Medal of Honor - Kritik von der Bundeswehr und aus England
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- No Cars Go
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In dem Zusammenhang könnte man sich auch die Frage stellen, weshalb man in keinem WW-II-Shooter eine Kampagne vorfindet, in der man in vereinzelten Schlachten das Dritte Reich zum Sieg führen darf. Und genug Siege hatten die zunächst ja leider.
Nicht, dass ich solch eine Kampagne begrüßen würde. Aber reden wir hier nicht in jedem Fall von Pixelblut, das vergossen wird? Und wenn es "ethischer" sei(n soll), das Pixelblut eines Reichswehrsoldaten oder Talibanpartisanen zu vergießen als das eines Soldaten der U. S. Army - wieso ist das dann so?
Läuft der Videospielende Gefahr, dass "böse" Ideologie auf ihn abfärbt, wenn er einen Taliban spielt? Natürlich hätte das einen zynischen Charakter - aber den hat ausnahmslos jedes Spiel, in dem es ums Morden geht. Imgrunde selbst bei einem Super Mario, der einem Goomba auf den Kopf hüpft.
In jedem Fall ist für mich unerheblich, ob videospielerisch ein Krieg nachgezeichnet wird, der aktuell geführt wird oder bereits vor 65 Jahren beendet wurde.
Nicht, dass ich solch eine Kampagne begrüßen würde. Aber reden wir hier nicht in jedem Fall von Pixelblut, das vergossen wird? Und wenn es "ethischer" sei(n soll), das Pixelblut eines Reichswehrsoldaten oder Talibanpartisanen zu vergießen als das eines Soldaten der U. S. Army - wieso ist das dann so?
Läuft der Videospielende Gefahr, dass "böse" Ideologie auf ihn abfärbt, wenn er einen Taliban spielt? Natürlich hätte das einen zynischen Charakter - aber den hat ausnahmslos jedes Spiel, in dem es ums Morden geht. Imgrunde selbst bei einem Super Mario, der einem Goomba auf den Kopf hüpft.
In jedem Fall ist für mich unerheblich, ob videospielerisch ein Krieg nachgezeichnet wird, der aktuell geführt wird oder bereits vor 65 Jahren beendet wurde.
Zuletzt geändert von No Cars Go am 25.08.2010 12:57, insgesamt 2-mal geändert.
- Boesor
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Also auch kein grund sie zu bedauern?tamberlane hat geschrieben:Korrekt, mehr oder weniger, zumindest immer mehr als 0%.Boesor hat geschrieben:Vollkommen richtig und dennoch sind wir alle mehr oder weniger häufig dort unterwegs. Obwohl uns das Risiko bewusst ist.tamberlane hat geschrieben: wer nicht auf der Autobahn unterwegs ist, wird dort auch nicht ums Leben kommen, so einfach ist das.
Also klarer Fall von "selbst schuld" bei jedem Verkehrstoten, oder?
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Zwolch
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ich würde eher das "sich nicht selbst weiter entwickeln in kriegsführung" nachdem man sein wissen an dritte weiter gegeben hat als epic fail bezeichnen.Marcus Fenix hat geschrieben:versteh ich auch nicht, schließlich prahlt die cia ja damit. jemanden so gut auszurüsten/bilden sodass man ihn selbst nicht mehr eliminieren kann ist einfach nur epic fail.KrennMoon hat geschrieben:Das die Amerikaner aber grundlos in Afgahnistan eingefallen sind ...ne moment der grund war mitunter der 11.September den die amis selbst herbeigeführt haben...nimmt keiner ernst. und das die amerikaner jahre vorher die taliban mit ihren eignene waffen und ausbidlungen versorgt haben merkt auch keiner. hauptsache die taliban sind immer die bösen.
Dann könnte man auch sagen das wir immernoch die Nazis von damals sind und keiner nach deutschland kommen will weil wir alle hitler verehren.
EA hat schon recht damit, das man alles was mit krieg zu tun hat in Büchern, TV, Filmen usw. thematisieren darf aber in spielen wird es unterbunden...
Eine allgemeine Volksaufklärung fehlt leider gottes
Sry wenn ich mich zu weit rauslehne...aber man nicht alles tabuisieren was überall passiert...sogar die katholische kirche tabuisiert ihre eigenen vergehen wie zb Kindesmissbrauch
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ozKaOne
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Genau, denke darüber mal etwas länger nach.Boesor hat geschrieben: Wir könnten ja jetzt mal gemeinsam überlegen welchen Stellenwert Schulbildung für das (Berufs)leben besitzt, wie die Einkommensverhältnisse der Bevölkerung bezüglich der Schulbildung sind, wie es mit Arbeitslosigkeit usw. aussieht.
Auf WAS wird man in der Schule vorbereitet?
Für das Leben oder für den Arbeitsmarkt?
Bin jetzt auch raus hier, ich hoffe irgendwann wirst du erkennen das wir ALLE nur Sklaven sind und von klein auf darauf programmiert werden gehorsame Roboter(Bienen)zu sein, auch durch die Schulen aka Brainwash-Center.
Falls du glaubst ich denke mir das aus, solltest du evtl mal Bücher zum Thema zur Hand nehmen. Einer der "Think-Tanks" ist das Tavistock Institute. Vielleicht ist das ein guter Anfang.
bye bye
Ein Zom-bee
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tamberlane
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Was spielt das für eine Rolle? Werden die durch das Bedauern wieder lebendig? In diesen Fällen kann Mitleid durchaus sinnvoll sein - zur Sensibilisierung und Ursachenvermeidung. Was ja auch getan wird (Leitplanken aufstellen, Blitzanlagen vor Schulen installieren, etc.). Es wird quasi etwas dafür getan, dass solche Tragödien seltener vorkommen.Boesor hat geschrieben:Also auch kein grund sie zu bedauern?tamberlane hat geschrieben:Korrekt, mehr oder weniger, zumindest immer mehr als 0%.Boesor hat geschrieben: Vollkommen richtig und dennoch sind wir alle mehr oder weniger häufig dort unterwegs. Obwohl uns das Risiko bewusst ist.
Also klarer Fall von "selbst schuld" bei jedem Verkehrstoten, oder?
Das ist bei gefallenen Soldaten im Krieg nicht der Fall. Die Sache wird trotz oder wegen des Mitleids trotzdem weiter fortgesetzt, koste es was es wolle. Es wird sich einen Dreck drum geschert, wie man das vermeiden kann, eher sucht man Ausflüchte und meint "Die Taliban haben meinen Bruder erschossen, wie konnten diese Dämonen nur? Sie hätten sich nur ergeben müssen, aber nein, lieber schießen Sie! Diese Bösen!"
- Boesor
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- Boesor
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Hmmm, dann müssten die lehrer im brainwash Center ja quasi die handlanger des Bösen sein. Wie wirkt sich das aus?ozKaOne hat geschrieben:Genau, denke darüber mal etwas länger nach.Boesor hat geschrieben: Wir könnten ja jetzt mal gemeinsam überlegen welchen Stellenwert Schulbildung für das (Berufs)leben besitzt, wie die Einkommensverhältnisse der Bevölkerung bezüglich der Schulbildung sind, wie es mit Arbeitslosigkeit usw. aussieht.
Auf WAS wird man in der Schule vorbereitet?
Für das Leben oder für den Arbeitsmarkt?
Bin jetzt auch raus hier, ich hoffe irgendwann wirst du erkennen das wir ALLE nur Sklaven sind und von klein auf darauf programmiert werden gehorsame Roboter(Bienen)zu sein, auch durch die Schulen aka Brainwash-Center.
Falls du glaubst ich denke mir das aus, solltest du evtl mal Bücher zum Thema zur Hand nehmen. Einer der "Think-Tanks" ist das Tavistock Institute. Vielleicht ist das ein guter Anfang.
bye bye
Ein Zom-bee
ich frage nur, da ich derzeit selbst in der Ausbildung zum lehrer bin und mich natürlich optimal auf meine Aufgabe vorbereiten will.
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tamberlane
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Genau diese Frage hast du dir mit deinemNo Cars Go hat geschrieben: Nicht, dass ich solch eine Kampagne begrüßen würde. Aber reden wir hier nicht in jedem Fall von Pixelblut, das vergossen wird? Und wenn es "ethischer" sei(n soll), das Pixelblut eines Reichswehrsoldaten oder Talibanpartisanen zu vergießen als das eines Soldaten der U. S. Army - wieso ist das dann so?
selbst beantwortet.Und genug Siege hatten die zunächst ja leider.
Weil die "Gewinner" Geschichte schreiben und diktieren dürfen, was Gut und was Schlecht ist. Dass es in Wahrheit bei Kampfhandlungen keine Gewinner, sondern nur Verlierer gibt, wird aus Reputationszwecken gern verschwiegen.
- imminent666
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Sicherlich waren Kontroversen abzusehen mit der Entscheidung, Spieler auf Talibanseite spielen lassen zu können. Trotzdem handelt es sich um simples Entertainment
und wer EA ankreidet, dass es verwerflich ist, im Multiplayer als Taliban zu spielen, der sollte gleich die Finger von ALLEN Egoshootern lassen, in denen auf "Menschen" geschossen wird...
Sogenannte Doppelmoral findet augenblicklich auch in diesem Thread statt.
und wer EA ankreidet, dass es verwerflich ist, im Multiplayer als Taliban zu spielen, der sollte gleich die Finger von ALLEN Egoshootern lassen, in denen auf "Menschen" geschossen wird...
Sogenannte Doppelmoral findet augenblicklich auch in diesem Thread statt.
- Wulgaru
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Tja, für andere ist Mitleid eben keine Kosten-Nutzen-Kalkulation. Du scheinst das zumindest aus deiner Argumentation heraus sehr nüchtern und kühl zu sehen. Ich sehe das eben ein bisschen weniger kalt, dass ist glaube ich auch der Grund für diese seit einigen Seiten laufende "selber Schuld" Diskussion. Wir gehen da aus völlig unterschiedlichen Lagern heran und reden daher ein bisschen aneinander vorbei.tamberlane hat geschrieben: Was spielt das für eine Rolle? Werden die durch das Bedauern wieder lebendig? In diesen Fällen kann Mitleid durchaus sinnvoll sein - zur Sensibilisierung und Ursachenvermeidung. Was ja auch getan wird (Leitplanken aufstellen, Blitzanlagen vor Schulen installieren, etc.). Es wird quasi etwas dafür getan, dass solche Tragödien seltener vorkommen.
Das ist bei gefallenen Soldaten im Krieg nicht der Fall. Die Sache wird trotz oder wegen des Mitleids trotzdem weiter fortgesetzt, koste es was es wolle. Es wird sich einen Dreck drum geschert, wie man das vermeiden kann, eher sucht man Ausflüchte und meint "Die Taliban haben meinen Bruder erschossen, wie konnten diese Dämonen nur? Sie hätten sich nur ergeben müssen, aber nein, lieber schießen Sie! Diese Bösen!"
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Horrorhaze
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- Helllord_Alatir
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Der Aufschrei der durch die Länder zieht entbehrt jeglicher Rechtfertigung. Die Aussage: "die Taliban sind menschenverachtend und Morden" als Argument gegen die Spielbarkeit dieser Fraktion in MoH zu gebrauchen ist idiotisch.
Jeder Krieg ist inhuman und Menschenverachtend, egal ob er von Amerikanern, Taliban oder Deutschen geführt wird. Natürlich könnte man argumentieren das die Amerikaner nur auf bewaffnette schießen und die Taliban vor allem leichte, also ziviele Ziele attackieren.
Aber mal ehrlich wer wer das glaubt hat keine Ahnung.
Wenn ein Zombie Nazimodus weltweit okay ist warum dann nicht die Taliban?
Wenn ich Amerikaner in Vitnam spielen darf die Entlaubungsmittel gegen ziviele Ziele einsetzen warum nicht Taliban?
Die Amerikaner haben teilweise überschüssige Bombenlasten über neutralen Ländern abgeworfen.
Warum ist es Okay wenn die Russen immer wieder als böse Terroristen hinhalten müssen und man sie als Fraktion spielen darf?
Die gesamte Diskussion ist so hirnlos wie die Killerspiel debatte, hauptsache man kann wichtig tun.
Jeder Krieg ist inhuman und Menschenverachtend, egal ob er von Amerikanern, Taliban oder Deutschen geführt wird. Natürlich könnte man argumentieren das die Amerikaner nur auf bewaffnette schießen und die Taliban vor allem leichte, also ziviele Ziele attackieren.
Aber mal ehrlich wer wer das glaubt hat keine Ahnung.
Wenn ein Zombie Nazimodus weltweit okay ist warum dann nicht die Taliban?
Wenn ich Amerikaner in Vitnam spielen darf die Entlaubungsmittel gegen ziviele Ziele einsetzen warum nicht Taliban?
Die Amerikaner haben teilweise überschüssige Bombenlasten über neutralen Ländern abgeworfen.
Warum ist es Okay wenn die Russen immer wieder als böse Terroristen hinhalten müssen und man sie als Fraktion spielen darf?
Die gesamte Diskussion ist so hirnlos wie die Killerspiel debatte, hauptsache man kann wichtig tun.
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10Cent84
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- Registriert: 28.08.2008 23:28
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na, was für eine dumme debatte... echt..
vielleicht sollte mal debattiert werden, was schlimmer ist?
ein spiel raus zu bringen, wo man sich gegenseitig abschießen kann?
oder im echten leben soldaten in einen krieg zu schicken, mit schlechter ausrüstung, der total unnütz ist???
ich bin war immer dagegen, dass deutschland mit in den krieg zieht.
und was ist mit den 2. weltkriegspielen??
ja, da spielt man auch permanent die amis, die unsere vorfahren abschlachten und es interessiert keine sau.
vielleicht sollte mal debattiert werden, was schlimmer ist?
ein spiel raus zu bringen, wo man sich gegenseitig abschießen kann?
oder im echten leben soldaten in einen krieg zu schicken, mit schlechter ausrüstung, der total unnütz ist???
ich bin war immer dagegen, dass deutschland mit in den krieg zieht.
und was ist mit den 2. weltkriegspielen??
ja, da spielt man auch permanent die amis, die unsere vorfahren abschlachten und es interessiert keine sau.
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tamberlane
- Beiträge: 369
- Registriert: 18.10.2005 10:03
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Da kann ich nur sagen: leider. Obwohl mir Aufwand-Nutzen-Kalkulation wesentlich besser beschreibt, da es auch Dinge gibt, die mit Geld nicht wirklich adäquat ausgedrückt werden können.Wulgaru hat geschrieben: Tja, für andere ist Mitleid eben keine Kosten-Nutzen-Kalkulation.
Ich denke, solche Dinge kann man nur am Vernünftigsten beurteilen, wenn man sie "nüchtern und kühl" beurteilt. Mitleid und Hass sind nämlich beide dem Feld der Emotionen zuzuordnen, das heißt Mitleid ("Ooooh, der arme Soldat") kann ganz schnell in Hass ("Scheiß Taliban, die werden jetzt plattgemacht") umschlagen. Solche Emotionen können dazu führen, dass man aus Vergeltungssucht die vernünftigste Lösung (mit möglichst wenig Aufwand den größten Nutzen für alle Parteien herauszuholen) überhaupt nicht mehr beachtet, sondern sich an erster Stelle um seine eigenen Belange kümmert (Aufwand egal, größter Nutzen für die eigene Position).Du scheinst das zumindest aus deiner Argumentation heraus sehr nüchtern und kühl zu sehen. Ich sehe das eben ein bisschen weniger kalt, dass ist glaube ich auch der Grund für diese seit einigen Seiten laufende "selber Schuld" Diskussion. Wir gehen da aus völlig unterschiedlichen Lagern heran und reden daher ein bisschen aneinander vorbei.
Und genau diese Spirale führt in den Teufelskreis, dass keine von beiden Seiten bereit ist, zu Gunsten des anderen Einschnitte in Kauf zu nehmen, um demjenigen zu helfen, der wirklich unter sowas leidet: Zivilbevölkerung im Krisengebiet und der Steuerzahler hier zu Hause.
