleih normaler versionen schon immer verboten war.
Heruwath
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Beitrag von Heruwath »

eph hat geschrieben:Eigentlich wollte ich nie wieder etwas auf einer Gaming Seite posten, aber so langsam muß ich mir doch mal Luft machen, besonders nachdem ein paar Seiten zuvor in diesem Thread jemand meinte, die eigentlichen Verbrecher seien die, die sich ein Spiel teilen.

Ich bin also ein Betrüger, nur weil ich eine Ehefrau bin?!
Den Spieleschmieden nach zu urteilen anscheinend ja schon, besten Dank auch!

Ich finde dieses Vorgehen gegen den Gebrauchtmarkt unerhört, aus zwei Gründen.

Erstens gab es für Publisher niemals mehr Gelegenheit als jetzt, auch an Gebrauchtspielen zu verdienen, denn fast jedes Spiel kommt heutzutage mit kostenpflichtigem Download Content daher, den man nicht weitergeben kann. Wer gebraucht kauft muß trotzdem dutzende von Euro auf den Tisch legen, um ein komplettes Spiel mit allen Missionen zu haben. So mancher Gebrauchtkäufer wird sogar eher bereit sein das gesparte Geld so zu investieren. Ich jedenfalls tue das.

Und zweitens werden Geschwister, Ehepartner und andere nahe Familienangehörige gleich mit diskriminiert!
Wo ich herkomme war es immer völlig normal, daß z.B. jüngere Geschwister zusammenschmeißen, um sich ein teures Spiel(zeug) zu kaufen, oder daß einer das eine und der andere das andere kauft und man sich dann abwechselt, weil man eh nur eine Konsole hat.
Es war mir nicht bewußt, daß ich zwar einen eigenen Account auf unserer PS3 haben darf aber auf keinen Fall die gleichen Spiele spielen darf wie mein Mann!

Mal ein Beispiel, auch wenn es kein THQ sondern ein Sony Titel ist:
In unserem Haushalt gibt es zwei Konsolen und drei Spieler - meinen Mann, meinen Bruder und mich.
Als White Knight Chronicles erschien haben wir das Spiel zweimal gekauft, brandneu natürlich weil wir es gleich spielen wollten.
Mein Mann und ich wechseln uns ab beim Spielen, und wenn mein Bruder seins nicht braucht können wir gleichzeitig online gehen und zusammen questen.
Wir haben sogar darüber nachgedacht ein gebrauchtes drittes Exemplar des Spiels anzuschaffen und eine weitere Konsole zu leihen, um alle gleichzeitig spielen zu können. Warum gebraucht? Weil wir inklusive DLC schon 100+ Euro für unser eines Spiel ausgegeben haben. Nur um vielleicht einmal im Monat zu dritt spielen zu können geb ich doch nicht nochmal 60-70 Euro aus! (UK Import geht bei Sony Exclusives meist ja auch nicht mehr, weil sie dann mit deutschem DLC nicht kompatibel sind. Und Saturn hat nunmal nicht immer 20% Discount Aktionen!) Außerdem kann man bei vielen anderen Spielen wie z.B. Little Big Planet, Modnation Racers oder Resistance2 mit nur einem Spiel zusammen online spielen, da geb ich für eine Zweitkopie eines Spiels, das diese Funktion nicht hat, erst recht nicht doppelt Vollpreis aus.

So. Nun haben wir uns ein Bein abgefreut auf White Knight Chronicles 2. Bis die Meldung kam, daß es in Japan mit Onlinepass erschienen ist.
Ich soll jetzt also zusätzlich bezahlen, damit ich ein Spiel, das wir brandneu kaufen, mit meinem Mann abwechselnd spielen kann? Nur weil dieser Onlinepass nur für einen Account gültig ist? Als ob!
Das Ende vom Lied ist, daß wir es wahrscheinlich überhaupt nicht kaufen werden bis es in der Wühlkiste liegt, damit wir den zusätzlichen Betrag für den Onlinepass wieder raus haben.
Danke daß ich extra zahlen muß um ein Spiel, das zur Hälfte mir gehört, mit meinen eigenen Freunden online spielen zu dürfen.

Wohin führt diese ganze Gängelung seitens der Publisher?
Zumindest in unserem Fall zu derbem Umsatzverlust für sie. Früher haben wir 3-6 PS3 und PSP Spiele im Monat gekauft. Es war unser liebstes und fast einziges Hobby. Das Groß der Spiele war immer neu, ab und zu mal ein gebrauchtes oder eins aus einem Sonderverkauf.
Inzwischen kaufen wir höchstens noch eins im Monat, weil wir einfach keinen Bock haben auf abchecken ob auf UK deutsche Sprache vorhanden ist, abchecken ob UK-Version kompatibel ist mit deutschem DLC, Kundenkonto bei xyz machen um online spielen zu dürfen, prüfen ob man extra zahlen muß für 2 Personen etc pp. Kein Bock!
Mein Geld fließt inzwischen hauptsächlich in Handarbeitskram, nach über 14 Jahren Videospielen. 2010 kaufe ich mir nur noch Atelier Rorona und LBP2, vorausgesetzt es hat keinen Online Pass. Mein Mann kauft lieber Filme und beschränkt sich auf die wenigen Titel bei denen er weiß, daß er dabei nicht ans Bein gepißt wird. Gut gemacht, Publisher!
Ehefrauen zurück an den Herd, ihr dürft nicht mitspielen. Pfui.
Leider traurig, aber nicht ganz ungerecht. Du besitzt ziemlich viele Wünsche

- deutsche sprache
- dlc kompatibel
- online funktion
- features, welche in andere spielen enthalten sind
- kein Bock auf Informationssuche

Es mag vielleicht etwas hart klingen, aber genau dies Wünsche machen das Spiel für dich persönlich so teuer. Wer mit English zufrieden ist, der spart. Wer auf dlc verzichten kann, der spart. Und wenn man mit zwei Leuten bestimmten DLC spielen will, dann muss man dafür bezahlen. Die Konditionen sind bekannt. Im Internet kann man sich ganz genau darüber informieren welche features ein Spiel hat und welche Funktionen es unterstütz. Man kann nicht erwarten, dass alle Produkte den gleichen hohen Service bieten. Darüberhinaus bin ich der Meinung, wer für sein Hobby Zeit investiert um sich Informationen zu beschaffen der ist im Vorteil. Wer keine Lust darauf hat kann nicht verlangen diesen Vorteil trotzdem zu kriegen.

Ein Spiel wird vom Publisher mit bestimmtem Umfang angeboten. Wenn du das Spiel unbedingt haben willst, dann musst du die Konditionen akzeptieren, du kannst nicht erwarten, dass der Publisher deinen Wünschen nachkommt. Man kann nicht das beste aus beiden Welten haben. Spielen zu wollen und gleichzeitig verlangen unter welchen Bedingungen das ganze passieren soll.

Tut mir leid, wenn ich dir etwas zu nah getreten bin, aber das Leben ist nun mal nicht einfach und Publisher nicht fair oder lieb. Man darf nicht vergessen, dass nicht nur der Publisher sein Spiel verkaufen will, sondern der Kunde ein Spiel spielen will.



@Brakiri:
Der von dir beschriebene Alterungsprozess tritt nur unter bestimmten Bedingungen auf.

Der Spielspass wird nur durch den grafischen und soundtechnischen Fortschritt beeinflusst, wenn der Spieler Wert drauf legt. Genauso verhält es sich mit dem spielmechanischer/inhaltlichem Fortschritt. Wenn du nicht drauf verszichten möchtest, dann ja. Ein Sprachausgabe bei Dialogen steigert den Spielspass. Der Standard bleibt für mich aber der gleiche -> keine Sprachausgabe. Kompatibilitätsprobleme tretten nur auf, wenn der Spieler dieser durch Erwerb von neuer Technologie hervoruft. CDs altern nicht so lange man diese nicht nutzt. Denn sie sind kein magnetischen Medien sondern optische. Ein Auto altert allerdings auch wenn man es nicht nutzt.

Die selben Effekte tretten auch bei jedem anderen Produkt auf, wenn man es hervorruft. Ein Transrapid läßt alle Schienenfahrzeuge veralten, aber so lange er nicht gebaut ist tritt diese Effekt nicht ein. Eine Ökoplakette läßt alle Fahrzeuge ohne Kat veralten, ohne diese tritt der Effekt nicht ein.

Wenn man allerdings diese ganzen beinflussbaren Wertverluste herausnimmt, dann altert ein Spiel (Daten) nicht. Ein Auto allerdings schon
Baralin
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Beitrag von Baralin »

Ich kaufe gebrauchte Spiele, und THQ kann NICHTS tun, um mich daran zu hindern :-p