Boesor hat geschrieben:
Gut, es machte nämlich den Anschein und da ist es doch schön, dass du nochmal richtig stellst das die Taliban keine legitimen Freiheitskämpfer sind.
Pick dir nicht immer die Rosinen aus dem Kuchen!
ich hole mir das aus deinen Aussagen raus was zu meiner Frage passt.
Man liest so selten klare Aussagen und diese war mir eben wichtig.
Mitunter sorgt nämlich unglücklicherweise der "Hass" auf die USA für eine unterschwelige Sympathie zu den Taliban.
Ach naja ich hab nichts gegen die USA. Ich finde die USA ist ein recht schickes und interessantes Land. Allerdings muss ich zugeben das ich mit so manch politischer Entscheidung der letzen Jahre nicht ganz so zufrieden bin.
Und ich sage auch das ICH der Meinung bin das 9.11. nur ein lange herbeigsehnter Grund war einen Konflikt zu beginnen. Aber meine Meinung muss ja nicht eure Meinung sein.
Dann teile mir bitte deine Aufassung mit. Was glaubst du warum die USA wirklich in Afghanistan einmaschiert sind? Würde mich mal brennend interessieren.
Dann teile mir bitte deine Aufassung mit. Was glaubst du warum die USA wirklich in Afghanistan einmaschiert sind? Würde mich mal brennend interessieren.
Als Reaktion.
Bush musste liefern, Bin Laden bekannte sich zu dem Anschlag, er war in Afghanistan, die wollten ihn nicht rausrücken...
ich denke, es ging weder um eine Machtfrage oder um Ressourcen, es ging schlicht darum, dass die USa sich das nicht bieten lassen wollten, salopp ausgedrückt.
Das dann sozusagen als nebenprodukt noch das menschenverachtende system der Taliban weggefegt wurde (jedenfalls als Regierung) wurde natürlich billigend in kauf genommen.
Dann teile mir bitte deine Aufassung mit. Was glaubst du warum die USA wirklich in Afghanistan einmaschiert sind? Würde mich mal brennend interessieren.
Du hast es doch schon vorweggenommen:
9/11, dass weiß aber auch jeder. Worum es bei einer ernsthaften Debatte gehen sollte, ist eher ob das sinnvoll war (meine Meinung: Nein). Bitte keine abstrusen Gründe aus dem Hut zaubern.
Amerika wurde aus der Sicht der Bush-Administration angegriffen, die Taliban beherbergten diese Angreifer, daher waren sie der Feind der bekämpft werden konnte. Uralte konservative Falken-Logik, aber eben aus dieser dann auch leicht erklärbar. Zudem ließen sich dadurch praktisch die innenpolitischen Probleme von Bush lösen, dessen Umfragewerte bis 9/11 ja mehr als dürftig waren.
Zuletzt geändert von Wulgaru am 26.08.2010 09:56, insgesamt 1-mal geändert.
Dann teile mir bitte deine Aufassung mit. Was glaubst du warum die USA wirklich in Afghanistan einmaschiert sind? Würde mich mal brennend interessieren.
Als Reaktion.
Bush musste liefern, Bin Laden bekannte sich zu dem Anschlag, er war in Afghanistan, die wollten ihn nicht rausrücken...
ich denke, es ging weder um eine Machtfrage oder um Ressourcen, es ging schlicht darum, dass die USa sich das nicht bieten lassen wollten, salopp ausgedrückt.
Das dann sozusagen als nebenprodukt noch das menschenverachtende system der Taliban weggefegt wurde (jedenfalls als Regierung) wurde natürlich billigend in kauf genommen.
Wie gesagt...in meinen Augen war der Anschlag vom 11.09. ein gefundenes Fressen für Bush endlich in Afghanistan losschlagen zu können.
Der viel entscheidendere Denkansatz ist doch: kann man denn im Krieg überhaupt Partei ergreifen für eine der Kriegstreibenden Seiten?
Letztendlich sollen wir ja für die "guten" NATO-Kräfte sein, die ja Frieden, Demokratie, Stabilität usw bringen... Das ist die Darstellung in unseren Medien...
Auf dem Papier sieht es aber so aus: Die USA invaiseren ein Land und bekämpfen eine von ihnen deklarierte Terror macht, welche von ihnen jedoch ursprünglich mitfinanziert wurde. Verschwörungstheoretiker könnten auf die Idee kommen, dass die USA sich nur ihren eigenen Grund gebastelt haben, um einzufallen...
Das ist aber eine andere Sache. Nichtsdestoweniger sind die USA ein Aggressor... Das macht die Gegenseite nicht viel besser, wobei nach deren Propaganda die USA der große böse einfallende Feind ist... letzten Endes kann keiner der beiden Parteien in irgend einer Form jegliches Recht zu den ergriffenen Handlungen zugesprochen werden denn in jeder Hinsicht sprechen sich hier kriegstreibende Politiker das Recht zu, über Leben und Tod von unzähligen Menschen, die sie noch niemals gesehen haben oder sehen werden, zu entscheiden.
Es wird heroisiert wie Menschen fortgeschickt werden um in einem fremden Land für Leid, Tod und Zerstörung zu sorgen und durch ihre Gewalt Gegengewalt auszulösen... Dabei ist niemand weniger Schuld als der andere. Aber wir tun es ja für unser Land, unseren Gott oder meinetwegen für unser Meerschweinchen...
Nein, hier gibt es keine Rechtfertigung...
Dass eben auch am Ende Computerspiele Teil dieser Propagandaschlacht werden (Hallo America's Army!) ist nicht sonderlich überraschend...
Just my two cents...
Nachtrag zu der Frage, warum die USA einmarschiert sind:
Also 9/11 kam zu einem dermaßen günstigen Zeitpunkt für die Bush-Regierung, dass ich nicht wirklich an einen terroristischen Anschlag glaube... eine gerissene Inszenierung liegt da einfach zu erschreckend nahe...
Zuletzt geändert von DoktorAxt am 26.08.2010 09:59, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn es doch nur darum ging die Männer der AlKaida zu erwischen warum griff man dann nicht auch die anderen Staaten an in denen die AlKaida sich seid Jahren bewegt und ihre "Kämpfer" ausbildet? Warum grade Afghanistan?
DoktorAxt hat geschrieben:Der viel entscheidendere Denkansatz ist doch: kann man denn im Krieg überhaupt Partei ergreifen für eine der Kriegstreibenden Seiten?
Letztendlich sollen wir ja für die "guten" NATO-Kräfte sein, die ja Frieden, Demokratie, Stabilität usw bringen... Das ist die Darstellung in unseren Medien...
Auf dem Papier sieht es aber so aus: Die USA invaiseren ein Land und bekämpfen eine von ihnen deklarierte Terror macht, welche von ihnen jedoch ursprünglich mitfinanziert wurde. Verschwörungstheoretiker könnten auf die Idee kommen, dass die USA sich nur ihren eigenen Grund gebastelt haben, um einzufallen...
Das ist aber eine andere Sache. Nichtsdestoweniger sind die USA ein Aggressor... Das macht die Gegenseite nicht viel besser, wobei nach deren Propaganda die USA der große böse einfallende Feind ist... letzten Endes kann keiner der beiden Parteien in irgend einer Form jegliches Recht zu den ergriffenen Handlungen zugesprochen werden denn in jeder Hinsicht sprechen sich hier kriegstreibende Politiker das Recht zu, über Leben und Tod von unzähligen Menschen, die sie noch niemals gesehen haben oder sehen werden, zu entscheiden.
Es wird heroisiert wie Menschen fortgeschickt werden um in einem fremden Land für Leid, Tod und Zerstörung zu sorgen und durch ihre Gewalt Gegengewalt auszulösen... Dabei ist niemand weniger Schuld als der andere. Aber wir tun es ja für unser Land, unseren Gott oder meinetwegen für unser Meerschweinchen...
Nein, hier gibt es keine Rechtfertigung...
Dass eben auch am Ende Computerspiele Teil dieser Propagandaschlacht werden (Hallo America's Army!) ist nicht sonderlich überraschend...
Just my two cents...
So sehe ich das auch.
Wer teilt uns das recht zu zu behapten wer gut und wer böse ist? Niemand...
Pitti P. hat geschrieben:Wenn es doch nur darum ging die Männer der AlKaida zu erwischen warum griff man dann nicht auch die anderen Staaten an in denen die AlKaida sich seid Jahren bewegt und ihre "Kämpfer" ausbildet? Warum grade Afghanistan?
Weil man den Einsatz verkaufen musste. Die restliche Nato hätte doch niemals mitgemacht, wenn man mehrere Länder mit Krieg überzogen hätte. Afghanistan ist als einzelnes Land (mit Laden als personifiziertes Ziel) im erste Moment überschaubar, der Krieg schien zunächst leicht zu gewinnen, es waren schnell Erfolgserlebnisse da. Das niemand eine langfristige Strategie hatte und viele Probleme nicht bedacht wurden, ist meiner Meinung nach ein Aspekt der Falken-Logik.
Pitti P. hat geschrieben:Wenn es doch nur darum ging die Männer der AlKaida zu erwischen warum griff man dann nicht auch die anderen Staaten an in denen die AlKaida sich seid Jahren bewegt und ihre "Kämpfer" ausbildet? Warum grade Afghanistan?
Es ging nicht darum "die Männer" zu erwischen, es ging darum "den" Mann zu erwischen.
Pitti P. hat geschrieben:Wenn es doch nur darum ging die Männer der AlKaida zu erwischen warum griff man dann nicht auch die anderen Staaten an in denen die AlKaida sich seid Jahren bewegt und ihre "Kämpfer" ausbildet? Warum grade Afghanistan?
Es ging nicht darum "die Männer" zu erwischen, es ging darum "den" Mann zu erwischen.
Ja das weiss ich selber alles das es so dargestellt wurde.
Aber mal ernsthaft...welcher auch nur bischen logisch denkende mensch hat den echt geglaubt das die USA in diesem Land und auf diesem Terrain "DEN" mann jemals findet und ihn auch dingfest macht???
@wulgaru
Du sagst es ja selber. Es ging darum den leuten den Krieg zu "verkaufen".
Pitti P. hat geschrieben:
Ja das weiss ich selber alles das es so dargestellt wurde.
Aber mal ernsthaft...welcher auch nur bischen logisch denkende mensch hat den echt geglaubt das die USA in diesem Land und auf diesem Terrain "DEN" mann jemals findet und ihn auch dingfest macht???
Offenbar stand man ja mindestens einmal kurz davor, aber abgesehen davon, der Versuch alleine ist doch schon ausreichend genug in den Augen vieler Bürger (und damit Wähler)
Pitti P. hat geschrieben:
Ja das weiss ich selber alles das es so dargestellt wurde.
Aber mal ernsthaft...welcher auch nur bischen logisch denkende mensch hat den echt geglaubt das die USA in diesem Land und auf diesem Terrain "DEN" mann jemals findet und ihn auch dingfest macht???
Offenbar stand man ja mindestens einmal kurz davor, aber abgesehen davon, der Versuch alleine ist doch schon ausreichend genug in den Augen vieler Bürger (und damit Wähler)
Wie gesagt...es dient alles nur dazu den Leuten den Krieg zu "verkaufen" damit sie ja still halten und mitmachen.
Das zeigt aber keinem welche Gründe nun dahinter stecken.
Auserdem wer sagt das sie ihn fast hatten? Die USA?
Im 2. Weltkrieg hat man dem deutschen Volk zu Hause auch erzählt das Stalingrad kurz vor der Eroberung stände und der Wehrmacht bald der Endsieg sicher wäre.
Also auf solche Aussagen gebe ich einen Furz...
Zuletzt geändert von kein nerd am 26.08.2010 10:14, insgesamt 1-mal geändert.
Pitti P. hat geschrieben:
@wulgaru
Du sagst es ja selber. Es ging darum den leuten den Krieg zu "verkaufen".
Ja, aber das ist jetzt nicht der große geheime Kriegsgrund der um die Ecke lauert, es geht in jedem Krieg darum den Kriegsgrund entweder den Verbündeten oder dem eigenen Volk zu "verkaufen". Das ist noch kein Indikator ob die Gründe "sinnvoll" oder überhaupt logisch sind. Auch WK1+2 mussten der US-Bevölkerung erst einmal schmackhaft gemacht werden. Im Falle von Afghanistan war es ja sogar eher simpel:
Volk=Rache, Regierung: Falken-Logik, innenpolitische Probleme, Nato: Bündnisfall + 9/11 Solidarität.