Medal of Honor - Kritik von der Bundeswehr und aus England

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Themios
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Beitrag von Themios »

EHL-E hat geschrieben: Bist schon nen ziemlicher Spezialist, wenn du Bilder postest, die genau das Gegenteil dessen beweisen sollen, was du behauptest. Die URL "whatreallyhappened" sollte eigentlich reichen, wenn man sich dann noch das Bild mit dem Sauberen "anglecut" anguckt weiß ich auch, was du mit "sich intensiv mit der Thematik beschäftigen meinst"...
Ist nicht dein ernst, oder?
Es war so klar, dass wieder jemand mit so einer verqueren Logik auftaucht.

Halten wir mal fest: Kaum wird eine Blödsinnstheorie der Verschwörungsspinner widerlegt ("keine Stahlträger übrig"), wird das einfach übergangen und man zaubert die nächste Theorie aus dem Hut.

Wenn du schreibst "die genau das Gegenteil dessen beweisen sollen, was du behauptest" triffst du einen Punkt besonders gut. Sie sollen etwas beweisen, was sich einige Fanatiker aus den Fingern gesaugt haben, es in suggestive Fragen verpacken, aber die wahrscheinlichste Antwort schlichtweg ignorieren.

Was glaubst du denn, wie solch saubere Schnitte entstehen? Die Bilder stammen von den Aufräumarbeiten. Die sauberen Abtrennlinien stammen ebendaher: Aufräumarbeiten. Wenn riesige instabile Stahlträger aus dem Boden ragen (und an dessen unteres Ende man nicht herankommt, da es im Schutt begraben liegt), was macht man da wohl? Na? Genau, man trennt sie durch für den Abtransport. Dadurch werden die Abräumarbeiten des restlichen Schuttes überhaupt erst möglich. Schräg werden solche Stahlträger übrigens angeschnitten um die Fallrichtung festzulegen.

Erhellend ist sicher auch folgendes Interview, dass während der Aufräumarbeiten am Ground Zero durchgeführt wurde und in dem Arbeiter von eben diesen Schnittarbeiten berichten:
http://www.youtube.com/watch?v=LJyBuANVkQ4

Aber ich weiss schon, die haben doch alle gelogen. ;-)

und hier auch noch ein lustiges Video zum Thema:
http://www.youtube.com/watch?v=ySHgiUxn ... re=related

Oh, und hier noch eine ganze Seite, die sich nur um diesen bestimmten Punkt dreht und zeigt, wie wahrscheinlich es ist, dass die angle cuts ganz simple Ergebnisse der Aufräumarbeiten sind:
http://www.debunking911.com/thermite.htm

Selbst wenn die Möglichkeit bestehen würde, dass das WTC gesprengt wurde, warum wird von den Verschwörungsspinnern die schlichte Tatsache ignoriert, dass sich alle von ihnen aufgeworfenen Fragen auch durch ganz simple Vorgänge erklären lassen, die das offizielle Bild vom 11.9. bestätigen?

Von daher sag ich mal: owned! :-P
EgyptPumpkin
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Beitrag von EgyptPumpkin »

Also ehrlich gesagt, mich nervt auch dieser Trend zu immer mehr Morallosigkeit in Spielen. Brutal und realistisch soll es am besten sein. Ist doch egal, so scheint es, wenn die Kids ein Kriegsspiel in einem Szenario spielen, wo genau in dem Moment, in dem man spielt, sich wirklich Menschen in der echten Welt bekriegen. Mich wiedern diese Art Spiele inzwischen mehr als an. Dass man im MP die Taliban spielen kann, ist es nicht mal, was mich am meißten stört. Mich stört es einfach, dass man zu Hause auf der Couch hockt und das "nachspielt", was in Wirklichkeit tatsächlich abgeht. Und da ist es mir egal, wen man spielt oder wer die Bösen sind. Denn immerhin sind es nicht nur britische, deutsche oder amerikanische Soldaten die sterben, sondern auch massenweise unbeteiligte afghanische Zivilisten, die immer wieder Opfer der Angriffe eben genannter Länder sind, nur wird dies nur allzu oft verschwiegen bzw. kleingehalten. Und wenn sich EA oder Aktivision hinstellt und sagt, "wenn Bücher oder Filme diesen Krieg aufgreifen können, dann dürfen wir das in unserem Spiel auch", ist das mehr als schwachsinnig und verantwortungslos. Denn im Gegensatz zum Medium Film oder Medium Buch, in dem man sich kritisch mit dem Thema Krieg auseinander setzen kann und wo der Leser bzw. Zuschauer eine passive Rolle einnimt, soll ein Spiel nicht den Spieler abschrecken oder bis ins Mark erschüttern, sondern es soll unterhalten, den Spieler an den Controller fesseln und Spaß machen, in dem er aktiv ins Geschehen eingreift. Ein Antikriegsspiel im Sinne des Antikriegsfilms kann es daher nicht geben aber das müsste den Herrschaften von EA eigentlich auch klar sein, nur geben diese es natürlich nicht zu. Versteht mich nicht falsch. Ich spiele gern mal einen Ego Shooter aber wenn auch noch Faktoren dazukommen, wie dass man einen realen, noch immer stattfindenden, umstrittenen Krieg nachspielt, ist für mich endgültig Schluss. Sowas boykottiere ich! Filme, die im übermaß gewaltverherrlichend und in vielen Dingen moralisch fragwürdig sind, werden von der Fachpresse oftmals mit schlechten Wertungen abgestraft. Wenn EA Spiele schon mit Filmen vergleicht, dann wird EA sicherlich nichts dagegen haben (achtung - Sarkasmus), wenn die Fachpresse das neue MoH ebenso aufgrund der moralischen Fragwürdigkeit mit schlechteren Wertungen abstraft.
Ich vermisse eine gewisse Moral in der Videospielewelt. Dort ist die Akzeptanz für unmoralisches, meiner Meinung nach, viel zu hoch. Und auch wenn Viele nicht meiner Meinung sein werden, ich würde z.B. einem CoD MW2 auf Grund solcher Dinge wie dem Flughafenlevel eine niedrigere Wertung geben und nicht mich darüber beschweren, das Spiel aber dennoch mit einer 93er Wertung in den Himmel loben!
cichy_de
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Re: Soso

Beitrag von cichy_de »

Tallantis hat geschrieben:
Trento hat geschrieben:Aber schön einen Stand auf der Gamescon stellen, die "schießwütigen Egoshooter-Kids" ködern, halbherzig ausbilden, um sie dann nach Afghanistan zuschicken... DAS IST WIDERWÄRTIG!!
Verdammt den Punkt hab ich ganz vergessen: Indeed!!!

@Jazzdude: Wer Manhunt zockt darf sich zu Geschmack einfach mal gar nicht äußern, vorallem wenn es so eine beschränkte ist.
Naja, es ist sogar noch besser: mit 17 Jahren und 11 Monaten darf dieses noch nicht mal harte Spiele spielen, mit womöglich 18 und ein paar zerquetschten Monaten darf und muss er dann "echte" Menchen killen.. aber darf immer noch kein z.B. GOW spielen... das ist doch ganz geraderheraus, oder?
sorcer3r
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Re: Bundeswehr ist wiederwärtig

Beitrag von sorcer3r »

IxAxUx 1 hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:
dabrain00 hat geschrieben:Soldat ist nicht gleich tötetn.
Und warum schickt man dann nicht einfach das Technische Hilfswerk hin, nachdem man sich mit den dortigen regionalen Machthabern geeinigt hat, dass man dort helfen darf?
Na toll! Kommt das THW dort hin und sagt zum regionalen Machthaber:" Du, würdest du dich mit uns einigen? Wir wollen deinem Volk helfen, damit es etwas zum Essen hat, frisches und sauberes Wasser erhalten kann und eine Demokratie einführen. Damit das alles realisiert werden kann, darfst du im Gegenzug kein regionaler Machthaber mehr sein, darfs dein Volk nicht mehr unterdrücken und hast keine Macht mehr!"
Mal sehen, wie der Machthaber darauf reagieren wird und wie viele THW-Delegierte er wieder lebend laufen lässt.

Jaja, und im Geschichtsunterricht habt ihr bestimmt auch gelernt, dass alle europäischen Königshäuser ihre Macht nach Absprache mir Menschenrechtlern freiwillig aufgegeben haben.
Vor 2001 waren bereits Hilfsorganisationen in Afgh. aktiv, ganz ohne militärische "Hilfe".
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IxAxUx
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Re: Bundeswehr ist wiederwärtig

Beitrag von IxAxUx »

sorcer3r hat geschrieben:Vor 2001 waren bereits Hilfsorganisationen in Afgh. aktiv, ganz ohne militärische "Hilfe".
Weiß ich.
Jedoch habe ich die Aussage Katejans, aufgrund des Diskussionsverlaufs, so verstanden, dass das THW o.a. die Arbeit der Bundeswehr übernehmen könnte. Eben nur ohne Waffen und Gewalt. Das ginge aber nicht, weil eines der Ziele der Bundeswehr ist, die Taliban weitesgehend zu entmachten. Einer Hilfsorganisation könnte dies nicht gelingen, nehme ich mal an.

Natrlich gibt es Hilfsorganisationen, die die Taliban entmachten wollen und auch Hilfsorganisationen, die Untergrund-Missionierungen vornehmen. Dies sind aber zumindest meines Wissens nach sehr kleine Hilfsorganisationen, die kaum etwas bewirken.
Heruwath
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Beitrag von Heruwath »

Ich bin etwas neben der Spur. Menschen, welche Bekannte in Afganistan haben regen sich über das Spiel auf, weil die besagten Bekannten in Wirklichkeit in Afganistan ihr Leben verlieren könnten. Ich frage mich wo die Gedanken dieser Menschen waren als ihre Bekannten Vollzeitsoldaten wurden? Ein Soldat hat nun mal eine höhere Gefahr sein Leben zu verlieren, oder haben sie gehofft, dass des besagte Soldat im sicheren Deutschland an Altersschwäche stirbt und nicht durch eine Kugel? Dann sollten sie nach Schuldigen bei genau den Soldaten suche, welche sich freiwillig für Afganistan entschieden haben. Sich zuerst für mehr Geld in Lebensgefahr bringen und dann andere beschuldigen.
Maeck Kinntosch
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Beitrag von Maeck Kinntosch »

Möchte ja nichts sagen, aber als vietnamesischstämmiger Deutscher habe ich damals auch ganz gerne "Vietcong" gespielt. Weder in meiner Familie (Alles Südvietnamesen ;)) noch in meinem vietnamesischen Freundeskreis (auch denen, die in den USA leben) habe ich nichts Schlimmes gehört noch Kritik dafür geerntet, dass ich so ein "Killerspiel" auf dem PC habe.

Auch diese WWII- Kriegsspiele scheinen keine besondere Aufmerksamkeit zu haben (außer dass vor einigen Jahren und vielleicht noch heute in dem einen oder anderen Titel die Hakenkreuze weggemacht wurden, die ja - wie wir sicher wissen- von einer anderen Kultur aus einer ganz anderen Zeit geklaut wurden).

Ich denke, früher oder später wird irgend ein Politiker auf diese "Welle der Empörung" springen und seine Wahlkampagne damit auf Vordermann bringen.

Für mich sind solche Sachen einfach nur Spiele. Und die, die sich über sowas aufregen- einfach nur Wichtigmacher bzw. Menschen, die sich eigene Fehler nicht eingestehen wollen.

Wenn zum Beispiel die Familien der US- Soldaten in Afghanistan sich über sowas aufregen, sollten sie eher darüber nachdenken, mit wieviel patriotischer Verblendung sie selbst dafür verantwortlich sind, dass ihre "Brüder und Schwestern, Söhne und Töchter, Väter und Mütter (blablabla)" mit den Taliban die Klingen kreuzen (ist doch ein reines Berufsheer, was die da haben, oder? Ergo sind sie "freiwillig" da unten.)

(Off topic: War da in "Matrix 2" nicht irgendwie von einer "Kausalitätskette" die Rede? ;-) Fiel mir irgendwie sofort ein, als ich den Quatsch seitens der Amis gelesen habe)

Aber ok... man muss dann wohl direkt betroffen von sein, Söhne/Ehemänner, Töchter/Ehefrauen verlieren, um subjektiven Interessen nachzugehen.

Ich frage mich, wann die Opa/OmA Generation aufmarschiert, um diese ganzen WWII- Sachen verbieten zu lassen.
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Heruwath hat geschrieben:Dann sollten sie nach Schuldigen bei genau den Soldaten suche, welche sich freiwillig für Afganistan entschieden haben. Sich zuerst für mehr Geld in Lebensgefahr bringen und dann andere beschuldigen.
Ein Vollzeitsoldat geht in der Regel nicht freiwillig irgendwohin, sondern dahin wo es ihm befohlen wird. Natürlich melden sich auch für Afghanistan Soldaten freiwillig, die meisten aber nicht. Die Zeitsoldaten die ich kenne, hoffen eigentlich alle, dass sie nicht nach Afghanistan müssen. Sie sind bei der Bundeswehr wegen des sicheren Einkommens und der finanzierten Ausbildung und sicher nicht weil sie es geil finden nach Afghanistan zu gehen. Natürlich ist das ihre Pflicht, aber die "selber Schuld ihr wollte ja Krieg führen"-Logik zieht sicher nicht.

Genauso gut kann ich argumentieren wenn ein Polizist erschossen wird: Hey er wollte ja unbedingt Verbrecher jagen, was für ein Idiot, selber Schuld.
Heruwath
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Beitrag von Heruwath »

Wulgaru hat geschrieben:
Heruwath hat geschrieben:Dann sollten sie nach Schuldigen bei genau den Soldaten suche, welche sich freiwillig für Afganistan entschieden haben. Sich zuerst für mehr Geld in Lebensgefahr bringen und dann andere beschuldigen.
Ein Vollzeitsoldat geht in der Regel nicht freiwillig irgendwohin, sondern dahin wo es ihm befohlen wird. Natürlich melden sich auch für Afghanistan Soldaten freiwillig, die meisten aber nicht. Die Zeitsoldaten die ich kenne, hoffen eigentlich alle, dass sie nicht nach Afghanistan müssen. Sie sind bei der Bundeswehr wegen des sicheren Einkommens und der finanzierten Ausbildung und sicher nicht weil sie es geil finden nach Afghanistan zu gehen. Natürlich ist das ihre Pflicht, aber die "selber Schuld ihr wollte ja Krieg führen"-Logik zieht sicher nicht.

Genauso gut kann ich argumentieren wenn ein Polizist erschossen wird: Hey er wollte ja unbedingt Verbrecher jagen, was für ein Idiot, selber Schuld.
Warum zieht die Logik nicht? Hat sich der Vollzeitsoldat nicht freiwillig dazu entschieden sein ganzes Leben ein Soldat zu sein? Wenn die so scharf darauf sind ein sicheres Einkommen und ein finanzierte Ausbildung zu haben und bereit waren die Risiken einzugehen, wieso sind sie nicht selber in ihrer Lage Schuld? Genauso ist es mit den Polizisten. Die haben von sich aus ihre Arbeit ausgesucht, wohlwissend dass es gefährlich ist. Wenn ich eine Waffe in die Hand nehme, dann sollte ich nicht meckern, dass ich dadurch eine höhere Chance habe durch eine Kugel zu sterben.

Ja die wollten unbedingt Soldaten und Polizisten sein, selber schuld. Klingt hart, etnspricht aber der Wahrheit.
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Heruwath hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:
Heruwath hat geschrieben:Dann sollten sie nach Schuldigen bei genau den Soldaten suche, welche sich freiwillig für Afganistan entschieden haben. Sich zuerst für mehr Geld in Lebensgefahr bringen und dann andere beschuldigen.
Ein Vollzeitsoldat geht in der Regel nicht freiwillig irgendwohin, sondern dahin wo es ihm befohlen wird. Natürlich melden sich auch für Afghanistan Soldaten freiwillig, die meisten aber nicht. Die Zeitsoldaten die ich kenne, hoffen eigentlich alle, dass sie nicht nach Afghanistan müssen. Sie sind bei der Bundeswehr wegen des sicheren Einkommens und der finanzierten Ausbildung und sicher nicht weil sie es geil finden nach Afghanistan zu gehen. Natürlich ist das ihre Pflicht, aber die "selber Schuld ihr wollte ja Krieg führen"-Logik zieht sicher nicht.

Genauso gut kann ich argumentieren wenn ein Polizist erschossen wird: Hey er wollte ja unbedingt Verbrecher jagen, was für ein Idiot, selber Schuld.
Warum zieht die Logik nicht? Hat sich der Vollzeitsoldat nicht freiwillig dazu entschieden sein ganzes Leben ein Soldat zu sein? Wenn die so scharf darauf sind ein sicheres Einkommen und ein finanzierte Ausbildung zu haben und bereit waren die Risiken einzugehen, wieso sind sie nicht selber in ihrer Lage Schuld? Genauso ist es mit den Polizisten. Die haben von sich aus ihre Arbeit ausgesucht, wohlwissend dass es gefährlich ist. Wenn ich eine Waffe in die Hand nehme, dann sollte ich nicht meckern, dass ich dadurch eine höhere Chance habe durch eine Kugel zu sterben.
Schon einmal darüber nachgedacht das die meisten sich verpflichten wenn sie direkt aus der Schule kommen, mit 18,19,20? Ich glaube nicht das man da schon all die Konsequenzen überblickt die du als "selber Schuld" voraussetzt. Wenn man dann mit Mitte 20 tatsächlich fertig ausgebildet ist und ein eventueller Kriegseinsatz ansteht, hat sich die Einstellung mutmaßlich völlig verändert. Vielleicht hat man Familie, vielleicht erkennt man die Konsequenzen besser usw.

Und ja diesen Sinneswandel sollte man auch Berufssoldaten zugestehen, kaum ein Mensch kann dir sagen wie er in fünf Jahren ist und was er dann denkt. Daher finde ich es sehr sehr oberflächlich zu sagen "Er hat mit den Konsequenzen rechnen müssen". Zudem verpflichtet sich niemand ein ganzes Leben ein Soldat zu sein, dass läuft doch etwas befristeter ab. :wink:
Zuletzt geändert von Wulgaru am 25.08.2010 09:52, insgesamt 1-mal geändert.
chris0900
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Richtig so...

Beitrag von chris0900 »

Genau Die Richtige Entscheidung von EA, nur nicht Unterkriegen lassen
eulentier
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Beitrag von eulentier »

Klar, als guter guter Ami Taliban abknallen is ok. Aber ja nicht die Seiten wechseln, das is ja widerwärtig. Verkackte Doppelmoral!

Wenn das Spiel einigermaßen gut is, hol ichs mir sofort!
Heruwath
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Beitrag von Heruwath »

Wulgaru hat geschrieben:
Heruwath hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben: Ein Vollzeitsoldat geht in der Regel nicht freiwillig irgendwohin, sondern dahin wo es ihm befohlen wird. Natürlich melden sich auch für Afghanistan Soldaten freiwillig, die meisten aber nicht. Die Zeitsoldaten die ich kenne, hoffen eigentlich alle, dass sie nicht nach Afghanistan müssen. Sie sind bei der Bundeswehr wegen des sicheren Einkommens und der finanzierten Ausbildung und sicher nicht weil sie es geil finden nach Afghanistan zu gehen. Natürlich ist das ihre Pflicht, aber die "selber Schuld ihr wollte ja Krieg führen"-Logik zieht sicher nicht.

Genauso gut kann ich argumentieren wenn ein Polizist erschossen wird: Hey er wollte ja unbedingt Verbrecher jagen, was für ein Idiot, selber Schuld.
Warum zieht die Logik nicht? Hat sich der Vollzeitsoldat nicht freiwillig dazu entschieden sein ganzes Leben ein Soldat zu sein? Wenn die so scharf darauf sind ein sicheres Einkommen und ein finanzierte Ausbildung zu haben und bereit waren die Risiken einzugehen, wieso sind sie nicht selber in ihrer Lage Schuld? Genauso ist es mit den Polizisten. Die haben von sich aus ihre Arbeit ausgesucht, wohlwissend dass es gefährlich ist. Wenn ich eine Waffe in die Hand nehme, dann sollte ich nicht meckern, dass ich dadurch eine höhere Chance habe durch eine Kugel zu sterben.
Schon einmal darüber nachgedacht das die meisten sich verpflichten wenn sie direkt aus der Schule kommen, mit 18,19,20? Ich glaube nicht das man da schon all die Konsequenzen überblickt die du als "selber Schuld" voraussetzt. Wenn man dann mit Mitte 20 tatsächlich fertig ausgebildet ist und ein eventueller Kriegseinsatz ansteht, hat sich die Einstellung mutmaßlich völlig verändert. Vielleicht hat man Familie, vielleicht erkennt man die Konsequenzen besser usw.

Und ja diesen Sinneswandel sollte man auch Berufssoldaten zugestehen, kaum ein Mensch kann dir sagen wie er in fünf Jahren ist und was er dann denkt. Daher finde ich es sehr sehr oberflächlich zu sagen "Er hat mit den Konsequenzen rechnen müssen". Zudem verpflichtet sich niemand ein ganzes Leben ein Soldat zu sein, dass läuft doch etwas befristeter ab. :wink:
Natürlich gestehe ich jedem Soldaten einen Sinneswandel zu. Das heißt aber nicht dass er dadurch von seiner Schuld befreit ist. Und ja ich nehme an, dass ein 18,19,20 wenigstens ansatzweise den Zusammenhang wischen Soldat, Krieg und Tod erkennt, oder denken sie, dass ein Soldat zu sein ein Zuckerschlecken ist? Sie haben sich dazu verpflichten, einen Vertrag unterschrieben, welcher besagt, dass sie in an Kriegseinsätzen teilnehmen müssen. Was denken sich die Leute dabei. Hatten sie nie vor ein Famillie zu haben, oder erst nach der Dienstzeit? Hatten sie nie dran gedacht, dass sie dadurch ihre Kinder und Frau bzw. Mann eventuell für immer verlassen würden? Hatten sie nie dran gedacht, dass sie eventuell sterben könnten? Sorry, aber wie blind muss man sein? Zu meiner Zeit wollte ich mich aus genau diesen Gründen nicht verpflichten. Zugegeben ich war mir nicht so genau dessen bewusst wie jetzt, aber mir war ganz sicher klar, dass ich nicht in einer kriegerischen Auseinandersetzung mit einer Waffe i der Hand sterben wollte.
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Das ist mir persönlich auch klar, aber andere Leute die diese pazifistische Einstellung nicht haben und eine solche Verpflichtung in Betracht ziehen, müssen für mich keine Kriterien erfüllen die ich selbst nicht absehen kann.
Ich persönlich treffe keine Entscheidungen in meinem Leben, bei denen ich denke: In 5 Jahren habe ich Familie oder diese oder jene Rechnung, dass heißt nicht das ich verschwenderisch lebe, aber ich blicke nicht so weit voraus. Das tut kaum jemand und das verlange ich daher auch nicht von einem Soldaten.

Ich persönlich würde mich nicht verpflichten, dass ist meine Einstellung und die hat komplexe Grundlagen. Aber ich bin ein so toleranter Mensch das ich Verständnis für die Situation eines Soldaten entwickeln kann und die ist momentan keine leichte. Die Bundesregierung erkennt immer noch nicht an das es einen Krieg gibt, als Konsequenz daraus herrscht permanente Rechtsunsicherheit. Die Soldaten wissen nicht was ihre handeln für mögliche Konsequenzen hat. Sie sind schlecht ausgerüstet und wenn sie traumatisiert zurückkommen, wartet eine miserable psychologische Betreuung auf sie.
Und da ich all das weiß und zudem Leute kenne, auf die so etwas in den nächsten Jahren zukommen könnte, würde ich mir absolut schäbig vorkommen wenn ich Standpunkt "selber Schuld" hätte und frage mich auch wie jemand anders diesen Standpunkt haben kann, wenn er sich ernsthaft mit dieser Thematik beschäftigt.
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IxAxUx
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Beitrag von IxAxUx »

Heruwath hat geschrieben: Warum zieht die Logik nicht? Hat sich der Vollzeitsoldat nicht freiwillig dazu entschieden sein ganzes Leben ein Soldat zu sein? Wenn die so scharf darauf sind ein sicheres Einkommen und ein finanzierte Ausbildung zu haben und bereit waren die Risiken einzugehen, wieso sind sie nicht selber in ihrer Lage Schuld? Genauso ist es mit den Polizisten. Die haben von sich aus ihre Arbeit ausgesucht, wohlwissend dass es gefährlich ist. Wenn ich eine Waffe in die Hand nehme, dann sollte ich nicht meckern, dass ich dadurch eine höhere Chance habe durch eine Kugel zu sterben.

Ja die wollten unbedingt Soldaten und Polizisten sein, selber schuld. Klingt hart, etnspricht aber der Wahrheit.
Zunächsteinmal ist man nicht für ewig Soldat, meist sogar nur für ein paar Jährchen. An ihrer Lage sind sie auch nicht Schuld, zumindest nicht in dem Maße wie du es denkst. Klar, sie haben sich für die Bundeswehr entschieden. Aber warum? Meist, weil sie einfach nur Jung und naiv sind. Mit höherem Alter darf man sowieso nicht mehr in die Bundeswehr eintreten. Ich glaube bei einem Alter von maximal um die 24 ist Schluss. Zweitens ist es doch nunmal so, dass nur wenige der Bundeswehrsoldaten wirklich ins Ausland geschickt werden und dort Kampfeinsätze machen müssen, im Vergleich zu der Anzahl Soldaten, die hier ihren Dienst absolvieren. Da trifft es einen jungen Mann dann doch sehr, dass er einer der wenigen ist, die plötzlich nach Afghanistan geschickt werden. Genausowenig kannst du einen gerade mal Volljährigen Menschen nicht dafür verantwortlich machen, dass er bei seinem Eintritt in die Bundeswehr nicht wusste, dass er, sollte er tatsächlich nach Afghanistan gehen müssen, nur sehr dürftig und mehr schlecht als recht von seinem Arbeitgeber ausgerüstet und ausgebildet wird. Es gibt immer etwas, das man im Nachinein besser weiß. Auch die politische Lage konnte kein Soldat vorhersehen, beziehungsweise mit dieser Abgebrühtheit der Politik rechenen: Afghanistan gilt nicht als Krieg, Soldaten haben eine totale Unsicherheit, was nun erlaubt ist und was nicht und wie sie nun auf Angriffe reagieren dürfen und wie nicht. Alles dinge, mit denen kein angehender Soldat rechnen konnte.
Tatsache ist und bleibt auch, dass Soldaten auch nur Menschen sind. Ein toter Soldat ist zunächsteinmal auch ein toter Mensch. Da Soldaten aber offiziell unser Land verteidigen und der Bundesrepublik dienen, ist es doch angebracht, wenn einem toten Soldat die letzte Ehre erwiesen wird und der Staat um ihn trauert. Alle, der Staat, der Soldat selbst, seine Angehörigen, die Bevölkerung, einfach alle wissen, dass ein Soldat getötet werden kann, wenn er in den Kampf zieht. Das sollte aber nicht heißen, dass man den Tod des Soldaten unberührt hinnehmen sollte. Oder gar ihm "(selbst) Schuld" gibt.

Ich denke: Zum Glück gibt es Menschen, die sich für etwas verpflichtet fühlen. Menschen, die sich für einen Beruf berufen fühlen. Menschen, die einen Beruf ausführen, von dem sie wissen, dass er Lebensgefährlich ist ... und sei es nur, weil sie Geld wollen. Denn egal aus welchen dieser Motive sie ihn ausführen: Hauptsache sie führen ihn aus!
Ohne diese Menschen, denen du einfach das Wort "Schuld" zuschiebst, gäbe es keine Polizisten, Rettungsschwimmer, Feuerwehrleute, Katastrophenhelfer, Ärtze und Hilfsorganisatoren in Krisengebieten, Journalisten, die uns aus Katastrophen- und Kriegsgebieten berichten und eben Soldaten und noch viele mehr.

EDIT: Nicht zu vergessen die Leute der Bergwacht (ich als Norddeutscher kam natürlich nur auf Rettungsschwimmer) und diejenegen, die beschädigte Starkstromkabel in den Strommasten kontrollieren und eventuel reparieren (einer gefährlichsten Berufe weltweit).
Zuletzt geändert von IxAxUx am 25.08.2010 10:53, insgesamt 1-mal geändert.