GDC 2010 - Im Zensurland nichts Neues

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:|Nuke|:
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Beitrag von :|Nuke|: »

Pwn3d by Godwin, würde ich sagen!
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NX1234
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Beitrag von NX1234 »

also meiner meinung nach sollte jedem entwickler die freiheit gelassen werden, seine spiele so zu veröffentlichen wie er sie geschaffen hat, sprich ohne staatliche zensur von blut, abgetrennten körperteilen oder hakenkreuzen (deren zensur in den meisten spielen sowieso lächerlich ist :roll: ). allerdings kann ich es nicht nachvollziehen wenn es dinge gibt wie zerplatzende köpfe bei headshots mit pistolen (siehe cod 5 uncut, um nur ein beipiel zu nennen), das ist meinung vollkommen unnötig.
johndoe1044785
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Beitrag von johndoe1044785 »

wäre das nicht ein widerspruch zu der ersten zeile mit "abgetrennten körperteilen"? ich frag ja nur...
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Worrelix
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Beitrag von Worrelix »

Giant Hogweed hat geschrieben:Der Begriff "Bücherverbrennung" ist in Deutschland ganz eindeutig in erster Linie mit dem verknüpft, was von 1933-45 hier passierte.
Wikipedia sagt was anderes. Auch dort wird der Hauptbezug auf dei Bücherverbrennungen im Mittelalter gelegt.
Für den Autor oder Leser von verfemter Literatur waren die Folgen meistens weitaus unangenehmer. Im 3. Reich konntest Du, wenn Du Pech hattest, unter dem Fallbeil landen wenn Du damit erwischt wurdest.
Wenn man aber den isolierten Prozeß der Bücherverbrennung vergleicht, kommt dieser von der Prozedur her einer Beschlagnahmung gleich.

Und auch wenn man damals (welches "damals" auch immer) hauptsächlich ideologiefremde Werke (der Weltliteratur) verbrannt hat, waren dort bestimmt auch einige pure Unterhaltungswerke dabei (spontan könnte ich mir irgendwelche homoerotische Schriften vorstellen, die letztendlich wegen ihres (aus Sicht der Initiatoren "fragwürdigen") Unterhaltungswertes auf dem Scheiterhaufen landeten).
johndoe1044785
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Beitrag von johndoe1044785 »

@Worrelix: interessant wäre da wohl der 2. absatz im artikel. ich kenne keine empirischen studien dazu, doch in deutschland dürften aufgrund der zeit die meisten es mit dem nationalsozialismus assoziieren. ist natürlich trotzdem völlig off-topic...
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Giant Hogweed
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Beitrag von Giant Hogweed »

Worrelix hat geschrieben: Wikipedia sagt was anderes. Auch dort wird der Hauptbezug auf dei Bücherverbrennungen im Mittelalter gelegt.
Der W-Artikel zu dem Thema legt keinesfalls den Hauptbezug von Bücherverbrennungen aufs Mittelalter. Abgesehen davon: Wikipedia ist zwar oft sehr brauchbar, aber keinesfalls das Maß aller Dinge. Schau doch mal, was Google als Auto-Vervollständigung der Suche nach "Bücherverbrennung" auflistet. Die ersten 10 Referenzen haben alle Bezüge zur NS-Zeit. Daran kannst Du eher sehen, was die Leute mit dem Begriff verknüpfen.
Worrelix hat geschrieben: Wenn man aber den isolierten Prozeß der Bücherverbrennung vergleicht, kommt dieser von der Prozedur her einer Beschlagnahmung gleich.
Klar, als "isolierter Prozeß" ist eine Bücherverbrennung auch einfach nur eine Oxydation...
Worrelix hat geschrieben: Und auch wenn man damals (welches "damals" auch immer) hauptsächlich ideologiefremde Werke (der Weltliteratur) verbrannt hat, waren dort bestimmt auch einige pure Unterhaltungswerke dabei
Seltsame Argumentation. Stell Dir vor, ein fanatischer Raucher vergleicht seine Situation (in der er neuerdings zum Qualmen seinen Arsch vor die Tür bewegen muß) mi der Verfolgung von Juden im 3. Reich. Auf die Blödsinnigkeit des Vergleichs angesprochen entgegnet er, wieso, viele Juden waren doch auch Raucher. Dämlich, oder?
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Giant Hogweed hat geschrieben: Seltsame Argumentation. Stell Dir vor, ein fanatischer Raucher vergleicht seine Situation (in der er neuerdings zum Qualmen seinen Arsch vor die Tür bewegen muß) mi der Verfolgung von Juden im 3. Reich. Auf die Blödsinnigkeit des Vergleichs angesprochen entgegnet er, wieso, viele Juden waren doch auch Raucher. Dämlich, oder?
Hat Herr Ferdinand von Schirach ironischerweise vor kurzem in einem Spiegelessay mehr oder weniger getan. :wink:
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Giant Hogweed
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Beitrag von Giant Hogweed »

Naja, mehr weniger als mehr... :wink:
Zwolch
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Beitrag von Zwolch »

ZENSI... bring mir amoi a hoiwe.

wieso krieg ich bei jedem 2. thread kopfschmerzen :roll:

im zensurland nix neues..und so wirds auch bleiben denn die wo was ändern könnten werden nix ändern da es ja dann nix mehr zu ändern gäbe und man schon ein melkargument bei der wahl weniger hätte.

Also zensiert schön weiter, damit wir die politiker nicht völlig fürs nixtun bezahlen
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Worrelix
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Beitrag von Worrelix »

Giant Hogweed hat geschrieben:Der W-Artikel zu dem Thema legt keinesfalls den Hauptbezug von Bücherverbrennungen aufs Mittelalter.
Das hier meinte ich:
"Am bekanntesten sind die Bücherverbrennungen der römisch-katholischen Kirche, die seit den Anfängen stattfanden, ihren Höhepunkt in der Inquisition erreichten." (Original von Wikipedia)
Abgesehen davon: Wikipedia ist zwar oft sehr brauchbar, aber keinesfalls das Maß aller Dinge.
Aber wenn man eh grad im Internet ist eins der schnellsten verfügbaren Nachschlagewerke. (Alternativennennungen erwünscht)
Worrelix hat geschrieben: Wenn man aber den isolierten Prozeß der Bücherverbrennung vergleicht, kommt dieser von der Prozedur her einer Beschlagnahmung gleich.
Klar, als "isolierter Prozeß" ist eine Bücherverbrennung auch einfach nur eine Oxydation...
Physikalisch gesehen korrekt, aber es ging ja hier um den Zensur-Aspekt.
Worrelix hat geschrieben: Und auch wenn man damals (welches "damals" auch immer) hauptsächlich ideologiefremde Werke (der Weltliteratur) verbrannt hat, waren dort bestimmt auch einige pure Unterhaltungswerke dabei
Seltsame Argumentation. Stell Dir vor, ein fanatischer Raucher vergleicht seine Situation (in der er neuerdings zum Qualmen seinen Arsch vor die Tür bewegen muß) mit der Verfolgung von Juden im 3. Reich. Auf die Blödsinnigkeit des Vergleichs angesprochen entgegnet er, wieso, viele Juden waren doch auch Raucher. Dämlich, oder?
Ein wenig abgeändert ist dieser Vergleich seltsamerweise passend:
Wenn man ein Lokal aus Nazideutschland als Gegenbeispiel nimmt, aus dem ein Jude rausgeworfen wird, weil er Jude ist und der Raucher aus dem Lokal geworfen wird, weil er dort geraucht hat.

Wobei man bei einem solchen Vergleich natürlich abgrenzen muß, wie der Vergleich jetzt gemeint ist, und wo er endet und was man damit bezweckt.

In diesem Fall endet die Vergleichbarkeit bei allem, was jenseits des Rauswurfes in Nazideutschland mit Juden passiert ist.

Für eine durchschnittliche Diskussion ist ein solcher Vergleich natürlich problematisch, weil man sonst den restlichen Abend nur damit verbringt, die Grenzen dieses Vergleiches aufzuzeigen.

Ich will damit jedenfalls nur aufzeigen, daß auch Vergleiche jenseits der political correctness Sinn ergeben können.
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Worrelix hat geschrieben: Ein wenig abgeändert ist dieser Vergleich seltsamerweise passend:
Wenn man ein Lokal aus Nazideutschland als Gegenbeispiel nimmt, aus dem ein Jude rausgeworfen wird, weil er Jude ist und der Raucher aus dem Lokal geworfen wird, weil er dort geraucht hat.
Hinkt doch trotzdem ein bisschen. Der Raucher übertritt mutmaßlich bewußt ein bestehendes Verbot, und könnte dieses Verhalten jederzeit abstellen. Umgekehrt brauchen wir nicht darüber zu diskutieren.
abandoned
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Beitrag von abandoned »

Reichart leistete sich zudem einen unnötigen Fehlgriff, indem er auf einen Publikumsbeitrag antwortete: "Videospiele zu verbannen ist die moderne Art der Bücherverbrennung."
er hat doch recht. was mich aufregt ist dass das jeder idiot wieder mit NS assoziiert.
Easy Lee
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Beitrag von Easy Lee »

Warum kann die Spielebranche nicht mal einräumen, dass ihre Medien gewaltverherrlichend, stumpf, brutal und blutrünstig sind?

Die Pornobranche geht ja auch nicht her und streitet ab, dass man in ihren Filmen alle möglichen Arten des Geschlechtsverkehrs zu sehen bekommt.

Ich habe nichts gegen das ein oder andere gewaltätige Hau-Drauf Spiel und will das auch nicht zensiert haben, aber ich sehe auch was ich da spiele und tu nicht so, als wäre das nicht so. Da werden halt Gesichter zu Brei geprügelt und Leute erschossen. Ist so!

Und ganz ehrlich - es nervt, dass die Branche nichts besseres anzubieten hat. Gewalt macht Spaß, aber ich will auch intelligente und alltäglichere Spiele sehen. Alles was an Serien, Soaps, Filmen, Dokus, Soaps und Information über die Mattscheibe flimmert kann man interaktiv machen - sprich ein Spiel drumherum erstellen. Und man kann die Fantasie spielen lassen ... Videospiele sind reicher an Möglichkeiten als alle anderen Medien - und was macht die Industrie daraus?

Call Of Duty, FIFA, Tekken und Command & Conquer in tausend Variationen und Namen...

*gähn'
S3R10US
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Re: Ärgerlicher Fauxpas

Beitrag von S3R10US »

iron-rooter hat geschrieben:
Giant Hogweed hat geschrieben:Dieser unsinnige NS-Vergleich ("Bücherverbrennung") ist wirklich ein überaus dämlicher und ärgerlicher Fauxpas. Damit erweist er dem Ziel einer verbesserten Akzeptanz von Computerspielen einen absoluten Bärendienst.
Bücherverbrennungen wurden nicht nur zur NS-Zeit verbrannt, also warum die Aufregung.
Abgesehen davon das Bücherverbrennungen, da kein physischer Gegenstand, nie verbrannt wurden, finde ich das dieser vergleich weder unangebracht noch dämlich ist. Er verdeutlich drastisch die kritische Situation die auf dem deutschen Markt vorherrscht. Unsere "Richtlinien" sind eine Frechheit. Allein, wenn auch das kleinste Übel, diese unfassbar großen roten FSK-Symbole sind so dermaßen überzogen das man sich nur an den Kopf greifen kann.
S3R10US
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Beitrag von S3R10US »

David WG hat geschrieben:Warum kann die Spielebranche nicht mal einräumen, dass ihre Medien gewaltverherrlichend, stumpf, brutal und blutrünstig sind?

Die Pornobranche geht ja auch nicht her und streitet ab, dass man in ihren Filmen alle möglichen Arten des Geschlechtsverkehrs zu sehen bekommt.

Ich habe nichts gegen das ein oder andere gewaltätige Hau-Drauf Spiel und will das auch nicht zensiert haben, aber ich sehe auch was ich da spiele und tu nicht so, als wäre das nicht so. Da werden halt Gesichter zu Brei geprügelt und Leute erschossen. Ist so!

Und ganz ehrlich - es nervt, dass die Branche nichts besseres anzubieten hat. Gewalt macht Spaß, aber ich will auch intelligente und alltäglichere Spiele sehen. Alles was an Serien, Soaps, Filmen, Dokus, Soaps und Information über die Mattscheibe flimmert kann man interaktiv machen - sprich ein Spiel drumherum erstellen. Und man kann die Fantasie spielen lassen ... Videospiele sind reicher an Möglichkeiten als alle anderen Medien - und was macht die Industrie daraus?

Call Of Duty, FIFA, Tekken und Command & Conquer in tausend Variationen und Namen...

*gähn'
Wo zur Hölle siehst du eine VERHERRLICHUNG? NIRGENDS in KEINEM SPIEL das in der Eu erlaubt ist, bekommst du Punkte für besondere Grausamkeit, wenn man die Grausamkeit einer Killstreak mal ausnimmt. Das ist einfach nur lächerlich. Natürlich kommt in den Spielen gewalt vor, das bestreitet KEINER. Aber ein 18 jähriger kann selbst entscheiden was gut für ihn ist.

Wie willst du um Soaps herum Spiele aufbauen? Wenn dann um Soap herum. Jedes spiel was jemals einer Fernsehserie entspringen würde wäre die PURE LANGEWEILE. Und das Filme seltenszzzt eine gute Vorlage sind bzw. zumeist eine schlechte Grundlage darstellen durch die vorhandenen Lizenzkosten etc. ist doch wohl auch bekannt.

Blutrünstig. Hm. Nein. Also ja schon, aber ja wohl nicht in Deutschland... da kommst du ja mit allem nach Nasenbluten nur noch ab 18 durch.

Das die Spiele stump wärend ist auch nur stumpfsinn: jeder der einen (fast beliebigen) Shooter mal eSport mäßig, sprich nicht als, ist ja nur eine kleine Freizeitbeschätigung, gespielt hat weis wie fordend, schwierig(geistig wie physisch) so ein Spiel sein kann. Und wie komplex RTS-games sind zeigt SCII mal wieder sehr deutlich.

Was du gegen FIFA hast wies ich nciht, es ist halt die Abbildung eines Sports, was willst du daran ändern auser der technischen Umsetzung?