Blizzard gewinnt Rechtsstreit gegen Privatserver-Betreiber

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Moccajoe
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Beitrag von Moccajoe »

Also... Der Schadensersatz richtet sich ja nicht nur nach Faktoren wie entgangenem Gewinn, sondern auch danach wie der Ruf des Herstellers und des Produktes selber geschädigt wird, bzw die Meinung des potentiellen Käufers.

Geht man also davon aus das die 3mio eingenommen haben und dabei eine Summe X an Verbrauchern auf Ihre Privatserver gelockt, so müsste man nicht nur die Summe X mit dem Zeitraum und den monatlichen Beiträgen multiplizieren, sondern auch in Betracht ziehen wie stark der illegale Betreiber durch sein Treiben gegen das offizielle Produkt propagiert hat. Und da kann dann schonmal ein nettes Sümmchen rauskommen wenn der Richter der (u.U. gekauften) Ansicht ist, das die Sache weit geschäftsschädigender war als die Zahlen auszusagen vermögen.

Ein Stückweit hat die Summe sicherlich auch symbolischen Charakter. Hat man erstmal die Köpfe von ein Paar üble Gesellen auf der Stadtmauer aufgespießt, werden die anderen kriminellen 2 mal überlegen bevor Sie zu Nachahmungstätern werden.
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Für die, die keine Lust auf feinen Anzug haben:
Fett krass Urheberrechte anderer missachten und dann dick wegen Urheberrecht abmahnen...

Aber Vorsicht: Die Gefahr ist, dass Dein Anwalt es so macht wie Kajetan beschreibt. Denn Dein Anwalt trägt Anzug. Denk mal drüber nach!
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Warslon
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Re: Ach du kacke!

Beitrag von Warslon »

Kajetan hat geschrieben:
Warslon hat geschrieben:Fast 90 Mio $? Ach du Kacke, da kommt man im Leben nie wieder raus:-D
Kommt man auch nicht. Es sei denn ... man kann zweifelsfrei nachweisen, dass man kein Geld hat, die eingenommenen Summen verschwunden sind/ausgegeben wurden. Einem nackten Mann kann man nicht in die Tasche greifen. Dann wird sich aussergerichtlich geeinigt und der Verurteilte stottert nach und nach eine im Vergleich viel, VIEEL kleinere Summe ab.

Wenn man sowas im Voraus geschickt plant, versteckt man die Gelder sofort in irgendwelchen Tarnfirmen oder bei Ehepartnern/Familienmitgliedern, die natürlich dicht halten müssen. Und nach ein paar Jahren holt man das Geld wieder zurück und macht sich ein schönes Leben. Wenn man skrupellos genug ist, genügend kriminelle Energie vorhanden ist und man solche Geschäfte richtig plant/umsetzt, kommt man auf lange Sicht wunderbar davon und macht sich einen schönen Lebensabend in der Südsee.
Und wenn mans dumm anstellt, dann bekommt man in Amerika dafür 10 mal lebenslänglich und dann weicht die Südsee eher der Dusche im Südtrakt!^^
ZackUndTot
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Beitrag von ZackUndTot »

Fürs Protokoll: Die Summe in Dollar entspricht etwa (wie schon angemerkt, aber missverstanden) 69 Mio Euro.
Alex011
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Beitrag von Alex011 »

Bei solchen Beträgen gehts nicht um fair oder nicht - da gehts nur darum ein Exempel zu statuieren. Eine Million kannst mit einer großen Serverfarm von privaten Servern irgendwie sicher finanzieren. 88 Mio Dollar nicht mehr
Halox86
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Beitrag von Halox86 »

Die Summe geht vollkommen in ordnung

Wer so einen mist macht gehört bestraft. Und wenn mans nicht bezahlen kann -> privatinsolvenz zumindest in deutschland muss man dann lediglich 7 jahre seine einnahmen großtenteils abgeben und dann ist alles getilgt.

Also von wegen "aus sonem loch kommt man niewieder raus"
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Black_Hand
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Beitrag von Black_Hand »

Mal eine kleine Beispielrechnung wie so etwas zustande kommt:

100.000 Registrierte Benutzer
24 Monate Aktiv
12$ im Monat fürs Abo
-------------------------------
~29.000.000 $ entgangener Umsatz
*300% (Strafe muss sein)
-------------------------------
~ 87.000.000 $ Strafe


Ob von den 100.000 vielleicht nur 10.000 wirklich aktiv waren zählt nicht wirklich.
eulentier
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Beitrag von eulentier »

Das Ami Rechtssystem is so ein Witz. Da gehts nie um vernünftige Zahlen, sondern immer gleich 2 stellige Millionenbeträge. Krankes Land!
unknown_18
Beiträge: 26973
Registriert: 05.08.2002 13:11
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Beitrag von unknown_18 »

Tja, private Server sind die eine Sache, damit aber dann auch noch Geld verdienen wollen eine ganze andere, da ist spätestens für jede MMO Firma Schluss mit lustig.
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Dreadslayer
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Registriert: 03.06.2008 00:29
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Beitrag von Dreadslayer »

Schon alleine die Annahme, dass die Nutzer von Scapegaming genauso Kunden von Blizzard geworden wären wenn Scapegaming nicht gewesen wäre, ist pure Spekulation. Dass dann die Schadensersatzsumme auf einige $100 genau ist, grenzt an Willkür.

Wieder einmal wurde gezeigt, dass der amerikanischen Justiz jeglicher gesunde Menschenverstand abgesprochen werden kann...
Ugchen
Beiträge: 2226
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Beitrag von Ugchen »

Und Bobby Kotick saß wichsend im Gerichtssaal... :roll:

Privatinsolvenz ftw....
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Dreadslayer hat geschrieben:Schon alleine die Annahme, dass die Nutzer von Scapegaming genauso Kunden von Blizzard geworden wären wenn Scapegaming nicht gewesen wäre, ist pure Spekulation. Dass dann die Schadensersatzsumme auf einige $100 genau ist, grenzt an Willkür.

Wieder einmal wurde gezeigt, dass der amerikanischen Justiz jeglicher gesunde Menschenverstand abgesprochen werden kann...
Mir muss erst einmal jemand sagen, wo genau ich den gesunden Menschenverstand bei den Kunden von Scapegaming suchen soll.
Ich meine, wenn ich eh schon bleche - kann ich auch gleich das Original blechen, oder?
Mir fallen keine "Gründe" ein, die nicht direkt in einem Facepalm enden würden...
unknown_18
Beiträge: 26973
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Beitrag von unknown_18 »

Gründe gibt es genug, gibt genug Spieler die ein Itemshop vor monatlichen Gebühren bevorzugen, allein deswegen schon. Und WoW hat genug Spieler, die "dumm" genug dazu sind dann auf so einem dubiosen Server zu spielen und auch noch zu zahlen. Die mit Abstand größte Dummheit war aber Scapegaming selbst, dass sich Blizzard das nicht tatenlos ansieht und sie keine Chance vor Gericht haben, war so klar, dass man sich schon fragen muss was die überhaupt für eine Verteidigung vor Gericht hatten, keine? Oder eine ala "Blizzard verdient so viel damit, da können wir ruhig auch ein Stück vom Kuchen haben ohne das es Blizzard weh tut", also mit anderen Worten eine selten dämliche.
Arphis
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Beitrag von Arphis »

Was wird hier von Privatinsolvenz und "der Typ ist pleite" geredet? Blizzard hat die Firma Scapegaming verklagt und keine Person. Der Betreiber wird wohl eine Geschäftsform gewählt haben, die seine persönliche Haftung auf ein Minimum beschränkt, sodass die Firma einfach in die Insolvez geht, der Betreiber seine geschätzten 25.000$ an Sicherheit verliert und im besten Fall selber vollkommen straffrei bleibt, weil er persönlich nicht haften muss. Die Kritik an Blizzard ist Bullshit, schliesslich klagen sie gegen gewerbliche Software-Piraterie, und nicht gegen irgendwelche Schüler die gerade Rapidshare entdeckt haben.
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BetaSword
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Re: Privat Server Betreiber muss zahlen

Beitrag von BetaSword »

Blackfall234 hat geschrieben:85 mio dollar schadensersatz ? ähm ja... ich glaub kaum das der Privatserver blizzard so viele abonennten und die mikrotransaktionen so viel gewinn für den Betreiber eingebracht haben.

jaja.... die Welt der Wirtschaft :roll:
Denke ich auch.
Und gleich so eine hohe Summe ist schon ziemlich unrealistisch.

Da wäre folgendes besser:

Zahlen: Ja
Betrag: = Gewinn den diese Firma mit ihrem WoW-Server gemacht hat.

Begründung: Auch wenn diese Firma jetzt ein Jahr lang ihren Server betrieben hätte, dürften aufgrund des wesentlich geringenen Bekanntheitsgrades ihres Servers, nur solche Spieler auf diesen Server gewesen sein, die keine monatlichen Gebühren zahlen wollen, bzw. das Spiel vorher auf einen kostenfrei-spielbaren Server antesten wollen.
Mikrotransaktionen werden generell bei MMOs genutzt, um Geld für ein Spiel zu bekommen, ohne monatliche Gebühren zu verlangen.
Zumindest kenne ich das so von FLYFF und Shaiya.